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Hepatitis B


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© Sebastian Kaulitzki - Fotolia.com

Leberentzündung

Hepatitis B (Leberentzündung) ist eine der häufigsten Infektionskrankheiten überhaupt. 5 bis 7 % Prozent der Weltbevölkerung, das sind 300 bis 420 Millionen Menschen, sind chronisch infiziert.

In der Bundesrepublik Deutschland kann bei ca. 7 % der Gesamtbevölkerung eine überstandene HBV-Infektion nachgewiesen werden, während 0,6 % (etwa 300.000 bis 650.000 Menschen) chronische Virusträger sind. Schätzungsweise 2/3 davon stammen aus Regionen mit einem erhöhten Hepatitis B-Vorkommen (Süd-/ Südost- und Osteuropa, Asien und Afrika).

Übertragungsrisiken

Das Virus findet sich vor allem in Blut, Samenflüssigkeit, Scheidensekret sowie in geringer Menge auch in Speichel und Tränenflüssigkeit.

In Deutschland wird Hepatitis B hauptsächlich über ungeschützte sexuelle Kontakte (vaginal, oral, anal) übertragen. Zu den Infektionsrisiken zählen auch der gemeinsame Gebrauch von Spritzbesteck, verunreinigte Nadeln bei Akupunktur und Piercing sowie medizinische und pflegerische Tätigkeiten.

Infizierte Mütter können das Virus auf ihr Kind während der Schwangerschaft, während der Geburt und beim Stillen übertragen. In Ländern mit hohem Hepatitis B-Vorkommen sind diese Übertragungswege von großer Bedeutung.

Die Ansteckung durch infizierte Blutkonserven und Blutprodukte spielt in Deutschland keine Rolle, da Blutspender auf Hepatitis B untersucht werden.

Mit Hepatitis B infizierte Menschen sind bereits vor dem Auftreten von Symptomen infektiös!

Risikogruppen – wer ist gefährdet?

Jeder, der nicht gegen Hepatitis B geimpft ist oder die Auffrischungsimpfung verpasst hat, kann sich mit der Krankheit anstecken.


Risikogruppen:
 

  • Menschen mit häufig wechselnden Sexualpartnern
  • Menschen aus Ländern, in denen das Virus weit verbreitet ist (vor allem Süd- und Osteuropa, Südostasien, Afrika)
  • Familien- oder Haushaltsangehörige bzw. Sexualpartner Hepatitis-B-Virus-Infizierter (Eltern, Geschwister, Partner)
  • Neugeborene, deren Mütter infiziert sind
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im medizinischem Bereich
  • Aktive und ehemalige Verwenderinnen und Verwender von intravenösen Drogen

Symptome

Akute Erkrankung

Etwa ein Drittel aller akuten Hepatitis B-Infektionen verläuft ohne Symptome. Ansonsten kommt es etwa 6 Wochen bis 6 Monate nach Ansteckung zu einem grippeähnlichen Krankheitsbild mit Abgeschlagenheit und Fieber, gefolgt von dunkler Verfärbung des Urins und Ausscheidung von hellem Stuhl. Unter Umständen führt eine Infektion auch zu einer Gelbfärbung von Haut und Augen.

Chronische Erkrankung

Eine Infektion im Erwachsenenalter heilt in ca. 90 bis 95 % der Fälle von selbst aus. Je jünger infizierte Menschen sind, desto häufiger nimmt die Krankheit einen chronischen Verlauf (bis zu 90 %). In diesem Fall können schwerwiegende Komplikationen mit häufig tödlichem Ausgang auftreten, wie eine Leberzirrhose (30 %) oder ein Leberzellkarzinom (davon 10 - 30 %).

Chronisch Infizierte bleiben meist lebenslang Virusträger. Auch wenn keine Symptome auftreten, können sie andere anstecken.

Behandlung

Während der akuten Erkrankung ist meist keine Therapie notwendig. Allerdings sollten Alkohol und leberschädigende Substanzen vermieden werden. Bei einem chronischen Verlauf können virushemmende oder immunstimulierenden Medikamente ein Fortschreiten der Erkrankung verhindern.

Wie kann man sich schützen?

Kondome schützen beim Geschlechtsverkehr weitgehend. Drogenkonsumentinnen und -konsumenten sollten immer ein eigenes Spritzbesteck verwenden.

Impfung

Gegen Hepatitis B gibt es eine Impfung, die die Infektion verhindern kann. Geimpft werden sollten alle Kinder, Kontaktpersonen, Risikogruppen, Patientinnen und Patienten vor großen Operationen sowie Personen mit Lebererkrankungen und/oder HIV-Infektion.

Wichtig ist die Impfung auch für Menschen aus Ländern, in denen Hepatitis B häufig vorkommt.

Am besten kostenlos testen!

Ein Test auf Hepatitis B ist schnell und einfach. Wer befürchtet, infiziert zu sein oder zu einer Risikogruppe gehört, sollte sich umgehend untersuchen lassen.

Kontakt

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Referat für Gesundheit und Umwelt
Gesundheitsschutz
Infektionsschutz
Beratungsstellen STI

Bayerstraße 28a
80335 München

Fax:
089 233-47839
Postanschrift:

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