Top
Logo der Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Pressemitteilungen: November 2017


Stadtspaziergang von der Paulaner-Brauerei zum Ostbahnhof

(29.11.17) Der letzte Stadtspaziergang in der Reihe „PlanTreff vor Ort“ in diesem Jahr führt am Freitag, 8. Dezember, von der Paulaner-Brauerei zum Ostbahnhof. Unter dem Motto „Neues Wohnen“ werden die Planungen für das Paulaner-Gelände vorgestellt.

Danach geht es weiter nach Haidhausen, wo unter anderem die städtebauliche Neuordnung eines typischen Blocks zwischen der Rosenheimer- und Lothringer Straße auf dem Programm steht. Die kostenlose Tour beginnt um 13.30 Uhr am Eingangsbereich der Paulaner-Zentrale, Ohlmüllerstraße 42, nahe der Trambahnhaltestelle Mariahilfplatz und endet gegen 16 Uhr bei der Halle Lothringer13 in der Nähe des Ostbahnhofes. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine Anmeldung erforderlich – telefonisch unter 2 33-2 29 42 oder per E-Mail an plantreff@muenchen.de.

Die Führung wird von der Architektin Claudia Neeser von Guiding Architects Munich begleitet und moderiert. In der erfolgreichen Reihe „PlanTreff vor Ort“ haben Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, aktuelle Planungen und Projekte in München und der Region kennenzulernen sowie sich mit Expertinnen und Experten zur Stadtentwicklung auszutauschen. Sie wird 2018 fortgesetzt.

Uhrmacherhäusl Giesing: Statische Sicherungsmaßnahmen

(28.1.17) Am 1. September ist das unter Denkmalschutz stehende Anwesen Obere Grasstraße 1 – das so genannte Uhrmacherhäusl in Giesing – trotz einer am Vortag erlassenen Baueinstellungsverfügung abgerissen worden.

Am 9. und 10. November erfolgte auf Anordnung der Unteren Denkmalschutzbehörde des Referats für Stadtplanung und Bauordnung die geordnete Räumung des Abbruchmaterials unter Aufsicht von Fachleuten des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege, um ein exaktes Schadensbild und Aufschluss über die historischen Kelleranlagen zu erhalten.

Im nächsten Schritt sind statische Sicherungsmaßnahmen zum Erhalt der Giebelwände und des Kellers notwendig. Dabei ist es erforderlich, nicht erhaltungsfähige Bauteile zu entfernen, um die Sicherung der Giebelwände sicherstellen zu können. Die Arbeiten haben heute begonnen und werden durch einen von der Lokalbaukommission beauftragten Prüfstatiker überwacht.

Ein Verwaltungsverfahren mit dem Ziel eines ensemblegerechten Ersatzbaus in ursprünglicher Kubatur und Form des abgebrochenen Gebäudes ist bereits eingeleitet, ebenso ein Bußgeldverfahren mit Anhörungen der Betroffenen. Weitere Abstimmungen mit dem Polizeipräsidium und der Staatsanwaltschaft laufen.

Stadtratshearing Weltkulturerbe Olympiapark

(28.11.17) Der Olympiapark in München mit seinen Einzelbaudenkmälern – Olympiastadion, Olympiahalle, Olympia-Schwimmhalle, Fernsehturm und Ökumenisches Kirchenzentrum des Olympischen Dorfes – ist als Ensemble in die Denkmalliste eingetragen.

Der Stadtverwaltung liegen eine Reihe von Anträgen aus der interessierten Öffentlichkeit und der Fachwelt vor, die das Ziel haben, den Olympiapark in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufzunehmen. Initiativen aus dem Stadtrat und der Bürgerschaft sowie das Engagement des Altoberbürgermeisters Dr. Hans-Jochen Vogel sind Anlass, am Mittwoch, 29. November, von 9.30 bis 13 Uhr im Großen Sitzungssaal des Rathauses ein Experten-Hearing durchzuführen.

Nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Dieter Reiter werden der Referent für Arbeit und Wirtschaft, Bürgermeister Josef Schmid, aus Sicht des Referats für Arbeit und Wirtschaft und Stadtbaurätin Professorin Dr. (I) Elisabeth Merk aus Sicht des Referats für Stadtplanung und Bauordnung in die Thematik einführen.

Für die daran anschließenden Fachvorträge konnten gewonnen werden:

  • Generalkonservator Professor Mathias Pfeil, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege
  • Professor Jörn Walter, ehemaliger Leiter der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, Hansestadt Hamburg
  • Dr. Dagmar Tille, Leiterin der Obersten Denkmalschutzbehörde, Berlin
  • Professor Dr. Michael Petzet, ICOMOS

Als weitere Fachleute und Beteiligte sind eingeladen:

  • Bürgermeisterin Christine Strobl, Aufsichtsratsvorsitzende der Olympiapark München GmbH
  • Gert Pafferodt, Vorsitzender des Vereins „Aktion Welterbe Olympiapark“
  • Dr. Baur vom Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst
  • Professor Fritz Auer und Dr. Elisabeth Spieker von Behnisch Architekten
  • Marion Schöne, Geschäftsführerin der Olympiapark München GmbH
  • Professorin Regine Keller, TU München.

Selbstverständlich hat Oberbürgermeister Reiter auch den Vater der XX. Olympischen Spiele von München, Alt-Oberbürgermeister Dr. Hans-Jochen Vogel, eingeladen.

Ziel des Hearings ist die Information und der Austausch mit Experten und Fachleuten, insbesondere im Hinblick auf die Fragestellungen „Was bedeutet ein Weltkulturerbe für unsere Stadt?“ und „Wie können Weiterentwicklung und Veränderungen mit Weltkulturerbestatus aussehen?“.

Die Veranstaltung ist öffentlich; auf der Zuschauertribüne des großen Sitzungssaals steht eine begrenzte Anzahl von Sitzplätzen zur Verfügung.

„Zukunft Stadt: München 2040+“: Diskussionsrunde im Gasteig

(28.11.17) Die Digitalisierung ist ein Prozess, der das Leben generell, aber gerade auch das Zusammenleben in der Stadt verändern wird. Einige Entwicklungen sind bereits deutlich sichtbar, wie zum Beispiel die Nutzung von Apps oder Wlan-Hotspots im öffentlichen Raum.

Doch welche Trends haben wir derzeit noch nicht so deutlich im Blick? Wo liegen die Schwerpunkte? Um Fragen wie diese geht es am Donnerstag, 7. Dezember, bei bei der zweiten Diskussionsrunde in der Werkstattreihe „Zukunft Stadt: München 2040+“, Gasteig, Carl-Amery-Saal, Rosenheimer Straße 5. Beginn der Veranstaltung zu der das Referat für Stadtplanung und Bauordnung einlädt ist um 18.30 Uhr.

Referentinnen und Referenten sind Dr. Dirk Schlesinger (Chief Digital Officer von TÜV Süd), Wolfgang Glock (IT-Stratege und Projektleiter bei E- und Open-Government der Landeshauptstadt München), Anke Buettner (Leitung Programm und Öffentlichkeitsarbeit bei der Münchner Stadtbibliothek), Katrin Schuster (Digitale Kommunikation bei der Münchner Stadtbibliothek)

Die Diskussionsrunde wird von einer Ausstellung begleitet. Bereits ab 16 Uhr werden im Foyer des Carl-Amery-Saals Münchner Projekte zur digitalen Transformation gezeigt.

Anmeldung per E-Mail an zukunft@muenchen.de oder Telefon 2 33-2 36 94.

Die nächste Veranstaltung mit dem Titel „Integrationsmaschine Stadt“ findet am 17. Januar 2018 im Foyer des Jüdischen Museums, Sankt-Jakobs-Platz 16, statt. Die letzte Veranstaltung der Werkstattreihe ist für Februar/ März 2018 geplant.

