Top
Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Pressemitteilungen: Juli 2016


Bebauungsplan für das ehemalige Floriansmühlbad in Freimann

(22.7.2016) Die Vollversammlung des Stadtrats hat jetzt für das Planungsgebiet östlich der Freisinger Landstraße im Bereich des ehemaligen Floriansmühlbades im Stadtteil Freimann Grundlagen der künftigen städtebaulichen und landschaftsplanerischen Entwicklung beschlossen.

Die Grundstückseigentümer der Flurstücke östlich der Freisinger Landstraße im Bereich des ehemaligen Floriansmühlbades planen die städtebauliche Entwicklung ihrer Grundstücke. Das Planungsgebiet liegt im Landschaftsraum der Isarauen sowie im regionalen Grünzug. Der Ostteil befindet sich zudem innerhalb des Landschaftsschutzgebietes „Hirschau und Obere Isarau“. Angesichts dieser städtebaulich und landschaftlich sensiblen Lage des Planungsgebietes soll ein schlüssiges Gesamtkonzept über einen Wettbewerb entwickelt werden, um so eine qualitätvolle Bebauung zu gewährleisten.

Mit diesem Beschluss sind der Rahmen einer künftigen Wohnbauentwicklung der Flächen zwischen der Freisinger Landstraße und dem Garchinger Mühlbach definiert und die Grundlagen für einen städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerb festgelegt worden. Der Umgriff des Bebauungsplanes reicht über den Wettbewerbsumgriff hinaus und beinhaltet zusätzlich die ursächlichen öffentlichen Grünflächen sowie die Gehrechtsflächen östlich des Garchinger Mühlbachs.

Das Planungsgebiet westlich des Mühlbachs soll als Allgemeines Wohngebiet mit einer Gesamtgeschossfläche von zirka 30.000 Quadratmetern entwickelt werden. Entlang der Freisinger Landstraße sind in untergeordnetem Umfang auch wohnverträgliche zusätzliche Nutzungen wie Einzelhandel in Form kleinflächiger Nachbarschaftsläden zur Deckung des täglichen Bedarfs denkbar. Im Planungsgebiet sind eine Kindertagesstätte mit drei Krippengruppen und zwei Kindergartengruppen vorgesehen. Zudem soll ein grünordnerisches Konzept entwickelt werden, das die geplante Wohnbebauung mit ausreichend gut erreichbaren und vielseitig von allen Altersgruppen nutzbaren sowie lärmgeschützten öffentlichen Grün- und privaten Freiflächen versorgt und zugleich mit den umliegenden Grünstrukturen vernetzt. Die Frei- und Grünflächen östlich des Garchinger Mühlbachs sollen für die Öffentlichkeit so weit wie möglich geöffnet und nutzbar gemacht werden. Das Ergebnis des Wettbewerbs wird die Grundlage für die Bauleitplanung bilden.

Ausstellung: Wettbewerbsergebnis Ratold-/Raheinstraße

(22.7.2016) Das Ergebnis des städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerbs für die Wohnbauentwicklung östlich des S- und U-Bahnhofes Feldmoching, Ratold-/Raheinstraße, steht fest. Der erste Preisträger ist 03 Architekten GmbH, München, mit ver.de Landschaftsarchitektur, Robert Wenk, Freising.

Vom 26. Juli bis einschließlich 5. August 2016 werden die Wettbewerbsbeiträge im Referat für Stadtplanung und Bauordnung (Foyer des Hochhauses, Blumenstraße 28b) ausgestellt. Die Ausstellung wird am Montag, 25. Juli, um 18.15 Uhr durch Baudirektorin Sabine Steger eröffnet.

Die Firma CA Immo Deutschland GmbH hat in Abstimmung mit der Landeshauptstadt München für das 14 Hektar große Areal im 24. Stadtbezirk Feldmoching – Hasenbergl einen städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerb durchgeführt. Das Wettbewerbsgebiet wird durch die Ratold-/Raheinstraße im Osten, die Lerchenstraße im Süden, durch die Bahnlinie München-Regensburg im Westen und die Raheinstraße im Norden begrenzt. Es sollen attraktive Wohngebiete mit zirka 900 Wohnungen, drei Kindertagesstätten im Planungsgebiet und ein ergänzendes Angebot an Geschäften am S- und U-Bahnhof entstehen.

Am 12. Juli fand im Stadtteilkulturzentrum an der Blodigstraße die Preisgerichtssitzung statt. Das Preisgericht hat folgendermaßen entschieden:

  1. Preis: 03 Architekten GmbH, München, mit ver.de Landschaftsarchitektur GbR, Freising
  2. Preis: Teamwerk Architekten, München, mit HinnenthalSchaar Landschaftsarchitekten GbR, München
  3. Preis: florian krieger architektur und städtebau gmbh, Darmstadt, mit grabner huber lipp landschaftsarchitekten und stadtplaner partnerschaft mbb, Freising

Anerkennung: Peter Haimerl Architektur mit leonardhautum, München mit Mettler Landschaftsarchitektur, Berlin

Im Herbst 2015 fand ein zweitägiger Bürgerworkshop für dieses Planungsgebiet statt. Die Bürgerinnen und Bürger waren dazu eingeladen, sich aktiv in die Planung einzubringen. Die Dokumentation ist in den Aufstellungs- und Eckdatenbeschluss eingeflossen. Zusätzlich wurden Anregungen mit in den Auslobungstext für den städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerb aufgenommen.

Weitere Informationen

Pressetermin zum Stadtradeln am 22. Juli 2016  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Bildunterschrift siehe unten im Text
© Fabian Norden

Stadtradeln: Teilnahmerekord bei Kommunalpolitikern

(22.7.2016) Zum neunten Mal beteiligt sich die Landeshauptstadt München beim Stadtradeln und hat seit dem 9. Juli im Rahmen dieser deutschlandweiten Kampagne schon mehr als 275.900 Kilometer erradelt.

