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Oberflächennahe Geothermie


Wenn von „oberflächennaher Geothermie“ die Rede ist, dann ist meist die Nutzung der Erdwärme mit Hilfe von Sonden oder Kollektoren gemeint. Aber auch die Nutzung der Grundwasserwärme zählt zur oberflächennahen Geothermie. Die oberflächennahe Geothermie zählt zu den regenerativen Energiequellen.

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Nutzung von Erwärme über Kollektoren
© © Dirk Schumann - Fotolia.com

Erdwärmesonden und -kollektoren

Bei dieser Form der Geothermie wird die Erdwärme aus dem oberflächennahen Untergrund gewonnen. Als Wärmetauscher werden Sonden oder Kollektoren eingesetzt. In diesen zirkuliert eine Wärmeträgerflüssigkeit in einem geschlossenen Rohrsystem und nimmt die Wärme aus dem Boden auf. Durch eine Wärmepumpe wird diese Erdwärme auf das für das Heizen notwendige Temperaturniveau gebracht. Derzeit sind in Deutschland rund 318.000 oberflächennahe Geothermieanlagen in Betrieb. Die Nutzung der oberflächennahen Geothermie ist eine technisch ausgereifte und bewährte Technologie.

In der Stadt München werden Erdwärmesonden oder -kollektoren allerdings nur selten eingesetzt. Das liegt zum einen bei Kollektoren am Flächenbedarf, der bei den Münchner Grundstücken meistens nicht vorhanden ist. Zum anderen sind für Erdwärmesonden die geologischen Gegebenheiten ungünstig, da eine vertikale Nutzung nur im Münchner Süden (z. B. Maxhof, Forstenried, Großhadern, Trudering) bis zu einer Tiefe von ca. 30 m möglich ist. Die Tiefenbeschränkung ist zum Schutz der trinkwasserführenden Schichten im Untergrund notwendig.

Grundwasser-Wärmepumpen

Wegen besserem Wärmeübergang ist die Nutzung des Grundwassers als Wärme- oder Kältequelle effektiver als die des Erdreichs, so dass im ersten Fall der gleiche Energieertrag bei kürzerer Sondenlänge bzw. geringere Bohrtiefe möglich ist.

In München gibt es mittlerweile über 1000 Wärmepumpen zur Nutzung oberflächennaher Geothermie. Diese Technik zur Nutzung erneuerbaren Energien ist also etabliert. Allerdings sind stets die geologischen Gegebenheiten zu beachten; insbesondere der (mittlere) Abstand des Grundwassers zur Oberfläche; Fließrichtung und -geschwindigkeit. Nur im Münchner Süden (z. B. Maxhof, Forstenried, Großhadern, Trudering) sind Sonden bis zu einer Tiefe von ca. 30 m möglich. Die Tiefenbeschränkung ist zum Schutz der trinkwasserführenden Schichten im Untergrund notwendig.

Bei thermischer Nutzung von Grundwasser bzw. wasserführenden Schichten spricht man auch von „Hydrothermie“.