Top
Logo der Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Zikavirus


Aedes Mücke  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Aedes-Mücke
© lirtlon - Fotolia.com

WHO: Gesundheitliche Notlage mit internationaler Tragweite

In Lateinamerika wurde ein Zusammenhang zwischen dem Zikavirus-Ausbruch und der steigenden Anzahl von Neugeborenen mit Schädel-/Hirnfehlbildungen festgestellt. Die WHO hat deshalb den weltweiten Notstand ausgerufen. Eine spezifische Therapie oder einen Impfstoff gibt es derzeit nicht. Die beste Vorsorge ist, sich vor Mückenstichen zu schützen.

Derzeit wird aus mehreren Ländern in Mittel- und Südamerika von einer Ausbreitung und Zunahme von Erkrankungen durch das Zikavirus berichtet. Vor allem in Brasilien, wie auch schon 2014 in Französisch Polynesien, wurden gehäuft Schädel-/Hirn-Fehlbildungen bei Neugeborenen im zeitlichen Zusammenhang mit Zikavirus-Ausbrüchen beobachtet, weshalb die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 1.2.2016 „eine gesundheitliche Notlage von Internationaler Tragweite“ erklärt hat. Für die betroffenen Staaten und andere gefährdete Gebiete wurden Empfehlungen zur Eindämmung und Kontrolle ausgesprochen.

Bislang kein Ansteckungsrisiko in Deutschland

In Deutschland ist eine Verbreitung der Infektion gegenwärtig nicht zu erwarten. Das Robert Koch-Institut hat das Risiko für Deutschland bewertet sowie Empfehlungen für Reisende in die betroffenen Gebiete gegeben. Insbesondere Schwangere sollten Reisen in bekannte Zikavirus-Ausbruchsgebiete soweit wie möglich vermeiden.

Das Zikavirus wird durch Stechmücken übertragen (Aedes-Mücken). Infektionen verlaufen häufig ohne Symptome oder nur mit milder klinischer Symptomatik, die auch ohne Behandlung von selbst ausheilt. Symptome einer akuten Erkrankung können Fieber, Hautausschlag, Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen sowie eine Bindehautentzündung sein. Ein Impfstoff oder eine spezifische Therapie steht derzeit nicht zur Verfügung, daher stehen Präventionsmaßnahmen (v.a. Mückenstichschutz) in den betroffenen Gebieten im Vordergrund.

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Gesundheit und Umwelt
Gesundheitsschutz
Infektionsschutz
Meldewesen

Bayerstraße 28a
80335 München

Fax:
089 233-47814
Postanschrift:

Landeshauptstadt München
Referat für Gesundheit und Umwelt
Gesundheitsschutz
Infektionsschutz
Meldewesen
Bayerstr. 28a
80335 München

Öffnungszeiten:

Sprechzeiten

Montag bis Donnerstag
09.30 Uhr – 11.30 Uhr
13.30 Uhr – 15.00 Uhr

Freitag
09.30 Uhr – 12.00 Uhr

Hinweis für Ärztinnen und Ärzte:

Dringende Fälle am Wochenende, wie z.B. die Meldung von Meningokokken-Meningitis, Diphtherie, Milzbrand, Pest, Ebola- oder Lassavirus-Infektionen, können über die Integrierte Rettungsleitstelle (Tel.: 112) an den diensthabenden Arzt bzw. die diensthabende Ärztin des Gesundheitsamtes weitergeleitet werden.