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Luftqualität


Sonne und Wolken  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Sergey Tokarev - Fotolia.com

Gesunde Luft

Gesunde Luft gehört zu den elementaren Lebensgrundlagen von Menschen, Tieren und Pflanzen. Der Schutz und die Verbesserung unserer Atemluft ist daher eine der vordringlichsten Aufgaben des Umweltschutzes.

"Natürliche" Luft ist ein Gemisch verschiedener Gase mit den Hauptbestandteilen:

- Stickstoff (N2)): 78 Vol%
- Sauerstoff (O2): 21 Vol%
- Kohlendioxid (CO2): 0,03 Vol%
- Edelgase: etwa 1 Vol%

Neben diesen Bestandteilen sind in der Luft noch Gase mit schwankenden Anteilen (z.B. Wasserdampf 0-4 Vol%) und Spurengase (Anteile meist unter 1 Vol%) enthalten.

Luftqualität

Die Untersuchungen zur Luftqualität orientieren sich allgemein an der Wirkungskette Emission - Transmission - Immission.

Unter "Emission" versteht man die von einer Anlage ausgehenden Luftverunreinigungen; die "Transmission" umfasst alle Vorgänge, die die räumliche Verteilung und Konzentration der luftverunreinigenden Stoffe in der Atmosphäre bewirken (insbesondere die meteorologischen Ausbreitungsbedingungen und chemischen Umwandlungen) und unter "Immission" sind die auf Menschen sowie Tiere, Pflanzen bzw. generell auf Materie einwirkenden Luftverunreinigungen zu verstehen. "Deposition" ist die trockene oder nasse (z.B. Niederschlag) Ablagerung von Luftschadstoffen auf Oberflächen.

Die gesetzliche Grundlage zu Regelungen im Bereich der Luftreinhaltung (z.B. Erfassung und Bewertung von Luftverunreinigungen) bildet das Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) mit Durchführungsbestimmungen und die dazugehörigen Verwaltungsvorschriften, insbesondere die Erste Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum BImSchG, die Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA-Luft).

Lufthygienisches Überwachungssystem Bayern (LÜB)  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Lufthygienisches Landesüberwachungssystem Bayern (LÜB)

Immissionsmessungen

Die Feststellung der Immissionsbelastung erfolgt über Messungen oder auf der Grundlage von Modellberechnungen.

Dabei besteht grundsätzlich die Problematik, dass aufgrund vielfältiger Einflüsse, wie z.B. den Emissions- und Ausbreitungsverhältnissen, die Immissionskonzentrationen starken räumlichen und zeitlichen Änderungen unterworfen sind.

Die messtechnische Erfassung der Immissionskonzentrationen erfolgt zum einen über kontinuierliche Messungen an Dauermessstellen und zum anderen über Stichprobenmessungen an festgelegten Punkten, aus deren Ergebnissen eine flächenbezogene Immissionsbelastung bestimmt wird. Ergänzend dazu sind für spezielle Problemstellungen Sondermessungen nach eigenen Messplänen erforderlich.

LÜB-Stationen

Das Bayerische Landesamt für Umweltschutz (LfU) betreibt im Stadtgebiet von München 10 ortsfeste Messstationen mit kontinuierlicher Messung der Luftschadstoffe SO2 (Schwefeldioxid), NO2 (Stickstoffdioxid), CO (Kohlenmonoxid), O3 (Ozon), PM10 (Feinstaub).

Die Immissionsmessungen dieses landesweiten Messnetzes dienen nach LfU (1988) vor allem der Überwachung der Luftqualität und der Feststellung des Standes und der Entwicklung einzelner Verunreinigungen. Aus den Ergebnissen dieser kontinuierlichen Messungen lassen sich in erster Linie Aussagen zum zeitlichen Verlauf der Immissionskonzentrationen an den einzelnen Stationen sowie zur Belastung im Bereich dieser Station ableiten.

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