Top
Logo der Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Baulärm


baulaerm  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Foto: Stadt München

Tipps im Fall einer Belastung

Eine Baustelle soll möglichst schnell und effizient abgewickelt werden. Das ist mit Lärm verbunden, den Nachbarn und Anwohner oft als sehr belastend empfinden. Bis zu einem gewissen Grad ist Baulärm unvermeidbar. Bei berechtigten Beschwerden kann die Lokalbaukommission aber geeignete Maßnahmen treffen.

Rechtliche Grundlage

Der Gesetzgeber hat zum Schutz vor schädlichen Lärmimmissionen Vorschriften erlassen. Die wichtigste ist die Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Schutz gegen Baulärm, kurz AVV Baulärm. Darin sind maximale Lärmwerte, so genannte Immissionsrichtwerte, festgesetzt. Diese hängen von der Tageszeit und dem Gebiet ab, in dem die Bauarbeiten stattfinden. So gelten in Gewerbe-, Wohn- und Mischgebieten unterschiedliche Grenzwerte. Die Lokalbaukommission gibt über deren Einstufung Auskunft. Besonders geschützt ist die Nachtzeit - von 20 Uhr abends bis 7 Uhr morgens sind geringere Lärmrichtwerte erlaubt als tagsüber. Ein generelles Verbot von Nachtarbeiten sieht die Vorschrift jedoch nicht vor.

Hilfe bei Lärmbelastung

Hilfreich kann ein Gespräch mit den für die Baustelle Verantwortlichen sein: mit dem Bauherrn oder dem von ihm beauftragten Bauleiter. Oft werden Lösungen gefunden, wie der Lärm vermieden werden kann. Denn der Bauleiter kennt die Verhältnisse vor Ort am besten und weiß, wann mit welchen Arbeiten zu rechnen ist. Wenn keine Gesprächsbereitschaft besteht und der Eindruck entsteht, dass die Lärmrichtwerte über einen längeren Zeitraum nicht eingehalten werden, können sich Anwohnerinnen und Anwohner an die Lokalbaukommission wenden.

Die Rolle der Lokalbaukommission

Sind die Beschwerden begründet, fordert die Lokalbaukommission den Bauherrn auf, vermeidbare Lärmquellen soweit wie möglich zu reduzieren und geeignete Maßnahmen zu treffen, um die zulässigen Höchstwerte einzuhalten - zum Beispiel durch den Einsatz leiserer Maschinen und Fahrzeuge, die Verlagerung lärmintensiver Arbeiten auf bestimmte Tageszeiten oder schallabschirmende Wände.

Werden die Richtwerte auch weiterhin grob verletzt, kann die Lokalbaukommission striktere Maßnahmen anordnen, die von der Stilllegung einzelner Maschinen bis hin zur Einstellung der gesamten Bauarbeiten reichen. Zusätzlich ist ein Bußgeld möglich.

Die Stilllegung ist ein erheblicher Eingriff, den das Gesetz nur dann zulässt, wenn dies zum Schutz der Allgemeinheit unbedingt erforderlich ist. Dazu muss mit genau vorgeschriebenen Messverfahren nachgewiesen werden, dass die Richtwerte innerhalb eines bestimmten Zeitraums überschritten werden. Diese Messungen führt in München das Referat für Gesundheit und Umwelt im Auftrag der Lokalbaukommission durch. Sie werden bei den betroffenen Anwohnern mit Hilfe von Schallpegelmessgeräten vorgenommen und anschließend ausgewertet. Sind die zulässigen Werte überschritten, leitet die Lokalbaukommission die notwendigen Maßnahmen ein.

Appell an alle Beteiligten

Alle Beteiligten sind aufgerufen, Verständnis für die jeweiligen Interessen und Notwendigkeiten des anderen aufzubringen. Eine schnelle Bauabwicklung hat den Vorteil, dass es früher wieder ruhig ist. Und Rücksichtnahme ist auch über die gesetzlichen Vorgaben hinaus möglich.

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Servicezentrum

Blumenstraße 19
80331 München

Fax:
089 233-22790