Die Landeshauptstadt setzt sich in der Werkstattreihe „Zukunft Stadt: München 2040+“ mit Fragen der zukünftigen Entwicklung der Stadt auseinander. Grundlage ist die Studie „Zukunftsschau München 2040+“, die das Fraunhofer Institut (IAO) in Stuttgart im Auftrag der Landeshauptstadt München erstellt hat.

Höchststände bei Baugenehmigungen und Baurechtsschaffung

(22.11.17) Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung verzeichnet für das laufende Jahr 2017 eine besonders positive Entwicklung der aktuellen Zahlen der Baugenehmigungen. Einschließlich des 3. Quartals 2017 wurden von der Lokalbaukommission der Landeshauptstadt München bereits mehr als 9.500 Wohneinheiten genehmigt.

Dabei ist diese dynamische Entwicklung mit heutigem Stand eine erfreuliche Zwischenbilanz, die aller Voraussicht aber nach noch weiter nach oben anzupassen sein wird. Im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres ist hier ein Anstieg um zirka 35 Prozent zu verzeichnen.

Die ebenfalls positive Jahresbilanz 2016 belief sich schließlich auf 9.660 Wohnungen. Einschließlich des derzeit noch laufenden letzten Quartals für 2017 lässt sich daher ein neuer Höchststand zum Jahresabschluss erwarten.

Oberbürgermeister Dieter Reiter: „Das sind sehr erfreuliche Nachrichten und ich möchte mich besonders bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Planungsreferat bedanken, die mit großer Energie an dieser positiven Bilanz mitgewirkt haben. Nur so schaffen wir es, den Druck aus dem Münchner Wohnungsmarkt zu nehmen und möglichst schnell das Angebot an Wohnungen zu erhöhen.“

Auch bei den Fertigstellungen von Wohnungen ist ein Anstieg um zirka 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen: Mit Ende des 3. Quartals wurden in München seit Jahresbeginn 6.442 Wohnungen fertiggestellt. Auch hier ist absehbar, dass der Vorjahresgesamtwert zum Jahresende erreicht beziehungsweise übertroffen werden wird.

Zusätzlich zu den reinen Baugenehmigungsverfahren verfestigt sich auch im Bereich der Baurechtsschaffung der weiterhin positive Trend. Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung wird im laufenden Jahr Bebauungspläne in den Stadtrat einbringen, die sich in der Summe nach Beschluss des Stadtrates auf etwa 5.760 Wohneinheiten belaufen und Entwicklungsareale im gesamten Stadtgebiet umfassen. Die hier geplanten Wohnungen werden mittelfristig in den kommenden Jahren vor Ort gebaut werden und sichern damit einen wesentlichen Baustein für den zukünftigen Bedarf auf dem weiterhin angespannten Münchner Wohnungsmarkt. Im Rahmen der Bebauungsplanverfahren kommen regelmäßig Flächenvergaben in größerem Umfang an Genossenschaften sowie die Grundsätze der Sozialgerechten Bodennutzung zur Anwendung, wonach mindestens 30 Prozent der dort entstehenden Wohnungen als geförderter Wohnungsbau zu realisieren sind und private Entwickler sich an den Kosten technischer und sozialer Infrastrukturen beteiligen.

Gründe für den erneuten Anstieg der Wohneinheiten in den Planungsbilanzen sind optimierte Verfahren, verstärkte Bautätigkeit sowie insbesondere, dass die Strategien der Langfristigen Siedlungsentwicklung – Neuentwicklungen in weniger zentralen Gebieten, Umstrukturierung von ehemaligen Gewerbe- und Kasernenflächen sowie sinnvolle Nachverdichtung – trotz zunehmender Entwicklungsflächenknappheit wirksam werden. Diese verstärkte Aktivität bei Baugenehmigung und Baurechtsschaffung hat einen dämpfenden Effekt auf die Preisentwicklung im Miet- und Eigentumswohnungsbau.

Zweiter Bürgerworkshop zur Verkehrsanbindung Freiham Nord

(20.11.17) Die Bürgerbeteiligung zur Anbindung des neuen Stadtteils Freiham an Aubing geht in die zweite Runde. Aufbauend auf den Ergebnissen des ersten Bürgerworkshops im April letzten Jahres liegt nun die vom Referat für Stadtplanung und Bauordnung beauftragte Machbarkeitsstudie im Entwurf vor.

