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Klimaneutralität 2050


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    München - Klimaneutral bis 2050

    Vor dem Hintergrund des Pariser Klimaschutzabkommens im November 2015 und des Klimaschutzplans 2050 der Bundesregierung hat der Stadtrat am 27. September 2017 seine bisherigen Klimaschutzziele überprüft und neu definiert: bis 2050 soll München klimaneutral werden. Das bedeutet, dass bis 2050 nur noch geringfügig Treibhausgase ausgestoßen werden sollen (0,3 t pro Einwohner im Jahr).

    Die Münchner Umweltreferentin Stephanie Jacobs erklärt dazu: „Mit dem Ziel der Klimaneutralität wollen wir unserer Verantwortung für unsere Kinder und Enkel gerecht werden und unseren Beitrag zur globalen und bundesweiten Zielsetzung leisten. Die Entscheidung des Stadtrats war eine historische Weichenstellung für den Klimaschutz in München.“

    Erste Etappe bis 2030

    Um das Ziel der Klimaneutralität erreichen zu können, muss der Ausstoß an Treibhausgasen schneller reduziert werden. Erstes Etappenziel sind 3 t CO2-Äquivalente pro Einwohner bis zum Jahr 2030.

    Das Integrierte Handlungsprogramm Klimaschutz in München – IHKM – hat bereits seit 2010 eine Vielzahl von Klimaschutzmaßnahmen entwickelt und umgesetzt. Mit Beschluss der neuen Klimaschutzziele wurde die Stadtverwaltung beauftragt, das IHKM entsprechend anzupassen und bis 2018 dem Stadtrat zur Entscheidung vorzulegen.

    Alle Münchnerinnen und Münchner sind gefordert

    Die neuen Klimaschutzziele können allerdings nur erreicht werden, wenn es gelingt, die gesamte Stadtgesellschaft für dieses Projekt zu gewinnen. Deshalb wird 2018 die Öffentlichkeitsphase des Klimaschutzaktionsplans starten, um so direkt auf die Münchnerinnen und Münchner zuzugehen und sie für klimafreundliches Verhalten im Alltag zu begeistern.

    Maßnahmepläne der Europäischen Union und des Bundes

    Einen wesentliche Rolle für die Zielerreichung spielen auch die klima- und energiepolitischen Maßnahmenpläne der Europäischen Union und des Bundes. Daher wurde die Stadtverwaltung beauftragt, diese regelmäßig bis zum Jahr 2030 zu untersuchen und gegebenenfalls eine Anpassung der Münchner Klimaschutzziele vorzunehmen.

    Fachgutachten beschreibt Pfad zur Klimaneutralität Münchens

    Mit dem Fachgutachten „Klimaschutzziel und -strategie München 2050“ liegt eine umfangreiche und fachlich fundierte Grundlage für die Weiterentwicklung der städtischen Klimaschutzziele und der Klimaschutzaktivitäten der Stadtverwaltung sowie der gesamten Stadtgesellschaft vor. Es wurde vom Öko-Institut e.V. im Auftrag der Landeshauptstadt München erstellt.

    Im Rahmen einer Ist-Analyse des Klimaschutzes in der Stadt München, bei der neben den Aktivitäten der Stadtverwaltung auch andere Akteure der Stadtgesellschaft berücksichtigt wurden, hat das Öko-Institut überprüft, ob sich die Landeshauptstadt München auf dem Zielpfad zur Erreichung der bereits vom Stadtrat beschlossenen Klimaschutzziele befindet.

    In einem zweiten Schritt wurden Vorschläge für neue Klimaschutzmaßnahmen erarbeitet. Einbezogen waren die Stadtverwaltung, die städtischen Gesellschaften und Eigenbetriebe sowie weitere städtische Akteure, wie zum Beispiel die IHK für München und Oberbayern, BMW oder die Hochschule München. Der Fachgutachter hat die Vorschläge geprüft, aufbereitet und weiterentwickelt.

    Innerhalb des Fachgutachtens werden drei Klimaschutzszenarien beschrieben: Ein Referenzszenario, das den gegenwärtigen Trend bis 2050 verlängert und zwei unterschiedlich ambitionierte Klimaschutzszenarien, die den von der Bundesregierung beschlossenen Zielsektor einer 80- bis 95-prozentigen CO2-Reduzierung bis 2050 abdecken. Aus den Ergebnissen der Szenarienberechnung hat das Öko-Institut schließlich einen konkreten Vorschlag für die Neufassung der Klimaschutzziele der Landeshauptstadt München für 2030 und 2050 abgeleitet.