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Regenerative Energiequellen - Überblick


Bundesweit ist der Anteil der Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch auf zwischenzeitlich über 25 Prozent angestiegen. Wie sieht die Entwicklung der "Erneuerbaren" in München aus? Antworten auf diese Frage finden Sie auf den nachfolgenden Seiten.

Entwicklung der regenerativen Energien - Überblick

Im Sinne von Klimaschutz und Nachhaltigkeit sollte Energieverbrauch soweit möglich vermieden werden. Das heißt zum Beispiel: Naherholung statt Fernreisen, extensives Konsumverhalten, Nutzung von Tauschbörsen und regionaler Einkauf. Diese „Suffizienz" kommt also noch vor der effizienten und sparsamen Verwendung von Energie. Beispiele für Energieeffizienz sind wärmegedämmte Gebäude, Energiesparlampen oder bedarfsgeregelte Heizungspumpen.

Der dann noch übrige Energiebedarf ist soweit wie möglich durch CO2-arme Energien abzudecken; und hier spielen die erneuerbaren Energien (EE) die entscheidende Rolle. Sie müssen die Atomkraft und die endlichen, fossilen Energieträger wie Kohle, Erdöl und Erdgas ablösen, um die weitere Anreicherung von CO2 in der Atmosphäre zu stoppen. Allerdings sind auch die Gewinnung und der Transport von EE mit Treibhausgas-Emissionen – und teilweise auch mit Umweltbelastungen – verbunden; insofern sind zwar CO2-arm, aber nicht CO2-neutral.

Im letzten Jahrzehnt hat der Bund die Rahmenbedingungen für die verstärkte Nutzung von regenerativen Energiequellen durch das Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz (EEWärmeG) und das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geschaffen. Durch das weltweit beachtete und kopierte Modell der festen, auf 20 Jahre gesicherte Einspeisevergütung im EEG ist der Anteil der EE am Stromverbrauch auf zwischenzeitlich 25,4 Prozent (2013) angestiegen. Die letzten Fassungen des EEG zielen allerdings auf Abbau der festen Einspeisevergütungen, festgelegte Ausbaukorridore, und verstärkte Marktintegration der EE.

Auch im Bereich der Wärmebereitstellung hat die Bedeutung der EE zugenommen, wenn auch nicht im selben Tempo wie beim Strom. Der Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten deutschen Wärmeverbrauch lag im Jahr 2013 bei 9 Prozent.

Der Münchner Stadtrat hat bereits im Jahr 1982 die Verwaltung beauftragt, den Einsatz alternativer Energien verstärkt voranzutreiben. Die Landeshauptstadt München unterstützt den Einsatz von EE durch die Beratung von Bürgern, Planern und Handwerkern; durch die Realisierung von EE- Anlagen bei Neubau- und Sanierungsmaßnahmen und übernimmt auf diese Weise eine Vorbildfunktion. Darüber hinaus bezuschusst die Stadt bestimmte EE-Anlagen über das Förderprogramm Energieeinsparung oder über die Best-Practice-Förderung.

Die Stadtwerke München GmbH (SWM) als städtisches Tochter-Unternehmen forciert ebenfalls den EE-Ausbau, so dass inzwischen der Strombedarf der Münchner Haushalte abgedeckt werden kann; bis 2025 soll dies für die ganze Stadt (einschließlich Gewerbe) möglich sein. Bezüglich der Wärmebereitstellung aus EE verfolgen die SWM die „Vision“, bis 2040 die Fernwärme zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien (vorrangig Tiefengeothermie) zu erzeugen.

Auf den nachfolgenden Seiten werden Grundlagen zur Nutzung der verschiedenen erneuerbaren Energieträger sowie aktuelle Daten zur Nutzung in München dargestellt.