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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Pressemitteilungen: März 2020


Schulkomplex an der Königswieser Straße 7 – Pläne liegen aus

(10.3.20) Um die Grundschulversorgung in Fürstenried sicherzustellen, soll an der Königswieser Straße 7 der vorhandene Schulstandort erweitert und modernisiert werden. Vorgesehen sind der Neubau einer vierzügigen Mittelschule und der Ausbau der bestehenden Grundschule auf vier Züge.

Das vielfältige Gemeinbedarfsangebot wird ergänzt durch ein Haus für Kinder mit drei Kinderkrippen-, drei Kindergarten- und einer Hortgruppe. Das Schulbauvorhaben wird im Rahmen der städtischen Schulbauoffensive mit hoher Priorität bearbeitet. Der Bebauungsplan Nr. 2132 wird im beschleunigten Verfahren gemäß § 13a BauGB aufgestellt. Es wird keine Umweltprüfung nach § 2 Abs. 4 BauGB durchgeführt.

Die Unterlagen, aus denen sich die Öffentlichkeit zu den allgemeinen Zielen und Zwecken der Planung, sich wesentlich unterscheidenden Lösungen und den voraussichtlichen Auswirkungen der Planung unterrichten kann, werden von Montag, 16. März, mit 16. April an folgenden städtischen Dienststellen zur Einsicht bereitgehalten:

  • beim Referat für Stadtplanung und Bauordnung, Blumenstraße 28b (Hochhaus), Erdgeschoss, Raum 071, Auslegungsraum – barrierefreier Eingang an der Ostseite des Gebäudes, auf Blumenstraße 28a (von Montag mit Freitag von 6 bis 18 Uhr),
  • bei der Bezirksinspektion Süd, Implerstraße 9 (Montag, Mittwoch, Freitag von 7.30 bis 12 Uhr, Dienstag von 8.30 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr, Donnerstag von 8.30 bis 15 Uhr),
  • bei der Stadtbibliothek Fürstenried, Berner Straße 4 (Dienstag bis Freitag von 10 bis 19 Uhr und Samstag von 10 bis 15 Uhr)

Eine öffentliche Erörterung findet am Donnerstag, 26. März, um 19 Uhr im Katholischen Pfarramt „Wiederkunft des Herrn“, Allgäuer Straße 40, statt.

Pläne für DB-Nordring, Truderinger Kurve/Spange, Daglfinger Kurve

(5.3.20) Der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung des Stadtrats hat sich mit zwei Beschlüssen für eine Verbesserung der Verkehrssituation im Münchner Norden und eine Neuordnung des Schienengüterverkehrs in München eingesetzt.

Im Münchner Norden entstehen viele neue Wohnungen und Arbeitsplätze. Deshalb möchte die Landeshauptstadt München den öffentlichen Nahverkehr dort ausbauen, die Infrastruktur für den Radverkehr verbessern und den Autoverkehr soweit wie möglich reduzieren.

Ein wichtiger Schritt wäre die Ertüchtigung des DB-Nordrings für den S-Bahn-Verkehr. Eine vom Referat für Stadtplanung und Bauordnung zusammen mit dem Freistaat Bayern und weiteren Partnern erstellte Machbarkeitsstudie zeigt, dass der DB-Nordring stark durch den Güterverkehr belastet ist. 60 Prozent davon ist Durchgangsverkehr von Süd- nach Nordeuropa. Mit der Öffnung des Brenner-Basistunnels wird mit einer weiteren Zunahme gerechnet. Deshalb ist mit der bestehenden Infrastruktur nur die Minimallösung, also ein Pendelbetrieb zwischen Karlsfeld und dem Euro-Industriepark, möglich. Die Landeshauptstadt München sieht im DB-Nordring jedoch großes Potenzial, um eine leistungsfähige Verbindung zwischen der Stadt und den nordwestlichen Umlandgemeinden zu schaffen. Sie wird sich daher beim Freistaat Bayern als Aufgabenträger mit Nachdruck für einen Ausbau des DB-Nordrings – mit Perspektive für eine Ringbahn – einsetzen.

