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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Pressemitteilungen: Juli 2020


Stadtspaziergang: Großprojekte in München

(10.7.20) Der nächste Stadtspaziergang in der Reihe „PlanTreff vor Ort“ stellt am Freitag, 17. Juli, bedeutende Großprojekte in der Innenstadt vor, unter anderem den Münchner Hauptbahnhof. Die Teilnehmenden schalten sich in die Web-Konferenz via Zoom ein und begeben sich auf einen digitalen Rundgang.

Es besteht die Möglichkeit, über die Chat-Funktion Fragen zu stellen. Start ist um 16 Uhr. Eine Anmeldung ist über folgenden Link erforderlich: https://veranstaltungen.muenchen.de/plan/veranstaltungen. Die Login-Daten sowie eine Anleitung zur Technik werden nach erfolgreicher Anmeldung per E-Mail zugeschickt.

Der Online-Spaziergang wird von Architektin Claudia Neeser von guiding architects geführt. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten der Stadtplanung stellt sie wichtige Projekte vor, wie die künftige Nutzung der denkmalgeschützten Paketposthalle an der Friedenheimer Brücke. Nach den Plänen von Herzog & de Meuron entsteht dort ein urbanes Quartier mit Wohnungen, Büros und Einzelhandel. Ein spannendes Projekt ist auch der neue Hauptbahnhof, der mit seinem Vorplatz ein modernes „Tor zur Stadt“ bilden soll. Mit der Tiefgarage am Thomas-Wimmer-Ring entsteht am Rande der Altstadt ein neuer Mobilitätshotspot, die ebenfalls vorgestellt wird.

In der Reihe „PlanTreff vor Ort“ können Bürgerinnen und Bürger aktuelle Planungen und Projekte in München kennenlernen sowie sich mit Experten zur Stadtentwicklung austauschen.

Neustrukturierung / Revitalisierung im Gewerbeband Obersendling

(10.7.20) Der Stadtrat hat am 15. Mai 2019 die Änderung des Flächennutzungsplans für den Bereich III/30 und die Aufstellung des Bebauungsplans mit Grünordnung Nr. 2139 für das Gebiet Machtlfinger Straße (östlich), Boschetsrieder Straße (südlich), Geisenhausenerstraße (westlich), Helfenriederstraße (nördlich) beschlossen.

Ziel der Planung ist es, die brachliegenden Flächen neu zu strukturieren und das Gewerbeband mit einer verträglichen Mischung aus Gewerbe, Dienstleistung, Wohnen mit dem gemäß der Grundsätze zur Sozialgerechten Bodennutzung erforderlichen geförderten und preisgedämpften Anteil, sozialer Infrastruktur sowie Kultur- und Freizeitnutzung zu revitalisieren. Das Freiraum- und Wegesystem im Quartier soll verbessert und mit der Umgebung verknüpft werden. Das ehemalige Industriegleis soll als „Grünes Gleisband“ als zentraler öffentlicher Grünzug entwickelt werden und primär als öffentliches und privates Erholungsangebot dienen. Der Neuverkehr soll verträglich in das bestehende, örtliche Hauptstraßennetz eingebunden werden. Der ruhende Verkehr soll flächensparend in Tiefgaragen untergebracht werden.

Die Unterlagen, aus denen sich die Öffentlichkeit zu den allgemeinen Zielen und Zwecken der Planung, sich wesentlich unterscheidenden Lösungen und den voraussichtlichen Auswirkungen der Planung unterrichten kann, werden von Montag, 13. Juli, mit Donnerstag, 13. August, an folgenden städtischen Dienststellen zur Einsicht bereitgehalten:

  • beim Referat für Stadtplanung und Bauordnung, Blumenstraße 28 b (Hochhaus), Erdgeschoss, Raum 071, Auslegungsraum – barrierefreier Eingang an der Ostseite des Gebäudes auf Blumenstraße 28 a (Montag mit Freitag von 6 bis 18 Uhr),
  • bei der Bezirksinspektion Süd, Implerstraße 11 (Montag, Mittwoch, Freitag von 7.30 bis 12 Uhr, Dienstag von 8.30 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr, Donnerstag von 8.30 bis 15 Uhr, eine Einsichtnahme ist nur nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung unter 233-39888 möglich),
  • bei der Stadtbibliothek Fürstenried, Berner Straße 4 (Dienstag bis Freitag von 10 bis 19 Uhr und Samstag von 10 bis 15 Uhr).