Im Rahmen des zweiten Bürgerworkshops am Donnerstag, 30. November, in der Zeit von 18 bis 21 Uhr im Bayerischen Schnitzel- und Hendlhaus, Limesstraße 63, werden Zwischenergebnisse und alternative Lösungsansätze vorgestellt und gemeinsam mit den Planerinnen und Planern diskutiert. Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung lädt dazu alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ein. Die Zahl der Teilnehmenden ist aufgrund räumlicher Kapazitäten begrenzt. Es wird daher um Anmeldung bis 23. November per E-Mail an plan.ha2-45v@muenchen.de gebeten.

Der Stadtteil Freiham soll an die bestehende Bebauung im Norden an Aubing angebunden werden. Dazu wird im Rahmen einer Machbarkeitsstudie sowohl verkehrlichen als auch räumlich-gestalterischen Fragestellungen für eine optimale Anbindung des motorisierten Individualverkehrs (MIV), des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und des Fuß- und Radverkehrs unter Berücksichtigung der Auswirkungen auf die umliegenden Straßen nachgegangen. Untersucht werden auch Potenziale für eine Aufwertung im Bereich Alt-Aubing durch verkehrsberuhigende Maßnahmen und die Gestaltung des öffentlichen Raums sowie der barrierefreie Neubau des S-Bahnhaltes Aubing.

Die Studie wird von drei öffentlichen Veranstaltungen begleitet. In einem ersten Bürgerworkshop formulierten Aubinger Bürgerinnen und Bürger ihre Ziele und Wünsche. Die Veranstaltung wurde bewusst vor die Beauftragung der Machbarkeitsstudie gelegt, um die Anregungen aus dem Workshop als Arbeitsgrundlage in die Erarbeitung der Studie einfließen lassen zu können, die nun im Entwurf vorliegt und diskutiert wird. In einem abschließenden dritten Workshop 2018 werden die Ergebnisse öffentlich vorgestellt.

Weitere Informationen

Freiham Nord: Erste Stufe des Wettbewerbs entschieden

(15.11.17) Die erste Stufe des städtebaulich-freiraumplanerischer Realisierungswettbewerbs für den zweiten Realisierungsabschnitt Freiham Nord ist entschieden.

In der Jurysitzung vom 9. und 10. November unter dem Vorsitz von Professor Dr. Thomas Jocher, München, wurden aus 23 eingereichten Arbeiten die sieben stadträumlichen Konzeptionen ausgewählt, die die vielfältigen Anforderungen an urbanes Wohnen für mehr als 5.000 Menschen am überzeugendsten gelöst haben. Der Wettbewerb wird von drei öffentlichen Veranstaltungen begleitet. Auf dem zweiten Bürgerdialog am kommenden Freitag werden die Verfasser ihre Entwürfe vorstellen.

Die Lösungen für die städtebauliche und landschaftsplanerische Konzeption wurde von den teilnehmenden Büros auf unterschiedlichste Art und Weise interpretiert. Im Mittelpunkt der Jury-Diskussion, an der Oberbürgermeister Dieter Reiter, Bürgermeister Josef Schmidt und Stadtbaurätin Professorin Dr.(I) Elisabeth Merk teilnahmen, standen Aspekte wie die städtebauliche Dichte am Stadtrand, zukunftsweisende Mobilitätskonzepte und besondere Qualitäten neuer öffentlicher Räume, um den zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohnern in Freiham Nord gute Vernetzungen im neuen Stadtgebiet zu ermöglichen. Dazu zählten auch kurze Wegeverbindungen zum Landschaftspark sowie zum Quartierszentrum des ersten Realisierungsabschnittes. Als besonders anspruchsvolle Entwurfsaufgabe für die Planerinnen und Planer stellte sich die Unterbringung von Schulen im zirka 60 Hektar großen Wettbewerbsgebiet heraus – in der zweiten Stufe des Wettbewerbs wird dies unter den Aspekten Dichte und sparsamer Umgang mit Grund und Boden weiter vertieft.

