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Bewerbung Welterbe Olympiapark


Olympiapark  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Michael Nagy / LHM

Der Olympiapark soll UNESCO-Welterbe werden

Der Olympiapark wurde für die Olympischen Spiele, die 1972 in München stattfanden, auf einem Trümmerberg des Zweiten Weltkrieges errichtet. Der Park steht für den Aufbruch in eine demokratische Gesellschaft und ist Symbol für Frieden und Freiheit. Als architektonisches Meisterwerk soll das Ensemble - seit 1998 denkmalgeschützt - UNESCO-Welterbe werden.

Der Wunsch, dass sich der Olympiapark mit seinen Bauten als Ganzes für die Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste bewerben soll, wird schon lange von Politik und Bürgerschaft öffentlich diskutiert. Das wohl prominenteste Gesicht der Befürworter ist Münchens Alt-Oberbürgermeister Dr. Hans-Jochen Vogel. Er brachte damals die Olympischen Spiele nach München und hat die Schirmherrschaft des Vereins "Aktion Welterbe Olympiapark e.V." übernommen.

Stadtratshearing

Bei einem Stadtratshearing am 29. November 2017 gingen Expertinnen und Experten aus Stadtplanung, Politik und einschlägigen Organisationen der Frage nach, was der UNESCO-Welterbetitel für München bedeuten würde. Welche Verpflichtungen sind damit verbunden und wie kann die Landeshauptstadt davon profitieren? Was bedeutet der Welterbetitel für München und welche Konsequenzen entstehen daraus für die Weiterentwicklung des Olympiaparks?

Wie wichtig der Welterbetitel für die Stadt München sein könnte, wurde von unterschiedlichen Seiten beleuchtet. Vertreterinnen und Vertreter der UNESCO-Städte Berlin und Hamburg berichteten von ihren Erfahrungen. Die Broschüre "Welterbe Olympiapark" dokumentiert die Veranstaltung.

Stadtrat befürwortet die Bewerbung um den UNESCO-Titel

Der Stadtrat hat am 25. April 2018 die Beantragung der Aufnahme des Olympiaparks als UNESCO-Welterbe befürwortet und das Referat für Stadtplanung und Bauordnung mit der Vorbereitung des Bewerbungsverfahrens beauftragt.

Zuvor wurden die betroffenen Bürgerinnen und Bürger bei einer Informationsveranstaltung über das Verfahren auf den aktuellen Stand gebracht. Diese fand am 3. April 2019 im Kulturhaus Milbertshofen statt.

Verleihung des UNESCO-Status' ist ein langer Weg

  • Einreichung der Vorbewerbung
    Den Antrag zur Aufnahme in die Vorschlagsliste (die sogenannte Tentativliste) für eine zukünftige Nominierung in die UNESCO-Welterbeliste sowie die Dokumentation der Anwohner-Informationsveranstaltung hat der Stadtrat am 24. Juli 2019 gebilligt. Oberbürgermeister Dieter Reiter wurde beauftragt, die Vorbewerbung beim Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst einzureichen, was am 4. Oktober 2019 erfolgte.
  • Dort findet eine Evaluierung der Vorbewerbung zunächst auf Landesebene statt, bevor gegebenenfalls die Kultusministerkonferenz (KMK) über die Aufnahme des Olympiaparks in die deutsche Tentativliste entscheidet. Die derzeit gültige Tentativliste ist allerdings bis 2024 geschlossen.

Chronologie der Bewerbung zum Welterbe

7. und 8. November 2019: Internationale ICOMOS-Tagung zum Thema "Das Erbe der Olympischen Spiele der Neuzeit. Historische Sportstätten zwischen Konservierung und Konversion". Weitere Informationen finden Sie hier

4. Oktober 2019: Einreichung des Antrags zur Aufnahme in die deutsche Tentativliste zum Welterbe beim Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

24. Juli 2019: Der Stadtrat beauftragt Oberbürgermeister Dieter Reiter, den Antrag zur Aufnahme in die deutsche Tentativliste (Vorschlagsliste) beim Freistaat Bayern einzureichen.

3. April 2019: Informationsveranstaltung für die Bewohnerinnen und Bewohner sowie Anwohnerinnen und Anwohner mit dem Ziel, diese über das Verfahren zu informieren. Die Dokumentation als pdf finden Sie unter unter "Weitere Informationen".

25. April 2018: Der Stadtrat befürwortet die Beantragung der Aufnahme des Olympiaparks als UNESCO-Welterbe und beauftragt das Referat für Stadtplanung und Bauordnung mit der Vorbereitung des Bewerbungsverfahrens sowie der Durchführung einer Informationsveranstaltung. Zum Antrag.

2017: Stadtratshearing zum UNESCO-Welterbe: Soll sich München für den UNESCO-Titel bewerben? Was könnten die positiven oder negativen Folgen für die Landeshauptstadt sein? Das diskutierten Expertinnen und Experten im Münchner Rathaus.

27. November 2016: Matinée des Vereins "Aktion Welterbe des Olympiaparks e.V." im Münchner Volkstheater mit dem Titel "Warum der Olympiapark den Ehrentitel Weltkulturerbe braucht"

4. April 2016: Antrag von DIE LINKE und der ÖDP "Ensemble Olympiapark soll UNESCO-Weltkulturerbe werden". Zum Antrag.

2013: Unterschriftenaktion der Einwohnerinteressengemeinschaft (EIG) des Olympischen Dorfes an die Stadtspitze mit dem Ziel, dass der Park in die Welterbeliste aufgenommen wird

Impressionen

Olympiaturm mit Zeltdach Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Olympiaturm mit Zeltdach

Veranstaltung im Olympiapark Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Der Olympiapark ist ein beliebter Ort für Veranstaltungen

Stadtbaurätin Merk und Altbürgermeister Vogel beim Stadtratshearing Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Stadtbaurätin Merk und Alt-Oberbürgermeister Vogel beim Stadtratshearing ...

UNESCO-Welterbe

Die UNESCO ist eine internationale Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Sie verleiht den Titel "Welterbe" (Weltkulturerbe und Weltnaturerbe) an Stätten, die aufgrund ihrer Einzigartigkeit, Authentizität und Integrität weltbedeutend sind. Dadurch möchte sie das kulturelle Erbe schützen, aber auch deren Bedeutung hervorheben. Die Staaten müssen ihre potenziellen Kulturstätten bei der UNESCO vorschlagen.

Die UNESCO (englisch für "United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization") bedeutet auf deutsch "Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur". Sie wurde im November 1945 nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gegründet und hat ihren Sitz in Paris. Aktuell sind 195 Staaten Mitglied. Deutschland ist am 11. Juli 1951 beigetreten.

1975 trat das Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt in Kraft. Dieses schützt die Kulturgüter und Naturstätten nicht nur vor Krieg, sondern auch vor den Effekten, die sich durch die Ausbreitung der Zivilisation ergeben, wie zum Beispiel Städtebau und Wachstum von Metropolen. In Deutschland wurde das Gesetz 1977 verabschiedet.

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Untere Denkmalschutzbehörde

Öffnungszeiten:

Eingeschränkter Publikumsverkehr, die Servicetelefone sind besetzt.