Außerdem soll das Referat für Stadtplanung und Bauordnung auf das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur zugehen mit dem Ziel, den Schienengüter-Durchgangsverkehr, der nicht zwingend über den Bahnknoten München geführt werden muss, zu verlagern und so das Münchner Schienennetz zu entlasten. Das Referat soll sich für einen vollständigen und leistungsfähigen Ausbau der großräumigen Umfahrungsstrecke Regensburg – Mühldorf – Rosenheim starkmachen und darauf hinwirken, dass dieser in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans aufgenommen wird.

Ebenfalls wurden die Planungen der Deutschen Bahn für die „Truderinger Kurve“, die „Daglfinger Kurve“ und die „Truderinger Spange“ im Münchner Osten vorgestellt. Diese drei Umfahrungen schaffen direkte Verbindungen für den überregionalen Güterverkehr und sollen den Rangierbahnhof München Ost und den DB-Südring entlasten.

Die Landeshauptstadt München begrüßt insbesondere die Entlastung des DB-Südrings, da Güterzüge den Umschlagbahnhof Riem dann auch vom Münchner Nordring und von Rosenheim aus direkt ohne Umweg erreichen können. Außerdem sieht die Stadt die Chance, dass im Zuge der drei Projekte auch attraktive Fuß- und Radwege mitgeplant werden können. Das Gebiet kann damit durchlässiger gestaltet und die Barrierewirkung der bestehenden Bahnachsen reduziert werden.

Insgesamt ist es der Stadt ein Anliegen, dass die von der DB geplanten Projekte den Interessen der Stadt und denen der Anwohnerinnen und Anwohnern entgegenkommen. Deshalb begrüßt sie die Variantenuntersuchung für die Truderinger Spange und die Truderinger Kurve, die die DB derzeit auf Initiative der Bürger vor Ort durchführt, um für diese eine möglichst verträgliche Lösung zu finden. Bereits im Vorfeld des Planfeststellungsverfahrens bringt sich die Stadt durch Gespräche mit der DB in die Planungen ein. Eine offizielle Beteiligung wird im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens stattfinden.

Für die oben genannten Themen soll eine eigene Koordinierungsstelle im Referat für Stadtplanung und Bauordnung eingerichtet werden, um die überörtlichen Planungen im Blick zu behalten, die städtischen Interessen zu bündeln und diese gegenüber der DB zu vertreten.

Stadtrat beschließt vier neue Erhaltungssatzungen

(5.3.20) Der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung des Stadtrats hat vier Erhaltungssatzungen – drei im Stadtbezirk Laim und eine in Schwabing-West – beschlossen. Mit den neuen Satzungen wird es in München 26 Erhaltungssatzungsgebiete mit rund 165.000 Wohnungen geben, in denen etwa 289.000 Einwohner leben.

Die neuen Erhaltungssatzungen „Agnes-Bernauer-Straße“, „Friedenheimer Straße“ und „Pfarrer-Endres-Weg / Landsberger Straße“ decken in der Summe das bisherige, im April auslaufende Erhaltungssatzungsgebiet „Laim“ ab und stellen darüber hinaus südlich anschließend weitere Bereiche unter Schutz. Alle drei Gebiete befinden sich südlich der Landsberger Straße zwischen der Fürstenrieder Straße und Lautensackstraße. Der südliche Bereich erstreckt sich bis zur Endelhauserstraße.

