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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Stellplatzsatzung


Nachweis von Stellplätzen bei einem Bauvorhaben

Die Stadt München hat seit Januar 2008 eine örtliche Stellplatzsatzung. Diese regelt, wie und wie viele Stellplätze im Rahmen eines Bauvorhabens nachzuweisen sind. Dabei wird den besonderen Belangen in München Rechnung getragen.

Ziel der Satzung ist, im Baugenehmigungsverfahren oder Freistellungsverfahren nachvollziehbare Stellplatzrichtzahlen und Berechnungsgrundlagen zur Verfügung zu stellen. Die Stellplätze werden im Baugenehmigungsverfahren geprüft.

Parkraumkonzept

Zu den wesentlichen Bausteinen des Münchner Parkraumkonzeptes gehört auf der einen Seite die Begrenzung und die bedarfsgerechte Bewirtschaftung des Parkraumangebots für den Besuchs-, Einkaufs- und Beschäftigtenverkehr in den Innenstadtgebieten. Auf der anderen Seite steht der gleichzeitige Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs, das Angebot an Park&Ride-Plätzen und die Errichtung von zusätzlichem Parkraum für Anwohnerinnen und Anwohner in den betroffenen Innenstadtgebieten, zum Beispiel durch den Bau von Anwohnertiefgaragen.

Die Satzung setzt bei der Errichtung von Stellplätzen in bestimmten Gebieten verstärkt auf die freiwillige Begrenzung durch Bauherrinnen und Bauherrn. Dazu sind Bereiche definiert, die durch den öffentlichen Personennahverkehr sehr gut erschlossen sind. Dort kann im Baugenehmigungsverfahren die Zahl der notwendigen Stellplätze reduziert und verstärkt von der Ablösemöglichkeit Gebrauch gemacht werden.

Die Stellplatzablösebeträge je Stellplatz betragen aktuell:

  • Zone I: 12.500 Euro
  • Zone II und vergleichbare Lagen (§ 3 Abs. 2 StPlS): 10.000 Euro
  • Übriges Stadtgebiet: 7.500 Euro

Ermäßigte Ablösebeträge:

  • Zone I: 7.800 Euro
  • Zone II und vergleichbare Lagen (§3 Abs. 2 StPlS):  6.700 Euro
  • Übriges Stadtgebiet: 5.600 Euro

Voraussetzungen für ermäßigte Ablösebeträge

Werden bestehende Gebäude im Dachbereich zu Wohnzwecken erweitert (Dachgeschossausbau oder Aufstockung), werden ermäßigte Ablösebeträge gewährt, wenn die Herstellung von Stellplätzen nicht möglich ist und zusätzlich Wohnraum geschaffen wird.

Die Wohnungen dürfen nicht als Ersatzwohnraum im Sinne der Zweckentfremdungsverordnung genutzt werden. (Bescheinigungen hierüber werden vom Sozialreferat, Amt für Wohnen und Migration auf Antrag des Bauherrn ausgestellt und sind bei der Lokalbaukommission vorzulegen.)

Mobilitätskonzept

Eine weitere Möglichkeit, den Stellplatzschlüssel bei größeren Wohnungsbauten zu reduzieren, ist die Kompensation über ein fundiertes Mobilitätskonzept. Die Voraussetzungen sind geregelt und im Baugenehmigungsverfahren mit der Lokalbaukommission beziehungsweise mit der Stadtentwicklung abzustimmen.

Stellplatzberechnung im Baugenehmigungsverfahren

Mit der Satzung werden die Richtzahlen und die Berechnungen für den Nachweis von Stellplätzen im Baugenehmigungsverfahren geregelt. Bei der Ermittlung ist darauf zu achten, dass die Nutzflächen als Berechnungsgrundlage in der Satzung genau definiert sind.

Können bestimmte Vorhaben nicht der Tabelle zugeordnet werden, so sind in Absprache mit der Lokalbaukommission im Einzelfall auch höhere oder niedrigere Stellplatzzahlen möglich.

Die Lokalbaukommission bietet ein Formular für den Stellplatznachweis sowie eine Exceltabelle zur Berechnung der erforderlichen Stellplätze an.

Datenschutz

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Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Servicezentrum der Lokalbaukommission

Blumenstraße 19
80331 München

Fax:
089 233-22790
Postanschrift:

Landeshauptstadt München
Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Servicezentrum der Lokalbaukommission
Blumenstr. 28b
80331 München

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