Ausgewählt für die weiterführende Bearbeitung wurden die Beiträge von:

  • 03 Architekten GmbH, München, mit studio B Landschaftsarchitekten, München;
  • Blaumoser Architekten, Starnberg, mit zaharias Landschaftsarchitekten, München;
  • Deffner Voitländer Architekten, Dachau, mit Schegk Landschaftsarchitekten I Stadtplaner, Heimhausen;
  • Hild und K Architekten BDA, München, mit Sergison Bates architects LLP, London, mit von Ballmoos Krucker Architekten AG, Zürich, mit Studio Vulkan Landschaftsarchitekten GmbH, Zürich;
  • kister scheithauer gross Architekten und stadtplaner GmbH, Leipzig, mit plandrei Landschaftsarchitekten GmbH, Erfurt;
  • Laux Architekten, München, mit Burger Landschaftsarchitekten Partnerschaft, München;
  • Studio Wessendorf, Berlin, mit Atelier Loidl Landschaftsarchitekten Berlin GmbH, Berlin.

Mit der Preisgerichtssitzung zur ersten Stufe des Wettbewerbs ist ein wichtiger Meilenstein im Verfahren erreicht. Nach dem zweiten Bürgerdialog am kommenden Freitag, 17. November, werden die Büros ihre Entwürfe bis März 2018 weiter ausarbeiten. Im April 2018 wird sich das Preisgericht erneut beraten und die beste Städtebau- und Freiraumkonzeption zur Realisierung empfehlen. Im Anschluss findet ein dritter Bürgerdialog statt.

Aktuelles Wohnungsmarktbarometer erschienen

(13.11.17) Das aktuelle Wohnungsmarktbarometer 2017, das sich vorwiegend auf die Mieten und Kaufpreise des 2. Quartals dieses Jahres bezieht, ist heute online erschienen und kann unter dem unten stehenden Link abgerufen werden.

Im letzten Jahr erfolgte ein Umstieg bei der Datengrundlage: Wurden bis 2015 noch ausschließlich Annoncen der Süddeutschen Zeitung verwendet, liegt nun für die letzten drei Jahre (2015 bis Mitte 2017) eine umfangreiche Datengrundlage auf Basis der Angebote des Internetportals Immobilienscout24 vor. Erstmals wurden zur Erstellung des Wohnungsmarktbarometers neben den Mietpreisen auch Kaufpreisangebote ausgewertet.

Die Erstbezugsmieten in München sind weiterhin auf hohem Niveau und liegen im Jahr 2017 im Durchschnitt bei 19,65 Euro je Quadratmeter, im Vergleich zum Vorjahr sind sie um rund 3,9 Prozent gestiegen. Dies ist eine deutlich moderatere Entwicklung als noch im Zeitraum 2015 bis 2016, in dem die Mieten im Erstbezug um 11,2 Prozent gestiegen sind. Bei den Wiedervermietungsmieten ist der Preisanstieg gegenüber dem Vorjahr mit rund 6,7 Prozent etwas höher als beim Erstbezug und fällt ähnlich hoch wie zwischen den Jahren 2015 und 2016 aus (6,3Prozent). Damit liegt die durchschnittliche Wiedervermietungsmiete nun bei 16,77 Euro je Quadratmeter.

Der Anstieg der Wiedervermietungsmieten betrifft vor allem die kleineren Wohnungen mit bis zu 60 Quadratmeter Wohnfläche, während die Preise für größere Wohnungen im Vergleich etwas moderater angestiegen sind. In diesem Jahr sind die Quadratmetermieten, mit Ausnahme von Feldmoching – Hasenbergl, in allen Wohnungsmarktgebieten gestiegen. Dabei wurden die höchsten Steigerungen in Höhe von über zehn Prozent hauptsächlich in den zentralen Innenstadtlagen verzeichnet.

