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Klimaschutz national und international


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Das EU-Projekt IMAGINE

Das Referat für Gesundheit und Umwelt beteiligte sich in den Jahren 2012 bis 2014 an dem EU-Projekt IMAGINE. Zu den Aufgaben der Projektpartner zählte unter anderem die Erstellung eines lokalen Energiefahrplans mit Zieljahr 2050.

In den Jahren 2012 bis 2014 beteiligte sich das Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München an dem EU-Projekt IMAGINE ("Imagine low energy cities with a high quality of life for all") im Rahmen des EU Förderprogramms "INTERREG IVC". Lead Partner des Projekts war das Städtenetzwerk Energy-Cities, dem über 1.000 Städten aus 30 Länder angehören, die sich eine nachhaltige lokale Energiepolitik zum Ziel gesetzt haben. Für die wissenschaftliche Unterstützung war die HafenCity Universität aus Hamburg zusammen mit dem World Future Council verantwortlich.
Neben München waren die Städte Dobrich (Bulgarien), Lille (Frankreich), Milton Keynes (UK), Odense (Dänemark), Bistrita (Rumänien), Figueres (Spanien) und Modena (Italien) weitere Projektpartner von IMAGINE.

Das EU-Projekt IMAGINE stellte eine Konkretisierung der IMAGINE-Initiative des Städtenetzwerks Energy Cities für den Zeitraum 2012-2014 dar. Aufgabe der beteiligten Städte innerhalb des Projekts war es, einen lokalen Energiefahrplan bis zum Jahr 2050 auszuarbeiten. Der lokale Energiefahrplan sollte in Anlehnung an die Energy Roadmap der Europäischen Union entwickelt werden, der notwendige Schritte zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 80% bis 2050 skizziert. 

Der lokale Energiefahrplan der Landeshauptstadt München wurde im Rahmen eines Forums mit der Beteiligung verschiedener Akteure der Stadtgesellschaft erarbeitet und  greift die Themen Energieverbrauchsreduktion, Suffizienz und 2000-Watt-Gesellschaft auf. Verschiedene Meilensteine wurden definiert, die einen möglichen Weg Münchens hin zu einer Stadt mit geringem Energieverbrauch und hoher Lebensqualität aufzeigen.

Im Rahmen des Projekts wurden darüber hinaus konkrete methodischen Beiträge für den Konvent der Bürgermeister erarbeitet. Ein Beispiel ist die das „Low Energy Cities Handbook“, welches unter "Weitere Infos" zum Download zur Verfügung steht.

Meilensteine innerhalb des Projekts waren

  • Durchführung eines IMAGINE-Seminars im Dezember 2012 mit Bürgermeistern der beteiligten Städte in München. Protokoll und Präsentation: www.energy-cities.eu/7th-IMAGINE-seminar
  • Ein lokales Forum mit dem Titel "München auf dem Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft" fand im April 2014 in München mit unterschiedlichen Stakeholdern der Stadtverwaltung und der Stadtgesellschaft statt. Im Rahmen des Forums wurden Grundlagen für einen lokalen Energiefahrplan 2050 erarbeitet (Dokumentation siehe "Weitere Infos")
  • Erstellung einer gemeinsame Broschüre aller Projektpartner - das "Handbuch zur Niedrigenergie-Stadt". Die Kurzfassung der Broschüre kann unter "Weitere Infos" aufgerufen werden
  • Die Abschlusskonferenz des IMAGINE-Projekts am 30. und 31. Oktober 2014 fand im Rahmen der Jahrestagung des Weltzukunftsrates (World Future Council) statt. Sie wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, Energy Cities und dem Weltzukunftsrat organisiert.
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gefördert durch:

Sustainable Now

Dieses auf drei Jahre angelegte EU-Projekt (2008 – 2011) diente dazu, die Rolle von Kommunalverwaltungen und der Politik im Zuge des Umbaus zu einer nachhaltigen Energiepolitik zu stärken.

Zu diesem Zweck wurden zwei Zirkel (Kreise) gegründet, ein „Exzellenzkreis“ aus Kommunen mit einem Erfahrungsvorsprung auf dem Gebiet der nachhaltigen Energiepolitik („Circle of Excellence“) sowie ein Kreis von lernenden Kommunen („Circle of Learning“).

Die neun beteiligten Städte wurden von drei Netzwerken (I.C.L.E.I., Klimabündnis e.V., Italian Local Agenda Association) und drei Technischen Partnern (Banca popolare Etica, ecovision GmbH, Trecodome) unterstützt.

Neben einem intensiven Informationsaustausch zum Thema „Nachhaltige Energiepolitik“ bestand ein wesentliches Projektziel darin, von jeder der beteiligten Kommunen einen eigenen „Energieaktionsplan“ (Sustainable Energy Action Plan) sowie eine eigene CO2-Bilanz erstellen zu lassen. Insofern bestand eine direkte inhaltliche Verbindung zu der europäischen Initiative „Konvent der Bürgermeister“ (Covenant of Mayors).

Die Projektergebnisse wurden durch eine intensive europäische Vernetzung allen Kommunen zur Verfügung gestellt.
 

Zur Erreichung der o.g. Ziele wurden die folgenden Instrumente eingesetzt:

  • 2 Zirkel, die konstruktiv zusammenarbeiten (lernende Städte und Exzellenzstädte)
  • 8 Austauschveranstaltungen
  • 2 Studienbesuche
  • 5 Workshops
  • 4 Ausbildungsprogramme für städtisches Personal
  • 27 Energiesparwochen bei Bürgerinnen und Bürger, Politikerinnen und Politiker zum Thema Nachhaltige Energieversorgung
     

Projektergebnisse:

  • „Energieaktionsplan“ (Sustainable Energy Action Plan)
  • kommunale CO2-Bilanz
  • Handbuch Energieeinsparung mit Instrumenten für die Erstellung von Handlungsprogrammen in 5 Sprachen mit 30 beispielhaften Fallstudien, einer Analyse über reproduzierbare Faktoren und Kosten-Nutzen-Verhältnisse
  • zentrale Internetplattform, die Informationen und Instrumente für die Erstellung von Handlungsprogrammen enthält und mit der European Sustainable Cities and Towns Campaign (ESCTC) verlinkt ist
  • 5 Handlungsprogramme mit Umsetzungsprojekten in lernenden Städten, um das Handbuch zu testen und dessen Anwendungsfähigkeit sicher zu stellen