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Bauzeichnungen


Baumbestand und Freiflächenplan  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Baumbestandsplan

In einem Baumbestandsplan sind darzustellen bzw. sind folgende Angaben zu machen:

  • alle nach der BaumschutzV geschützten Bäume auf dem Baugrundstück. Dies sind alle Laub- und Nadelbäume sowie die Obstbaumarten Walnuss, Holzbirne, Holunder und Haselnuss ab folgenden Größen (gemessen in 1 m Höhe über dem Erdboden):
    - alle einstämmigen Bäume mit einem Stammumfang von 80 cm oder mehr
    - alle mehrstämmigen Bäume, wenn 1 Stamm mindestens 40 cm misst und die Summe aller Stämme mindestens 80 cm ergibt
  • alle geschützten Bäume auf den Nachbargrundstücken bis zu einem Abstand von 5 m (gemessen bis zum Stamm), sowie alle geschützten Bäume, deren Kronentraufe näher als 1,5 m an oder über die Grundstücksgrenze des Baugrundstücks ragt
  • Gehölze, deren Pflanzung und Erhaltung in einer Baugenehmigung oder sonstigen rechtlichen Verfahren festgesetzt wurde (z.B. im Freiflächengestaltungsplan oder Ersatzpflanzungen)
  • alle sonstigen Bäume und Gehölze, in der Regel ab 40 cm Stammumfang, zur Beurteilung der bestehenden Eingrünung und der auf dem Grundstück noch leistbaren Ersatzpflanzungen
  • jeglicher Baum- und Strauchbestand im Landschaftsschutzgebiet oder sonstigen Schutzgebieten nach BayNatSchG, sowie im Außenbereich nach § 35 BauGB
  • botanischer bzw. eindeutiger deutscher Name der Bäume
  • Nummerierung bei mehreren Bäumen, um eine eindeutige Zuordnung zu gewährleisten und Verwechslungen ausschließen zu können
  • Stammumfang, gemessen in 1 m über dem Erdboden
  • Höhe der Bäume in Meter
  • bei mehrstämmigen Gehölzen den Stammumfang der einzelnen Stämme
  • Baumkrone in korrekter, maßstäblicher Darstellung. Asymmetrien sind zu berücksichtigen und der Realität entsprechend darzustellen
  • beabsichtigte Veränderungen, wie zum Beispiel Fällung oder Verpflanzung (in Einzelfällen)
  • Umrisse von Über- und Unterbauung bestehender, zu beseitigender und geplanter Baukörper, einschließlich Tiefgaragen in maßstäblicher Darstellung. Dazu zählen zum Beispiel auch Schächte, Außentreppen, Stützmauern, Rampen, Trafostationen
  • beabsichtigte Veränderungen im Geländeniveau
  • Bestand, Neubau und Veränderungen (zum Beispiel Rückbau) bestehender befestigter Flächen wie Fußwege, Fahrradabstellplätze, Zufahrten (vor allem Feuerwehrzufahrten!), Anlieferungen, PKW-Stellplätze usw.
  • Zufahrten über öffentliche Grünflächen und Baumgräben und die dadurch betroffenen Bäume im öffentlichen Raum (z.B. entlang der Straße)
  • Verlauf der bestehenden und geplanten Spartenleitungen (Gas, Wasser, Strom, etc.)
  • erforderliche Ersatzpflanzungen* für beantragte Fällungen, soweit diese nicht im Freiflächengestaltungsplan dargestellt sind

* Bei Bauvorhaben mit bis zu drei Wohneinheiten ist kein Freiflächengestaltungsplan erforderlich, daher sind in diesem Fall die Ersatzpflanzungen sowie die Begrünung von Flachdächern von Gebäuden und Garagen im Baumbestandsplan darzustellen.
Folgende Baumschulqualität ist bei der Neupflanzung von Bäumen mindestens zu berücksichtigen (Ersatzpflanzung): erste oder zweite  Wuchsklasse, Hochstamm mit einem Stammumfang von mindestens 20/25 cm (in 1 m Höhe gemessen), 4 x verpflanzt mit Ballen.

Baustelleneinrichtungs- und -abwicklungsplan

In speziellen Fällen kann ein Plan gefordert werden, der die Baustelleneinrichtung und die Abwicklung der Bauarbeiten darstellt. Dieser ist auf der Basis des Baumbestandsplans zu erstellen.

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Servicezentrum

Blumenstraße 19
80331 München

Fax:
089 233-22790