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Vorhabenbezogener Bebauungsplan mit Grünordnung Nr. 2164


Bebauungsplan Nr. 2164: Luftbild  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Bebauungsplan Nr. 2164: Luftbild
© LHM

Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß §3 Abs. 1 Baugesetzbuch (BauGB)

Darlegung vom 14. Mai 2021 mit 15. Juni 2021

Vorhabenbezogener Bebauungsplan mit Grünordnung Nr. 2164
Eversbuschstraße (östlich),
Bahnlinie München-Ingolstadt (westlich),
Otto-Warburg-Straße (nördlich)

Anlass und Ziel der Planung
Die derzeit landwirtschaftlich genutzte Fläche südlich des S-Bahnhofs Karlsfeld und östlich der Eversbuschstraße soll entwickelt werden.

Die Hirmer Allach GmbH & Co. KG möchte als Vorhabenträgerin eine Wohnbebauung mit zirka 230 Wohnungen einschließlich der zugehörigen Infrastruktureinrichtungen und öffentlichen Grünflächen entwickeln.

Bisherige Planungsschritte / Städtebaulicher und Landschaftsplanerischer Wettbewerb
Am 7. November 2018 hat der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung einen Eckdatenbeschluss zur Vorbereitung eines Wettbewerbs gefasst. Auf dieser Grundlage wurde ein Realisierungswettbewerb ausgelobt. Das Preisgericht tagte am 24. September 2019. Die Pläne des Vorhabens entsprechen grundsätzlich dem Ergebnis des ersten Preisträgers Palais Mai, München mit Grabner Huber Lipp, Freising.

Am 10. März 2021 hat der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung die Einleitung und Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes mit Grünordnung für die Entwicklung einer neuen Wohnbebauung an der Eversbuschstraße in Allach-Untermenzing beschlossen.

Empfehlung des Preisgerichts und bisherige Überarbeitung
Das Preisgericht hat empfohlen, die mit dem ersten Preis ausgezeichnete Arbeit zur Grundlage der weiteren Bearbeitung zu machen. Ferner soll die Arbeit des ersten Preisträgers unter dem Gesichtspunkt weiterentwickelt werden, dass die Flächen für die soziale Infrastruktur und die Grün- und Freiflächen auf Basis der erreichten Geschossfläche neu berechnet und angepasst werden. Die Überarbeitung des Entwurfs wurde in einem Bebauungsplanentwurf sowie in den jetzt vorliegenden Vorhabenplänen konkretisiert, die Gegenstand der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung sind.

Planungsrechtliche Ausgangslage
Der Bebauungsplan mit Grünordnung Nr. 2164 kann aus der Darstellung „Allgemeines Wohngebiet“ im Flächennutzungsplan entwickelt werden.

BPlan 2164: Bebauungsplan_Vorkonzept  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Bebauungsplan Nr. 2164: Vorkonzept
© LHM

Planungsziele

Ziel der Planung ist es ein „Allgemeines Wohngebiet“ mit zirka 230 Wohnungen und eigenem Charakter zu schaffen. Gemeinschaftsräume in der Wohnbebauung und eine Gastronomie-Einrichtung dienen der Identifikation mit dem Quartier. Die Versorgung mit Kindergarten- und Krippenplätzen ist durch eine integrierte Kindertageseinrichtung gewährleistet. Die privaten Freiflächen und öffentlichen Grünflächen sind in ausreichender Größe und in lärmgeschützter Lage mit hoher Aufenthaltsqualität vorhanden.

Alle Erholungsflächen sollen durch eine intensive Begrünung mit Groß- und Kleinbäumen und Sträuchern zum Ausgleich und zur Verbesserung des Kleinklimas beitragen.

Westlich dieses Vorhabens wird die Verkehrsfläche der Eversbuschstraße für einen Baumgraben, Besucherstellplätze und einen Gehweg erweitert. Südlich des Vorhaben- und Erschließungsplans wird die Verkehrsfläche der Eversbuschstraße für einen Gehweg erweitert.