Das neue Erhaltungssatzungsgebiet „Birnauer Straße“ in Schwabing-West befindet sich zwischen den Straßenzügen Petuelring, Götzstraße, Giselherstraße, Brunnerstraße, Bamberger Straße, Schleißheimer Straße und Lerchenauer Straße. Nach Bestätigung der Vollversammlung am 18. März und der Veröffentlichung im Amtsblatt werden die Satzungen „Agnes-Bernauer-Straße“, „Friedenheimer Straße“ und „Birnauer Straße“ unbefristet erlassen. Die Erhaltungssatzung „Pfarrer-Endres-Weg / Landsberger Straße“ hat eine Geltungsdauer von zwei Jahren und wird rechtzeitig vor Auslauf erneut untersucht werden.

Die Landeshauptstadt München erlässt bereits seit 1987 sogenannte Milieuschutzsatzungen. In diesen Gebieten stehen bestimmte bauliche Vorhaben sowie die Umwandlung von Haus- in Wohnungseigentum unter einem zusätzlichen Genehmigungsvorbehalt. Damit soll die Zusammensetzung der Wohnbevölkerung in dem jeweiligen Gebiet erhalten werden.

2019 wurden die Methodik und der Kriterienkatalog aktualisiert und weiterentwickelt. Für unbefristete Erhaltungssatzungen erfolgt alle fünf Jahre aus Gründen der Datenaktualität eine erneute Prüfung. Für befristet erlassene Gebiete wird die Überprüfung zeitgerecht vor deren Ablauf durchgeführt.

Im Internet ist die Broschüre „Erhaltungssatzungen in München – 30 Jahre Milieuschutz“ zum Download abrufbar.

Weitere Informationen

Stadtbaurätin übergibt Schlüssel in der ökologischen Mustersiedlung

(5.3.20) Stadtbaurätin Professorin Dr. (l) Elisabeth Merk hat jetzt symbolisch den Schlüssel an die Mitglieder der Baugemeinschaft „Der Kleine Prinz“ im Prinz Eugen-Park überreicht. Deren neues Gebäudeensemble aus Atrium- und Punkthäusern an der Jörg-Hube-Straße ist Teilprojekt der dortigen ökologischen Mustersiedlung.

Neben Wohnungen wurden zwei Gästeappartements, ein Eis-Café und eine Fahrradreparaturwerkstatt errichtet.

„Die ökologischen Mustersiedlung befeuert als eine Art Initialzündung weitere Holzbauprojekte in der Stadt und mit dem Projekt vom ‚Kleinen Prinzen‘ ist ein hervorragendes Vorzeigeprojekt für hochwertigen Holzbau entstanden – über die Grenzen der Stadt hinaus. Das ist nicht zuletzt dem großen Engagement aller beteiligten Akteure und der erfolgreichen Zusammenarbeit als und mit der Baugemeinschaft zu verdanken“, betonte Merk bei der Schlüsselübergabe, bei der neben den Mitgliedern der Baugemeinschaft auch die beteiligten Architekten des Architekturbüros Dressler Mayerhofer Rössler anwesend waren.

Im neuen Stadtquartier Prinz-Eugen-Park entstehen rund 1.800 Wohnungen sowie eine Grundschule, Kindergärten und andere Einrichtungen. Unter den Bauherren sind insgesamt sechs Genossenschaften und fünf Baugemeinschaften. Die ökologische Mustersiedlung setzt sich aus acht Einzelprojekten zusammen. In Holzbauweise entstehen hier zirka 570 Wohnungen, davon 407 Mietwohnungen, und unterschiedliche Gemeinschaftseinrichtungen.

Befragung zu öffentlichen Freiräumen startet

(5.3.20) Wie und von wem werden Münchens öffentliche Parks, Plätze, Straßen und Erholungslandschaften jetzt und in Zukunft genutzt? Das möchte die Stadt München von ihren Bürgerinnen und Bürgern wissen und erstellt dazu eine umfassende sozialräumliche Studie. Kern der Erhebungen ist eine Online-Befragung, die heute, 5. März, startet.

