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Pressemitteilungen: Februar 2020


#mitmünchnern: Jugendliche gestalten Quartier der Zukunft

(28.2.20) Bei einem Stadt-Spiel im Rathaus haben Jugendliche ihr „Quartier der Zukunft“ gebaut. Dabei sind drei Kurzfilme entstanden, die ab sofort bis zum 5. März in der Ausstellung „#mitmuenchnern – Jetzt ist Zukunft“ in der Rathausgalerie zu sehen sind.

In einer Werkstatt brachten Schülerinnen und Schüler des Heinrich-Heine-Gymnasiums, der Artur-Kutscher- und der Anne-Frank-Realschule ihre Häuser, Straßen und Parks auf die Modellbauplatte. Was und wie sie bauen, wie der Verkehr geplant wird und welche Bauten sie noch brauchen, stimmten sie in kurzen Bürgerversammlungen ab. Dabei waren sie sich oft genauso uneins wie die Erwachsenen. Zusätzlich brachten Ereignisse, wie ein plötzliches Verbot der Verbrennungsmotoren oder ein Starkregen, der 100 Menschen obdachlos machte, die Planungen durcheinander.

Die Filme dokumentieren im Zeitraffer, wie das Quartier der Zukunft wächst und was jungen Menschen bei der Gestaltung wichtig ist. In kurzen Clips und Kommentaren kommen die Teilnehmenden selbst zu Wort und erklären, mit welchen Themen und Fragen sie beim Bauen und Planen umzugehen hatten.

#mitmünchnern: Letzte Ausstellungsführung in der Rathausgalerie

(18.2.20) Wer noch nicht an einer Führung durch die Ausstellung „#mitmünchnern – Jetzt ist Zukunft“ in der Rathausgalerie teilgenommen hat, hat am Freitag, 21. Februar, von 17 bis 18 Uhr die letzte Möglichkeit dazu. Es werden Projekte und Strategien der Stadt vorgestellt, um München fit für die Zukunft zu machen.

Treffpunkt ist am Eingang zur Rathausgalerie. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme kostenlos.

Die Jahresausstellung des Referats für Stadtplanung und Bauordnung zeigt, wie die Stadt München für die Bereiche Digitalisierung, Mobilität, Klimawandel und sozialer Zusammenhalt für die kommenden Jahrzehnte zukunftsfest gemacht wird. „Jetzt ist Zukunft“ bedeutet, vorausschauend zu planen und heute die richtigen Entscheidungen zu treffen. Das gelingt nur gemeinsam mit allen Akteuren und einer starken Beteiligung der Bürgerschaft, also vielen Menschen, die „mitmünchnern“.

Die Ausstellung ist noch bis Donnerstag, 5. März, täglich von 11 bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

#mitmünchnern: Grünes München – Rückeroberung der Freiräume

(13.2.20) Was haben historische Stadtentwicklung, der Klimawandel und sich verändernde Mobilität gemeinsam? Wie müssen Freiräume vor dem Hintergrund des Klimawandels beschaffen sein? Welche innovativen gestalterischen Lösungen wurden bereits an anderen Orten gefunden, um nutzungsflexibel und klimaangepasst den vielfältigen Ansprüchen gerecht zu werden?

Diese Fragen und mehr diskutiert Stadtbaurätin Professorin Dr.(I) Elisabeth Merk mit geladenen Gästen in der Abendveranstaltung „Grünes München – Rückeroberung der Freiräume in der dichten Stadt“ am Dienstag, 18. Februar, in der Rathausgalerie. Beginn ist um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Jahresausstellung „#mitmünchnern – Jetzt ist Zukunft“ statt. Die Sommer werden heißer und trockener, Starkregenereignisse nehmen zu. Die Folgen des Klimawandels werden gerade auch in der Stadt immer spürbarer. Gleichzeitig rücken mit der Diskussion, wie eine Verkehrswende in München gelingen kann, die öffentlichen Räume in den Fokus mit der Frage, wie Straßen und Plätze neu verteilt und gestaltet werden können. Die Freiräume der Stadt stehen vor großen Herausforderungen. Bei der Suche nach neuen Freiraumpotenzialen knüpft die Veranstaltung an die historische Entwicklung an.