Übergreifende Entwurfsidee
Die in der Mitte des Planungsgebietes situierte, geschlossene städtebauliche Gebäudefigur umschließt zusammenhängende Wohnhöfe. Im Norden und Süden sind lärmgeschützte öffentliche Grünflächen vorgesehen. Die Verbindung von innen liegenden privaten Freiflächen und außen liegenden öffentlichen Grünflächen wird durch Durchgänge im Erdgeschoss hergestellt.

Durch die Segmentierung der Gebäudestruktur mit vor- und zurückspringenden Baufluchten und gestaffelten Höhen wird diese in ihrer städtebaulichen Erscheinung gegliedert. Die Bebauung öffnet sich nach Westen an der Eversbuschstraße und schirmt die Hofflächen nach Norden, Osten und Süden von Bahnlärm ab.

Die Höhe der Bebauung staffelt sich von fünf bis sechs Geschossen im Osten an der Bahn und zu vier Geschossen nach Westen zur Eversbuschstraße ab. Durch dreigeschossige Vorsprünge wird zur überwiegenden zweigeschossigen Bebauung im Westen vermittelt.

Art und Maß der baulichen Nutzung
Es wird ein „Allgemeines Wohngebiet“ (WA) festgesetzt. Eine kleine Gaststätte im Norden soll ein Begegnungsraum für die Bewohner*innen der Siedlung werden, aber auch die Umgebung insbesondere im Hinblick auf die Wege zum nahen S-Bahnhof Karlsfeld beleben.

Als Maß der baulichen Nutzung im Planungsgebiet wird eine Geschossfläche für Wohnen von zirka 21.000 Quadratmeter vorgesehen. Dies entspricht statistisch zirka 230 Wohnungen á 91 Quadratmeter bei einer maximalen Wohnnutzung. Im Süden des Vorhabens wird eine integrierte Kindertageseinrichtung mit angrenzenden Freiflächen festgesetzt.

Die Anregungen des Bezirksausschusses 23 Allach-Untermenzing in der Stellungnahme zum Aufstellungsbeschluss wurden noch nicht aufgenommen, da diese im Gesamtzusammenhang der Öffentlichkeitsbeteiligung bearbeitet werden sollen.

Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit
Die Unterlagen, aus denen sich die Öffentlichkeit zu den allgemeinen Zielen und Zwecken der Planung, sich wesentlich unterscheidenden Lösungen und den voraussichtlichen Auswirkungen der Planung unterrichten kann, werden vom 14. Mai 2021 mit 15. Juni 2021 im Referat für Stadtplanung und Bauordnung, Blumenstraße 28b (Hochhaus), Erdgeschoss, Raum 071, von Montag bis Freitag von 6 Uhr bis 18 Uhr, zur Einsicht bereitgehalten.

Auskünfte zum Bebauungsplan mit Grünordnung sind telefonisch beziehungsweise. per E-Mail oder - nach Voranmeldung - im Referat für Stadtplanung und Bauordnung vor Ort möglich.

Auskünfte zum Bebauungsplan erhalten Sie unter der Telefonnummer 089/233-22056 während der Dienstzeit Montag bis Freitag von 9.30 bis 12.30 Uhr und Freitag von 9.30 bis 12 Uhr.

Bei Terminen vor Ort bitten wir Sie, das allgemeine Abstandsgebot zu beachten und eine FFP2-Maske zu tragen.

Eine öffentliche Erörterung über die allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung findet aufgrund der derzeit geltenden Veranstaltungsbeschränkungen in digitalem Format am 27. Mai 2021 um 19 Uhr statt.

Äußerungen können während der Darlegungsfrist bis 15. Juni 2021 bei den oben genannten städtischen Dienststellen zur Niederschrift (nach vorheriger telefonischer Anmeldung), schriftlich oder per E-Mail vorgebracht werden. Diese werden überprüft und fließen dann in das weitere Bauleitplanverfahren ein. Eine Entscheidung zu den Äußerungen wird durch den Stadtrat getroffen.

Die Unterlagen zum Bauleitplanverfahren sowie die Datenschutzhinweise zur Öffentlichkeitsbeteiligung im Bauleitplanverfahren finden Sie auch im Internet: www.muenchen.de/auslegung

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Stadtplanung - Planungsgruppe Bezirk West (Stadtbezirk 10, 20, 21 und 23)

Blumenstraße 28b
80331 München