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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Pressemitteilungen: April 2020


Draußen sein − mit Rücksicht auf die Natur

(16.4.20) Trotz der aktuellen Ausgangsbeschränkung zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind Sport und Bewegung an der frischen Luft – sofern alleine oder mit Angehörigen des eigenen Hausstandes ausgeübt – weiterhin möglich. Bei schönem Wetter sind deshalb derzeit die Grünflächen in und um München gut besucht.

Dazu gehören auch verschiedene Naturschutzgebiete (Fröttmaninger Heide, Panzerwiese und Hartelholz, Allacher Lohe, Schwarzhölzl), Landschaftsschutzgebiete (Isarauen, Aubinger Lohe) und geschützte Landschaftsbestandteile (Langwieder Heide). Die Untere Naturschutzbehörde der Stadt München bittet deshalb darum, beim Sport und der Bewegung an der frischen Luft nicht nur die Vorgaben zum Schutz der Mitmenschen vor Infektionen einzuhalten, sondern auch diejenigen Regeln nicht zu vergessen, die dem Schutz von Tieren, Pflanzen und Lebensräumen dienen.

Zum Beispiel brüten derzeit schon viele Vogelarten, so dass es jetzt besonders darauf ankommt, auf die Natur Rücksicht zu nehmen. An vielen Eingängen zu den Schutzgebieten sind Schilder angebracht, auf denen die wichtigsten Verhaltensregeln stehen.

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Wohnungsmarktbarometer 2019

(15.4.20) Die Mieten und Kaufpreise für Wohnungen sind in München auch 2019 angestiegen, jedoch laut dem neuen Wohnungsmarktbarometer etwas moderater als im Vorjahr. Mit dem Wohnungsmarkbarometer veröffentlicht das Referat für Stadtplanung und Bauordnung jährlich eine Auswertung der Angebotsmieten und Kaufpreise von Immobilien in München.

Die nun vorgelegte Analyse bestätigt erneut, dass dem Erhalt und der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum höchste Priorität eingeräumt werden muss. Diesem Auftrag kommt die Stadt München mit zahlreichen Maßnahmen nach.

Für das Wohnungsmarktbarometer 2019 wurden rund 20.000 Miet- und Kaufangebote ausgewertet, die in der ersten Jahreshälfte 2019 auf der Internetplattform ImmobilienScout24 veröffentlicht wurden. Da der Markt für möblierte Wohnungen in den vergangenen Jahren deutlich angewachsen ist, wurden auch in diesem Segment erstmals rund 3.000 Angebote betrachtet.

Wie bereits in den Vorjahren kam es auch 2019 zu einem weiteren Anstieg der Mieten und Kaufpreise über fast alle Marktsegmente. Dieser war je nach Angebotsform und Stadtbezirk aber unterschiedlich ausgeprägt. Sowohl Mieten als auch Kaufpreise sind in der Regel in den zentralen Lagen am höchsten und werden mit zunehmender Nähe zum Stadtrand günstiger. Die hohe Nachfrage nach Wohnraum hält zwar weiterhin an, insgesamt fallen die Miet- und Kaufpreissteigerungen nach den zum Teil extremen Entwicklungen des Vorjahres jedoch etwas moderater aus.

Die durchschnittliche Erstbezugsmiete für eine Neubauwohnung in der Landeshauptstadt beläuft sich auf 20,37 Euro pro Quadratmeter und ist damit 2,4 Prozent höher als im Vorjahr. Im Wohnungsbestand stiegen die Wiedervermietungsmieten seit 2018 um mehr als vier Prozent an. Hier wurden im Durchschnitt 18,67 Euro pro Quadratmeter verlangt. Von den Mietsteigerungen sind Wohnungen in allen Größenklassen betroffen. In der Regel werden jedoch für kleinere Wohnungen höhere Mieten pro Quadratmeter verlangt.

Die teuersten Neubauwohnungen wurden mit rund 26,60 Euro je Quadratmeter in der Altstadt und im Lehel vermietet. Am Stadtrand ist es, abgesehen vom Münchner Süden, günstiger. Die niedrigsten Erstbezugsmieten wurden in Fürstenried und Forstenried verlangt. Hier müssen im Durchschnitt rund 17 Euro pro Quadratmeter bezahlt werden.

