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Baumbestands- und Freiflächengestaltungsplan


Planvorlagen

Baumbestands- und Freiflächengestaltungspläne sind Bestandteile des Bauantrags und in München als besondere Zusatzpläne einzureichen. Reichen Sie die Pläne in vierfacher, bei Neubau von Sonderbauten in fünffacher Fertigung ein.

Die Pläne sind nach fachlich anerkannten Regeln auszuarbeiten und zu erstellen. Beachten Sie dabei bitte die Freiflächengestaltungssatzung der Landeshauptstadt München vom 8. Mai 1996 und gegebenenfalls Festsetzungen eines Bebauungsplanes.

Darzustellen sind alle geschützten Bäume auf dem Baugrundstück und auf den Nachbargrundstücken bis zu einem Abstand von fünf Metern (gemessen bis zum Stamm). Der Stammumfang wird immer in einem Meter Höhe über dem Erdboden gemessen.

Verwenden Sie den Maßstab 1:100 und legen Sie einen Lageplan im Maßstab 1:1000 bei.

Erklären Sie ihre Plandarstellungen anhand einer Legende auf dem Plan.

Soweit kein Freiflächengestaltungsplan erforderlich ist, kann in Einzelfällen der Nachweis über die Ersatzpflanzung im Baumbestandsplan gefordert werden.

Baumbestand - Baumbestandsplan

In den Baumbestandsplänen sind darzustellen:

  • Alle nach der Baumschutzverordnung (BaumSchVO) geschützten Bäume auf dem Baugrundstück, auf den Nachbargrundstücken bis zu einem Abstand von 5 m (gemessen bis zum Stamm) und im Straßenbereich. Dies sind alle Laub- und Nadelbäume, sowie die Obstsorten Walnuss, Holzbirne, Holunder und Haselnuss ab folgenden Größen:

    • alle einstämmigen Bäume mit einem Stammumfang von 80 cm oder mehr

    • alle mehrstämmigen Bäume, wenn 1 Stamm mindestens 40 cm misst und die Summe aller Stämme mindestens 80 cm ergibt.

  • Gehölze, deren Pflanzung und Erhaltung Gegenstand einer Auflage einer Baugenehmigung oder eines sonstigen rechtlichen Verfahrens war (z.B. im Freiflächengestaltungsplan oder Ersatzpflanzungen).
  • Jeglicher Baum- und Strauchbestand im Landschaftsschutzgebiet.

  • Bäume mit ihrem botanischen bzw. mit dem eindeutigen deutschen Namen.

  • Stammumfang, gemessen in 1 m über dem Erdboden.

  • Höhe der Bäume in Meter.

  • Bei mehrstämmigen Gehölzen den Stammumfang der einzelnen Stämme.

  • Baumkrone in korrekter, maßstäblicher Darstellung. Asymmetrien sind zu berücksichtigen und der Realität entsprechend darzustellen.

  • beabsichtigte Veränderungen (Fällung, Verpflanzung).

  • Umrisse von Über- und Unterbauung bestehender, zu beseitigender und geplanter Baukörper, einschließlich Tiefgaragen in maßstäblicher Darstellung. Dazu zählen z.B. auch Schächte, Außentreppen, Stützmauern, Rampen, Trafostationen.

  • Beabsichtigte Veränderungen im Geländeniveau.

  • Zufahren über öffentliche Grünflächen und Baumgräben und die dadurch betroffenen Bäume im öffentlichen Raum.

  • Verlauf der geplanten und bestehenden Leitungen (Gas, Wasser, Strom).

  • Bei beengten Verhältnissen ist die Abgabe eines Baustelleneinrichtungsplanes erforderlich.

Freiflächen - Freiflächengestaltungsplan

In den Freiflächengestaltungsplänen sind darzustellen:

  • vorhandene Bäume mit ihrem botanischen bzw. mit dem eindeutigen deutschen Namen.

  • neu zu pflanzende Bäume und Sträucher mit Name und Größe.

  • Folgende Mindestqualitäten sind bei der Neubepflanzung zu berücksichtigen:

    • Laubbäume und Ersatzpflanzungen als Hochstamm mit Mindeststammumfang 20/25 cm (in 1 m Höhe gemessen).

    • Nadelbäume mit einer Mindesthöhe von 200/225 cm.

    • Sträucher als mindestens zweimal verpflanzte Ware.

  • Begrünung von Flachdächern. Hinweis: Flachdächer von Garagen, von Tiefgaragenzufahrten sowie Kiespressdächer und vergleichbar geeignete Dächer sind flächig und dauerhaft zu begrünen.

  • Alle geplanten und bestehen bleibenden baulichen Anlagen (auch sämtliche unterbauten Bereiche wie Tiefgaragen, Schächte, Außentreppen, Stützmauern, Rampen etc.).

  • Verlauf der bestehenden und geplanten Leitungen (Gas, Wasser, Strom).

  • Stellplätze, Fahrgassen und Feuerwehrzufahrten mit Vermaßung. Versehen Sie Stellplätze mit einer fortlaufenden Nummerierung.

  • Zahl und Standort der Abfallbehälter.

  • Unterschiedliche Geländehöhen und Geländeveränderungen mit entsprechenden Maßangaben.

  • Tiefgaragen-Überdeckung (Schnitt im Maßstab 1:20).

  • Befestigte Flächen wie Fußwege, Fahrradstellplätze, Zufahrten, Anlieferungen, PKW-Stellplätze usw.  (diese sind auf ein Mindestmaß zu beschränken).

  • Zahl der Wohneinheiten, die Anzahl der Geschosse und die Dachausbildung.

  • Bei Wohngebäuden mit mehr als drei Wohnungen auf dem Grundstück ein Kinderspielplatz mit Spielgeräten. Fügen Sie eine Berechnung zur Größe des Kinderspielplatzes bei. (Gemäß Art.7 Abs.2 BayBO in Verbindung mit DIN 18034 „Spielplätze für Wohnanlagen“ muss die Bruttofläche des Kinderspielplatzes je 25 m² Wohnfläche mindestens 1,5 m², insgesamt jedoch mindestens 60 m² betragen.)

Eingriffs- und Ausgleichsplan

Wenn sich das Bauvorhaben im Außenbereich befindet muss in der Regel neben einem Freiflächengestaltungsplan auch ein gesonderter Plan zur Eingriffs- und Ausgleichsproblematik vorgelegt werden.

Hierzu hat das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz den Leitfaden Bauen im Einklang mit Natur und Landschaft entwickelt, den Sie unten auf dieser Seite zum Download finden.

In diesem Plan ist folgendes darzustellen:

  • Der ermittelte Umfang und die Art des Eingriffs.

  • Der ermittelte Kompensationsfaktor.

  • Vermeidungsmaßnahmen.

  • Der Fachplan der Ausgleichsmaßnahme.

  • sowie der Ort des Ausgleichs..

In bestehenden Schutzgebieten gemäß BayNatSchG muss sich die Pflanzung in die jeweiligen naturraumtypischen Vegetationsgesellschaften einfügen.

Leitfaden des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Servicezentrum

Blumenstraße 19
80331 München

Fax:
089 233-22790