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Regenwassernutzung und Versickerung von Regenwasser


Regenwasser wird in ein Fass geleitet  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© schulzie - Fotolia.com

Regenwassernutzung

In den letzten Jahren ist die Nutzung von Regenwasser vermehrt in den Fokus des öffentlichen Interesses geraten.

Im Bereich von Gebäuden wird Regenwasser überwiegend über die Dachflächen und die Regenrinnen gesammelt und abgeleitet. Dabei nimmt es den auf Dächern und Rohrleitungen anhaftenden Schmutz beziehungsweise Staub sowie Mikroorganismen (zum Beispiel aus Vogelkot, verrottenden Blättern) auf. Dadurch wird das Regenwasser hygienisch wie chemisch verändert. Der Begriff "Dachablaufwasser" würde daher besser zutreffen als "Regenwasser".

Neben der oft gewählten Versickerung des Regenwasser ist es auch möglich das Regenwasser zu nutzen.

Uneingeschränkt zu empfehlen ist die Nutzung des Regenwassers zur Bewässerung im Garten. Dagegen sollte die Nutzung für spezielle Einsatzgebiete in Gebäuden kritisch betrachtet werden. Das Umweltbundesamt kommt in einer Studie aus dem Jahr 2005 zu dem Schluss, dass dieses Vorgehen aus hygienischen Gründen und wegen der damit verbundenen hohen Kosten nicht zu empfehlen ist.

Sollte dennoch eine derartige Nutzung (zum Beispiel als Brauchwasser für die Toilettenspülung) angestrebt werden, so sind bereits bei der Planung eine ganze Reihe von gesetzlichen und technischen Regeln zu beachten. Auf jeden Fall muss eine Vermischung von hygienisch einwandfreiem Trinkwasser mit dem nicht diesen Anforderungen entsprechendem Regenwasser (Dachablaufwasser) unbedingt vermieden werden. Aus diesem Grund erfordert die häusliche Regenwassernutzung den Einbau eines eigenständigen Leitungssystems, das auch als solches gekennzeichnet werden muss.

Meldepflicht

Zu beachten ist, dass die Fertigstellung und Inbetriebnahme von Regenwassernutzungsanlagen in Gebäuden gemäß § 13 Abs. 3 der Trinkwasserverordnung in der seit dem 14. Dezember 2012 geltenden Fassung dem Referat für Gesundheit und Umwelt zu melden ist. Zu diesem Zweck verwenden Sie bitte dieses Formular:

Drainagesteine  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Fotoschlick - Fotolia.com

Versickerung von Regenwasser

In der Regel muss im Münchner Stadtgebiet anfallendes Regenwasser auf dem eigenen Grundstück versickert werden.

Die geordnete Sammlung, Ableitung und gezielte Versickerung des Regenwassers wirkt sich positiv auf die Umwelt aus, da so die Grundwasserspeicher regelmäßig wiederaufgefüllt werden. Zudem wird das Risiko verringert, dass Mischwasserkanalisationen - in denen Schmutzwasser aus den Haushalten und Regenwasser gemeinsam abfließen - bei starken Regenfällen überlaufen und so Flüsse oder Seen verschmutzen.

Nicht zuletzt lässt sich durch die gezielte Versickerung von Niederschlagswasser auch bares Geld sparen, da unter Umständen die Abwassergebühren gesenkt werden können.

Zuständigkeiten

Im Münchner Stadtgebiet ist für die Erteilung einer wasserrechtlichen Erlaubnis für die Versickerung von Regenwasser in den meisten Fällen die Münchner Stadtentwässerung zuständig. Hiervon ausgenommen sind:

  • Regenwasserversickerung im Wasserschutzgebiet
  • Einleitung des Regenwassers in ein Oberflächengewässer
  • Regenwasserversickerung bei öffentlichen Straßen

In diesen Fällen liegt die Zuständigkeit beim Referat für Gesundheit und Umwelt - Sachgebiet Wasserrecht.

Wasserschutzgebiete

Im Wasserschutzgebiet darf anfallendes Regenwasser nur flächig versickert werden. Zudem ist hierfür eine wasserrechtliche Erlaubnis erforderlich.

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Gesundheit und Umwelt
Gesundheitsschutz
Hygiene und Umweltmedizin
Umwelthygiene/-medizin

Bayerstraße 28a
80335 München