Als wichtige fachliche Grundlage wurde von der Historikerin Dr. Christine Rädlinger in Zusammenarbeit mit Franz Schiermeier unter Federführung der Abteilung Grünplanung im Referat für Stadtplanung und Bauordnung eine Recherche zum historischen Grün in der Münchner Innenstadt erarbeitet. Sie ist für die Entwicklung und Diskussion zu einem Freiraumquartierskonzept für die Innenstadt ein wichtiger Ausgangspunkt. Mit auf dem Podium sitzen Professorin Dipl.-Ing. Regine Keller, Technische Universität München, Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur und öffentlichen Raum, Dr. Christine Rädlinger, Historikerin, Franz Schiermeier, Franz Schiermeier Verlag, Dieter Grau, Geschäftsführender Partner Ramboll Studio Dreiseitl.

Freiham Nord: Wichtiger Planungsschritt sowie Mobilitätskonzept

(12.2.20) Der Stadtrat hat den Beschluss zur Aufstellung des Bebauungsplanes mit Grünordnung für den Südteil des 2. Realisierungsabschnittes Freiham Nord gefasst und damit das Verfahren für die Gestaltung eines weiteren Stadtbausteins gestartet.

Parallel hierzu befasste sich der Münchner Stadtrat mit der Frage, wie eine zukunftsfähige Mobilität für das Siedlungsgebiet Freiham Nord aussehen kann. Die Beschlussvorlage sieht 22 konkrete Maßnahmen zur Gestaltung einer stadt- und umweltverträglichen sowie innovativen Mobilität für Freiham vor. Diese leiten sich von der Vision der „Modellstadt 2030“ ab, den öffentlichen Raum neu aufzuteilen, und verfolgen das Ziel, in dem neuen Stadtteil ein Leben weitestgehend ohne eigenes Auto zu ermöglichen.

Im neuen Stadtteil Freiham entsteht ein Wohnstandort für über 25.000 Einwohnerinnen und Einwohner mit den entsprechenden sozialen und kulturellen Infrastruktureinrichtungen in mehreren Realisierungsabschnitten.

Für den 2. Realisierungsabschnitt Freiham Nord erfolgte in der heutigen Sitzung des Ausschusses für  Stadtplanung und Bauordnung zunächst die Bekanntgabe des Ergebnisses des zweistufigen städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerbs, der 2017/2018 durchgeführt und von drei Öffentlichkeitsbeteiligungen begleitet wurde.

Das Preisgericht hatte im April 2018 unter dem Vorsitz von Professor Dr. Thomas Jocher drei Preise vergeben:
- 1. Preis: Hild und K Architekten BDA, München, mit Sergison Bates architects LLP, London, mit von Ballmoos Krucker, Architekten AG, Zürich mit Studio Vulkan Landschaftsarchitekten GmbH, Zürich
- 2. Preis: Studio Wessendorf, Berlin mit Atelier Loidl Landschaftsarchitekten Berlin GmbH, Berlin
- 3. Preis: 03 Architekten GmbH, München, mit Studio B Landschaftsarchitektur, München

Der Wettbewerbsentwurf, der über den gesamten 2. Realisierungsabschnitt erarbeitet wurde, ruft ein Wohnbaupotential von zirka 7.000 Wohneinheiten auf.

Auf Grundlage des Wettbewerbssiegerentwurfs hat der Stadtrat in der heutigen Sitzung beschlossen, für einen Teilbereich des 2. Realisierungsabschnitts den Bebauungsplan mit Grünordnung Nr. 2154  aufzustellen. Der Aufstellungsbeschluss stellt den Startpunkt dar, in das Verfahren zur Baurechtschaffung einzusteigen. Hierbei wird insbesondere zu prüfen sein, ob die Anzahl der Wohneinheiten des Wettbewerbsentwurfs hinsichtlich der verkehrlichen und umweltrelevanten Aspekte verträglich umsetzbar ist. Als nächster Schritt ist die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung mit einer Erörterungsveranstaltung vorgesehen.

