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Freiflächengestaltung


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Häufige Fragen und Antworten

Was ist das Ziel der Freiflächengestaltungssatzung?

Die Satzung hat das Ziel, die angemessene Durchgrünung und Gestaltung der Baugrundstücke sicherzustellen und zu fördern. Sie gilt im gesamten Stadtgebiet für die unbebauten und bebauten Grundstücke und für die äußere Gestaltung baulicher Anlagen. Sie ist auf Vorhaben anzuwenden, für die ein Bauantrag gestellt wird sowie bei Freistellungsverfahren.

Was regelt die Satzung?

Die Satzung stellt die Bepflanzung der nicht überbauten Flächen des Grundstücks sicher. Diese Flächen sollen unter Berücksichtigung der vorhandenen Gehölzbestände mit Bäumen und Sträuchern bepflanzt werden. Dabei sind standortgerechte und vorwiegend heimische Gehölzarten zu verwenden.

Ebenso sind die Dach- und Fassadenbegrünung sowie der Nachweis ausreichender Kinderspielflächen geregelt. Bauliche Anlagen und Wege sind auf das notwendige Minimum zu beschränken.

Weitere Informationen zur Satzung finden Sie in dieser Broschüre.

Der Freiflächengestaltungsplan

Ab vier Wohneinheiten ist die Freiflächengestaltung in einem Freiflächengestaltungsplan darzustellen, der mit dem Bauantrag einzureichen ist.

Bei Mehrfamilienhäusern ist ein genehmigter Freiflächenplan eine wertvolle Grundlage für die Aufteilung des Wohneigentums. Er erspart späteren Streit zwischen den Miteigentümern über Art und Lage von Gemeinschaftseinrichtungen und über die Qualität der Begrünung.

Freiflächengestaltungspläne sind nach fachlich anerkannten Regeln auszuarbeiten und zu erstellen. Beachten Sie dabei bitte die Freiflächengestaltungssatzung der Landeshauptstadt München vom 08.05.1996, Artikel 5 BayBO und gegebenenfalls Festsetzungen eines Bebauungsplanes.

Was muss der Plan enthalten?

  • vorhandene, zu erhaltende Bäume in ihrer wahren Kronenausladung. Sie sind mit ihrem botanischen bzw. mit dem eindeutigen deutschen Namen zu bezeichnen. Es können auch die Baumnummern mit der Baumliste aus dem Baumbestandsplan verwendet werden.

  • neu zu pflanzende Bäume und Sträucher mit botanischer Bezeichnung und erforderlicher Pflanzgröße. Bei Bauvorhaben im Außenbereich oder in Schutzgebieten gemäß BayNatSchG muss sich die Planung in den jeweiligen Naturraum und die natürlich vorkommende Vegetationsgesellschaft einfügen.
    Folgende Mindestqualitäten sind bei der Neubepflanzung zu berücksichtigen:
    - Laubbäume und Ersatzpflanzungen als Hochstamm  mit Mindeststammumfang 20/25 cm (in 1 m  Höhe gemessen), 4 x verpflanzt mit Ballen
    - Nadelbäume mit einer Mindesthöhe von 200/225 cm
    - Sträucher als mindestens zweimal verpflanzte Ware

  • die Begrünung von Flachdächern.
    Flachdächer von Garagen, von Einhausungen von Tiefgaragenrampen, sowie Kiespressdächer und vergleichbar geeignete Dächer bis zu einer Dachneigung von 15° sind flächig und dauerhaft zu begrünen.

  • alle geplanten und bestehen bleibenden baulichen Anlagen (auch sämtliche unterbauten Bereiche wie Tiefgaragen, Schächte, Außentreppen, Stützmauern, Rampen etc.)

  • Verlauf der bestehenden und geplanten Spartenleitungen (Gas, Wasser, Strom, etc.). Sparten sollen gebündelt und nach Möglichkeit unter die Zuwegungen verlegt werden.

  • Stellplätze, Fahrgassen und Feuerwehrzufahrten mit Vermassung. Stellplätze sind fortlaufend zu nummerieren.

  • Zahl und Standort der Abfallbehälter

  • unterschiedliche Geländehöhen und beabsichtigte Geländeveränderungen mit entsprechenden Maßangaben

  • Tiefgaragen-Überdeckung (Schnitt im Maßstab 1:20), mit einer Mindestüberdeckung von 60 cm

  • befestigte Flächen wie Fußwege, Fahrradabstellplätze, Zufahrten (v.a. Feuerwehr),  Anlieferungen, Stellplätze usw. Befestigte Flächen sind auf ein Mindestmaß zu beschränken.

  • Bäume auf öffentlichem Grund oder auf Nachbargrund sind darzustellen soweit sie die Erreichbarkeit
    der Rettungswege durch die Feuerwehr beeinträchtigen können.

  • Barrierefreie Zugänge mit Angabe der Wegbreiten und der Bewegungsflächen

  • Zahl der Wohneinheiten, die Anzahl der Geschosse und die Dachausbildung

  • bei Wohngebäuden mit mehr als drei Wohnungen auf dem Grundstück:
    Kinderspielplatz * mit Spielgeräten.

* Kinderspielplatz

Größe

Die Bruttofläche des Kinderspielplatzes muss je 25 m² Wohnfläche mindestens 1,5 m² betragen, insgesamt jedoch mindestens 60 m² (Art. 7 Abs. 2 BayBO, in Verbindung mit DIN 18034 „Spielplätze für Wohnanlagen“). Die Berechnung ist beizulegen.

Ausstattung

  • Spielsandbereich mit mindestens 4 m² für je 60 m² Kinderspielplatzfläche
  • mindestens ein ortsfestes Spielgerät und eine ortsfeste Sitzgelegenheit

Lage

  • in verkehrsabgewandter Lage  - z.B. nicht im Vorgarten
  • leicht und sicher erreichbar  - nach Möglichkeit barrierefrei, nicht über öffentlichen Verkehrswege, Parkplätze oder Tiefgaragen

Anzahl der Fertigungen, Nachbarunterschriften

Der Freiflächengestaltungsplan ist in mindestens vierfacher Ausfertigung einzureichen (Maßstab 1:100).

Bitte vergessen Sie nicht, den Plan allen benachbarten Grundstückseigentümern zur Unterschrift vorzulegen.

Beauftragung von Fachplanern

Lassen Sie in Ihrem eigenen Interesse Freiflächengestaltungspläne nur durch Fachplaner erstellen.

Fertigstellung der Freiflächen

Der Freiflächengestaltungsplan ist Bestandteil der Baugenehmigung und die Freiflächen sind entsprechend dem genehmigten Plan auszuführen. Die Fertigstellung ist der Unteren Naturschutzbehörde anzuzeigen. Dazu kann das Formular auf der Internetseite der LBK verwendet werden. Dabei empfiehlt es sich, die Ausführung anhand von Fotos und Rechnungen nachzuweisen.

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Servicezentrum

Blumenstraße 19
80331 München

Fax:
089 233-22790