Zum Verkauf werden Wohnimmobilien im Neubau für durchschnittlich rund 8.000Euro je Quadratmeter und auf dem Bestandsimmobilienmarkt für rund 6.600 Euro je Quadratmeter angeboten. Unabhängig vom Marktsegment finden sich die teuersten Kaufangebote in der Altstadt und dem Lehel. Hier werden zum Teil Kaufpreise von rund 15.000 Euro je Quadratmeter verlangt. Vergleichsweise erschwinglich wirken dagegen mittlere Kaufpreise von 5.000 Euro je Quadratmeter für Bestandsimmobilien in Ramersdorf – Perlach.

Über die Betrachtung der Einzelquartale zeigt sich, dass der Anstieg der Kaufpreise seit Beginn der Zeitreihe im Jahr2015 annähernd kontinuierlich erfolgte. Die höchste Steigerungsrate ist dabei mit 30,5 Prozent für kleine Wohnungen (20 bis 40 Quadratmeter) im Neubau zwischen den Jahren 2015 und 2016 zu verzeichnen. So zeigt sich auch bei den Kaufpreisen zuletzt eine insgesamt moderatere Preissteigerung. Während die Kaufpreise im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Prozent im Neubau beziehungsweise 6,4 Prozent bei Bestandsimmobilien angestiegen sind, lag der Anstieg in den Jahren 2015 auf 2016 bei 15,6Prozent beziehungsweise 14,6Prozent. Die langjährigen intensiven und immer wieder verstärkten Bemühungen der Landeshauptstadt München zur Schaffung und Erhaltung bezahlbaren Wohnraums führen hierbei wohl zu einer Dämpfung der Preissteigerungen, die ansonsten womöglich noch höher ausgefallen wären. Das nun vorgelegte Wohnungsmarktbarometer München 2017 belegt die Dringlichkeit, dieses hohe Engagement der Stadt weiter aufrecht zu erhalten. Ende 2016 wurde das neue wohnungspolitische Handlungsprogramm „Wohnen in München VI“ vom Stadtrat beschlossen. Primäres Ziel ist die Förderung und Schaffung von Wohnraum für untere, aber auch mittlere Einkommensgruppen.

Freiham Nord: Einladung zum zweiten Bürgerdialog

(10.11.17) Für das zirka 60 Hektar große Baugebiet des zweiten Realisierungsabschnitts Freiham Nord wird ein zweistufiger städtebaulich-freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb durchgeführt, der von drei öffentlichen Veranstaltungen begleitet wird.

Nach dem ersten Bürgerdialog im Juni lädt das Referat für Stadtplanung und Bauordnung nun zur zweiten Veranstaltung am Freitag, 17. November, ein. Dort werden die Verfasser der maximal acht besten Städtebau- und Freiraumkonzepte ihre Entwürfe vorstellen.

In der Jurysitzung am 9. und 10. November werden aus 23 eingereichten Arbeiten maximal acht stadträumliche Konzeptionen ausgewählt, welche die vielfältigen Anforderungen des urbanen Wohnens für mehr als 5.000 Einwohnerinnen und Einwohner im Übergang zum neuen Landschaftspark am überzeugendsten gelöst haben. Die öffentliche Veranstaltung des zweiten Bürgerdialogs ist ein wichtiger Meilenstein im Wettbewerbsverfahren. Ziel der Veranstaltung ist es, die besten Städtebau- und Freiraumkonzepte kennenzulernen und Anregungen für die konkreten Entwürfe aus der Sicht der Bürgerinnen und Bürger zu formulieren, die dann in die zweite Wettbewerbsphase als Meinungsbild eingebracht werden. Die Entwürfe werden bis März 2018 ausgearbeitet und anschließend im Preisgericht erneut beraten. Die beste Städtebau- und Freiraumkonzeption wird zur Realisierung empfohlen und im April 2018 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zur Teilnahme am zweiten Bürgerdialog ein, der am Freitag, 17. November, von 18 bis 22 Uhr im Bayerischen Schnitzel- und Hendlhaus in der Limesstraße 63 in Neuaubing stattfindet. Aus organisatorischen Gründen wird um eine formlose Anmeldung per E-Mail an dialog_freiham2ra@fsw-info.de gebeten.

