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Mund-Nasen-Bedeckung (MNB)


Hinweise zur Nutzung von Mund-Nasen-Bedeckungen

Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Leben kann dazu beitragen, die Ausbreitung des Corona-Virus in der Bevölkerung zu verlangsamen und Risikogruppen vor Infektionen zu schützen. Um eine flächendeckende Versorgung mit MNB zu erreichen, ist es erforderlich, diese behelfsmäßig selbst herzustellen und nach einer Virus abtötenden Reinigung wieder zu verwenden.

Diese Infoseite soll darüber aufklären, wo MNB getragen werden müssen bzw. sollten, welchen Schutz MNB bieten und wie diese zu reinigen und gegebenenfalls zu entsorgen sind.

Mund-Nasen-Bedeckungen und medizinische Masken – was ist der Unterschied?

Neben den oft selbst genähten Mund-Nasen-Bedeckungen (sog. community masks) gibt es medizinische Schutzmasken, so genannte Operationsmasken (OP-Masken) und filtrierende Halbmasken, die ursprünglich aus dem Arbeitsschutzbereich stammen:

 

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Mund-Nasen-Bedeckungen

als mechanische Barriere bzw. Bremse für eine Übertragung von Atemtröpfchen oder Speichel beim Atmen, Husten oder Niesen werden aus handelsüblichen Stoffen in unterschiedlichsten Variationen genäht. Im Internet gibt es dazu zahlreiche Näh­anleitungen. Mund-Nasen-Bedeckungen werden auch von verschiedenen Firmen, wie Textilherstellern, produziert. Sollte keine derartige Mund-Nasen-Bedeckung zur Verfügung stehen, kann auch ein Tuch oder ein Schal vor Mund und Nase gehalten oder gebunden werden.

Medizinische Mund-Nasen-Schutzmasken (MNS), so genannte Operations (OP)-Masken   Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Medizinische Mund-Nasen-Schutzmasken (MNS),

so genannte Operations (OP)-Masken, werden vor allem im medizinischen Bereich wie Arztpraxen, Kliniken oder in der Pflege eingesetzt. Sie können die Verbreitung von Speichel- oder Atemtröpfchen der Trägerin oder des Trägers verhindern und dienen primär dem Schutz des Gegenübers. OP-Masken zählen zu den Medizinprodukten und erfüllen entsprechende gesetzliche Vorschriften.

Partikel-filtrierende Halbmasken (filtering face piece, FFP-Masken mit und ohne Filter)  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© trialartinf - stock.adobe.com

Partikel-filtrierende Halbmasken

(filtering face piece, FFP-Masken mit und ohne Filter) werden in erster Linie in Arbeitsbereichen verwendet, in denen sich gesundheitsschädliche Stoffe in der Luft befinden. Die Masken halten Schadstoffe und auch Viren ab. Sie gelten als Gegenstand einer persönlichen Schutzausrüstung im Rahmen des Arbeitsschutzes. Je nach Filterleistung gibt es FFP1-, FFP2- und FFP3-Masken. Für die Behandlung von COVID-19-Patienten werden im Rahmen genereller Schutzkleidung, vor allem auch in Intensivstationen, FFP2- und FFP3-Masken verwendet.

Fragen und Antworten zur Nutzung von Mund-Nasen-Bedeckungen

Warum sollte im Privatgebrauch kein medizinischer Mund-Nasen-Schutz (MNS) getragen werden?

Der medizinische Mund-Nasen-Schutz (die klassische OP-Maske) ist als Medizinprodukt dem medizinischen Gebrauch vorbehalten. Für den alltäglichen, nicht medizinischen Gebrauch, reichen Mund-Nasen-Bedeckungen (sog. community masks) aus.

Wo muss bzw. sollte eine Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) getragen werden?

In Bayern besteht eine Pflicht zum Tragen einer MNB (sog. Maskenpflicht):

  1. im öffentlichen Personennah- und -fernverkehr (inklusive der Schülerbeförderung) für Fahr- und Fluggäste sowie für das Kontroll- und Servicepersonal, soweit es in Kontakt mit Fahr- und Fluggästen kommt sowie den hierzu gehörenden Einrichtungen,
  2. in allen Betrieben des Groß- und Einzelhandels sowie für Verkaufsstellen auf Märkten,
  3. beim Besuch in
    1. Krankenhäusern,
    2. Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, in denen eine den Krankenhäusern vergleichbare medizinische Versorgung erfolgt,
    3. vollstationären Pflegeeinrichtungen,
    4. Altenheimen und Seniorenresidenzen,
    5. Einrichtungen für Menschen mit Behinderung in denen Leistungen der Eingliederungs-hilfe über Tag und Nacht erbracht werden sowie
    6. ambulant betreuten Wohngemeinschaften zum Zwecke der außerklinischen Intensiv-pflege (sog. IntensivpflegeWGs), in denen ambulante Pflegedienste Dienstleistungen erbringen,
  4. in Dienstleistungsbetrieben mit Kundenverkehr sowie Arzt- und Zahnarztpraxen soweit die Art der Dienstleistung / Behandlung dies zulässt,
  5. bei der Durchführung von Fahrschulunterricht sowie praktischen Fahrprüfungen und
  6. beim Besuch von Gottesdiensten und
  7. in Speisewirtschaften, Wirts- oder Biergärten und auf Freischankflächen für das Personal im Servicebereich oder in Bereichen, in denen ein Mindestabstand von 1,5 m nicht eingehalten werden kann, sowie für die Gäste, solange sie sich nicht an ihrem Platz befinden,
  8. in Hotels, Beherbergungsbetrieben, Schullandheimen, Jugendherbergen, Campingplätzen für das Personal im Servicebereich oder in Bereichen, in denen ein Mindestabstand von 1,5 m nicht eingehalten werden kann, sowie für die Gäste, solange sie sich nicht am Tisch des Restaurantbereichs oder in ihrer Wohneinheit befinden,
  9. in geschlossenen Räumen, Fahrzeugbereichen und Kabinen von Seilbahnen, der Fluss- und Seenschifffahrt im Ausflugsverkehr sowie für touristische Reisebusreisen für die Fahrgäste sowie für das Kontroll- und Servicepersonal, soweit es in Kontakt mit Fahrgästen kommt,
  10. in Sportstätten und Fitnessstudios außerhalb des Trainings, insbesondere beim Betreten und Verlassen der Sportstätte sowie bei der Nutzung von WC-Anlagen,
  11. in Kinos und bei kulturellen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen (Theater, Konzerthäuser sowie auf sonstigen Bühnen), solange Besucherinnen und Besucher sich nicht an ihrem Platz befinden.

