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Das Integrierte Handlungsprogramm zur Förderung der Elektromobilität in München


    Ziele

    Das Integrierte Handlungsprogramm zur Förderung der Elektromobilität in München (IHFEM) wurde am 28.07.2017 vom Stadtrat beschlossen und ist die Fortschreibung des Beschlusses von 2015. Ziel ist, einen Beitrag zur Luftreinhaltung, zum Klimaschutz und zur Verkehrswende in München zu leisten.

    Förderprogramm Elektromobilität

    Das Förderprogramm Elektromobilität unterstützt sowohl Privatpersonen als auch gewerbliche Nutzerinnen und Nutzer bei der Umstellung auf Elektrofahrzeuge, bei der Errichtung von Ladeinfrastruktur und bei der Inanspruchnahme von Beratungsleistungen zum Thema Elektromobilität. Es ergänzt damit das Förderangebot des Bundes. In München werden zum Beispiel Lastenpedelecs für Privatpersonen mit 25 Prozent des Nettopreises oder auch Pedelecs für den gewerblichen Nutzen bezuschusst.

    Handlungsfeld 1: Mobilitätsmanagement/Carsharing

    Mobilitätsstationen bündeln verschiedene Mobilitätsbausteine an einem Ort und sind auf die individuellen Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger zugeschnitten. So bietet die Mobilitätsstation an der Münchner Freiheit neben Haltepunkten des öffentlichen Personennahverkehrs auch einen Fahrradverleih, eine Ladeinfrastruktur für Elektroautos und eine Carsharingzentrale an. Auch in der Siedlung Domagkpark wird ein Mobilitätskonzept erarbeitet, das den Bewohnerinnen und Bewohnern die flexible Nutzung unterschiedlicher Mobilitätsmittel zur Verfügung stellt. Bis Ende 2020 sollen weitere öffentliche Mobilitätsstationen errichtet werden - unter anderem im Rahmen von Förderprogrammen der EU und des Bundes in 3 Modellregionen in München.

    Handlungsfeld 2: Pendler

    Durch ein bedarfsgerechtes Angebot an P+R-Stellplätzen vor allem im Umland und am Stadtrand, aber auch an hierfür geeigneten Standorten im Stadtgebiet, sollen Pendlerverkehre möglichst früh auf den öffentlichen Personennahverkehr verlagert werden. Dadurch kommt es zu einer Entlastung der Straßen in den Hauptverkehrszeiten.

    Handlungsfeld 3: E-Taxis

    Der Taxiverkehr eignet sich besonders für die Umstellung auf Elektrofahrzeuge, da innerstädtische Fahrten gut mit der Reichweite der heute erhältlichen Fahrzeuge abgebildet werden können. Deshalb, und weil Taxis zudem einen hohen Multiplikatoreffekt aufweisen, hat München seit dem 01.09.2017 ein Förderprogramm speziell für Taxiunternehmen aufgelegt, das bei der Umstellung auf E-Mobilität unterstützt. In diesem werden die Fahrleistungen von E-Taxis künftig mit 20 ct pro mit Fahrgast gefahrenem Kilometer gefördert.

    Handlungsfeld 4: Elektrozweiräder

    Eine weitere Maßnahme innerhalb des IHFEM besteht darin, Pedelecs in das Fahrrad-Verleihsystem der MVG mit aufzunehmen. Hierfür muss zunächst erprobt werden, welche Infrastrukturanpassungen nötig sind und welche Modelle sich eignen. Der Einsatz von Pedelecs und E-Trikes wird im Rahmen von Pilotprojekten in den drei Modellregionen erprobt.

    Handlungsfeld 5: Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)

    Der öffentliche Nahverkehr in München ist durch das Bahn- und Tramnetz schon größtenteils elektrisch. Dennoch gibt es gerade im Busbereich noch Möglichkeiten für die Einsparung von Emissionen. Mit Mitteln des IHFEM 2015 wurde die MVG bereits bei der Anschaffung und Erprobung von zwei Elektrobussen unterstützt. Diese Förderung wird 2018 fortgeführt mit dem Ziel, bis 2020 die erste Buslinie komplett mit Elektrofahrzeugen zu betreiben.

    Handlungsfeld 6: Innerstädtischer Wirtschaftsverkehr

    Auch im innerstädtischen Wirtschaftsverkehr ist die Umstellung auf Elektrofahrzeuge geplant. So werden derzeit in einem Pilotprojekt zwei Sightseeing-Busse elektrifiziert, die durch die große Sichtbarkeit im Stadtverkehr einen hohen Multiplikatoreffekt bieten.

    Handlungsfeld 7: Städtischer Fuhrpark

    Seit Beschluss des IHFEM im Mai 2015 wird bei der Neubeschaffung im städtischen Fuhrpark geprüft, ob diese durch Elektrofahrzeuge ersetzt werden können. Bis Ende 2017 wurden bereits rund 100 Elektrofahrzeuge beschafft. Bis 2023 sollen im Rahmen von Ersatzbeschaffungen 250 Fahrzeuge mit Elektroantrieb im Einsatz sein. Die dabei entstehenden Mehrkosten werden Teilweise durch Bundesmittel und teilweise durch städtische Mittel finanziert.

    Handlungsfeld 8: Laden und Parken

    Die Stadtwerke München GmbH plant zusammen mit dem Referat für Stadtplanung und Bauordnung sowie dem Referat für Arbeit und Wirtschaft die Errichtung von 500 Ladesäulen (1000 Ladepunkte) im Stadtgebiet München bis Ende 2019. Darunter auch Schnellladesäulen. Ziel ist, die Ladepunkte optimal zu verteilen (etwa auch für den Taxiverkehr) und eine einheitliche öffentliche Ladeinfrastruktur sicherzustellen.

    Handlungsfeld 9: Bildung / Forschung / Kommunikation

    Im Handlungsfeld 9 werden verschiedene Projekte der Technischen Universität München, der Handwerkskammer für München und Oberbayern und der Hochschule München unterstützt. Die staatlich anerkannte Fortbildung zum Berater für Elektromobilität der Handwerkskammer vermittelt ein gewerkübergreifendes Wissen und ermöglicht so umfangreiche Beratungen im Bereich Elektromobilität.

    Kontakt

    Landeshauptstadt München

    Referat für Gesundheit und Umwelt
    SG E-Mobilität

    Bayerstr. 28a
    80335 München