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HPV-Infektion


Humane Papilloma Viren (HPV)

Infektionen mit den leicht übertragbaren Humanen Papilloma Viren (HPV) gehören weltweit zu den häufigsten Geschlechtskrankheiten.

HPV- Infektionen kommen am häufigsten bei sexuell aktiven Menschen im jüngeren Erwachsenenalter vor. Fast jeder sexuell aktive Mensch ist mindestens einmal in seinem Leben von einer genitalen HPV-Infektion betroffen. Meist klingt sie jedoch innerhalb weniger Monate wieder ab, ohne das Krankheitszeichen auftreten. In seltenen Fällen können die Viren aber auch länger im Körper verbleiben. Einige sind für die Bildung von Feigwarzen, andere für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich. In seltenen Fällen können HPV-Viren auch andere bösartige Neubildungen, wie zum Beispiel Scheidentumore sowie Penis- und Analkarzinome, hervorrufen.

Feigwarzen

Es handelt sich dabei um kleine, spitze Warzen, die zunächst wie hautfarbene Knötchen aussehen und später eine "blumenkohlartige" Oberfläche aufweisen. Meist ist der Übergangsbereich zwischen Haut und Schleimhaut, vor allem die Region des Afters sowie die Umschlagfalte der Vorhaut, betroffen. Auch kleine Wunden im Genitalbereich (z. B. nach Intimrasur oder Piercings) können infiziert sein. Mit unter dauert es Monate, bis sich die Feigwarzen bilden.

Die Diagnose der Feigwarzen ist in der Regel eine Blickdiagnose. Weitergehende Untersuchungen wie zum Beispiel Gewebeproben, müssen durch spezialisierte Ärztinnen und Ärzte (Proktologinnen und Proktologen, Dermatologinnen und Dermatologen, Gynäkologinnen und Gynäkologen) erfolgen.

Übertragungsrisiken

Die Übertragung erfolgt vor allem während des Geschlechtsverkehrs über ungeschützte Haut- beziehungsweise Schleimhautkontakte. Besteht bereits eine Infektion mit Feigwarzen, kann diese durch eine Rasur im Genitalbereich und damit einhergehende kleine Verletzungen auf angrenzende Hautregionen übertragen werden.

HPV-Impfung

Die ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut empfiehlt die Impfung für Mädchen und Jungen zwischen neun und vierzehn Jahren, Nachholimpfungen bis vor dem 18. Geburtstag.

Den größten Nutzen haben Mädchen und Jungen, die noch nie mit HPV in Kontakt kamen, so dass eine Impfung vor dem ersten Geschlechtsverkehr zu empfehlen ist. Die Kosten hierfür tragen die gesetzlichen Krankenversicherungen.

Kondome bieten keinen sicheren Schutz vor Ansteckung. Eine frühzeitige Entfernung von Feigwarzen verringert nicht nur das Ansteckungsrisiko für andere, sondern führt auch zu einer rascheren Abheilung.

Behandlung

Ein Medikament gegen HPV-Viren gibt es nicht. Man kann nur die Folgeerkrankungen behandeln.

Die Feigwarzen können beispielsweise mittels Lasertherapie oder speziellen Cremes behandelt werden. Immer ist nach Abschluss der Behandlung eine engmaschige Kontrolle erforderlich, da es zu einer Wiederkehr der Warzen (Rezidiv) kommen kann.

Die aktuell verfügbaren Impfstoffe bieten zwar einen guten Schutz vor den häufigsten krankheitsauslösenden Virustypen, jedoch nicht vor allen. Deshalb ist eine regelmäßige Krebsvorsorgeuntersuchung weiterhin notwendig.

 

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Gesundheit und Umwelt
Gesundheitsschutz
Infektionsschutz
Beratungsstellen STI

Bayerstraße 28a
80335 München

Fax:
089 233-47839
Postanschrift:

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Öffnungszeiten:

Aufgrund der aktuellen Situation durch das Corona-Virus-Infektionsgeschehen muss die STI-Beratungsstelle bis auf Weiteres geschlossen werden, um das medizinische Personal anderweitig einsetzen zu können. Wir bitten für diese Maßnahme um Ihr Verständnis.

Jedoch bieten wir bei Fragen zu sexuell übertragbaren Infektionen und Testmöglichkeiten ab 15.08.2020 an folgenden Tagen eine telefonische Sprechstunde an:

Montag bis Donnerstag
13.30 - 15.00 Uhr.