Befragt werden zirka 20.000 Personen in ganz München ab 14 Jahren, davon bis zu 2.500 Menschen mit einer Körper- oder Sinnesbehinderung. Sie werden zufällig aus dem Einwohnermelderegister der Landeshauptstadt gezogen oder durch das Zentrum Bayern für Familie und Soziales bereitgestellt. Mit einem gesonderten Anschreiben wird dieser Personenkreis gebeten, sich an der Befragung zu beteiligen. Der Fragebogen ist in acht Sprachen online verfügbar. Personen ab 65 Jahren und Menschen mit Behinderung ab Grad 50 zwischen 18 und 75 Jahren erhalten den Fragebogen per Post. Das mit der Erhebung beauftragte Meinungsforschungsinstitut forschungplus behandelt die Angaben streng vertraulich und wertet diese ausschließlich anonymisiert aus. Eine Rückmeldung ist bis Dienstag, 7. April, möglich. Die Teilnahme ist freiwillig.

Bis 2040 wird die Einwohnerzahl Münchens weiter steigen − damit werden qualitätsvolle öffentliche Räume immer wichtiger. Der Klimawandel, sich verändernde Lebensstile, Trends wie die Digitalisierung und die Tatsache, dass es immer mehr ältere Menschen, Kinder sowie neue Mitbürgerinnen und Mitbürger geben wird, verändern die Nutzungsansprüche an diese Räume. Hinzu kommen immer dichter werdende Quartiere und eine steigende Konkurrenz um Flächen zwischen Wohnen, Freizeit und Verkehr.

All das fließt in die Studie „Nutzungsmuster öffentlich zugänglicher Freiräume im Zuge des soziodemographischen Wandels“ mit ein. Sie soll Lösungsansätze, Empfehlungen und Verbesserungsmaßnahmen aufzeigen, damit München eine lebenswerte Stadt mit vielfältigen Freiräumen für alle Menschen bleibt.

Die Gesamtergebnisse sollen Ende 2021 vorliegen. Das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr unterstützt die Studie mit 95.000 Euro.

Weiterer Meilenstein zur Verbesserung der Rad-Infrastruktur

(4.3.20) Die Landeshauptstadt München macht einen weiteren Schritt in Richtung Verkehrswende: Der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung des Stadtrats hat die Planungen für das zweite Maßnahmenbündel mit zehn Straßen beauftragt, mit denen die Rad-Infrastruktur massiv gestärkt werden soll.

Damit wird weiter an der Umsetzung der Forderungen des Bürgerbegehrens „Radentscheid“ gearbeitet. Vor einer eventuellen Umgestaltung werden verschiedene Varianten für die jeweiligen Straßen entworfen und die betroffenen Anliegerinnen und Anlieger sowie die Bezirksausschüsse beteiligt.

Folgende Straßen sollen überplant werden: Stiglmaierplatz, Rosenheimer Straße zwischen Rosenheimer Platz und Gasteig (stadteinwärts), Martin-Luther-Straße, Lothstraße zwischen Dachauer Straße und Georgenstraße, Winzererstraße zwischen Lothstraße und Schwere-Reiter-Straße, Pilgersheimer Straße zwischen Freibadstraße und Edlinger Platz, Gebsattelstraße zwischen Mariahilfplatz und Regerstraße (Gebsattelberg), Ungererstraße, Marsstraße zwischen Pappenheimstraße und Arnulfstraße, Querung Stadelheimer Straße – Verbindung Schwarzenbergerstraße / Traunsteiner Straße.

Neue Radwege bauen, bestehende Wege ausbauen und rot markieren sowie eine sichere Führung des Radverkehrs in Kreuzungsbereichen sind nur einige der Maßnahmen, die nun geprüft werden. Auch dieses zweite Maßnahmenbündel wurde mit Vertretern des Bürgerbegehrens „Radentscheid“ abgestimmt. Anwohnende, Gewerbetreibende und Bezirksausschüsse werden in die weiteren Planungen einbezogen, ehe der Stadtrat final über eine Umgestaltung entscheidet. Ein weiteres Maßnahmenbündel wird voraussichtlich Mitte 2020 folgen, damit die Forderungen des „Radentscheids“ bis 2025 weitestgehend realisiert werden.

