Top
Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Pressemitteilungen: November 2016


Verkehrsversuch Sendlinger Straße – Zwischenstand der Evaluation

(30.11.16) Seit 1. Juli dieses Jahres ist auch der südliche Teil der Sendlinger Straße testweise Fußgängerzone. Während der gesamten Dauer des Verkehrsversuchs laufen verschiedene fachliche Untersuchungen (Evaluation), um die Auswirkungen auf die Aufenthaltsqualität, Interaktion zwischen Verkehrsteilnehmenden und das Geschäftsleben zu erheben.

Seit 24. November erhalten alle Anwohnerinnen und Anwohner der Sendlinger Straße einen Fragebogen zum Verkehrsversuch per Posteinwurf, der bis Montag, 19. Dezember, zurückgesandt werden kann. Die Gewerbetreibenden werden nach dem Weihnachtsgeschäft als eigene Nutzungsgruppe befragt.

Seit Beginn des Verkehrsversuchs ist außerdem ein Beschwerde-Telefon eingerichtet. Dieses ist während der gesamten Testphase geschaltet und wird bisher von den Münchener Bürgerinnen und Bürgern vielfach genutzt. Um möglichst viele Perspektiven unterschiedlicher Nutzungsgruppen der Sendlinger Straße einzufangen, wurden bereits weitere Untersuchungen mit verschiedenen Methoden durchgeführt: An verschiedenen Wochentagen und zu unterschiedlichen Tageszeiten führte das beauftrage Büro Studio | Stadt | Region Beobachtungen zur „Raumwahrnehmung, Nutzung und Verhalten“ durch. Zusätzlich zu diesen Beobachtungen wurden im Oktober zirka 150 Passanten an der Sendlinger Straße befragt. Die Hinweise der Befragten werden gerade ausgewertet.

Außerdem wurde bereits zu mehreren angeleiteten Ortsbegehungen eingeladen, um die Sendlinger Straße gemeinsam unter dem Blickwinkel „Begegnung“, „Aufenthalt“ und „Geschäftiges Treiben“ zu erkunden. Zu den Eingeladenen zählten Gewerbetreibende aus dem gesamten Hackenviertel, Anwohnerinnen und Anwohner, niedergelassene Ärzte, Lehrerinnen und Lehrer, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler aus benachbarten Schulen und Mitglieder der Aktionsgemeinschaft Attraktive Innenstadt mit Vertretern unter anderem aus dem Bezirksausschuss, der Wirtschaftsförderung und der Industrie- und Handelskammer. Zusätzlich waren Vertretungen verschiedener Interessenverbände eingeladen (beispielsweise das Münchner Forum, Behindertenverbände, kirchliche Vertreter, BUND).

Einen ersten Überblick über die Ergebnisse der Untersuchungen wird es am 23. Februar 2017 von 18 bis 21 Uhr im Rahmen einer Informationsveranstaltung zum Verkehrsversuch Sendlinger Straße geben. Anmeldungen zu dieser Öffentlichkeitsveranstaltung sind bis zum 15. Februar per E-Mail an sendlinger-strasse@studio-stadt-region.de oder telefonisch unter der Nummer 244 10 33 – 0 möglich.

Satzungsbeschluss für Tiefgarage am Thomas-Wimmer-Ring gefasst

(23.11.16) In seiner heutigen Sitzung hat der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung mit dem Satzungsbeschluss zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan mit Grünordnung Nr. 2018 die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Realisierung der für die Innenstadt bedeutenden Parktiefgarage am Thomas-Wimmer-Ring geschaffen.

In einem ersten Schritt kann somit ab 2017 mit der Errichtung der Parktiefgarage mit etwa 520 Stellplätzen unter dem Thomas-Wimmer-Ring begonnen werden. Nach Fertigstellung der Parktiefgarage ist der Weg frei für den Abriss des bestehenden Parkhauses an der Hildegardstraße. An dieser Stelle können dann die Gebäude für die Hotelerweiterung des Mandarin Oriental mit ergänzendem Einzelhandel und Wohnen errichtet werden.

