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Klimaschutzstrategie der Landeshauptstadt München


    Tafel mit verschiedenen Stichwörtern zum Thema Klimaschutz  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
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    Einleitung

    Politik und Klimaforschung sind sich darüber einig dass der vom Menschen verursachte Anstieg der Durchschnittstemperatur auf zwei Grad Celsius begrenzt werden muss, um die Risiken für die Weltgemeinschaft zu verringern und das Ausmaß der Folgeschäden einzugrenzen. Städte wie München spielen bei der Bekämpfung des Klimawandels eine wichtige Rolle.

    Eine deutliche Verminderung der weltweiten Treibhausgas-Emissionen wäre allerdings die Voraussetzung dafür. Klar ist auch, dass besonders die großen Städte und Metropolen in diesem Zusammenhang gefordert sind, da dort einerseits ein Großteil der Treibhausgase emittiert wird, andererseits jedoch auch die größten Chancen für eine nachhaltige Reduzierung des CO2-Ausstoßes bestehen.

    Die Landeshauptstadt München engagiert sich bereits seit vielen Jahren für den Klimaschutz; beispielhaft können hier genannt werden: das Förderprogramm Energieeinsparung (FES), welches bereits seit 1989 Münchner Bürgerinnen und Bürger unterstützt, Energiesparmaßnahmen wie Wärmedämmung an ihren Wohngebäuden umzusetzen und erneuerbare Energieträger einzusetzen. 1996 wurde für die energietechnische Fachbetreuung von Schulen und Kindergärten das Programm „Fifty-Fifty“ initiiert. Seit 1998 schließlich gibt es das Umweltberatungsprogramm ÖKOPROFIT, welches Münchner Betriebe nach dem Motto "Die Umwelt entlasten und Kosten sparen" unterstützt. Vergessen werden sollte keinesfalls das "Bauzentrum" der Landeshauptstadt München in der Messestadt Riem, in dem Bürgerinnen und Bürger kompetente Beratung rund um energieeffizientes Bauen und Sanieren und den Einsatz erneuerbarer Energien erhalten.

    Die Zielvorgaben der Landeshauptstadt wurden mit dem Grundsatzbeschluss des Stadtrats vom 17.12.2008 mit der Übernahme der Ziele des europäischen Netzwerks "Klima-Bündnis e.V." neu definiert: die CO2-Emissionen sollen alle fünf Jahre um zehn Prozent reduziert werden; der CO2-Ausstoß soll bis spätestens 2030 - bezogen auf das Basisjahr 1990 - halbiert werden.

    Wichtige Bausteine für den Klimaschutz in der Landeshauptstadt München

    Um die Klimaschutzziele der Landeshauptstadt erreichen zu können, bedarf es eines wirkungsvollen Instrumentariums. Auf den nachfolgenden Seiten sind die wesentlichen Bausteine des Klimaschutzes der Landeshauptstadt München detaillierter dargestellt.

    Sind die Erfolge messbar? Das städtische CO2-Monitoring

    Seit 2002 erstellt das Referat für Gesundheit und Umwelt eine regelmäßige Bilanz der CO2-Emissionen im Stadtgebiet München. Die letzte Bekanntgabe zum CO2-Monitoring umfasst den Betrachtungszeitraum 1990 – 2014. Methodisch bedingt können Reduktionseffekte einzelner Maßnahmen nicht im CO2-Monitoring abgelesen werden. Gegenüber 1990 haben sich die CO2-Emissionen um etwa 40% auf nunmehr 7,2 t CO2 pro Kopf reduziert. Erfreulich ist die Entwicklung bei den stadteigenen Gebäuden: hier konnte der Endenergieverbrauch gegenüber 1990 um knapp 32% reduziert werden. Den kompletten Bericht zum CO2-Monitoring für den Betrachtungszeitraum 1990-2014 ist weiter unten auf dieser Seite unter "Weiterführende Informationen" verlinkt.

    Berechnen Sie Ihre persönliche CO2-Bilanz

    Die durchschnittlichen pro-Kopf Treibhausgas-Emissionen in Deutschland lag im Jahr 2013 bei 11,8 t CO2-Äquivalente (CO2e). Das ist zwar bereits wesentlich weniger als noch im Jahr 1990. Klimaverträglich wären allerdings nur weniger als 1 Tonne CO2e pro Person und Jahr. Das Umweltbundesamt stellt mit dem seinem CO2-Rechner ein Werkzeug zur Verfügung, das es Ihnen ermöglicht, Ihre eigene CO2-Bilanz zu erstellen. Den Link zum Rechentool finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

    Vergleich München und andere Städte

    Die von Siemens in Auftrag gegebene Studie "German Green City Index" aus dem Jahr 2011 hat die Bemühungen zwölf deutscher Großstädte im Bereich Umwelt- und Klimaschutz untersucht und bewertet. Die Landeshauptstadt München wurde in fünf der insgesamt acht Kriterien mit „Überdurchschnittlich“ bewertet. Zwar kommen die Autoren der Studie zu dem Ergebnis, dass München hinsichtlich der CO2-Emissionen (wie die Mehrheit der begutachteten Städte) nur im Mittelfeld liegt; gleichzeitig stellen sie jedoch fest: "Betrachtet man die Wirtschaftsleistung der Stadt, erreicht München im deutschen Vergleich das beste Ergebnis: Pro Euro BIP werden in München nur 147 Gramm CO2 ausgestoßen – der europäische Durchschnittswert ist mit 326 Gramm mehr als doppelt so hoch." Für München muss die Studie Anlass sein, im Bereich des Klimaschutzes die eigenen Anstrengungen weiter auszubauen.