Bisher haben sich 3.392 Radlerinnen und Radler angemeldet, um für die Landeshauptstadt München Radkilometer zu sammeln und für das Fahrrad als Verkehrsmittel im Alltag zu werben. Dieses Jahr besonders erfreulich ist nicht nur die rege Teilnahme von Radlerinnen und Radlern, die in München arbeiten, wohnen oder zur Schule gehen, sondern auch der Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker: Insgesamt treten dieses Jahr bisher 50 Mitglieder des Stadtrats und der Bezirksausschüsse für die Radverkehrsförderung und den Klimaschutz in die Pedale und zeigen, dass das Fahrrad fest zum Stadtbild der Landeshauptstadt gehört.

Professorin Dr.(I) Elisabeth Merk, Stadtbaurätin und selbst Teamkapitänin, freut sich über diese Entwicklung: „Die Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker erfahren damit den Radverkehr in München selbst und können so die Nutzersicht in ihre Entscheidungen zur Förderung des Radverkehrs einbringen. Die große Zahl an teilnehmenden Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern zeigt, dass das Thema Fahrrad einen wichtigen Stellenwert in der Politik hat.“

Bis zum 29. Juli können sich noch alle Interessierten unter www.stadtradeln-muenchen.de oder Telefon 890 668 619 registrieren und ein Team anmelden. Ziel ist es, möglichst viele Kilometer zu erradeln und gemeinsam mit allen anderen Teilnehmern München im bundesweiten Vergleich auf das Siegertreppchen zu bringen. Die hochwertigen Preise von Alpine Pearls, Haus der Eigenarbeit, Boulderwelt München West, Pedalhelden, Trekkingbike oder Beschriftungswerk gelten als zusätzliche Motivationsspritze und Ansporn fürs Radeln und können von den Teilnehmern des Stadtradeln in München gewonnen werden.

Bildunterschrift: Stadtbaurätin Prof. Dr.(I) Elisabeth Merk am 22. Juli mit den Stadträtinnen und Stadträten (von links nach rechts) Dr. Manuela Olhausen, Herbert Danner, Paul Bickelbacher, Kristina Frank, Bettina Messinger, Sonja Haider und Kathrin Abele (Foto: Fabian Norden)

Terminhinweis: Freitag, 22. Juli, 9 Uhr, vor dem PlanTreff, Blumenstraße 31

(19.7.2016) Nach knapp 14 Tagen Stadtradeln stellt Stadtbaurätin Professorin Dr.(I) Elisabeth Merk erste Zahlen der Aktion vor. Des Weiteren werden Stadtratsmitglieder ihr Stadtradeln-Team vorstellen und berichten, warum sie teilnehmen, wie sie die ersten Stadtradeln-Wochen erlebt haben und weitere Kilometer sammeln wollen.

Der Termin ist auch für Fotografen gut geeignet.

Stadtrat bringt Bau von 2.100 neuen Wohnungen auf den Weg

(14.7.2016) Der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung hat kürzlich die Aufstellungs- und Eckdatenbeschlüsse für die Planungsgebiete Arcis-/Elisabethstraße in Schwabing-West und Hochmuttinger Straße in Feldmoching – Hasenbergl gefasst.

Hinzu kamen die Billigungsbeschlüsse für die Planungsgebiete Hanns-Seidel-Platz in Neuperlach, Hildegardstraße im Stadtbezirk Altstadt – Lehel, Weyprechtstraße am Harthof sowie das ehemalige Dornier-Gelände Süd in Neuaubing. Damit wurden die Voraussetzungen zur Errichtung von rund 2.100 neuen Wohnungen geschaffen.

  • Für das Areal zwischen Arcisstraße (östlich), Elisabethplatz (südlich) und Nordendstraße (westlich) in Schwabing-West wurde die Aufstellung eines Bebauungsplans beschlossen, der eine Umstrukturierung des Gebiets vorsieht. Es sollen Einzelhandel, Büroräume, eine Kindertagesstätte mit je drei Kinderkrippen- und Kindergartengruppen und 133 Wohnungen entstehen.
  • Für das Planungsgebiet östlich der Hochmuttinger Straße, nördlich der Herbergstraße und westlich der Paul-Preuß-Straße im Stadtbezirk Feldmoching – Hasenbergl soll ein städtebaulicher und landschaftsplanerischer Ideenwettbewerb ausgelobt werden. Es ist beabsichtigt, ein neues Wohnquartier mit zirka 500 bis 600 Wohnungen mit den zugehörigen Freiraumnutzungen sowie den sozialen Infrastruktureinrichtungen zu entwickeln.
  • Am Hanns-Seidel-Platz entsteht ein attraktives Stadtteilzentrum, das neben dem kulturellen Bürgerzentrum mit Sozialbürgerhaus über Einzelhandel, Beherbergung, Dienstleistung und Gesundheitseinrichtungen, ein Kindertageszentrum sowie 417 Wohneinheiten verfügt.
  • Im Bereich des Thomas-Wimmer-Rings zwischen Herrnstraße und Hildegardstraße wird ein Hotel erweitert; es entsteht eine Tiefgarage mit insgesamt 520 Kfz-Stellplätzen. Die Hotelerweiterung wird durch ein zweites Wohn- und Geschäftshaus ergänzt. Insgesamt sind 20 Wohnungen geplant. Im Neubau an der Neuturmstraße soll im Erdgeschoss neben der Hotelerweiterung auch eine gastronomische Einrichtung mit Außenflächen auf dem Platz und kleinflächiger Einzelhandel etabliert werden.
  • Am Harthof-Nord, an der Weyprechtstraße, soll im Bereich von vorgesehenen Mischgebieten beziehungsweise allgemeinen Wohngebieten eine Bebauung ermöglicht werden, die – insbesondere in zwei für Einzelhandel festgesetzten Bereichen – auch der Nahversorgung des Gebietes dient. Im Großteil der Siedlung soll neben allgemeinen Grünflächen und zwei Kindertageseinrichtungen die Schaffung von 553 Wohnungen ermöglicht werden.
  • Auf dem ehemaligen Dornier-Gelände Süd in Neuaubing, im Bereich zwischen Trimburgstraße, Am Gleisdreieck, Voglerstraße und Leisaustraße entsteht in den kommenden Jahren ein neues, qualitätsvolles und nachhaltiges Wohnquartier mit rund 380 Wohnungen für 900 Menschen. Auf dem Gebiet sollen zudem eine Kindertageseinrichtung sowie großzügige öffentliche Grünflächen bereitgestellt werden. Die Grundschulversorgung wird über einen neuen Schulstandort in Freiham-Süd ab dem Schuljahr 2016/2017 sichergestellt.