Neuperlach bekommt ein neues Stadtteilzentrum

(23.11.16) Ein attraktives Stadtteilzentrum mit einem kulturellen Bürgerzentrum samt Sozialbürgerhaus und Geschäften soll in Neuperlach entstehen. Dafür hat der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung in der heutigen Sitzung grünes Licht gegeben und den Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan mit der Grünordnung Nr. 1609 gefasst.

Auf dem Gebiet südlich des Hanns-Seidel-Platzes sind zudem rund 420 Wohnungen und ein Kindertageszentrum geplant. Hinzu kommen ein Wohnheim mit 165 Apartments für Studierende, Auszubildende und Personen in Mangelberufen, ein Hotel sowie weitere Nutzungen.

Das weitgehend unbebaute, wenig ansprechende Areal liegt gegenüber dem Einkaufszentrum Pep und umfasst vier Hektar. Die Fläche liegt im Südosten von München und ist insbesondere durch die U-Bahn sehr gut an den öffentlichen Personennahverkehr angeschlossen. Die Bebauung wird die Neue Mitte Neuperlachs positiv prägen, Wohnraum und Arbeitsplätze schaffen und identitätsstiftend wirken. Das Herzstück wird eine zirka 4.700 Quadratmeter große öffentliche Grünfläche bilden, die von allen Seiten zugänglich ist.

Das Konzept beruht auf dem 2010 durchgeführten städtebaulichen und landschaftsplanerischen Ideenwettbewerb und dem nachfolgenden 2013 entschiedenen Realisierungswettbewerb für das Kulturelle Bürgerzentrum mit Sozialbürgerhaus und Wohnen.

Weitere Informationen

Weichen gestellt für 140 neue Wohnungen in Sendling

(23.11.16) Der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung hat in seiner heutigen Sitzung das Referat für Stadtplanung und Bauordnung beauftragt, für das Areal südlich des Bauernbräuwegs den vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 2017b aufzustellen.

Der städtebauliche Planentwurf sieht im Bereich des Betriebsgeländes des ehemaligen Fruchtgroßhandels westlich der Bahnlinie München – Lenggries am S-Bahnhof Mittersendling den Neubau von zirka 140 Wohnungen vor.

Das Planungsgebiet ist zirka einen Hektar groß und liegt im Stadtbezirk 7 – Sendling – Westpark. Die Vorhabenträgerin hat das Grundstück Bauernbräuweg/Distlhofweg erworben und beabsichtigt, die dort befindlichen Gebäude und Anlagen abzubrechen, neu zu bauen und dabei insbesondere Wohnnutzung zu realisieren. Bei den geplanten Wohnungen handelt es sich sowohl um freifinanzierten als auch um geförderten Wohnungsbau. Außerdem soll eine Kindertageseinrichtung mit zwei Kinderkrippen- und zwei Kindergartengruppen sowie ein Lebensmitteleinzelhandel entstehen. Die nun geplante Entwicklung vervollständigt die bereits begonnene Quartiersentwicklung entlang des Distlhofwegs. Im Norden entsteht ein achtgeschossiger Wohnturm. Es folgt ein Wohnkomplex mit Lebensmitteleinzelhandel sowie Kindertageseinrichtung. Im Süden liegen ein L-förmiger Riegel zur Bahnfläche sowie zwei Stadthäuser am Distlhofweg. Über den Quartiersplatz und den angrenzenden Bauernbräuweg wird das geplante Wohngebiet und der Lebensmitteleinzelhandel mit den umgebenden

Wohnquartieren rund um den S-Bahnhof Mittersendling verbunden und ergänzt somit das vorhandene Angebot.

Bernhard Landbrecht wird neuer Heimatpfleger

(23.11.16) Regierungsbaumeister Bernhard Landbrecht soll am 1. Januar 2017 das Amt des Heimatpflegers der Landeshauptstadt München übernehmen, sein Stellvertreter wird Dr. Hanns Michael Küpper. Die Neuberufung hat der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung heute vorberatend beschlossen.

