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Der Grenzwerte-Dschungel

In der Verordnung über elektro-magnetische Felder (26. BImSchV) hat die Bundesregierung Grenzwerte für die Strahlung von Mobilfunkantennen festgelegt, die den Schutz der Bevölkerung vor Gesundheitsschäden garantieren sollen. Sie hat sich dabei an die von der internationalen Strahlenschutzkommission vorgeschlagenen Werte gehalten.

Diese Grenzwerte, angegeben in Volt pro Meter (V/m), stehen allerdings heftig in der Diskussion. Andere Staaten, deutsche und internationale Fachgremien, Institute und Interessenverbände haben sehr unterschiedliche Vorsorge- und Grenzwerte in den unterschiedlichsten Einheiten (zum Beispiel W/m² oder μW/cm² ) gefordert oder umgesetzt. Diese weichen zum Teil sehr weit von den deutschen Werten ab. Die Menschen werden mit diesen Aussagen alleine gelassen, denn wissenschaftlich nachvollziehbar ist das Wenigste, was derzeit auf dem Markt der Spekulationen gehandelt wird. So wird vielfach der Glaube zur Leitlinie des Handelns - oder der Angst ?

Um die Angelegenheit noch zusätzlich unverständlich zu machen, werden je nach Gusto und Position extrem unterschiedliche Zahlenwerte mit allen nur erdenklichen physikalischen Einheiten in die Diskussion geworfen. Das ist so, als würden Sie beim Metzger 100 000 000 Mikrogramm (μg) Wurst verlangen statt 100 Gramm (g), nur damit es nach mehr klingt. Oder Sie demonstrieren Sparsamkeit, indem Sie "nur" 0,0001 Tonnen (korrekt eigentlich Megagramm beziehungsweise Mg) bestellen.

Schließlich klingt es ja bedrohlicher, wenn dem Publikum Strahlungsleistungswerte in Millionenhöhe (in μW/m²) vorgelegt werden, als wenn man sich der gängigen Einheit (W/m²) bediente, die aber kleinere Zahlenwerte bedeutet, eventuell sogar mit einer Null vor dem Komma. Manchem wird dies bereits bewusst geworden sein. Doch wie soll man bei dieser babylonischen Einheitenverwirrung ein System finden ? Wie ist der daheim gemessene Wert einzuordnen ? Wie kann man während einer Diskussion den "Experten" folgen ?

Übersicht der Grenzwerte

Grenzwerte sind oft frequenzabhängig. Im heute verwendeten GSM-Netz werden Frequenzbänder bei 900 MHz (D-Netz) und 1 800 MHz (E-Netz) für Gespräche und Datenübertragung zwischen Handy und Basisstation verwendet. Zukünftig kommt das Frequenzband bei 2 000 MHz für UMTS dazu.

Die Darstellung der Grenzwerte bietet Ihnen deshalb alle Frequenzbänder an. Sie können also jederzeit Strahlungsleistungswerte in Feldstärkewerte umrechnen (von nW/cm² in W/m² oder in V/m). Sie sehen dabei auch gleichzeitig, wo sich der von Ihnen gesuchte Wert in der Grenzwertelandschaft befindet.

Entscheiden Sie nun selbst, ob sich Ihr Wert in einem für Sie akzeptablen Bereich bewegt !

Sie sehen: je näher Sie sich den deutschen Grenzwerten annähern, desto bedeutender wird es, ob sich in Ihrer Nähe ein D-Netz-Sender oder eine E-Netz-Station befindet. Ein im D-Netz bei 900 MHz gemessener Wert von 4,6 W/m² bzw. 42 V/m kann bereits eine Grenzwerterreichung bedeuten. Der gleiche Messwert bei einer E-Netz-Anlage bedeutet nur die halbe Ausschöpfung des Erlaubten !

Je weiter Sie in niedrigere Leistungsflussdichten vordringen, desto unbedeutender wird dieser Effekt. Tragen Sie einen Wert, dessen zugehörige Frequenz Sie nicht kennen, am besten im 900-MHz-Bereich ein. Sie befinden sich dann immer auf der "sichereren" Seite.

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LTE - der neue Standard für mobiles Internet

Fragen und Antworten zur Einführung der neuen Mobilfunkgeneration

Immer mehr Menschen nutzen das Mobiltelefon, um ins Internet zu gehen. Nach Angaben der Bundesnetzagentur wuchs das Datenvolumen im deutschen Mobilfunknetz von 3,5 Millionen Gigabyte im Jahr 2007 auf 33,5 Millionen Gigabyte 2009. Der neue Mobilfunkstandard LTE soll dabei helfen, dem wachsenden Datenverkehr gerecht zu werden.

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