Das Gefälle von Innenstadt zu Stadtrand zeigt sich auch bei den Wiedervermietungsmieten. Am teuersten ist es in der Altstadt und im Lehel. Mit über 22,60 Euro pro Quadratmeter liegen die Mieten hier deutlich über dem städtischen Durchschnitt (18,67 Euro). Am günstigsten wurden Bestandswohnungen in Aubing-Lochhausen-Langwied mit rund 15,70 Euro angeboten.

20 Prozent aller inserierten Wohnungen wurden mit Möblierung angeboten. Dies sind vor allem kleinere Wohnungen zwischen 20 und 60 Quadratmetern. Durchschnittlich wurden mit rund 29 Euro pro Quadratmeter über 50 Prozent mehr verlangt als für unmöblierte Bestandswohnungen. Zum Verkauf werden Neubauwohnungen für durchschnittlich rund 9.700 Euro pro Quadratmeter und Bestandsimmobilien für rund 7.900 Euro je Quadratmeter angeboten. Damit sind die Kaufpreise um sieben bis acht Prozent im Vergleich zu 2018 gestiegen.

Die Stadt München schöpft alle rechtlichen Möglichkeiten aus, um bestehenden Wohnraum zu schützen, neuen Wohnraum zu schaffen und ein klares Signal gegen den Aufwärtstrend der Münchner Mieten zu setzen. So führte der Stadtrat im Jahr 2019 unter anderem ein, dass mindestens 60 Prozent der Wohnungen im Konzeptionellen Mietwohnungsbau an Zielgruppen vergeben werden müssen, die besonders von der angespannten Wohnungssituation betroffen sind und zum Teil geringe Einkommen haben. Der Konzeptionelle Mietwohnungsbau dient der Schaffung von preisgedämpften, freifinanzierten Mietwohnungen für Haushalte, deren Einkommen oberhalb der Grenzen der Wohnraumförderprogramme liegen.

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„Grünes“ Hochhaus im Arabellapark: Stadtrat billigt Planung

(8.4.20) Für das begrünte Hochhaus an der Arabellastraße in Bogenhausen hat der Feriensenat des Stadtrats den Bebauungsplan mit Grünordnung gebilligt, vorbehaltlich gesatzt und so einen bedeutenden Schritt für eine baldige Realisierung des maximal 52 Meter hohen Hochhauses getan.

Das gestaffelte Wohn- und Bürogebäude leistet einen innovativen Beitrag zum Klimaschutz. Kernstück des Entwurfs ist eine zukunftsweisende Fassade. Sie wird vertikal begrünt und trägt damit bei, das lokale Mikroklima zu verbessern. Während der Planungs- und der Realisierungsphase begleitet die Hochschule Weihenstephan dieses zukunftsweisende Pilotprojekt zu wissenschaftlichen Forschungszwecken.
Das Planungsgebiet war bisher von einer ehemaligen Postfiliale mit einer in die Jahre gekommenen Bausubstanz geprägt. Durch den Entwurf von Aika Schluchtmann Architekten soll ein zeitgemäßer, qualitätsvoller Wohn- und Bürostandort mit ergänzenden Angeboten wie Gastronomie geschaffen werden und ein Beitrag zu dem hochwertigen architektonischen Umfeld zwischen dem denkmalgeschützten Hochhaus der HypoVereinsbank und der „Arabeska“, dem Neubau der Bayerischen Versorgungskammer, geleistet werden. Die städtebauliche Figur leitet sich aus der unmittelbaren Nachbarschaft ab und ermöglicht durch die Rückstaffelung der Geschosse spannende und qualitätsvolle Freiräume für die Nutzer. Das Wohn- und Geschäftshaus ist als 16-geschossiger Solitär mit Balkonen, Loggien und Dachterrassen/-gärten geplant. In den unteren fünf Geschossen sind gewerbliche Nutzungen wie Büros, Beherbergung und Gastronomie vorgesehen. In den nach oben folgenden elf Geschossen werden 40 Wohnungen für Menschen unterschiedlicher Einkommensgruppen und ein Gemeinschaftsraum mit Dachterrasse/-garten für die Bewohnerinnen und Bewohner untergebracht.

Die Freianlagen um das neue Gebäude werden entsprechend dem im Arabellapark vorherrschenden Gestaltungsprinzip offen mit baumbestandenen Rasen- und Pflanzflächen gestaltet. Die erforderlichen Stellplätze finden in einer dreigeschossigen Tiefgarage Platz. Als nächster Verfahrensschritt wird der Bebauungsplan für die Öffentlichkeit ausgelegt und so interessierten Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit gegeben, sich über die Planung zu informieren und zu äußern.