Das Tragen einer MNB ist in den vorgenannten Bereichen grundsätzlich für alle Personen verpflichtend. Ausnahmen bestehen für:

  1. Kinder bis zum sechsten Geburtstag,
  2. Personen, die glaubhaft machen können, dass ihnen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung aufgrund einer Behinderung, aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich oder unzumutbar ist,
  3. das Abnehmen der Mund-Nasen-Bedeckung, soweit es zu Identifikationszwecken oder zur Kommunikation mit Menschen mit Hörbehinderung erforderlich ist,
  4. das Personal in Handels- und Dienstleistungsgeschäften, soweit in Kassen- und Thekenbereichen von Ladengeschäften durch transparente oder sonst geeignete Schutzwände ein zuverlässiger Infektionsschutz gewährleistet ist.

Es ist darüber hinaus zu empfehlen, bei jeder Begegnung mit anderen Personen, insbesondere bei Kontakt mit Risikopersonen, eine MNB zu tragen.

Welchen Schutz kann die Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) bieten?

Die MNB stellt zwar keine nachgewiesene Schutzfunktion für die Trägerin oder den Träger selbst dar, kann bei einer Infektion aber dazu beitragen, das Virus nicht an andere Menschen weiterzugeben. Denn Tröpfchen, die beim Husten, Niesen oder Sprechen entstehen, können dadurch gebremst werden. Zusätzlich wird der Mund- / Nasen-Schleimhautkontakt mit kontaminierten Händen erschwert. Zudem kann das Tragen einer Bedeckung dazu beitragen, das Bewusstsein für einen achtsamen Umgang mit anderen zu stärken (Abstand halten).

Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung darf jedoch auf keinen Fall ein trügerisches Sicherheitsgefühl erzeugen.

Die Bedeckung schützt nicht die Trägerin oder den Träger, sondern das Gegenüber. Und nach wie vor sind die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen zum Eigen- und Fremdschutz das Einhalten der Husten- und Niesregeln, eine gute Händehygiene und das Abstandhalten (mindestens 1,5 Meter) von anderen Personen.

Wo kann ich eine Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) beziehen?

MNB können z. B. bei regionalen Schneidereien oder über den Internet-Versandhandel bezogen werden. Bitte beachten Sie: Bei der Mund-Nasen-Bedeckung muss es sich nicht zwingend um eine Maske handeln, auch andere Kleidungsstücke, z. B. Schals oder Tücher sind geeignet. Es können alle Kleidungsstücke aus Stoff verwendet werden, bei denen das Ein- und Ausatmen ohne größeren Atemwiderstand möglich ist. Beachten Sie hierbei, je dichter der Stoff gewebt ist, umso besser ist der Schutz.

Wie kann eine wiederverwendbare Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) selbst hergestellt werden?

Zur Herstellung einer MNB finden sie hier eine Nähanleitung zum Download (PDF, 1000 KB).

Wie kann ich eine wiederverwendbare Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) reinigen?

Die waschbare MNB ist grundsätzlich trocken zu lagern. Vor der ersten Benutzung ist die MNB zu waschen.

Die MNB sollte nach jeder Benutzung bzw. mindestens einmal täglich gereinigt werden. Sie kann bei mindestens 60°C (besser 95°C) in der Waschmaschine gewaschen oder auf dem Herd in einem Wasserbad (mind. 5 Minuten) ausgekocht werden. Anschließend ist die MNB zu trocknen.

Wie ist eine Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) zu entsorgen?

Die Entsorgung von in Haushalten anfallenden Abfällen, z. B. MNB, die mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) kontaminiert sein können und nicht oder nicht mehr zu reinigen sind, kann gemeinsam mit dem Restmüll erfolgen.

Haftungsausschluss

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Landeshauptstadt München keine Haftung für die Wirksamkeit, die Herstellung oder die sachgerechte Verwendung der MNB übernimmt.

Jeglicher Schadensersatzanspruch gegenüber der Landeshauptstadt München wegen Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit - unabhängig, ob vom Verwender oder dem jeweiligen Gegenüber - ist ausgeschlossen.

Die Herstellung / Verwendung der Mund-Nasen-Bedeckung erfolgt ausschließlich auf eigene Gefahr.

Es wird darauf hingewiesen, dass auf jeden Fall die Hygienevorschriften des Robert-Koch-Instituts zu beachten sind. Das Tragen einer MNB ersetzt insbesondere nicht das regelmäßige Hände-waschen mit Seife und die Einhaltung von Abstandsregeln.