Mit dem Rad von Kunstprojekt zu Kunstprojekt

(11.7.2016) Die Ausstellung der TANDEM-Kunstprojekte startet. Ab Mittwoch, 13. Juli, werden Kunstprojekte, Ortsinterventionen, Filme und Performances der Architektur-Studierenden der TU München (Lehrstuhl Bildende Kunst) sowie der Künstlerinnen und Künstler in Neuaubing und dem Westkreuz bis Ende Juli ausgestellt.

Im „Tandem“ mit Bürgerinnen und Bürgern, lokalen Gewerbetreibenden, Vereinen und Initiativen aus Neuaubing und dem Westkreuz wurden die zwölf Kunstprojekte diskutiert, geplant und umgesetzt.

Bereits seit Jahresbeginn und intensiv seit dem Auftakt am 26. April diskutieren und entwickeln die Studierenden der TU München gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern aus Neuaubing und dem Westkreuz sowie mit Künstlern die zwölf Projektideen. Das Ziel: Gemeinsam eine künstlerische Ortsintervention zu den Themen Identität, Nachhaltigkeit und Vielfalt der Bürgerinnen und Bürger von Neuaubing und Westkreuz zu entwerfen und umzusetzen.

Letztgenannte stehen dabei im Mittelpunkt. Mit ins Boot gehören selbstverständlich auch die lokalen Geschäftstreibenden, Vereine, Einrichtungen und Institutionen. Schon seit zwei Monaten tourt das „Radio-NeuWest“ durch die Stadtteile, um Beiträge für das dreiwöchige Kunstprojekt aufzunehmen. Diese Beiträge werden dann in einer Auftaktveranstaltung neben fertigen Kunstobjekten, Performances, Filme und Aktionen gezeigt.

Der Startschuss fällt am Mittwoch, 13. Juli, gemeinsam mit dem Bezirksausschuss-Vorsitzenden Sebastian Kriesel, Professorin Tina Haase der TU München sowie Vertretern der Regierung von Oberbayern und des Referats für Stadtplanung und Bauordnung der Landeshauptstadt München. Alle Interessierten, Jung und Alt sind zur Eröffnung auf der Freifläche an der S-Bahn Station Westkreuz eingeladen. Start ist um 16.30 Uhr mit einer Radführung zu den Projekten. Ab 18.30 Uhr geht es auf der Freifläche weiter mit Musik, Getränken und einer kleinen Brotzeit. Weitere Radführungen finden am Sonntag, 17., und Sonntag, 24. Juli, jeweils ab 15 Uhr statt. Treffpunkt ist stets die Freifläche an der S-Bahn Station Westkreuz.

Neuaubing und das Westkreuz wurden im April 2014 durch den Stadtrat der Landeshauptstadt München formal zum Sanierungsgebiet im Bund-Länder-Städtebauförderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ festgelegt und die Münchner Gesellschaft für Stadterneuerung mbH (MGS) mit der Durchführung der Stadtteilentwicklung beauftragt. Verschiedene städtebauliche Maßnahmen werden in den kommenden Jahren umgesetzt. Durch die städtebaulichen und begleitenden Maßnahmen soll die Lebendigkeit der Viertel gestärkt werden, um es für die dort jetzt und zukünftig Wohnenden und Arbeitenden noch lebenswerter zu machen.

Barrierefreie Querungen im Fuß- und Radverkehr

(7.7.2016) Der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung hat die Priorisierung bestehender und geplanter barrierefreier Querungen im Fuß- und Radverkehr beschlossen.

Barrierefreie Brücken und Unterführungen als Querungsmöglichkeiten von Bahnanlagen, Straßen, Flüssen und Bächen sind wichtige Bausteine zum Ausbau eines möglichst lückenlosen Fuß- und Radverkehrsnetzes. Durch eine Verbesserung dieser Wegenetze hinsichtlich der Barrierefreiheit soll eine möglichst früh beginnende und lange währende individuelle und selbstbestimmte Mobilität aller Menschen insbesondere zu Fuß und mit dem Fahrrad gewährleistet werden. Auf Grundlage städtebaulicher und verkehrsplanerischer Belange sowie sozialer und struktureller Kriterien wurden insgesamt 123 nicht-barrierefreie sowie geplante Fuß- und Radwegunterführungen und Brücken einem Priorisierungsverfahren unterzogen und in Prioritätsklassen kategorisiert. Ziel dabei war, Standorte für ein mehrjähriges Programm zur barrierefreien Umgestaltung beziehungsweise zum Neubau von Fuß- und Radwegunterführungen sowie Brücken im Stadtgebiet der Landeshauptstadt München zu bestimmen.

33 Standorte wurden ohne Berücksichtigung des Priorisierungsverfahrens direkt in die Prioritätsklasse 1+ eingestuft, da bereits eine vom Stadtrat der Landeshauptstadt München beauftragte Planung beschlossen wurde beziehungsweise eine übergeordnete Beschlussvorlage die weitere Vorgehensweise vorgibt. Zu nennen sind hier sämtliche Querungsbauwerke aus dem Projekt Hauptbahnhof – Laim – Pasing oder Eisenbahn- oder Straßenüberführungen im Zuge des ausgewiesenen Vorbehaltsnetzes für den städtischen Wirtschaftsverkehr in München.