Im Juli 2019 hatte sich der Stadtrat dafür ausgesprochen, die Forderungen des Bürgerbegehrens „Radentscheid“ zu übernehmen, da sich deren Ziele in weiten Teilen mit den Plänen der Stadt zum Ausbau des Radverkehrs decken und immer mehr Menschen das Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel nutzen. Das erste Maßnahmenbündel wurde bereits im Dezember 2019 beschlossen. Mit all diesen Maßnahmen macht die Landeshauptstadt München einen wichtigen Schritt in Richtung Verkehrswende. Diese sieht eine Neuverteilung des öffentlichen Raums zugunsten von Fußgehenden, Radfahrenden und öffentlichen Verkehrsmitteln vor, um somit einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

EU-Projekt LOS_DAMA!: Ausstellung zeigt Erfolge

(4.3.20) Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung hat dem Stadtrat einen ausführlichen Rück- und Ausblick über das erfolgreich abgeschlossene EU-Projekt LOS_DAMA! vorgelegt. LOS_DAMA! steht für Landscape and Open Space Development in Alpine Metropolitan Areas (Landschafts- und Freiraumentwicklung in den Stadtregionen des Alpenraums).

Die zehn Projektpartner aus Österreich, Frankreich, Deutschland, Italien und Slowenien blicken auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit zur Stärkung stadtregionaler Freiräume zurück. Von Montag, 9., bis Freitag, 27. März, werden die Projekte aus den sieben Stadtregionen montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr im Foyer des Referats für Stadtplanung und Bauordnung, Blumenstraße 28 b, im Rahmen einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert. Offiziell eröffnet wird die Ausstellung am Montag, 9. März, um 18 Uhr durch Stadtbaurätin Professorin Dr.(I) Elisabeth Merk.

LOS_DAMA! lief von November 2016 bis Dezember 2019. Die Abteilung Grünplanung des Referats für Stadtplanung und Bauordnung leitete das Gesamtprojekt als Leadpartner. Mit unterschiedlichen Aktivitäten in den Stadtregionen rund um Grenoble, München, Ljubljana, Salzburg, Trient, Turin und Wien unterstützten die LOS_DAMA! Partner unter dem Motto „Green infrastructure for better living“ die interkommunale Zusammenarbeit bei der Landschaftsentwicklung. Die Landeshauptstadt München arbeitete in drei Projekten mit dem Regionalmanagement München Südwest, dem Verein Dachauer Moos und Heideflächenverein Münchner Norden zusammen. Gemeinsam mit diesen Vereinen,  unterschiedlichen Interessensgruppen, Politikern und Bürgern wurden die Landschaftsräume des Münchner Grüngürtels sichtbar gemacht: durch eine Landschaftsschatzsuche im Würmtal, eine politische Regionalkonferenz im Dachauer Moos und eine neuartige Visualierung der Heideflächen.

Für LOS_DAMA! und weitere EU-Projekte wurde die Landeshauptstadt München vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat ausgezeichnet mit dem Preis „Erfolgreich vernetzt in Europa – gemeinsam Städte und Regionen gestalten“. Auf internationaler Ebene wählte die Europäische Kommission LOS_DAMA! im Rahmen der RegioStars Awards 2019 zu den 24 innovativsten regionalen EU-Projekten Europas.

Die Erfolge von LOS_DAMA! sind die Basis für eine Anschlussförderung im Programm „Transnationale Zusammenarbeit“ des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat. Mit 75.000 Euro Fördermitteln werden bis 2021 zwei weitere Schatzkarten für das Dachauer Moos und die Heideflächen im Münchner Norden mit und für die Öffentlichkeit erarbeitet.