Weitere Informationen

Verkehrsversuch Rosenheimer Straße gestartet

(9.11.17) Die baulichen und markierungstechnischen Maßnahmen zum Verkehrsversuch Rosenheimer Straße sind umgesetzt und für den Verkehr freigegeben. Damit startet der vom Stadtrat beschlossene Verkehrsversuch „Tempo 30 in der Rosenheimer Straße zwischen Rosenheimer Platz und Orleansstraße mit unterstützenden Maßnahmen“ nun offiziell.

Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung evaluiert die Maßnahme und wird nach Ablauf des Probebetriebs dem Stadtrat das Ergebnis bekannt geben. Der Probebetrieb ist zunächst auf ein Jahr ausgelegt.

Im Einzelnen wurden folgende Maßnahmen umgesetzt: Umbau der Einmündungsbereiche von Rosenheimer Straße und Orleansstraße stadteinwärts sowie von Rosenheimer Straße und Balanstraße stadtauswärts, Markierung der Radweg-Enden und Einfädelbereiche für den Radverkehr, Tempo-30-Beschilderung, Umwandlung eines Pkw-Stellplatzes östlich der Einmündung der Balanstraße in eine Fahrradabstellanlage, Neugestaltung der Ampel-Querung an der Pariser Straße mit vergrößerten Fußgängerfurten. Die Installation von Dialog-Displays erfolgt nach Abschluss des Ausschreibungsverfahrens Anfang 2018.

Paul-Gerhardt-Allee: Wettbewerbsarbeiten ausgestellt

(9.11.17) Der Realisierungswettbewerb für einen weiteren Teilbereich im Entwicklungsgebiet Paul-Gerhardt-Allee, Bebauungsplan mit Grünordnung Nr. 2058a, ist entschieden.

Die Wettbewerbsarbeiten für das Baugebiet WA 2(4) werden nun von Dienstag, 14., bis Freitag, 17. November, im Foyer des Referats für Stadtplanung und Bauordnung, Blumenstraße 28b, Montag bis Freitag, 8 bis 18 Uhr, präsentiert. Offiziell eröffnet wird die Ausstellung am Montag, 13. November, 18 Uhr, durch die Leitende Baudirektorin Sabine Steger.

Das zirka 1,4 Hektar große Baugebiet WA2(4) liegt im östlichen Bereich des Gebietes und grenzt direkt an einen westlich gelegenen öffentlichen Quartiersplatz. Der Wettbewerb dafür wurde von der DEMOS Wohnbau GmbH als einstufiger Realisierungswettbewerb mit sieben Teilnehmern ausgelobt. Am 27. Oktober befasste sich das Preisgericht mit den eingereichten Arbeiten. Das Preisgericht kam zu folgendem Ergebnis:

  1. Preis: Hierl Architekten BDA DWB, München, mit Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten München
  2. Preis: Goergens Miklautz Partner GmbH Architekten und Stadtplaner, München
  3. Preis: Riegler Riewe Architekten GmbH, Graz/Berlin, mit Grabner Huber Lipp Landschaftsarchitekten, Freising

Das Entwicklungsgebiet Paul-Gerhardt-Allee ist der letzte noch zu entwickelnde Teilbereich des übergeordneten städtebaulichen Entwicklungsprojektes „Zentrale Bahnflächen München“ im Schnittpunkt der Bahnlinien München – Ingolstadt und München – Augsburg. Auf dem bislang gewerblich und industriell genutzten Areal soll in Zukunft ein neues Stadtquartier mit attraktiven Wohnungen und Arbeitsplätzen entstehen. Um die architektonische und freiraumplanerische Qualität zu gewährleisten, wurden für insgesamt 13 Baugebiete im Planungsareal Realisierungswettbewerbe vorgesehen. Bereits neun davon wurden ausgelobt.