Priorität 1 beinhaltet 14 Standorte, die unter städtebaulichen und verkehrsplanerischen Gesichtspunkten eine sehr hohe Bedeutung haben und für die deshalb ein dringlicher Handlungsbedarf gesehen wird. Beispielsweise die Verbreiterung der Regerbrücke, der Brücke Lauenstein-/Lincolnstraße über die S-Bahngleise sowie die Brücke über die Sylvenstein-/Johann-Clanze-Straße.

30 Standorte sind in der Priorität 2 klassifiziert. Sie sind bei neuen Planungen, Bauvorhaben oder Entwicklungsmaßnahmen zwingend zu berücksichtigen und gegebenenfalls vorzuziehen. Die Maßnahmen der Priorität 3 (31 Standorte) sind langfristige Maßnahmen, die zunächst zurückgestellt werden können. Dennoch sind sie bei neuen Entwicklungsmaßnahmen im Umfeld zu berücksichtigen. 15 Bauwerke wurden unter der Klasse „barrierefrei“ kategorisiert, da Alternativen (zum Beispiel Lichtsignalanlage, Überweg) unmittelbar beziehungsweise in zumutbarer Entfernung vorhanden sind.

Neues Stadtquartier auf ehemaligem Dornier-Gelände Süd

(7.7.2016) Auf dem ehemaligen Dornier-Gelände Süd in München-Neuaubing soll in den kommenden Jahren ein neues Stadtquartier mit rund 380 Wohnungen für 900 Menschen entstehen.

Die erforderlichen Billigungsbeschlüsse hinsichtlich des Bebauungsplans und des Flächennutzungsplans hat der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung in seiner gestrigen Sitzung gefasst.

Das Planungsgebiet mit einer Größe von zirka 6,5 Hektar liegt im 22. Stadtbezirk südöstlich des S-Bahn-Halts Neuaubing. Auf der zu überplanenden Fläche im Bereich zwischen Trimburgstraße, Am Gleisdreieck, Voglerstraße und Leisaustraße entsteht ein neues, qualitätsvolles und nachhaltiges Wohnquartier. Rund 30 Prozent der Wohnungen werden als geförderter Wohnungsbau (München Modell, Einkommensorientierte Förderung) errichtet. Auf dem Gebiet sollen zudem eine Kindertageseinrichtung sowie großzügige öffentliche Grünflächen bereit gestellt werden. Die Grundschulversorgung wird über einen neuen Schulstandort in Freiham-Süd ab dem Jahr 2016/2017 sichergestellt.

Grundlage für die Planung ist der Aufstellungs- und Eckdatenbeschluss Nr. 2086 vom 27. November 2013. Im Frühjahr 2014 wurde für das Planungsgebiet ein städtebaulicher und landschaftsplanerischer Ideenwettbewerb mit dem Ziel durchgeführt, das ehemalige Industriegebiet einer neuen und nachhaltigen Nutzung zuzuführen. Auf Grundlage des Entwurfs des ersten Preisträgers Zeitler Blaimberger Architekten, München, mit Brandhof Voss Landschaftsarchitekten, München, wurde der Bebauungsplanentwurf erstellt. Die frühzeitige Unterrichtung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 1 BauGB wurde vom 8. April bis 8. Mai 2015 einschließlich einer Erörterungsveranstaltung vor Ort durchgeführt. Ebenso wurde das Beteiligungsverfahren der Behörden und Träger öffentlicher Belange durchgeführt. Hierbei ging eine Vielzahl an Stellungnahmen und Empfehlungen beim Referat für Stadtplanung und Bauordnung ein, die in das laufende Verfahren einbezogen und geprüft wurden. Als nächster Meilenstein ist der Satzungsbeschluss des Bebauungsplans für Ende des Jahres 2016 vorgesehen. Hierdurch kann bei einer Verfahrenszeit von weniger als drei Jahren neuer Wohnraum für rund 900 Münchnerinnen und Münchner geschaffen werden. Ziel ist es, dass die ersten Bewohnerinnen und Bewohner ab dem Jahr 2018 in das neue Quartier einziehen können.

Moosgrund Münchner Norden

(7.7.2016) „Moosgrund im Münchner Nordosten“ heißt ein zur Ausweisung als Landschaftsschutzgebiet (LSG) vorgesehenes Gebiet am nordöstlichen Rand des Stadtgebiets. Es liegt zwischen Johanneskirchen und den Gemeinden Unterföhring und Aschheim.

Als Teil des Naturraumes „Mooslandschaft der Münchner Ebene“ gibt es im nördlichen Teil noch feucht-nasse und grundwassernahe Böden. Im Süden liegt das Gebiet im Naturraum „Schotterfluren der Münchner Ebene“ mit seinen trockeneren Böden. Derartige siedlungsnahe Freiräume besitzen im Ballungsraum München eine besondere Bedeutung für die Naherholung und Freiraumversorgung und zum klimatischen Ausgleich, aber auch für den Arten- und Biotopschutz und den Schutz des Bodens und des Grundwassers.

Bevor ein Gebiet den Schutz als Landschaftsschutzgebiet genießen kann, muss die Landeshauptstadt München ein formelles Inschutznahmeverfahren durchführen. Dieses wurde bereits im Mai 2014 mit der vorgeschriebenen Öffentlichkeitsbeteiligung begonnen. Die im Verfahren eingebrachten Anregungen, Bedenken und Einwendungen haben jedoch gezeigt, dass das Verfahren derzeit nicht endgültig abgeschlossen werden kann. So sind beispielsweise noch Verkehrsuntersuchungen für die unmittelbar südwestlich an das geplante Landschaftsschutzgebiet anschließende städtebauliche Entwicklungsmaßnahme abzuschließen, deren Ergebnisse bei der Landschaftsschutzgebietsausweisung beachtet werden müssen.

