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Saisonale Grippe


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Influenza oder grippaler Infekt – die Symptome ähneln sich.
© nyul - Fotolia.com

Influenza - eine Impfung schützt

Die echte Grippe und damit die saisonale Influenza tritt in Deutschland jedes Jahr in den Wintermonaten auf. Der beste Schutz ist die jährliche Grippeschutzimpfung, vorzugsweise im Oktober und November.

Was ist ein grippaler Infekt?

Im Winter treten eine Vielzahl von Erkältungskrankheiten auf, die sowohl durch Viren als auch durch Bakterien verursacht sein können. Häufig spricht man bei Erkältungskrankheiten aller Art vom sog. „grippalen Infekt“. Das ist irreführend, da eine echte Grippe eine schwere Infektion mit Influenzaviren ist und somit von anderen Infektionen unterschieden werden muss.

Was ist die Grippe?

In den Wintermonaten erkranken Tausende von Menschen an der saisonalen Influenza (echten Grippe) mit teilweise sehr schwerem Erkrankungsbild und Komplikationen. Während der saisonalen Grippewelle werden schätzungsweise 5-20% der deutschen Bevölkerung infiziert. Die Stärke der Welle schwankt von Jahr zu Jahr.

Die Influenza beginnt häufig schlagartig mit schwerem Krankheitsgefühl, Muskel- und Gliederschmerzen sowie Kopfschmerzen, Fieber, Husten und Schüttelfrost. Dabei kommt es bei ca. 1/3 der Fälle zu einem schweren fieberhaften Verlauf, bei ca. 1/3 zu einem schwächeren Verlauf mit leichtem Fieber und ca. 1/3 kann asymptomatisch verlaufen. Die Krankheitsdauer liegt in der Regel bei 5-7 Tagen, kann aber bei schwerem Verlauf deutlich länger sein. Besonders ältere Menschen mit Grunderkrankungen (Herz, Lunge, Immundefekte, etc.), Schwangere und kleine Kinder können 3-10 Tage nach Symptombeginn einen schweren Krankheitsverlauf mit Verschlechterung und Komplikationen erleiden.

In Deutschland sterben in einer Saison Hunderte von Menschen an der Influenza oder ihren Folgekrankheiten.

Wer sollte sich impfen lassen?

Die Ständige Impfkommission empfiehlt die jährliche Impfung gegen die saisonale Influenza aktuell für folgende Personengruppen (siehe aktuelle STIKO-Empfehlungen):

  • alle Personen ab 60 Jahren
     
  • Personen jeden Alters mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens (chronische Krankheiten)
     
  • Bewohner von Alten- oder Pflegeheimen
     
  • alle gesunden Schwangeren ab dem 2. Trimenon und Schwangere mit einer chronischen Grundkrankheit ab dem 1. Trimenon
     
  • Personen mit erhöhter beruflicher Gefährdung, z.B. medizinisches Personal
     
  • Personen, die als mögliche Infektionsquelle für von ihnen betreute Risikopersonen fungieren können
     
  • Personen mit direktem Kontakt zu Geflügel oder Wildvögeln

Wie kann man sich gegen die Grippe schützen?

Der beste Schutz gegen eine Infektion mit Influenzaviren ist die jährliche Schutzimpfung. Der Impfschutz wird erst nach ca. 2 Wochen vollständig aufgebaut, eine Infektion vorher oder in dieser Zeit ist also noch möglich. Der Impfschutz hält einige Monate an.

In der Regel schützt die Grippeimpfung vor den aktuell zirkulierenden Erregertypen. Da aber jedes Jahr auch neue Erregertypen auftreten können, die im Impfstoff noch keine Berücksichtigung gefunden haben, ist der Impfschutz nicht immer wirksam. Jüngere Menschen entwickeln eher einen Impfschutz als ältere Menschen.

Für Kinder von 2-6 Jahren wird die Impfung mit dem seit 2012/ 2013 erhältlichen Lebendimpfstoff als Nasenspray empfohlen. Grundsätzlich empfiehlt die STIKO (ständige Impfkommission) die Impfung von Kindern in Deutschland nur wenn diese eine erhöhtes Risiko durch eine Grundkrankheit haben. In einigen anderen europäischen Ländern wird die Influenzaimpfung für alle Kinder über 6 Monaten oder für Kinder in bestimmten Altersgruppen empfohlen, da Kinder häufiger an Influenza erkranken und somit für die Verbreitung der Krankheit eine große Rolle spielen.

Wie kann man eine Ansteckung vermeiden?

Die Übertragung von Influenzaviren erfolgt überwiegend durch Tröpfchen, insbesondere beim Husten oder Niesen, Atmen oder Sprechen und durch direkten Kontakt der Hände zu kontaminierten Oberflächen oder beim Händeschütteln. Daher sind folgende Vorsichtsmaßnahmen besonders wichtig:

  • häufiges Händewaschen
     
  • Mund und Nase beim Husten oder Niesen bedecken
     
  • Beim Naseputzen Papiertaschentücher verwenden und danach wegwerfen
     
  • Menschenansammlungen meiden, Abstand halten
     
  • Wer bereits erkrankt ist, sollte zuhause bleiben (ansteckend für ca. 7 Tage nach Erkrankungsbeginn)

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