Der bisherige Amtsinhaber Gert Goergens stand nach insgesamt gut 16 Jahren in über vier Amtsperioden für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung. Gleichzeitig beendet sein Stellvertreter, Heinrich Maluche, sein Engagement.

Für die kommende Amtszeit von satzungsgemäß vier Jahren konnten mit Bernhard Landbrecht und Dr. Hanns Michael Küpper zwei fachlich kompetente Persönlichkeiten gefunden werden. Landbrecht verfügt über langjährige Erfahrung als Architekt und ist zudem Mitglied der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL) sowie verantwortlicher Redakteur des Fachmagazins „Der Bauberater“. Dr. Küpper bringt langjährige praktische Erfahrung als Architekt mit und ist unter anderem Mitglied im Internationalen Rat für Denkmalpflege (ICOMOS).

Stadtbaurätin Professorin Dr.(I) Elisabeth Merk dankt Goergens und Maluche für die langjährige vertrauensvolle und kooperative Zusammenarbeit, die maßgeblich zur Wahrung des Münchner Stadtbildes beigetragen hat. Das Amt des Heimatpflegers ist ein gemeindliches Ehrenamt. Gemäß Satzung steht der Heimatpfleger dem Stadtrat und den Verwaltungsdienststellen bei Fragen der Heimat- und Denkmalpflege beratend, gutachterlich und unterstützend zur Seite. Ferner ist der Heimatpfleger im Baugenehmigungsverfahren und im Bauleitplanverfahren als Träger öffentlicher Belange bei allen Vorhaben einzuschalten, die für das Stadtbild und dessen Funktion wesentlich sein können. Außerdem sollen alle anderen Dienststellen den Heimatpfleger rechtzeitig über alle Vorgänge, die die Heimatpflege berühren, unterrichten, so dass sich dieser – falls notwendig – einschalten kann. Die endgültige Entscheidung über die Besetzung trifft die Vollversammlung des Stadtrates in der Sitzung am 14. Dezember.

Perspektive München: Stadt lädt zum Handlungsraumforum ein

(18.11.16) Im Rahmen von PERSPEKTIVE MÜNCHEN, dem Stadtentwicklungskonzept der Landeshauptstadt München, wird der Öffentlichkeit am Mittwoch, 30. November, von 18.30 bis 21 Uhr im MVG Museum, Ständlerstraße 20, der aktuelle Stand der Arbeiten am Handlungsraumkonzept präsentiert.

Bei der letzten Fortschreibung der PERSPEKTIVE MÜNCHEN wurden insgesamt zehn sogenannte Handlungsräume identifiziert. Dabei handelt es sich um die Schwerpunktgebiete der Stadtentwicklung, die sich durch eine besondere Entwicklungsdynamik und erhöhte Handlungsbedarfe auszeichnen. In diesen „Hotspots“ stadträumlicher Veränderung konzentrieren sich Potenziale und Chancen, aber auch Herausforderungen und Risiken.

Für den Handlungsraum 3 „Rund um den Ostbahnhof – Ramersdorf – Giesing“, der große Teile von Berg am Laim, Ramersdorf und Obergiesing umfasst, aber auch Haidhausen und Untergiesing tangiert, gibt es ein Modellprojekt. In diesem wird getestet, welche strategischen Ansätze, Beteiligungsformate und planerische Meilensteine für die Arbeit mit den zehn Handlungsräumen geeignet sind.

Das Projekt macht inzwischen Fortschritte. Nach einer sehr gut besuchten Auftaktveranstaltung im Februar im Giesinger Bahnhof, drei Stadtspaziergängen im Mai und Juni sowie thematischen Werkstätten im September und Oktober findet nun das Handlungsraumforum statt. Im Fokus stehen die Kernstrategien aus dem bisherigen Projektverlauf: „Qualitätsvolle Achsen und Kerne“, „Lebenswerte und gerechte Quartiere“ und „Attraktiv durch neue Mischungen“. Diese werden an einem begehbaren Modell vorgestellt und in thematischen Blitzlichtern vertieft. Dabei bietet sich die Möglichkeit der Diskussion und Kommentierung. Die Veranstaltung soll zu einem regen Austausch zwischen Bearbeitungsbüros, Bürgerinnen und Bürgern, Stadtverwaltung, Lokalpolitik sowie Akteurinnen und Akteuren aus verschiedenen Bereichen beitragen.

