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Das Integrierte Handlungsprogramm Klimaschutz in München (IHKM)


Überblick

Das Integrierte Handlungsprogramm Klimaschutz in München (IHKM) ist ein wesentlicher Baustein der Klimaschutzpolitik der Landeshauptstadt München. Das IHKM bündelt die zahlreichen Aktivitäten der Stadtverwaltung im Bereich des Klimaschutzes und baut diese aus.

Mit einem Grundsatzbeschluss hat der Münchner Stadtrat Ende 2008 eine referatsübergreifende Steuerung der städtischen Klimaschutzaktivitäten festgelegt. Ziel ist es, die Effizienz der ergriffenen Maßnahmen zu steigern und Synergien besser zu nutzen. Das Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU) bekam die Aufgabe übertragen, in enger Abstimmung mit allen städtischen Referaten und Dienststellen ein „Integriertes Handlungsprogramm Klimaschutz in München (IHKM)“ zu entwickeln. Fachliche Grundlage des IHKM ist das Gutachten des Öko-Instituts „Kommunale Strategien zur Reduktion der CO2-Emissionen um 50 Prozent am Beispiel der Stadt München“ aus dem Jahr 2004. Das Gutachten definiert rund 40 Handlungsfelder, auf denen die Kommune Einfluss nehmen kann, um Treibhausgasemissionen zu reduzieren und quantifiziert das technisch mögliche Reduktionspotenzial. Das erste Maßnahmenpaket des IHKM – das „Klimaschutzprogramm 2010“ - umfasst die Aktivitäten für den Zeitraum von 2010 bis 2012 und wurde 2010 beschlossen. Die vom Öko-Institut definierten rund 40 Handlungsfelder wurden zu 7 Handlungsfeldern zusammengefasst. Zu jedem dieser Handlungsfelder wurde eine referatsübergreifende Arbeitsgruppe gebildet, deren Aufgabe es ist, neue Maßnahmen zu entwickeln und die bestehenden Maßnahmen zu evaluieren und fortzuschreiben.

Am 12. Dezember 2012 wurde die erste Fortschreibung des Integrierten Handlungsprogramms Klimaschutz in München - das Klimaschutzprogramm 2013 - vom Stadtrat beschlossen. Die zweite Fortschreibung des IHKM - das Klimaschutzprogramm 2015 - wurde in der Vollversammlung vom 20. November 2014 beschlossen.

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© Bundesumweltministerium

Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Aktuelles Maßnahmenpaket: das Klimaschutzprogramm 2015

Das IHKM geht in eine neue Runde: Mit dem Beschluss der Vollversammlung am 20. November 2014 wurde das „Klimaschutzprogramm 2015“ beschlossen. Die zweite Fortschreibung des IHKM enthält Maßnahmen für den Umsetzungszeitraum 2015 bis einschließlich 2017.

Insgesamt hat die Stadtverwaltung für drei Jahre 97,9 Millionen Euro erhalten um 87 Einzelmaßnahmen aus insgesamt acht Handlungsfeldern umsetzen. Hiervon sind 61 Maßnahmen Fortschreibungen aus den vorangegangenen Programmen. Nach wie vor ist die Sanierung der stadteigenen Gebäude durch das Baureferat einer der Schwerpunkte des IHKM. Hierfür werden über das IHKM in den nächsten drei Jahren 70,8 Millionen Euro investiert werden. Auch das Budget für das bewährte Förderprogramm Energieeinsparung (FES) des Referats für Gesundheit und Umwelt wird 2015 bis 2017 erneut von 10 auf rund 14 Millionen Euro aufgestockt. Zu den thematischen Schwerpunkten des Klimaschutzprogramms 2015 zählen zudem Maßnahmen, die den Energieverbrauch im Gewerbe senken. Es handelt sich hierbei sowohl um Beratungsangebote als auch Förderprogramme. Außerdem wurden die Mittel für eine zunehmende Anzahl an Maßnahmen im Bereich Bewusstseinsbildung angehoben.

Die bereits von Bundesumweltministerium (BMUB) seit Anfang 2013 für 3 Jahre geförderten Stellen der Klimaschutzmanagerinnen und -manager wünscht der Stadtrat um weitere 2 Jahre zu verlängern. Hier wird die Stadt einen Anschlussantrag zur Förderung in 2015 stellen. Durch die Klimaschutzmanagerinnen und -manager wird das Handlungsprogramm gestärkt und weiterentwickelt. Es ist geplant, dass sie nun bis Anfang 2018 die ehrgeizigen Klimaschutzprojekte stadtweit und insbesondere innerhalb und zwischen den Referaten weiter koordinieren, steuern und umsetzen.

Klimaschutzprogramm 2013

Mit dem Stadtratsbeschluss zum IHKM Klimaschutzprogramm 2013 am 12. Dezember 2012 wurde das „Klimaschutzprogramm 2013“ beschlossen, das Maßnahmen für den Zeitraum 2013 bis einschließlich 2014 enthält. Das Klimaschutzprogramm 2013 ist die erste Fortschreibung des Integrierten Handlungsprogramms Klimaschutz in München.