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Neue Meldeplattform für den Radverkehr

(8.4.20) Die Landeshauptstadt München richtet eine kartenbasierte Meldeplattform ein, auf der Bürgerinnen und Bürger Anregungen und Beschwerden zum Radverkehr hinterlassen können. Der Stadtrat hat nun beschlossen, dass die Plattform in den MVV-Radroutenplaner integriert werden soll.

Zwar gibt es bei der Landeshauptstadt München bereits einen Koordinator für Bürgeranliegen zum Radverkehr. Doch allein bei ihm gehen jährlich mehr als 750 Hinweise ein. Oftmals kontaktieren die Bürgerinnen und Bürger auch mehrere Stellen, wodurch Zeitaufwand und Koordinierungsbedarf weiter steigen. Die Meldeplattform soll die Vorgänge vereinfachen und beschleunigen. Ähnliche Tools werden bereits in vielen anderen Städten erfolgreich eingesetzt.

Für die Umsetzung der Plattform wurden verschiedene Möglichkeiten in Betracht gezogen. Unter anderem fand ein Expertenhearing mit Fachleuten aus anderen Städten statt. Schließlich erschien die Integration der Plattform in den MVV-Radroutenplaner am zielführendsten. Die Anwendung, die unter http://rad.mvv-muenchen.de zu finden ist, wurde 2015 vom Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) zusammen mit der Landeshauptstadt München gestartet und ist ein sehr schnelles, professionelles und etabliertes Tool. Es bietet Radfahrerinnen und Radfahrern die Möglichkeit, im gesamten MVV-Verbundraum Radtouren berechnen zu lassen und diese nach Wunsch mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu kombinieren. Im Sommer liegen die Nutzungszahlen bei bis zu 150.000 berechneten Routen im Monat.

Die Stadt erhofft sich durch die Integration Synergieeffekte, mehr Meldungen und ein differenzierteres Meinungsbild. Bestehende Angebote, wie Stadtratsbeschlüsse oder Daten zum Radverkehr, können in die Plattform einfließen. Eine spätere Erweiterung um andere Verkehrsformen ist möglich. Der MVV steht der Kooperation ebenfalls positiv gegenüber. Die Plattform soll noch 2020 online gehen.

Entwicklung Großmarktgelände: Stadtrat setzt wichtigen Schritt

(8.4.20) Mit einem Grundsatz- und Eckdatenbeschluss hat der Feriensenat des Stadtrats einen wichtigen Schritt für die städtebauliche Entwicklung und Neustrukturierung des insgesamt 26 Hektar großen Großmarktareals in Sendling gesetzt.

Neben dem Neubau der Großmarkthalle soll auf den freiwerdenden Flächen ein qualitätsvolles Stadtquartier mit einem Mix an Wohnen und Gewerbe entstehen. Ein Augenmerk bei den Planungen liegt darauf, den besonderen Charakter des Großmarktgeländes mit seinen denkmalgeschützten Gebäuden zu erhalten und damit die Identität der umliegenden Quartiere zu bewahren.

Der Großmarkt befindet sich im Eigentum der Landeshauptstadt München und wird durch den städtischen Eigenbetrieb „Markthallen München“ verwaltet. Im Auftrag der Umschlagzentrum Großmarkt GbR (UGM GbR) hat das Planungsbüro Henn GmbH eine Planung entwickelt, die den Neubau der Großmarkthalle im Südosten entlang der Schäftlarnstraße vorsieht. Die UGM GbR nutzt diese Flächen bereits heute.

Hervorzuheben ist das innovative, flächensparende Konzept, das die Markt-, Verkehrs- und Büroflächen übereinander stapelt und die Dachflächen zum großen Teil als zugängliche Freibereiche ausbildet. Zusätzlich sollen für die Öffentlichkeit zugängliche Bereiche in Form von Gastronomie und Einzelhandel geschaffen werden. Die Erschließung für den Kfz-Verkehr wird gebündelt und ausschließlich über eine zentrale Zufahrt an der Schäft- larnstraße erfolgen. Das Vorhaben wurde bereits der Stadtgestaltungskommission und der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der Neubau der Großmarkthalle im Kontext der Weiterentwicklung des Stadtteils Sendling erfordert ein sorgsam aufeinander abgestimmtes Vorgehen unter Einbindung der Öffentlichkeit. Der weitere Planungsprozess für das Großmarktareal soll eine möglichst flexible Entwicklung ermöglichen, bei der die neue Großmarkthalle den ersten Baustein darstellt. Die Weiterentwicklung der Planung erfolgt im Rahmen eines Bebauungsplanverfahrens für einen sogenannten vorhabenbezogenen Bebauungsplan. Dieses Verfahren wird eng mit den Entwicklungen der durch den Neubau freiwerdenden Flächen verknüpft. Auch für diese Flächen wird ein Aufstellungsbeschluss gefasst. Zudem wird ein städtebaulicher und freiraumplanerischer Ideenwettbewerb durchgeführt, der die neue Großmarkthalle berücksichtigt und neben Wohn- und Gewerbenutzung auch die kommunalen Bedarfe, wie soziale und technische Infrastruktureinrichtungen, abbilden soll. Die Planungsprozesse sollen von einer intensiven Öffentlichkeitsbeteiligung begleitet werden.