Um das Gebiet „Im Moosgrund“ so gut wie möglich auch jetzt schon schützen zu können, wird das Gebiet nordöstlich des Lebermoosweges bis zur Stadtgrenze einstweilig als Landschaftsschutzgebiet sichergestellt. Das hat der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung des Stadtrats jetzt beschlossen. Die einstweilige Sicherstellung dient dabei in erster Linie dazu, das geplante Schutzgebiet vor unerwünschten Veränderungen zu schützen. Darüber hinaus ist es auch ein wichtiges Signal an die betroffenen Bürgerinnen und Bürger vor Ort, wie auch an die beteiligten Umweltverbände und Umlandgemeinden, dass die Landeshauptstadt München neben der geplanten baulichen Entwicklung auch in ausreichendem Maße für die Freiraumsicherung, den Ressourcenschutz, den Arten- und Biotopschutz und den Klimaschutz vorsorgt.

Die einstweilige Sicherstellung ist per Gesetz auf zwei Jahre begrenzt, mit der Option einer einmaligen Verlängerung um weitere zwei Jahre. Sie zielt mit Erlaubnisvorbehalten darauf ab, eine Verschlechterung des Gebietes während des Entscheidungsprozesses im weiteren Unterschutzstellungsverfahren zu verhindern. Viele Handlungen oder Maßnahmen bleiben aber auch von den Regelungen der neuen Verordnung unberührt. So gibt es vor allem Ausnahmen für die bestehende landwirtschaftliche Nutzungen, aber auch andere zulässige Nutzungen von Privatgrundstücken. Die Öffentlichkeit wird umfassend über die Inhalte und Folgen des Schutzes und das weitere Verfahren informiert, das insbesondere Möglichkeiten zu Anregungen und Einwendungen bietet.

Parkstadt Schwabing: Wettbewerbsergebnis für vier Baugebiete

(7.7.2016) In der gestrigen Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Bauordnung wurde für das Gebiet südlich der Lilly-Reich-Straße und Anni-Albers-Straße sowie westlich und östlich der Lyonel-Feininger-Straße im Stadtteil Schwabing-Freimann das Wettbewerbsergebnis bekannt gegeben und das weitere Vorgehen beschlossen.

Mit der Planung können die letzten noch unbebauten Baugebiete des Bebauungsplans Nr. 1781 (Parkstadt Schwabing) mit Wohnungen bebaut werden. Hierzu ist gemeinsam mit der Firma Argenta beabsichtigt, mehrere Kerngebiete über einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan umzustrukturieren und dabei überwiegend Wohnen zu verwirklichen. Es soll eine Bebauung mit einer Geschossfläche von zirka 80.000 Quadratmetern für Wohnen entstehen. Außerdem werden die Errichtung von Kindertageseinrichtungen und kerngebietstypische Nutzungen möglich.

Im März 2014 wurde von der Landeshauptstadt München bereits ein Grundsatz- und Eckdatenbeschluss gefasst. Um für die weitere Bauleitplanung ein qualitätsvolles städtebauliches und landschaftsplanerisches Konzept zu erhalten, hat die Firma Argenta im Herbst 2015 in Abstimmung mit der Landeshauptstadt München einen Ideenwettbewerb ausgelobt, zu dem ein Kreis von renommierten Architekturbüros eingeladen wurde. Bei der Preisgerichtssitzung am 26. Februar 2016 kam das Preisgericht zu folgendem Ergebnis:

  • 1. Preis: Hilmer Sattler Architekten Ahlers Albrecht mit Mahl Gebhard Konzepte
  • 2. Preis: HPP Hentrich-Petschnigg & Partner, Düsseldorf, mit +Grün GmbH, Düsseldorf
  • 3. Preis: GSP architekten, München, mit El:ch Landschaftsarchitekten, München

Ehemaliger Busbahnhof Olympiazentrum

(7.7.2016) Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung hat sich in der Sitzung des Ausschusses mit der Entwicklung eines dauerhaften und tragfähigen Konzeptes einer Neugestaltung des ehemaligen Busbahnhofs am U-Bahnhof Olympiazentrum an der Lerchenauer beauftragen lassen -

- im Sinne eines landschaftlich geprägten Planungsansatzes gemäß Variante „Grüner Auftakt“ unter weitestgehendem Erhalt der denkmalgeschützten Überdachungen.

Diese Variante sieht eine Erweiterung der Parklandschaft über den gesamten Bereich des ehemaligen Busbahnhofs bis hin zur Lerchenauer Straße vor, was der vom Stadtrat bereits beschlossenen Rahmenplanung Olympiapark entspricht. Möglich ist auch die Einbeziehung neuer, untergeordneter und parkverträglicher Nutzungen. Die Varianten „Hotel“ und „Studentenwohnen“ sollen dagegen nicht weiter verfolgt werden.

Der ehemalige Busbahnhof am U-Bahnhof Olympiazentrum nördlich der BMW Welt markiert den Hauptzugang zum Olympiapark und zum Olympischen Dorf. Er war maßgeblicher Teil des Verkehrs- und Erschließungskonzepts der Olympiaplanung von 1972 und damit ein wichtiger Bestandteil des denkmalgeschützten Gesamtensembles Olympiapark. Der Bereich wird geprägt durch historische Überdachungsbauwerke, die die beiden U-Bahnausgänge und den ehemaligen Wartebereich des Busbahnhofs überdecken. Seit ihrer Erbauung 1972 und insbesondere nachdem der Busbahnhof mit Verlängerung der U 3 zum Olympia-Einkaufszentrum nicht mehr benötigt wird, hat die Substanz dieser Dachkonstruktion jedoch stark gelitten.

Spielflächenversorgungsplan: Fortschreibung 2015

(7.7.2016) Die Landeshauptstadt München hat sich zum Ziel gesetzt, München als attraktive, lebenswerte und zukunftsfähige Stadt für Kinder, Jugendliche und Familien zu erhalten. Dazu gehört auch, dass ausreichend und qualitätvolle Spielräume für Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen im Wohnumfeld und Quartier zur Verfügung gestellt werden.