Um die Organisation zu erleichtern, wird um eine kurze Anmeldung bis Montag, 28. November, per E-Mail an handlungsraum@muenchen.de oder unter Telefon 233 – 2 62 91 gebeten.

Weitere Informationen

Ausstellung zum Wettbewerb „Hochmuttinger Straße / Herbergstraße“

In Feldmoching soll ein neues Quartier mit zirka 600 Wohnungen entstehen. Um den Planungen ein städtebaulich und landschaftsplanerisch hochwertiges Fundament zugrunde zu legen, wurde ein Wettbewerb für die Wohnbauentwicklung östlich der Hochmuttinger Straße und nördlich der Herbergstraße durchgeführt und kürzlich entschieden.

Um die Öffentlichkeit über die Ergebnisse des Wettbewerbs zu informieren, werden die Arbeiten von Dienstag, 22. November, bis Freitag, 2. Dezember, im Foyer des Referates für Stadtplanung und Bauordnung, Blumenstraße 28b, gezeigt. Die Ausstellung wird am Montag, 21. November, um 18.30 Uhr von der Leitenden Baudirektorin Sabine Steger eröffnet.

Das zirka 8,15 Hektar große Planungsgebiet stellt im städtebaulichen Zusammenhang derzeit noch eine Art Lücke am nördlichen Stadtrand Münchens im Bereich Feldmoching dar. Durch deren Schließung können die bestehende Bebauung an der Paul-Preuß-Straße und die Bebauung westlich der Hochmuttinger Straße neu strukturiert werden. Der Übergang zur offenen Feldflur im Norden soll durch eine Ortsrandeingrünung gestaltet werden. Auf den bislang brachliegenden Flächen soll künftig ein neues Wohnquartier mit zirka 600 Wohnungen sowie zwei Kindertageseinrichtungen, Läden und öffentlichen Grünflächen entstehen. Mit der Planung soll ein Wohnquartier mit vielfältiger sowie hoher städtebaulicher und stadträumlicher Qualität unter Berücksichtigung der besonderen Ortsrandlage und der Nähe zum Ortskern Feldmoching geschaffen werden.

Um für die anspruchsvolle Planungsaufgabe und die weitere Bauleitplanung ein qualitätsvolles städtebauliches und landschaftsplanerisches Konzept zu erhalten, hatten die DEMOS Wohnbau GmbH, die HI Wohnbau GmbH und die WOWOBAU Wohnungsbaugesellschaft mbH in enger Abstimmung mit der Landeshauptstadt München einen Planungswettbewerb ausgelobt, an dem sich zehn Bürogemeinschaften, bestehend aus Architekten und Landschaftsplanern, beteiligt haben.

Anfang November stellten die teilnehmenden Planungsbüros ihre Arbeiten dem Preisgericht persönlich vor. Anschließend traf das Preisgericht unter dem Vorsitz des Architekten und Stadtplaners Professor Dr. Franz Pesch die Entscheidung über den Ausgang des Wettbewerbs. Der erste Preis geht an Ammann Albers StadtWerke, Zürich mit Burkhardt + Engelmayer Landschaftsarchitekten, München. Platz zwei ging an su und z Architekten, München, mit studio B Landschaftsarchitektur, München. Mit dem dritten Preis wurden MORPHO-LOGIC Architekten Stadtplaner, München, mit michellerundschalk landschaftsarchitektur urbanismus, München, ausgezeichnet.