Weitere Informationen

Deutscher Nachhaltigkeitspreis 2021: München unter Top-Favoriten

(7.7.20) Die Landeshauptstadt München zieht in der Kategorie „Großstädte“ in das Finale um die Auszeichnung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2021 ein. Mit nominiert sind die Städte Kiel und Stuttgart. Der nationale Preis zeichnet Spitzenleistungen der Nachhaltigkeit in Wirtschaft, Kommunen und Forschung aus und ist der größte seiner Art in Europa.

Die Siegernennung ist am 30. Juli. Oberbürgermeister Dieter Reiter zeigt sich erfreut über die Nominierung: „Eine nachhaltige und lebenswerte Stadt für unsere nachfolgenden Generationen zu gestalten, ist ein wichtiges Ziel, das wir nur gemeinsam mit allen Münchnerinnen und Münchnern erreichen können. Zusammen stellen wir uns wichtigen Zukunftsthemen wie Klimawandel, Mobilität oder Digitalisierung. Die Nominierung würdigt unser Engagement und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Stadtbaurätin Elisabeth Merk betont, dass München das Thema Nachhaltigkeit schon früh auf die Agenda gesetzt hat. „Mit dem Stadtentwicklungskonzept ‚Perspektive München‘ setzen wir seit 1998 Leitplanken für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Deren Inhalte werden ständig weiterentwickelt und im Dialog mit den Münchnerinnen und Münchnern fortgeschrieben und angepasst. Der Erfolg zeigt sich nun auch in der Nominierung für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis.“

Neben der Perspektive München nannte die Jury noch weitere Gründe für ihre Nominierung:
„Als eine der ersten deutschen Kommunen startete die bayrische Landeshauptstadt München einen Lokale Agenda 21-Prozess. Das integrierte Stadtentwicklungskonzept ‚Perspektive München‘ griff diese Themen Ende der 90er Jahre auf und wird seitdem fortlaufend unter Einbeziehung der Bürger/innen sowie aller Fachreferate weiterentwickelt. Für mehr sozialen Wohnraum legte die Kommune Deutschlands größtes wohnungspolitisches Handlungsprogramm auf und ergreift zeitgleich wirkungsvolle Maßnahmen in den Bereichen Freiflächenerhaltung, Verkehrsreduzierung und Lärmminderung, unter anderem durch eine Nahverkehrsoffensive oder die Umsetzung des Bürgerbegehrens ‚Radentscheid‘. München strebt bereits bis zum Jahr 2035 Klimaneutralität an und möchte bis 2025 die weltweit erste Millionenstadt mit einer Stromversorgung rein aus erneuerbaren Energien sein. Die Kommune baut daher nicht nur ihr Fernwärme- sondern auch ein Fernkältenetz weiter aus, unter anderem um energieintensive, de- zentrale Klimatisierungs- und Kühltechnologien zu reduzieren. Der massive Aus- und Aufbau von Schulen und Kitas, vor allem auch in benachteiligten Stadtteilen, führte zu einer bedarfsgerechten und engmaschigen Bildungsinfrastruktur. Eine umfangreiche Wirtschaftspolitik integriert zum Beispiel Ansätze einer Circular Economy, ein Gewerbehofprogramm, um auch kleineren Betrieben einen zentrumsnahen Standort zu ermöglichen, eine weitreichende Gründungsförderung sowie Maßnahmen wie das Netzwerk ‚Fiba 2‘ zur Integration von ‚Flüchtlingen in Ausbildung oder Beruf‘“.

Nun müssen sich Expertinnen und Experten der Landeshauptstadt München einem Interview stellen, welches das Büro Deutscher Nachhaltigkeitspreis gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Urbanistik (Difu), dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie und dem kommunalen Umweltverbandes ICLEI durchführt. Die Ergebnisse werden am 30. Juli einer Jury vorgestellt, die dann den Preisträger kürt. Auf dem Deutschen Nachhaltigkeitstag am 3. und 4. Dezember in Düsseldorf stellen die Kommunen ihre Siegerprojekte vor.

Die Auszeichnung wird von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, kommunalen Spitzenverbänden, Wirtschaftsvereinigungen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Forschungseinrichtungen vergeben. Neben der Kategorie „Großstädte“ werden auch Städte mit mittlerer Größe, Kleinstädte und Gemeinden mit jeweils 30.000 Euro ausgezeichnet. Das Geld soll in Nachhaltigkeitsprojekte fließen.