Auch wenn die Zahl der öffentlichen Spielflächen beziehungsweise Spielplätze in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen ist, so zeigen sich doch im gesamten Stadtgebiet nach wie vor Unterschiede. Daher soll künftig das Angebot von öffentlichen Spielflächen im Wohnumfeld dahingehend optimiert werden, dass einerseits Größe, Gestaltung sowie Ausstattung dem Altersspektrum der Kinder im Einzugsgebiet entsprechen und andererseits die Grundversorgung im gesamten Stadtgebiet gleichermaßen sichergestellt wird.

Für die Bewältigung dieser Aufgabe steht der erstmals 1977 erstellte und zuletzt im Jahr 2010 fortgeschriebene Spielflächenversorgungsplan zur Verfügung, dessen Fortschreibung gestern im Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung bekanntgegeben wurde. Der Spielflächenversorgungsplan ist ein planerisches Instrument für die Analyse der öffentlichen Spielflächensituation in München auf der Ebene der Wohnblöcke und unterscheidet nach den jeweiligen Bedarfsgruppen Kleinkinder, Schulkinder und Jugendliche. Im aktuellen Spielflächenversorgungsplan wird deutlich, dass insbesondere in innerstädtischen Gebieten Verbesserungsbedarfe hinsichtlich der Versorgung mit öffentlichen Spielflächen bestehen, was unter anderem an einem Mangel an verfügbaren Flächen liegt. Die Versorgung in den Randbereichen stellt sich besser dar. Dabei ist zu beachten, dass der Spielflächenversorgungsplan nur zusammen mit weiteren Instrumenten, Erhebungen, Kenntnissen und fachlicher Einschätzung zu einer verlässlichen Aussage führt. Eine wichtige Rolle spielt unter anderem auch die Situation vor Ort wie beispielsweise Ausstattungsqualität der Spielflächen, Gewohnheiten und Schulwegsituation der Kinder, umliegende größere Grünstrukturen und ergänzende Flächenangebote.

Modellquartiere für nachhaltige Mobilität – Pilotprojekt „City2Share“

(6.7.2016) Der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung hat in seiner heutigen Sitzung die Teilnahme der Landeshauptstadt München am Forschungs- und Entwicklungsprojekt „City2Share“ beschlossen.

Ziel des Projekts ist eine vielfältige Förderung der Elektromobilität und gleichzeitig die Erprobung lokaler Maßnahmen zur Förderung einer stadtverträglichen Mobilität und Verbesserung der Aufenthaltsqualität im Quartier.

Die Landeshauptstadt München steht durch ihr dynamisches Wachstum, die Konkurrenz um Flächen und die Problematik der Luftschadstoff- und Lärmbelastung bei der Bewältigung des wachsenden Mobilitätsbedarfs vor großen Herausforderungen. In hochverdichteten Quartieren kommt zudem der Schaffung von Flächen mit hoher Aufenthalts- und Erholungsqualität eine immer größere Rolle zu. Daher sind innovative Konzepte für eine stadtverträgliche Mobilität gefragt. Diese sollen in Modellquartieren erprobt und bei Erfolg weiter verfolgt werden.

Vertreten durch das Referat für Stadtplanung und Bauordnung hat sich die Landeshauptstadt München in einem breiten Konsortium mit Partnern aus Industrie und Forschung um die Förderung des Projekts „City2Share“ im Rahmen des Förderprogramms „Erneuerbar Mobil“ des Bundesministeriums für Umwelt, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) beworben. Ende Mai 2016 wurde der Zuschlag für „City2Share“, die Einrichtung eines „Modellquartiers nachhaltige Mobilität“, im Rahmen dieses Förderprogramms mit Schwerpunkt Elektromobilität erteilt. Die Projektlaufzeit beträgt vier Jahre.

Das Projektgebiet umfasst die Isarvorstadt und Untersendling. Ziel ist es, den Personen- und Lieferverkehr in Innenstadtbereichen nachhaltiger und zukunftsfähig zu gestalten, also angepasst an sich verändernde Mobilitätsanforderungen und technische Möglichkeiten. Dazu sollen im Projekt verschiedene Formen der Elektromobilität angeboten und erlebbar gemacht werden. Bausteine dazu sind die Errichtung von Elektro-Mobilitätsstationen, die Optimierung von Sharing-Angeboten mit elektrischem Antrieb, der Aufbau eines Lieferverkehrs mit E-Lastenrädern auf dem Weg zum Kunden sowie die Erhöhung der Aufenthaltsqualität durch verschiedene lokale, von den Bürgerinnen und Bürgern mit zu gestaltende Maßnahmen im öffentlichen Raum.

Eine Bürgerbeteiligung zum Dialog, zur Umsetzung, Gestaltung und Nutzung der Angebote begleitet das Projekt. Die betroffenen Bezirksausschüsse der Stadtbezirke 2 Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt und 6 Sendling wurden bereits in der Antragsphase über die Inhalte informiert und unterstützten die Bewerbung. Sie sollen ebenfalls eng in die Entwicklung und Umsetzung der Maßnahmen mit einbezogen werden.

Südliches Bahnhofsviertel: Maßnahmenkonzept zur Stärkung des Wohnens

(6.7.2016) In der heutigen Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Bauordnung wurde das Ergebnis der Konzeptstudie „Maßnahmenkonzept zur Stärkung des Wohnens“ bekannt gegeben, die im Jahr 2014 für den Teilbereich des Südlichen Bahnhofsviertels im Rahmen des Innenstadtkonzeptes der "Perspektive München" in Auftrag gegeben worden ist.

Ziel war, die Potenziale zur Stärkung des Wohnens, die Verbesserung der Aufenthaltsqualität sowie die Lenkung des fließenden und ruhenden Verkehrs zu untersuchen. Verfasser der Studie ist die Arbeitsgemeinschaft aus Planungsgruppe 504 mit Heller Späth kommunikation + planung, Stadt-Land-Verkehr und planwerkstatt karlstetter.

