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Solarenergie


Mit rund 1.710 Sonnenscheinstunden im Jahr ist München eine der sonnenreichsten Städte der Bundesrepublik und bietet damit günstige Voraussetzungen für die Nutzung der Solarenergie

Solarthermie

Auch über das Förderprogramm Energieeinsparung (FES) wird der Einsatz von Solarkollektoren in München gefördert. Über den Zeitraum von 1989 bis Ende 2013 zur wurden insgesamt 4.921 Anlagen mit einer Kollektorfläche von etwa 54.174 m2 gefördert und nachweislich fertiggestellt und geprüft. Hinzu kommt noch die Anlage auf dem Ackermannbogen mit insgesamt 3.000 m² Kollektorfläche und saisonalem Speicher. Auf den stadteigenen Gebäuden sind aktuell 40 Anlagen mit 1.273 m² Kollektorfläche installiert. Zusammengerechnet sind dies 4.962 Solarthermieanlagen mit ca. 58.447 m2 Kollektorfläche. Hinzu kommen zwei Solarthermieanlagen der SWM mit 2.050 m² Kunststoff-Absorbern im Michaeli-Bad (1.400 m2) und im Georgenschweige-Bad (650 m²).

Photovoltaikanlage auf dem Dach Trambahn-Hauptwerkstätte in der Ständlerstraße  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© © SWM

Solarstromanlagen (Photovoltaik)

Die Gesamtzahl der im Stadtgebiet installierten Solarstromanlagen ("PV-Anlagen") liegt Ende 2013 bei 3.400 Anlagen mit einer Gesamt-Nennleistung von 46,1 MWpeak (Megawatt Spitzenleistung). Der Zubau an PV-Anlagen hat 2011 ein Maximum erreicht und geht seither zurück: wurden 2011 noch 498 Anlagen neu installiert, lag der Zubau bis Ende 2013 nur noch bei 327 Anlagen. Weiterhin interessant: Aktuell sind 62 Anlagen mit einer Nennleistung von mindestens 100 kWp und davon 5 Anlagen mit einer Nennleistung von mehr als 500 kWp installiert. Im Jahr 2013 wurden mit allen PV-Anlagen im Stadtgebiet 32.769 MWh Strom ins Stromnetz eingespeist.
 

Solarpotenzialkarte 2014  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© © Landeshauptstadt München

Aktualisierung der Solarpotenzialkarte für alle Gebäude im Stadtgebiet München

Im Rahmen der Fortschreibung des Integrierten Handlungsprogramms Klimaschutz in München (IHKM) wurde auch eine Aktualisierung der Münchner Solarpotenzialkarte beschlossen. Diese steht jetzt zur Verfügung. Grundlage sind die Daten der Befliegung der Stadtgebietes. Neben einer Aktualisierung der Daten ist nun erstmals die Verschattung der Dachflächen durch Dachaufbauten, umliegende Gebäude und Vegetation mit einbezogen. Damit bietet die neue Karte eine bessere bzw zusätzliche Qualität.

Beschreibung der neuen Solarpotenzialkarte

Die Solarpotenzialkarte stellt nutzbare Dachflächen für Solarstrom und Solarwärmeanlagen (Photovoltaik und Solarthermie) dar und enthält eine Berechnung des solaren Strom- und Wärmepotenzials für jedes Gebäude im Stadtgebiet. Die Dachflächen sind in Eignungsklassen eingeteilt (in Farbabstufungen kenntlich gemacht). Weitere Angaben wie mögliche Maximalleistung von Photovoltaikanlagen, der Jahresertrag, die CO2-Einsparung etc. können abgerufen werden. Die Angaben bei der der Solarthermie beziehen sich auf den Fall der Warmwasserbereitung (nicht der Heizungsunterstützung).

Die Karte bietet eine erste, qualifizierte Abschätzung der Eignung des Dach zur Solarenergie-nutzung. Bei Interesse des Eigentümers wird sie den Anstoß zu einer weiterführenden Beratung beim Fachmann geben, kann und soll diese aber nicht ersetzen.

Neben positiven Effekten für die regionale Wirtschaft durch Mobilisierung von Investitionen ist natürlich eine Einsparung des klimaschädlichen Treibhausgases CO2 angestrebt. Im Rahmen einer klimaverträglichen Energieerzeugung kann die Nutzung von Solarenergie eine bedeutende Rolle einnehmen.

Die Standortanalyse und Potenzialberechnung wurde auf der Grundlage von hochaufgelösten Stereoluftbildern durchgeführt. Die Potenzialanalyse für Solaranlagen bezieht sich dabei auf die Standortfaktoren wie Neigung, Ausrichtung, Verschattung und solare Einstrahlung. Die Berechnung dieser Faktoren erfolgt über ein digitales Oberflächenmodell (DOM).

Diese dreidimensionale Analyse bietet zahlreiche Vorteile gegenüber zweidimensionalen Methoden zur Ermittlung des Solarenergiepotenzials von Dachflächen. Sie ermöglicht beispielsweise eine genaue Berechnung der solaren Einstrahlung und der Abschattung durch umliegende Gebäude und benachbarte Bäume. Unter Berücksichtigung zahlreicher Sonnenstände über den Tages- und Jahreslauf wird die direkte solare Einstrahlung errechnet. Starke Minderung der direkten Einstrahlung führt zur Ausweisung von verschatteten Dachflächenbereichen, die für die Nutzung von Solarenergie ungeeignet sind.

Bautechnische Faktoren wie der Zustand und die Statik des Daches bzw. Gebäudes können auf dieser Datengrundlage nicht erfasst werden. Ebenso die Einbindung einer Solarwärmeanlage in die Warmwasserbereitung des Gebäudes. Dies muss gesondert und vor Ort geprüft werden, wenn es konkret um die Planung einer Anlage geht.

Die Karte kann ab sofort unter dem unten angegebenen Link aufgerufen werden. Ein Datenblatt mit zusätzlichen technischen Informationen zur neuen Solarpotenzialkarte ist ebenfalls verfügbar (s.u.).

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Gesundheit und Umwelt
Sachgebiet Energie, Klimaschutz, Förderprogramm Energieeinsparung, Bauzentrum

Bayerstraße 28a
80335 München