Hochwertige Freiräume tragen besonders zur Klimaanpassung und zum Klimaschutz bei. Deshalb bemüht sich das Referat für Stadtplanung und Bauordnung auch auf internationaler Ebene um weitere Mittel aus der EU-Förderung für Grüne Infrastruktur und klimaneutrale Städte.

Die wesentlichen Projektergebnisse sind im LOS_DAMA! Kompendium zusammengefasst. Darin sind auch die zentralen Herausforderungen und die Pilotprojekte vor Ort beschrieben. Ergänzend sind in einer Toolbox übertragbare Instrumente für die Praxis zusammengestellt. Eine Postkartensammlung bietet  Einblicke in die Landschaften der Stadtregionen.

Gespräch zur Stadtbaukultur mit Architekt Max Otto Zitzelsberger

(4.3.20) Das nächste Gespräch zur Stadtbaukultur findet am Montag, 9. März, 19 Uhr, im Jüdischen Museum, St.-Jakobs-Platz 16, statt. Stadtbaurätin Professorin Dr.(I) Elisabeth Merk trifft auf den Münchner Architekten Max Otto Zitzelsberger. Eine Anmeldung per E-Mail an plantreff@muenchen. de ist erforderlich. Der Eintritt ist frei.

Max Otto Zitzelsberger hat sein Architekturstudium an der Technischen Universität (TU) München 2009 abgeschlossen. Danach arbeitete er in verschiedenen Architekturbüros in Deutschland und der Schweiz. Seit dem Sommersemester 2019 ist er Juniorprofessor an der Technischen Universität Kaiserslautern. Dort forscht und lehrt er zur Tektonik im Holzbau. Seit 2010 realisiert er seine eigenen Projekte.

Seine Arbeit beschreibt er wie folgt: „Ich versuche das Alte neu und das Gewohnte ungewohnt zu denken.“ Seine Ideen sind deshalb auffällig unauffällig. Aber wie können unauffällige Projekte von großer Bedeutung sein? Und wie sieht die Architektur der zukünftigen Gegenwart überhaupt aus? Diese Fragen und mehr werden an diesem Abend beim Gespräch zur Stadtbaukultur diskutiert.

Das Gespräch mit Max Otto Zitzelsberger findet im Rahmen der Munich Creative Business Week (MCBW) statt, die größte Veranstaltung für Design. Von Samstag, 7., bis Montag, 16. März, finden in München und Umgebung zahlreiche Veranstaltungen statt, die sich an die kreative Wirtschaft richten.

Stadtbaukultur umfasst viele Facetten – den gebauten Raum und das urbane Leben genauso wie die politische Dimension von Stadt. Aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten die Münchner Gespräche zur Stadtbaukultur jenseits des fachlichen Alltags Themen, die für Münchens Entwicklung wichtig sind. Stadtbaurätin Elisabeth Merk lädt deshalb regelmäßig Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, Berufen und Meinungen ein, mit ihr über aktuelle Herausforderungen zu sprechen.

Ausstellung zum Ideenwettbewerb für den Münchner Nordosten

(3.3.20) Ende Januar wurde der Ideenwettbewerb für den Münchner Nordosten entschieden. Nach der Ausstellung der Arbeiten im Isarforum Deutsches Museum bietet sich allen Interessierten nun noch einmal die Chance diese zu sehen.

Von Donnerstag, 5. März, bis Donnerstag, 26. März, werden die Arbeiten in etwas komprimierter Form in der Architekturgalerie München,Türkenstraße 30, im Kunstareal ausgestellt. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 10 bis 19 Uhr und Samstag von 10 bis 18 Uhr. Am Mittwoch, 4. März um 19 Uhr wird Stadtbaurätin Professorin Dr.(I) Elisabeth Merk die Ausstellung zusammen mit Professor Markus Allmann, Vorsitzender des Preisgerichts zum Ideenwettbewerb, und der Leiterin der Architekturgalerie München, Nicola Borgmann, eröffnen.