Das Untersuchungsgebiet liegt zwischen Hauptbahnhof, Karlsplatz (Stachus), Sendlinger-Tor-Platz, Goetheplatz und Theresienwiese. Die Ergebnisse zeigen, dass der besondere Charakter des Viertels, die Funktionsmischung von Gewerbe und Wohnen sowie die multikulturelle Zusammensetzung der Wohnbevölkerung und Gewerbetreibenden im Kernbereich des Gebiets unbedingt bewahrt werden soll.

Die in der Konzeptstudie vorgeschlagenen Leitlinien für den Städtebau richten sich nach den unterschiedlichen Prägungen der Bereiche. So sollen das an den Hauptbahnhof angrenzende Gebiet als Reisestandort mit Hotelkonzentration sowie die Geschäftswelt an der Sonnenstraße ihrem Nutzungscharakter entsprechend stabilisiert werden.

Im Kernbereich des Gebiets zwischen Goethe-, Landwehr- Schiller- und Schwanthalerstraße steht die Stärkung der Wohnnutzung im Mittelpunkt der von den Gutachtern vorgeschlagenen Strategien. Das Potenzial für neuen Wohnraum liegt in einer vorsichtigen Verdichtung und Veränderung des Bestandes. Hierzu werden differenzierte kleinteilige Maßnahmen für eine behutsame Verbesserung des Wohnumfeldes vorgeschlagen. Bestehende Potenziale sollten genutzt werden, um Orte der Begegnung mit mehr Aufenthaltsqualität zu schaffen. Das reicht von der Begrünung von Straßenräumen und der Verbesserung der Erreichbarkeit von Nußbaumpark und Theresienwiese als große Freiflächen am Rand des Gebiets bis zu privaten Begrünungsmaßnahmen in den Höfen oder auf Dächern und Fassaden. Die besondere Bedeutung der vielfältigen gewerblichen Nutzungen für das südliche Bahnhofsviertel sollten dabei auch bei Neuplanungen immer berücksichtigt werden.

Die Ergebnisse der Konzeptstudie sollen nun in einer Ausstellung vor Ort gezeigt und mit den lokalen Akteuren im Quartier sowie der interessierten Öffentlichkeit diskutiert werden. Dafür werden eine Veranstaltung und Stadtteilspaziergänge angeboten. Die Auswertung der Diskussionen und der Beiträge, die im Rahmen der Ausstellung geäußert werden, sollen mit Empfehlungen zum weiteren Vorgehen in einem nächsten Schritt dem Stadtrat zum Beschluss vorgelegt werden.

Folgende Termine sind vorgesehen:

  • Ausstellung: Dienstag, 19. Juli, bis Sonntag, 7. August, Montag bis Sonntag, 15 bis 20 Uhr, Deutsches Theater, Barocksaal, Schwanthalerstraße 13
  • Ausstellungseröffnung: Montag, 18. Juli, 18.30 Uhr
  • Informationsveranstaltung: Donnerstag, 28. Juli, 18 bis 21 Uhr, Deutsches Theater, Silbersaal, Schwanthalerstraße 13
  • Führungen - Ausstellung und Ortsbegehung: 20. und 27. Juli, 3. August, jeweils 17 bis 18.30 Uhr. Keine Anmeldung nötig, Treffpunkt in der Ausstellung

LOS_DAMA! – Freiraumentwicklung in der Stadtregion

(6.7.2016) Der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung hat in seiner heutigen Sitzung beschlossen, mit dem Projektvorhaben LOS_DAMA! in die zweite Bewerbungsrunde um Fördermittel aus dem europäischen Alpenraumprogramm zu gehen.

In der ersten Runde wurden 112 Projektvorschläge eingereicht, davon kamen 32 in die zweite Runde. Das Projekt wird gemeinsam mit Wien, Salzburg, Ljubljana, Trient sowie den Regionen Piemont und Grenoble-Alps entwickelt. Darin sollen innovative Methoden und Instrumente der Stadtgrenzen übergreifenden Zusammenarbeit bei der Landschaftsentwicklung erprobt werden. Die Landeshauptstadt München erhofft sich von dem Projekt wichtige Beiträge zur Umsetzung der stadtregionalen Ziele und Inhalte des ‚Konzepts zur langfristigen Freiraumentwicklung in München – Freiraum M 2030‘.

Der Projektname LOS_DAMA! setzt sich aus den Anfangsbuchstaben des englischen Projekttitels ‚Landscape- and Open Space Development in Urban Metropolitan Areas‘ zusammen. Ausgangspunkt für das Projekt ist das anhaltende Wachstum der attraktiven Städte und Stadtregionen des Alpenraums. Dieses stellt auch die jeweilige regionale Freiraumplanung vor große Herausforderungen: Wie können die verbleibenden stadtnahen Grün- und Landschaftsräume so geschützt und entwickelt werden, dass ihre ökologischen Funktionen und ästhetischen Qualitäten erhalten bleiben? Und wie können sie gleichzeitig als Produktions- und Erholungsräume den zunehmenden und sich ausdifferenzierenden gesellschaftlichen Anforderungen gerecht werden? Mit LOS_DAMA! wollen die Partnerstädte und -regionen gemeinsam Kooperationsstrategien und -instrumente entwickeln. Damit sollen Vorhaben zur Sicherung der Freiraumqualitäten und zur Verbesserung der Erholungsmöglichkeiten im stadtregionalen Zusammenhang vorbereitet werden, etwa Wegeverbindungen, Maßnahmen der Landschaftspflege und -gestaltung oder der Ausbau der Erholungsinfrastruktur.

Kern des Projekts sind sieben Pilotvorhaben in den Stadtregionen um Wien, Salzburg, Ljubljana, Trient, Turin, Grenoble und München. In München sollen gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern aus Stadt und Region und anhand von Vorhaben im Bereich des Münchner Grüngürtels vor allem informelle Kooperationsformate erprobt und weiterentwickelt werden. Wichtige Partner sind die in der Region fest verankerten und erfolgreichen Vereine und Kooperationen.

