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Syphilis


Treponema pallidum

Syphilis ist eine in Krankheitsstadien verlaufende sexuell übertragbare Infektion, die durch das Bakterium Treponema pallidum hervorgerufen wird.

Übertragungsrisiken

Syphilis wird durch sexuelle Kontakte übertragen, bei dem das Bakterium Treponema pallidum durch winzige Verletzungen der Schleimhaut oder Haut in den Organismus eindringt.

Auch infizierte Mütter können das Virus über den Mutterkuchen auf ihr Kind übertragen.

Selten sind Infizierungen durch verunreinigte Nadeln oder Gegenstände. Auch die Ansteckung durch infizierte Blutkonserven ist durch systematische Testung aller Spenden i.d.R. auszuschließen und in Deutschland seit über 20 Jahren nicht mehr registriert worden. Syphilis kann nicht durch Toilettensitze, Türgriffe, Schwimmbäder, Whirlpools, Badewannen, gemeinsam getragene Kleidung oder Geschirr übertragen werden.

Geschlechtsverkehr mit einem infizierten Partner führt in etwa 30 % der Fälle zu einer Infektion. Hochansteckend sind Patienten/innen mit Syphilis im Stadium I und ansteckend im Stadium II. Im Stadium III besteht im allgemeinen trotz schwerwiegender Krankheitserscheinungen keine Ansteckungsgefahr mehr.

Eine einmal durchgemachte und behandelte Syphilis schützt nicht vor einer erneuten Ansteckung. Eine Syphilis erhöht, genau wie jede andere Geschlechtskrankheit, die Wahrscheinlichkeit, sich mit HIV zu infizieren.

Achtung: Kondome können nicht in jedem Fall vor einer Syphiliserkrankung schützen!

Inkubationszeit

Die Inkubationszeit, also die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Erkrankung, beträgt durchschnittlich 14 bis 24 Tage, kann aber auch zwischen 10 und 90 Tagen liegen.

Symptome

Stadium I

Zunächst handelt es sich um eine Erkrankung mit typischem schmerzlosen Geschwür an der Eintrittspforte (i.d.R.  Schleimhaut des Genitoanalbereichs) und nicht schmerzhafter benachbarter Lymphknotenschwellung.

Stadium II

Nach 9 bis 12 Wochen und Abheilung des Geschwürs folgt bei fehlender Behandlung das Stadium II mit Ausbreitung der Erreger über die Blutbahn. Neben grippeähnlichen Symptomen und Gewichtsverlust tritt auch ein nicht-juckender Hautausschlag insbesondere an Handflächen und Fußsohlen auf. Mitunter kann es auch zu einem mottenfraßartigen Haarausfall und/oder einer Mandelentzündung kommen.

Wird nicht therapiert, folgen immer wieder Krankheitsschübe, die dann in eine mehrjährige, evtl. jahrzehntelange Phase ohne äußerliche Krankheitszeichen übergehen (Latenzphase). Die Infektion ist dann lediglich im Blut nachweisbar (Syphilis latens).

Stadium III

Das Stadium III tritt bei ca. 15 % der nicht behandelten Erkrankten 12 Monate bis 10 Jahre nach der Infektion auf. Die Erreger befallen innere Organe wie Leber, Lunge, Milz oder den Magen-Darmtrakt. Betroffen sein können auch das zentrale Nervensystem, das Herz-Kreislauf-System oder die Augen. In der Praxis sind Erkrankte mit einer Syphilis im Stadium III äußerst selten.

Behandlung

Die Erkrankung ist heute durch Penicillin oder ersatzweise andere Antibiotika heilbar, so dass es nur in absoluten Ausnahmefällen zu einem Fortschreiten der Erkrankung in ein Stadium III kommt.

Menschen mit häufig wechselnden Partnern bzw. Partnerinnen sollten sich, auch wenn sie Kondome verwenden, regelmäßig auf Syphilis und andere sexuell übertragbare Erkrankungen untersuchen lassen. Bei fehlenden Beschwerden ist eine Untersuchung sechs Wochen nach dem Risikokontakt zu empfehlen. Je früher die Erkrankung festgestellt wird, desto unkomplizierter ist die Behandlung.

Die Untersuchung ist in unserer Beratungsstelle zu sexuell übertragbaren Infektionen einschließlich AIDS möglich.

Weitere Informationen

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Gesundheit und Umwelt
Gesundheitsschutz
Infektionsschutz
Beratungsstellen STI

Bayerstraße 28a
80335 München

Fax:
089 233-47839
Postanschrift:

Landeshauptstadt München
Referat für Gesundheit und Umwelt
Gesundheitsschutz
Infektionsschutz
Beratungsstellen STI
Bayerstr. 28a
80335 München

Öffnungszeiten:

Am Montag, den 04.11.2019,  ist die Beratungsstelle geschlossen.

  • Wegen personeller Engpässe kann es in den nächsten Wochen zu längeren Wartezeiten kommen.
  • Wir bitten um Verständnis, dass wir bei sehr hohem Besucheraufkommen unsere Nummernausgabe für Erstberatungen vorzeitig beenden.


Sprechstunden mit Testung

(ohne Voranmeldung)

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