Alle Interessierten sind dazu eingeladen. Mit dem Abschluss des Ideenwettbewerbs wurde ein wichtiger Meilenstein für die Entwicklung des Münchner Nordostens erreicht. Die Arbeiten der Preisträgerinnen und Preisträger zeigen planerische Visionen für die Nutzungsdichten von 10.000, 20.000 und 30.000 Einwohnerinnen und Einwohnern.

Das Stadterweiterungsgebiet Münchner Nordosten zählt neben Freiham zu den wichtigsten strategischen Vorhaben der Stadtentwicklung in München und kann erheblich zur Entlastung für den anhaltend hohen Wohnraumbedarf beitragen. Auf mindestens der Hälfte der Flächen soll jedoch auch dauerhaft Raum für bestehende Nutzungen wie Landwirtschaft und Pferdesport sowie für den Erhalt der wertvollen Landschaftselemente freigehalten werden.

Wettbewerbsaufgabe war es, eine überzeugende Vision einer zukunftsweisenden Weiterentwicklung der besonderen Identitäten und Qualitäten Münchens zu schaffen. Der Münchner Nordosten soll durch das Ausbilden neuer Nachbarschaften zwischen Bestandssiedlungen, neuen Stadtbausteinen und einem vernetzten Grün- und Freiflächensystem aufzeigen, wie eine zukunftsgerechte Stadtentwicklung aussehen kann. Dabei galt es, eine sinnvolle Abfolge einzelner Entwicklungsabschnitte zu finden, unter der Berücksichtigung, dass neben dem Bau neuer Wohn- und Arbeitsstätten rechtzeitig und sukzessive auch die erforderlichen sozialen, grünen und technischen Infrastrukturen bereitgestellt werden können.

Am 24. Januar prämierte ein hochkarätig besetztes Preisgericht die besten Entwürfe. Der 1. Preis ging an rheinflügel severin, Düsseldorf, mit bbz landschaftsarchitekten berlin gmbh bdla, Berlin. Für Herbst 2020 ist ein öffentlicher Dialog zum Wettbewerbsergebnis mit den neu gewählten Vertretern aus der Politik vorgesehen.

Ehemaliges McGraw-Gelände Ost: Infoveranstaltung

(3.3.20) Am Mittwoch, 4. März, findet um 18 Uhr eine öffentliche Veranstaltung der Stadibau – Gesellschaft für den Staatsbedienstetenwohnungsbau in Bayern mbH zum Ergebnis der Wettbewerbsüberarbeitung McGraw-Gelände Ost statt. Veranstaltungsort ist die Aula des Anton-Fingerle-Bildungszentrums, Schwanseestraße 47.

Die Stadibau GmbH wird zusammen mit Vertretern der Landeshauptstadt München sowie den Planern über die Überarbeitung des Wettbewerbsergebnisses und die nächsten Schritte informieren. Bürger haben dabei die Möglichkeit, auf der Veranstaltung Fragen zu stellen sowie Anregungen und Rückmeldungen zum Entwurf einzubringen.

Der Freistaat Bayern möchte im Zuge des staatlichen Wohnungsbauprogramms auf seinem Gelände im östlichen Bereich der ehemaligen McGraw-Kaserne ein neues Wohnquartier errichten. Geplant sind Mietwohnungen für Staatsbedienstete, Wohnheimplätze für Polizei- und Justizanwärter, Geschäfte, Kindertagesstätten und Grünflächen.

Über das Wettbewerbsergebnis vom Dezember 2018 wurde bereits mit Bekanntgabe im Stadtrat am 3. Juli 2019 sowie in diversen Ausstellungen informiert. Nun liegt die Überarbeitung vor.

