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Potenziale der Elektromobilität und weitere Münchner Aktivitäten


    Zeitwende im Verkehrsbereich

    Unter Elektromobilität versteht man die Nutzung von elektrisch angetriebenen Fahrzeugen. Dazu gehören nicht nur Elektroautos, sondern auch Zweiräder wie Elektroroller und Elektrofahrräder. Auch im Öffentlichen Nahverkehr können z.B. elektrifizierte Omnibusse eingesetzt werden.

    Mit der Elektromobilität deutet sich eine technologische Zeitenwende im Verkehrsbereich an. Die Elektrifizierung der Antriebe ist eine ganz wesentliche Stellschraube für eine zukunftsfähige Mobilität. Elektrofahrzeuge können ein Baustein für intelligente und multimodale Mobilitäts-konzepte der Zukunft sein. Elektromobilität bietet die Chance, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu reduzieren, die Emissionen zu minimieren und die Fahrzeuge besser in ein multimodales Verkehrssystem zu integrieren. Die Formen heutiger Mobilität werden sich mit der Elektromobilität verändern. Sie werden vielfältiger, individueller und besser an moderne Stadtbilder und fortgeschrittene Mobilitätskonzepte angepasst werden. Elektromobilität wird in Zukunft ein Baustein einer multimodalen Mobilitätskette sein, die verschiedenen Verkehrsträger sinnvoll miteinander verknüpft (z.B. durch Mobilitätsstationen) und den Nutzern eine komfortable Kombination mehrerer Verkehrsmittel ermöglicht.

    Potenziale

    ...für den Klimaschutz

    Knapp ein Viertel der gesamten Treibhausgasemissionen Deutschlands kommt heute aus dem Verkehr. Elektromobilität kann einen wesentlichen Beitrag zur Verringerung der CO2-Emissionen im Verkehrssektor leisten. Ein elektrischer Antrieb allein bringt aber noch keinen Nutzen für das Klima. Die entscheidenden Einsparungen an CO2 werden aber nur dann realisiert, wenn der Strom aus regenerativen Energiequellen stammt.

    ...für den Umweltschutz

    Besonders in den Städten und Ballungsräumen, also im Nahverkehrsbereich liegt ein großes Potenzial der Elektromobilität. Hier kommen die Vorteile dieser Antriebsart besonders zur Geltung. Elektrofahrzeuge können die Städte von Schadstoffen, Feinstaub und Lärm befreien und so die Lebensqualität steigern. Das Mikroklima der Innenstädte und Ballungsräume ist heute durch diese Emissionen stark beeinträchtigt. Elektrofahrzeuge stoßen lokal keine Schadstoffe aus und sind bis zu einer Geschwindigkeit von circa 35 km/h deutlich leiser als vergleichbare Fahrzeuge, die mit Verbrennungsmotoren angetrieben werden. Eine Elektrifizierung des gewerblichen Flotten- und Verteilerverkehrs (z.B. Müllabfuhr, Stadtreinigung) bietet zusätzliches Potenzial, lokale Emissionen zu reduzieren.

    Herausforderungen

    Die Nutzung der Potenziale der Elektromobilität ist mit zahlreichen Herausforderungen verbunden, die ein branchenübergreifendes Handeln, die Einbeziehung neuer Akteure und neue Formen der Zusammenarbeit erfordern. Die größte Herausforderung dürfte hierbei die Vergrößerung der noch relativ begrenzten Reichweite sein, die viele potenzielle Käufer von der Anschaffung eines Elektrofahrzeugs abhält. Hier gilt es, zusammen mit den beteiligten Akteuren (v.a. Flächenanbieter, Ladesäulenproduzenten, Energieversorger) das Ladenetz bedarfsgerecht auszubauen.
     

    Bundespolitische Ziele und Maßnahmen

    Nationale Plattform Elektromobilität (NPE)

    Elektromobilität ist ein Thema von hoher strategischer Bedeutung für die Bundesregierung. Zielsetzung des Bundes ist es, dass bis 2020 eine Millionen Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen fahren. Die Nationale Plattform Elektromobilität (NPE) ist ein Beratungsgremium der Bundesregierung. Die NPE wurde am 3. Mai 2010 gegründet und bringt die wesentlichen Akteure aus Industrie, Wissenschaft, Politik, Gewerkschaften und Verbänden zum strategischen Dialog zusammen. Sie beobachtet und analysiert die Entwicklungen im Bereich der Elektromobilität. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) etablierte den Förderschwerpunkt „Modellregionen Elektromobilität“ und unterstützt ausgewählte Regionen mit insgesamt 115 Millionen Euro.

    Regierungsprogramm Elektromobilität

    Um das Ziel der Bundesregierung, bis zum Jahr 2020 - eine Million Elektrofahrzeuge auf die deutschen Straßen zu bringen - zu unterstützen, hat das Bundeskabinett am 18. Mai 2011 das Regierungsprogramm Elektromobilität verabschiedet. München wurde in den Jahren 2009 – 2011 vom BMVBS zu einer dieser bundesweit acht Modellregionen für Elektromobilität erklärt. Ziel war es, den Einsatz von Elektrofahrzeugen zu erproben und ihre Markteinführung vorzubereiten. Die Stadtwerke München GmbH (SWM) übernahmen in diesem Zeitraum die regionale Projektleitung.

    Modellregion München

    München wurde in den Jahren 2009 – 2011 vom BMVBS zu einer dieser bundesweit acht Modellregionen für Elektromobilität erklärt. Ziel war es, den Einsatz von Elektrofahrzeugen zu erproben und ihre Markteinführung vorzubereiten. Die Stadtwerke München GmbH (SWM) übernahmen in diesem Zeitraum die regionale Projektleitung

    Schaufenster Elektromobilität

    Am 3. April 2012 wählte die Bundesregierung vier Regionen für das Programm "Schaufenster Elektromobilität" aus. Die 'Schaufenster Elektromobilität' sind eine Maßnahme aus dem Regierungsprogramm Elektromobilität von Mai 2011 – die Bundesregierung greift damit eine Empfehlung der Nationalen Plattform Elektromobilität aus deren 2. Bericht auf. Für das auf drei Jahre (März 2013 – Februar 2016) angelegte Programm stellt der Bund Fördermittel in Höhe von bis zu 180 Millionen Euro zur Verfügung.

    Eins der o.g. vier Schaufenster ist das Schaufenster „Elektromobilität verbindet (Bayern/Sachsen)“.
    Die Landeshauptstadt München ist Konsortialführerin für das in diesem Schaufenster angesiedelte Projekt E-Plan München. Durch dieses Engagement unterstützt die Landeshauptstadt München die Ziele der Bundesregierung im Bereich Elektromobilität. Hierbei setzt sie folgende Schwerpunkte:

    • durch die Einführung der Elektromobilität soll keine Ausweitung des innerstädtischen motorisierten Individualverkehrs– v.a. nicht zu Lasten des ÖPNV – erfolgen
    • die Umstellung des innerstädtischen und regionalen Wirtschafts-(Liefer-)verkehrs auf Elektroantrieb hat Vorrang vor derjenigen des Personenverkehrs
    • der Fahrstrombedarf soll ausschließlich mithilfe regenerativer Energien gedeckt werden.

    Kontakt

    Landeshauptstadt München

    Referat für Gesundheit und Umwelt
    Umweltvorsorge Energie, Klimaschutz, Förderprogramm Energieeinsparung, Bauzentrum München

    Bayerstr. 28a
    80335 München