Flächennutzungsplan für Brauerei-Neubau geändert

(8.4.20) Der Stadtrat hat in seiner heutigen Sitzung die Änderung des Flächennutzungsplans im Bereich der Tegernseer Landstraße 337 beschlossen, um dort den Bau einer Brauerei zu ermöglichen. Auf der Fläche war 1971 von amerikanischen Streitkräften eine Tankstelle errichtet worden.

Der Eigentümer plant auf dem Grundstück den Bau einer Brauerei, die pro Jahr 10.000 bis 12.000 Hektoliter Bier produzieren wird. Der Schwerpunkt des Projektes liegt auf einer „Bierakademie“. Diese soll das Wissen über traditionelle Bierbraukultur vermitteln. Zusätzlich ist ein gastronomischer Bereich mit maximal 199 Sitzplätzen geplant.

Das nördlich, südlich und östlich angrenzende Laubmischwäldchen ist seit 2006 im Flächennutzungsplan als Ökologische Vorrangfläche dargestellt. Das Wäldchen wird durch das Vorhaben nicht berührt, da sich die geplante Brauerei ausschließlich auf bereits versiegelte Flächen begrenzt. Es ist vorgesehen, zirka ein Fünftel der Grundstücksfläche ökologisch aufzuwerten und den angrenzenden Waldbereich mit einer naturnah gestalteten Übergangszone vor negativen Einwirkungen zu schützen. Die innerstädtischen Grünflächen sollen so weiterhin mit dem regionalen Grünzug Gleißental und Hachinger Tal verbunden bleiben, was für das Klima und Erholungssuchende einen positiven Effekt hat.

Der Flächennutzungsplan ist das wichtigste formale Planungsinstrument zur langfristigen Steuerung der Stadtentwicklung. Er dient als Leitlinie für die räumliche Verteilung von Bauflächen, Grünflächen und öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Krankenhäuser oder Sportanlagen innerhalb des gesamten Stadtgebietes.

Obergiesing-Fasangarten: Neuer Stadtbaustein mit 230 Wohnungen

(8.4.20) Der Feriensenat des Stadtrats hat die Weichen für die städtebauliche Entwicklung eines derzeit nicht bebauten Areals am östlichen Rand von Obergiesing-Fasangarten an der Münchberger Straße gestellt.

Der gebilligte Bebauungsplanentwurf mit Grünordnung für die rund vier Hektar große Fläche ermöglicht zirka 230 Wohnungen und eine Kindertageseinrichtung mit zwei Kindergarten- und zwei Kinderkrippengruppen. Das neue städtebauliche Projekt markiert zugleich die Stadteinfahrt entlang der Bundesautobahn A8.

Die Planung basiert auf der Überarbeitung des im Jahre 2016 durchgeführten städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerbes, den die Münchner Planungsbüros Beer Bembé Dellinger Architekten und Stadtplaner mit Valentien + Valentien Landschaftsarchitekten und Stadtplaner für sich entscheiden konnten. Deren Entwurf sieht eine kompakte und schützende Bebauung zur Autobahn hin vor, die mit Einzelgebäuden im Westen eine Angersituation bildet. Im Übergang zum Bestand ist eine öffentliche Grünfläche vorgesehen. Durch ein öffentlich nutzbares Wegenetz und neu gestaltete Freiflächen wird die Erholungs- und Aufenthaltsqualität in dem Gebiet deutlich verbessert.

Im nächsten formellen Verfahrensschritt ist die Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch vorgesehen. Hier wird den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit gegeben, sich eingehend über die Planung zu informieren und Äußerungen zur Planung vorzubringen. Der Zeitraum dieser Öffentlichkeitsbeteiligung wird noch bekannt gegeben.