Konzeptioneller Mietwohnungsbau (KMB) wird weitergeführt

(6.7.2016) Der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung hat in seiner heutigen Sitzung vorberatend beschlossen, den Konzeptionellen Mietwohnungsbau (KMB) über die im Beschluss der Vollversammlung des Stadtrates vom 24. Juli 2013 benannten Pilotflächen hinausgehend weiterzuführen.

Der Konzeptionelle Mietwohnungsbau wurde als Maßnahme gegen steigende Grundstückspreise und für einen langfristig bezahlbaren Wohnungsbau in drei Pilotprojekten mit zusammen zirka 700 Wohneinheiten erprobt. Als Standorte wurden die ehemalige Prinz-Eugen-Kaserne, die Messestadt Riem (Bebauungsplan mit Grünordnung Nr. 2065) sowie das Baufeld WA 6 der Parkstadt Schwabing ausgewählt.

Die Festlegungen und Bindungen im Konzeptionellen Mietwohnungsbau führten – wie beabsichtigt – zu einer Minderung der Grundstückspreise im Rahmen des Ausschreibungsverfahrens. So lagen die Grundstückswerte beim KMB, je nach Lage, zwischen 35 und 50 Prozent unter den Verkehrswerten für Wohnbaugrundstücke, die ohne jegliche Bindung frei verkauft wurden.

Zwischenzeitlich wurden mit Ausnahme der Ökologischen Mustersiedlung in der ehemaligen Prinz-Eugen-Kaserne und dem allgemeinen Wohngebiet WA 1 und WA 2 in der Messestadt Riem (Bebauungsplan mit Grünordnung Nr. 2065) alle im Beschluss vorgesehenen Flächen ausgeschrieben und vergeben; das Vorhaben im Baufeld WA 6 der Parkstadt Schwabing befindet sich bereits im Bau. Darüber hinaus hat der Stadtrat der Landeshauptstadt München weitere Flächen – wie zum Beispiel an der Carl-Wery-Straße und im Domagkpark – mit großen Flächenanteilen im Konzeptionellen Mietwohnungsbau im Rahmen von Einzelfallbeschlüssen ausgewählt. Zusammen mit den Pilotprojekten sind aktuell annähernd 1.700 Wohneinheiten im Konzeptionellen Mietwohnungsbau in Umsetzung beziehungsweise geplant.

Aufgrund der bisher anhaltend hohen Grundstücksnachfrage seitens der Bauträgerschaft und der Genossenschaften nach KMB-Flächen wird der Konzeptionelle Mietwohnungsbau – trotz der erheblichen Bindungen – auf dem Markt gut akzeptiert und soll daher über die im Beschluss der Vollversammlung des Stadtrates vom 24. Juli 2013 benannten Pilotflächen hinausgehend weitergeführt werden. Die Auswahl weiterer Flächen erfolgt durch den Stadtrat der Landeshauptstadt München.

Weitere Informationen

Langfristige Siedlungsentwicklung: Statusbericht 2015

(6.7.2016) Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung hat heute dem Stadtrat den Statusbericht zum Projekt Langfristige Siedlungsentwicklung (LaSie) vorgestellt, in dem die Ergebnisse des Betrachtungszeitraums von 2013 bis 2015 enthalten sind.

Der Statusbericht zeigt auf, dass LaSie zu einem Paradigmenwechsel in der Wohnungsbauentwicklung beigetragen hat. Die Auseinandersetzung mit der deutlich wachsenden Stadtbevölkerung auf der einen Seite und einem erkennbaren Mangel an verfügbaren Entwicklungsflächen auf Stadtgebiet andererseits hat die Frage nach der verträglichen baulichen Dichte in den Mittelpunkt gerückt und zu einem Bewusstseinswandel bei allen betroffenen Akteuren geführt.

Die Wohnungsbauaktivitäten haben sowohl beim Neubau, als auch im Bestand spürbar zugenommen. Die Wirkung der LaSie-Strategien zeigt sich in einer Vielzahl von Projekten, sowohl im Rahmen der Aufstellung von Bebauungsplänen als auch bei Verdichtungsprojekten im Bestand, die sich durch deutlich erhöhte Baudichten auszeichnen.

Als Ergebnis des von LaSie angestoßenen Prozesses wurde im Zeitraum von 2013 bis 2015 Baurecht für etwa 15.000 Wohneinheiten geschaffen. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum über 24.000 Wohneinheiten genehmigt. Die Abschätzung der weiteren mittel- und langfristigen Wohnbaupotenziale im Stadtgebiet aus Nachverdichtung, Umstrukturierung und Neuentwicklung wurde auf Grundlage stadtweiter Raumerkundungen aktualisiert und beläuft sich derzeit insgesamt auf zirka 61.000 Wohneinheiten. Im Zuge des Statusberichts hat der Stadtrat das Referat für Stadtplanung und Bauordnung beauftragt, zur weiteren Beurteilung von Verdichtungspotenzialen im bebauten Raum und unter Berücksichtigung der Aspekte Verkehr, soziale Infrastruktur, Grünversorgung, Stadtökologie und Freiflächenentwicklung, Wahrung der städtebaulichen Identität des jeweiligen Stadtteils sowie des gewachsenen Charakters des jeweiligen Quartiers sukzessive für das gesamte Stadtgebiet integrierte Strukturkonzepte auf Stadtteilebene zu entwickeln sowie auch weiterhin mögliche Entwicklungspotenziale am Stadtrand zu ermitteln. Die Konzeption zu einer langfristigen Freiraumentwicklung „Freiraum M 2030“ soll dabei einbezogen werden. Zudem sollen die Arbeiten an einem räumlichen Leitbild im Rahmen einer Gesamtschau der Entwicklungsmöglichkeiten bis 2030 als „Räumliches Stadtentwicklungskonzept“ fortgesetzt werden, ebenso die verschiedenen Aktivitäten und Kooperationen auf regionaler Ebene. Schließlich soll eine ausführliche Dokumentation von herausragenden Beispielen verdichteten Wohnungsbaus im Sinne der LaSie veröffentlicht und in 2017 ein zweiter LaSie-Zukunftskongress durchgeführt werden.