Jahresrückblick des Referats für Stadtplanung und Bauordnung

(2.3.20) Auch 2019 hat das Referat für Stadtplanung und Bauordnung wieder eine große Bandbreite an Themen bearbeitet. Welche das sind, können Interessierte im neuen Jahresrückblick nachlesen. Das 23 Seiten starke Heft mit Kurzmeldungen in chronologischer Reihenfolge ist ab sofort kostenlos im PlanTreff in der Blumenstraße 31 erhältlich.

Im Internet steht der Jahresrückblick als pdf zum Download bereit.

2019 organisierte das Referat zahlreiche Beteiligungsprozesse: Das Stadtentwicklungskonzept „Perspektive München“ wird derzeit gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern fortgeschrieben, zur Auftaktveranstaltung im Februar kamen mehr als 300 Menschen ins Literaturhaus. Außerdem wird der bestehende Verkehrsentwicklungsplan zu einem Mobilitätsplan weiterentwickelt – im Mai konnten die Münchnerinnen und Münchner ihre Wünsche und Vorstellungen bei einer „Mobilitäts-Werkstatt“ einbringen.

Darüber hinaus wirkte das Referat an der Auslobung etlicher Wettbewerbe mit. Unter anderem wurden die Wettbewerbe für das Stadtteilzentrum Freiham Nord, die neue Sportarena im Olympiapark und die neue Zentrale der Bayerischen Versorgungskammer an der Richard-Strauß-Straße entschieden. Für die Entwicklung des Münchner Nordostens startete ein zweistufiger Ideenwettbewerb.

Ein Höhepunkt des Jahres war sicherlich die Tagung des Internationalen Rats für Denkmalpflege (Icomos) am 7. und 8. November im Olympiastadion, bei der es unter anderem um die Aufnahme des Olympiaparks in die UNESCO-Welterbeliste ging.

Der Stadtrat beschloss zahlreiche Bebauungspläne für neue Wohngebiete und mehrere Erhaltungssatzungen. Für letztere wurde ein weiterentwickelter Indikatorenkatalog erstellt, um Erhaltungssatzungen verstärkt auch in Gebieten außerhalb des Mittleren Rings erlassen zu können. Die Lokalbaukommission genehmigte 2019 10.929 Wohnungen.

Im PlanTreff, in der Lokalbaukommission und im Hochhaus an der Blumenstraße 28b fanden mehrere Ausstellungen statt, die von „München – die befestigte Stadt“ bis zu „Junge Sicht auf München“ reichten. Sehenswert war auch die Ausstellung „FAHR RAD! Die Rückeroberung der Stadt“ des Deutschen Architekturmuseums Frankfurt, die an wechselnden Orten im öffentlichen Raum gezeigt wurde. Zu Jahresbeginn lockte die große Ausstellung „Hingeschaut: Baukultur in München“ in der Rathausgalerie in knapp acht Wochen 23.000 Besucherinnen und Besucher an. Der PlanTreff schloss im Mai wegen Umbaus seine Pforten und wird 2020 mit einem erweiterten Programm wiedereröffnet.

Der Stadtrat fasste 2019 mehrere Beschlüsse für eine Verkehrswende in München: Im Bereich der U-Bahnen sollen die „Entlastungsspange U9“ und die Verlängerung der U5-West nach Freiham mit höchster Priorität vorangetrieben werden. Die Fraunhoferstraße wurde deutlich fahrradfreundlicher gestaltet, Maßnahmen für eine autoreduzierte Innenstadt wurden eingeleitet. Für einen durchgängigen und sicheren Radlring rund um die Altstadt veranlasste der Stadtrat die ersten Schritte und verständigte sich auf ein erstes Bündel aus zehn Maßnahmen, mit denen die Rad-Infrastruktur massiv gestärkt werden soll. Zusammen mit der Region wird die Vorbereitung einer Internationalen Bauausstellung (IBA) mit dem Schwerpunkt Mobilität vorangetrieben.