Neue Wohnungen an der Pappenheimstraße: Pläne liegen aus

(10.11.16) In Neuhausen sollen neue Wohnungen und eine Kindertagesstätte entstehen. Im Planungsgebiet sind entlang der Blutenburg- und der Pappenheimstraße Neubauten mit Wohnungen sowie Nutzungen des Dienstleistungsbereichs, des Einzelhandels und der sozialen Infrastruktur vorgesehen.

Das denkmalgeschützte Gebäude an der Pappenheimstraße 14 soll in die Planungen einbezogen werden. Insgesamt sollen zirka 150 Wohneinheiten und Flächen für etwa 90 Arbeitsplätze entstehen. Die geplanten Maßnahmen erfordern eine Teiländerung des Bebauungsplanes Nr. 1466 und die Aufstellung eines neuen Bebauungsplanes mit Grünordnung.

Der Bebauungsplan wird im beschleunigten Verfahren gemäß Paragraf 13 a BauGB aufgestellt. Es wird keine Umweltprüfung nach Paragraf 2 Abs. 4 BauGB durchgeführt.

Die Unterlagen, aus denen sich die Öffentlichkeit zu den allgemeinen Zielen und Zwecken sowie wesentlichen Auswirkungen der Planung unterrichten kann, werden vom 14. bis 28. November an folgenden städtischen Dienststellen zur Einsicht bereitgehalten:

  • beim Referat für Stadtplanung und Bauordnung, Blumenstraße 28 b (Hochhaus), Erdgeschoss, Raum 071 (Auslegungsraum), barrierefreier Eingang an der Ostseite des Gebäudes auf Blumenstraße 28 a (Montag mit Freitag von 6.30 bis 18 Uhr),
  • bei der Bezirksinspektion Mitte, Tal 31 (Montag, Mittwoch, Freitag von 7.30 bis 12 Uhr, Dienstag von 8.30 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr, Donnerstag von 8.30 bis 15 Uhr),
  • bei der Stadtbibliothek Maxvorstadt, Augustenstraße 92 (Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag von 10 bis 19 Uhr und Mittwoch von 14 bis 19 Uhr).

Zum Projekt: Der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung hatte am 16. Juli 2014 beschlossen, für das Gebiet Pappenheimstraße (westlich) zwischen Marsplatz und Blutenburgstraße den Bebauungsplan mit Grünordnung Nr. 2089 aufzustellen.

Die Deutsche Telekom AG beabsichtigt, die Betriebsfläche ihrer Zentralvermittlungsstelle an der Blutenburg-/Pappenheimstraße zu verkleinern. Dadurch entsteht Potenzial zur Nachverdichtung. Die Zentralvermittlungsstelle der Deutschen Telekom AG bleibt außerhalb des neuen Umgriffs erhalten. Ziel der Überplanung ist es, das Gelände unter Berücksichtigung des stadträumlichen Kontextes, insbesondere der vorhandenen Strukturen, der Höhenentwicklung und der Maßstäblichkeit, städtebaulich neu zu ordnen und neue Nutzungen zu ermöglichen. Zugleich sollen unter weitgehender Erhaltung des wertvollen Baumbestandes für die Bewohnerschaft und die Beschäftigten attraktive sowie ökologisch und klimatisch wirksame Grün- und Freiflächen geschaffen und gesichert werden.

Wohnungsmarktbarometer 2016

(3.11.2016) Das nun erschienene aktuelle Wohnungsmarktbarometer 2016 belegt die Dringlichkeit des Engagements der Landeshauptstadt München, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und zu erhalten und damit eine Dämpfung der Mietpreissteigerungen herbeizuführen. Es bezieht sich auf die Mieten des zweiten Quartals dieses Jahres und kann jetzt online abgerufen werden.

Die Erstbezugsmieten in München sind weiterhin auf hohem Niveau, sie liegen im Jahr 2016 im Durchschnitt bei 18,91 Euro je Quadratmeter. Im Vergleich zum Vorjahr sind sie damit um rund 11,2 Prozent gestiegen. Bei den Wiedervermietungsmieten ist der Preisanstieg mit rund 6,3 Prozent etwas geringer, sie liegen nun durchschnittlich bei 15,72 Euro je Quadratmeter. Erstmals wurden zur Erstellung des Wohnungsmarktbarometers auch Angebote des Internetportals Immobilienscout24 einbezogen, weshalb ein direkter Vergleich mit den Publikationen der Vorjahre nur bedingt möglich ist.