Entstehen soll ein nachhaltiger Stadtbaustein mit einem Mix an Wohnen für Menschen unterschiedlichen Alters und Lebensform. Darunter unter anderem zehn Häuser für Kinder, eine Mittelschule, eine Grundschule und ein Schulschwimmbad. Themen wie Nutzungsmischung, Gemeinschaftsangebote, wohnungsnahe Freiflächenversorgung und Synergien bei der Energienutzung werden dabei groß geschrieben.

Freiham im Münchner Westen zählt zu den wichtigsten Projekten der Stadtentwicklung in München. Der erste Abschnitt wird bereits seit 2016 baulich umgesetzt. Mit zwei S-Bahnlinien, dem geplanten U-Bahnanschluss sowie einem engmaschigen Busnetz wird Freiham gut an den ÖPNV angebunden sein. Die Maßnahmen des Mobilitätskonzepts sollen diese großen Infrastrukturmaßnahmen ergänzen und damit ein zukunftsfähiges, aufeinander abgestimmtes Gesamtsystem schaffen. Mit dem  Mobilitätskonzept für Freiham wird der derzeitige Arbeitsstand der „Modellstadt 2030“ weiter konkretisiert.
Der Fuß- und Radverkehr, ÖPNV und neue Mobilitätsformen sollen gefördert werden; der motorisierte Individualverkehr soll auf ein notwendiges Mindestmaß reduziert werden.

Die Maßnahmen zur Förderung einer nachhaltigen Mobilität in Freiham haben zum Beispiel räumlich-gestalterischen Charakter wie die Priorisierung von Flächen für Grünausstattung, Aufenthalt und umweltfreundliche Verkehrsmittel im Straßenraum gegenüber Kfz-Stellplätzen und eine Prüfung der Errichtung von Quartiers- oder Sammelgaragen. Andere Maßnahmen sind strategisch-organisatorischer Natur wie die Bewirtschaftung und Überwachung des Parkraums. Den Bewohnern, Besuchern und Pendlern soll ein flexibles, flächendeckendes Angebot an gemeinsam nutzbaren Fahrzeugen auf den privaten Grundstücken und im öffentlichen Raum zur Verfügung stehen (Shared Mobility). Die Maßnahmen zielen außerdem darauf ab, eine qualitätsvolle Radverkehrsinfrastruktur zu schaffen (unter anderem sichere Fahrradabstellanlagen, Studie zur Prüfung einer sicheren und schnellen Radverkehrsverbindung in die Münchner Innenstadt), den Stadteingang von Freiham attraktiv und funktional zu gestalten, den Verkehrsfluss zu optimieren und die Qualität des ÖPNV zu verbessern. So sollen beispielsweise neue Busverbindungen entstehen, um Freiham besser mit der Region zu verknüpfen. Darüber hinaus soll ein dynamisches, nachfrageorientiertes Mobilitätssystem (On Demand Mobility) für Freiham entwickelt und ein Forschungsprojekt zum Einsatz eines innovativen Verkehrsmittels, beispielsweise entlang der Aubinger Allee, initiiert werden.

Die Infrastrukturmaßnahmen des ÖPNV und die Maßnahmen des Mobilitätskonzepts sollen den Menschen in Freiham die Möglichkeit geben, auch ohne eigenen Pkw jederzeit flexibel mobil zu sein. Um  der Bevölkerung Freihams die neuen Angebote und Möglichkeiten frühzeitig nahe zu bringen, wird es eine Mobilitätszentrale und ein Mobilitätsmanagementprogramm geben.