Das Klimaschutzprogramm 2013 umfasst über 60 Einzelmaßnahmen aus insgesamt acht Handlungsfeldern, knapp 40 davon sind Fortschreibungen aus dem Vorläuferprogramm aus 2010. Für die energetische Sanierung der stadteigenen Gebäude konnte 2010 noch ein erheblicher Teil der Investitionen durch das Konjunkturpaket des Bundes gedeckt werden. Der Wegfall dieser Bundesförderung ist auch der Grund, weshalb das Investitionsvolumen des Klimaschutzprogramms 2013 mit 59,17 Mio. Euro mehr als doppelt so hoch ausfällt. Der weitaus größte Teil der Investitionen (47,2 Mio. Euro) wird für die Maßnahme des Baureferats „Sonderprogramm Energieeffiziente Gebäudehülle und Heizungssanierung - EGuH“ benötigt. Mit dem Klimaschutzprogramm 2013 wird auch das Budget des Förderprogramms Energieeinsparung (FES) für weitere 2 Jahre von 10 Mio. Euro auf 14 Mio. Euro erhöht. Neben den Investitionen im Bereich der Sanierung stadteigener Gebäude und des Förderprogramms Energieeinsparung, die nicht zuletzt den finanziellen Schwerpunkt darstellen, stellen die neuen Maßnahmen im Handlungsfeld Energieeffizienz im Gewerbe einen weiteren thematischen Schwerpunkt des Klimaschutzprogramms 2013 dar. Wenn die Klimaschutzbemühungen der Landeshauptstadt München Erfolg haben sollen, müssen alle Akteure der Stadtgesellschaft und alle Bürgerinnen und Bürger angesprochen und aktiviert werden. Dies beinhaltet zum anderen auch eine Erweiterung der Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Klimaschutz in München.

Das Bundesumweltministerium (BMU) fördert im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative zehn neue Personalstellen über einen Zeitraum von drei Jahren. Die Klimaschutzmanagerinnen und -manager traten zwischen April bis November 2013 ihren Dienst bei der Landeshauptstadt München an. Sie werden die ehrgeizigen Klimaschutzprojekte stadtweit und insbesondere innerhalb und zwischen den Referaten künftig koordinieren, steuern und umsetzen (siehe Pressemitteilung unten).


Titel des Projekts: Fachliche Unterstützung bei der Umsetzung des Integrierten Handlungsprogramms Klimaschutz in München (IHKM) durch Klimaschutzmanager
Förderkennzeichen : 03KS3908
Projektlaufzeit: 01.04.2013 - 31.03.2016

Klimaschutzprogramm 2010 - Inhalte und Umsetzung

Das erste Maßnahmenpaket des IHKM – das „Klimaschutzprogramm 2010“ – umfasst die Aktivitäten für den Zeitraum von 2010 bis 2012 und wurde im Juni 2010 vom Stadtrat beschlossen. Das Programm umfasst 55 Maßnahmen aus sieben Handlungsfeldern. Zu den Maßnahmen zählen unter anderem: der Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien durch die Stadtwerke München GmbH, die Aufstockung des bestehenden Förderprogramms zur Energieeinsparung (FES) von 10 auf 14 Millionen Euro pro Jahr, der Ausbau der Energieeffizienz bei städtischen Gebäuden und die Umstellung der Straßenbeleuchtung und Signalisierung auf stromsparende Technik. Mit den Maßnahmen des Klimaschutzprogramms 2010 können insgesamt rund 454.000 t CO2 eingespart werden. Das Klimaschutzprogramm 2010 wurde durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und dem Projektträger Jülich gefördert.

Klimaschutzbericht

Der Klimaschutzbericht informiert konkret über die zahlreichen und vielfältigen Aktivitäten der Landeshauptstadt München. Er gibt einen Überblick über die wesentlichen Handlungsfelder beim städtischen Klimaschutz und zeigt besonders gelungene Beispiele. Weiterführende Informationen finden Sie im zusätzlich erstellten Serviceteil, in dem wichtige Broschüren und Internetangebote der Landeshauptstadt München aufgeführt sind.

Einfürungsveranstaltung zum Projekt LHMobil  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Landeshauptstadt München, Presse- und Informationsamt

LHMobil - Pedelecs für die Verwaltung

„Wir bringen die Verwaltung aufs Rad“ – unter diesem Motto hat die Stadt jetzt ein Pilotprojekt mit 30 Pedelecs gestartet, die städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als Dienstfahrräder zur Verfügung stehen. An dem Testlauf nehmen zunächst das Kreisverwaltungsreferat mit seinen Bezirksinspektionen (13 Pedelecs), der städtische IT-Dienstleister it@M (sechs Pedelecs) sowie das Planungsreferat (neun Pedelecs) teil. Zwei weitere Pedelecs werden testweise weiteren Dienststellen für einige Wochen zur Verfügung gestellt. Betreut wird das Projekt von den städtischen Klimaschutzmanagern.

Zum Auftakt des Pilotprojekts im Planungsreferat hat Oberbürgermeister Dieter Reiter am 28. Juli 2015 Stadtbaurätin Professorin Dr. (I) Elisabeth Merk „ihre“ Pedelecs übergeben. OB Reiter: „Ich freue mich sehr, dass die Stadt hier mit diesem Pilotprojekt eine Vorreiterrolle einnimmt. Denn Pedelecs vereinen die Vorteile des Radelns und der Elektromobilität: Man bewegt sich an der frischen Luft, reduziert die Lärm- und Schadstoffbelastung und kommt doch schnell und entspannt ans Ziel. Ich hoffe, dass möglichst viele Mitarbeiter die Vorzüge des Radelns mit eingebautem Rückenwind buchstäblich erfahren und immer mehr Menschen in unserer Stadt diesem guten Beispiel folgen werden.“

Weitere Maßnahmen im IHKM

Kontakt

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Referat für Gesundheit und Umwelt
Umweltvorsorge Energie, Klimaschutz, Förderprogramm Energieeinsparung, Bauzentrum München