Die Auswertung der Angebotszahlen zeigt, dass gegenüber den Vorjahren zum Erstbezug vermehrt kleinere Wohnungen angeboten werden. Dies könnte auf eine veränderte Angebotsstruktur im Neubau hinweisen. Es werden zunehmend kleine und mittlere Wohnungsgrößen gebaut. Große Wohnungen, die oft zum Luxussegment zählen, werden hingegen weniger häufig umgesetzt.

Der Anstieg der Wiedervermietungsmieten betrifft vor allem die kleineren Wohnungen mit bis zu 60 Quadratmetern Wohnfläche, während die Preise für größere Wohnungen im Vergleich relativ stabil geblieben sind. Die Quadratmetermieten sind in allen Wohnungsmarktgebieten der  Landeshauptstadt München gestiegen. Die höchsten Steigerungen wurden im Münchner Norden verzeichnet. Auffällig ist, dass die Mieten in teureren Wohnungsmarktgebieten im Vergleich zu günstigeren Gegenden weniger stark ansteigen.

Wie auch in den Vorjahren werden in den Innenstadtlagen die höchsten Mieten erreicht. Einflüsse unterschiedlicher Wohnlagequalitäten scheinen dabei also weniger bedeutend als die Entfernung zum Zentrum. Im Münchner Umland sind die Mieten im S-Bahn-Einzugsbereich tendenziell höher als in den weniger gut angebundenen Gebieten. Insgesamt liegen die Preise hier jedoch deutlich unterhalb des Münchner Niveaus. Auch die größten Städte im Bereich der Europäischen Metropolregion München (EMM) weisen ein höheres Mietpreisniveau als ihr Umland auf, absolut bleiben auch sie jedoch unter dem Preisniveau der Landeshauptstadt.

Die Mietpreisbremse hat bislang noch nicht zu einer erkennbaren Dämpfung der Mietsteigerungen geführt. Jedoch hat sich das im Sommer 2015 eingeführte Bestellerprinzip mittlerweile etabliert. Viele Vermieterinnen und Vermieter versuchen nun, selbst neue Mieter zu finden. Dies zeigt auch der leichte Rückgang der Angebotszahlen im Vergleich zum Vorjahr.

Die langjährigen, intensiven und immer wieder verstärkten Bemühungen der Landeshauptstadt München zur Schaffung und Erhaltung bezahlbaren Wohnraums führen hierbei wohl zu einer Dämpfung der Preissteigerungen, die ansonsten womöglich noch höher ausgefallen wären. Das nun vorgelegte Wohnungsmarktbarometer München 2016 belegt die Dringlichkeit, dieses hohe Engagement der Stadt weiter aufrecht zu erhalten.

Im Herbst 2016 wird dem Stadtrat eine weitere Fortschreibung des wohnungspolitischen Handlungsprogramms – „Wohnen in München VI“ – vorgelegt. Ziel ist die Förderung und Schaffung von Wohnraum für untere, aber auch mittlere Einkommensgruppen. Oberbürgermeister Dieter Reiter betont: „Die Preisentwicklung auf dem freien Mietwohnungsmarkt zeigt deutlich, dass die Stadt unbedingt weiter an ihrem ehrgeizigen Wohnungsbauprogramm festhalten muss. Die städtischen Wohnungsbaugesellschaften sind ein wichtiger Garant dafür, dass es in München auch langfristig bezahlbare Wohnungen geben wird.“ Zum Vergleich: Die durchschnittlichen Grundmieten im Wohnungsbestand der beiden städtischen Wohnungsbaugesellschaften liegen bei unter 50 Prozent der Marktmieten (GWG: 6,65 Euro/m², GEWOFAG: 6,90 Euro/m²).

Weitere Informationen