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Kartierung der Bodenversiegelung in München


Kopfsteinpflaster  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© RGU

Ressource Boden und Versiegelung

Durch Bodenversiegelung wird Pflanzen und Tieren und auch dem Menschen zunehmend eine natürliche Lebensgrundlage entzogen.

Der sparsame Umgang mit der natürlichen Ressource Boden und deren Schutz vor vermeidbarer Versiegelung ist daher ein Schwerpunkt umweltbewusster Kommunalpolitik in Großstädten.
Deshalb untersucht die Landeshauptstadt München alle vier Jahre die Entwicklung der Bodenversiegelung im Stadtgebiet.

Karte mit Versiegelungsflächen  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Methodik und Ergebnisse

Zur Ermittlung des Versiegelungsgrades wird auf Basis von Luftbildern für jeden Baublock der Anteil der versiegelten Fläche in 10-Prozent-Stufen ermittelt. In Gebieten mit besonderer Entwicklungsdynamik wird bedarfsweise die Versiegelungsentwicklung genauer betrachtet.

Im Jahr 2011 waren 46 Prozent des Münchner Stadtgebietes versiegelt.

Betrachtet man die vier Hauptfaktoren Überbauen, Abdecken, Verdichten und Unterbauen von Boden, lassen sich in München vier Zonen unterscheiden:

  • Im Innenstadtbereich gibt es vorwiegend sehr stark versiegelte Flächen (Versiegelungsgrad 81-100%). Die wenigen unversiegelten Flächen sind - neben dem Englischen Garten und den Grünanlagen entlang der Isar - hauptsächlich kleinere Grünflächen, wie zum Beispiel der Hofgarten und der Alte Botanische Garten.
  • Der Siedlungsring um das Stadtzentrum sowie die Innenstadt-Randbereiche weisen in den Wohngebieten überwiegend mittlere Versiegelungsgrade auf (31-60%). In einigen Stadtteilzentren liegt der Versiegelungsgrad jedoch deutlich höher, z.B. in Pasing und entlang der Fürstenrieder Straße.
  • Großflächige Gewerbe- und Industriegebiete mit einem sehr hohen Versiegelungsgrad unterbrechen diesen Siedlungsring, etwa in Milbertshofen beiderseits des Frankfurter Rings und in Obersendling entlang der Boschetsrieder Straße.
  • Die Außenbereiche der Stadt sind zumeist noch landwirtschaftlich genutzt und abgesehen von einigen Siedlungskernen wie Langwied noch weitgehend unversiegelt.

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Gesundheit und Umwelt
Nachhaltige Entwicklung, Gesundheits- und Umweltberichterstattung

Bayerstraße 28a
80335 München