Auftaktveranstaltung „Neuperlach: Fit für die Zukunft!“

(7.2.20) Was funktioniert gut in Neuperlach? Was kann besser werden? Wie kann man in einer pulsierenden Metropole bezahlbaren Wohnraum schaffen? Wie werden gleichermaßen die Qualitäten des Bestands gesichert und der Stadtteil fit für die Zukunft gemacht?

Zu diesen und weiteren Themen rund um Neuperlachs zukünftige Entwicklung können sich alle Interessierten am Mittwoch, 12. Februar, um 19 Uhr in der Mensa des Schulzentrums Perlach-Nord, Quiddestraße 4, aktiv an vier „Marktständen“ austauschen. Die Anregungen, Wünsche und Bedarfe sind der Auftakt einer breit angelegten Mitwirkung im Zuge der Planungen für Neuperlach.

Neben Stadträtin Heide Rieke (SPD-Fraktion) in Vertretung des Oberbürgermeisters werden Stadtbaurätin Professorin Dr.(I) Elisabeth Merk und Thomas Kauer, Vorsitzender des Bezirksausschusses Ramersdorf-Perlach, bei der Auftaktveranstaltung „Neuperlach: Fit für die Zukunft!“anwesend sein.

„Vor zwei Jahren ist Neuperlach 50 Jahre alt geworden – eine ‚Stadt der Moderne‘ in der Stadt mit der städtebaulichen und architektonischen Handschrift ihrer Zeit. Stadt ist ein sich wandelndes Zuhause. Manches was damals als modern galt, wird heutigen Ansprüchen nicht mehr gerecht. Gleichzeitig gibt es in Neuperlach Qualitäten, die es zu bewahren, zu stärken und weiterzuentwickeln gilt. Dazu brauchen wir das Wissen und die Mitwirkung der Menschen vor Ort“, betont Stadtbaurätin Merk. „Die Veranstaltung am 12. Februar bildet den Auftakt einer intensiven Bürgerbeteiligung.Ich lade alle herzlich dazu ein und freue mich auf Ihr Kommen. Gemeinsam wollen wir über die Zukunft Neuperlachs diskutieren, Meinungen auszutauschen und Ideen entwickeln.“

Damit die Neuperlacherinnen und Neuperlacher direkt an den Planungen mitwirken und sich informieren können, gibt es bereits jetzt ein „mobiles“ Stadtteilmanagement vor Ort: Zwei Stadtteilmanager sind auf  einem Lastenfahrrad und im Kulturbunt, Albert-Schweitzer-Straße 62, anzutreffen.

Bezirksausschussvorsitzender Thomas Kauer: „Die Stadtsanierung bietet uns die Chance, die einmaligen Qualitäten Neuperlachs zu stärken. Ich denke an kurze Wege, den Erhalt der Grünflächen und Freiräume, aber auch an Verbesserungen wie einen Ausbau des Angebots an Kultur oder für Jugendliche. Klasse statt Klischee – das muss das Motto sein. Die Neuperlacher lieben in aller Regel ihren Stadtteil und das wollen wir zeigen.“

Im Juli 2019 starteten die vorbereitenden Untersuchungen in einem zirka 500 Hektar großen Teilbereich Neuperlachs. Damit schafft die Landeshauptstadt München die Voraussetzungen, in einer anschließenden Phase der Stadtsanierung Mittel der Städtebauförderung einzusetzen. Ziel ist es, städtebauliche Strukturen, den Gebäudebestand, das Wohnumfeld, Infrastrukturen, Generationengerechtigkeit und Familienfreundlichkeit im Quartier zu verbessern. Neuperlach ist auch einer von zehn fachübergreifenden Schwerpunktgebieten der Stadtentwicklung, den sogenannten Handlungsräumen der Perspektive München. Auftragnehmer der Landeshauptstadt München für den gemeinsamen Prozess ist das dänische Architektur- und Stadtplanungsbüro ADEPT.

Die Vorbereitenden Untersuchungen in Neuperlach werden gefördert mit einem Bund-Land-Städtebauförderungsprogramm und mit Mitteln der Landeshauptstadt München.