Zweiter Zukunftskongress zur langfristigen Siedlungsentwicklung

(9.11.2017) „Mut“ wünschte sich Oberbürgermeister Dieter Reiter für die Diskussionen auf dem Zweiten Zukunftskongress zur langfristigen Siedlungsentwicklung am 8. November, Mut vor allem aber für die konkrete Umsetzung von neuen Impulsen für die weitere Stadtentwicklung Münchens unter dem Vorzeichen des Wachstums.

Auf dem Kongress stellten Expertinnen und Experten vor 750 Gästen Erfolgsmodelle für qualitätsvolle und urbane Dichte aus München und anderen Städten vor und tauschten in Podiumsdiskussionen Standpunkte aus. Vertreterinnen und Vertretern der Wohnungswirtschaft, der Genossenschaften, aus der Politik, Forschung, Verwaltung und von verschiedenen Interessensvertretungen debattierten anhand nationaler und internationaler Beispiele über Umsetzungsmöglichkeiten der drei Strategien der langfristigen Siedlungsentwicklung: Verdichtung, Umstrukturierung und Erweiterung. Fünf Jahre nach dem ersten Zukunftskongress zu den Grundlagen der langfristigen Siedlungsentwicklung im Jahr 2012 bildeten Praxis und bereits gebaute Projekte den Schwerpunkt der Veranstaltung. Die nun vorgestellten Lösungsansätze für Städtebau, für Freiflächen und Öffentlichen Raum, die Mobilität der Zukunft, regionale Kooperationsmodelle und für die gerade in München besonders drängende Herausforderung der Schaffung bezahlbaren Wohnraums wurden dadurch konkret und greifbar. Während durchaus kontroverse Perspektiven geäußert wurden, bestand Einigkeit darüber, dass urbane und gemischte Stadtstrukturen und nicht lediglich Siedlungsflächen gebaut werden sollen. Zugleich benötigt die Landeshauptstadt eine Vertiefung der Konzepte für eine Balance zwischen städtischen Räumen, die durch hohe Dichten noch attraktiver werden, und anderen Räumen, deren Freiraumqualitäten gesichert und die entlastet werden sollen.

Stadtbaurätin Professorin Dr.(I) Elisabeth Merk betonte, dass diese Handlungsfelder des Wachstums nicht von Stadtplanung und Architektur alleine beantwortet werden können, sondern Potenziale für eine gesamtgesellschaftliche Lösung mobilisiert werden müssen. Die Stadtbaurätin schlug hierzu einen „Wachstumsvertrag“ vor, der die beteiligten Akteure zusammenbringen und eine gemeinsame Basis für die strategische Bewältigung der Aufgaben in der wachsenden Stadt München bilden soll.

Die Ausstellung zur langfristigen Siedlungsentwicklung, die bei dem Kongress gezeigt wurde, ist ab sofort bis zum 12. Dezember im PlanTreff an der Blumenstraße 31 zu sehen. Sie ist von Montag bis Freitag jeweils von 8 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Begleitend zum Kongress ist ein 64 Seiten starkes Magazin erschienen, das kostenlos im PlanTreff ausliegt oder unter www.muenchen.de/lasie zum Download bereitsteht. Es enthält Hintergründe, Zahlen und Interviews zur langfristigen Siedlungsentwicklung.

Kleinräumige Erwerbstätigenprognose für München veröffentlicht

(7.11.2017) Im aktuell erschienenen Bericht „Erwerbstätige in München“ des Referats für Stadtplanung und Bauordnung werden erstmalig Ergebnisse der Erwerbstätigenprognose für die einzelnen Stadtbezirke vorgestellt.

Ergänzt werden die Prognoseergebnisse um Analysen zur aktuellen Verteilung der Erwerbstätigen im Stadtgebiet und eine Zusammenfassung der städtischen und regionalen Erwerbstätigenprognose.

Die Prognose zeigt, dass sich die erwartete Zunahme der Zahl der Erwerbstätigen um rund 180.000 bis zum Jahr 2030 auf alle Stadtbezirke verteilen wird, wenn auch nicht in gleichem Maße. Der Prognose zufolge kommen in den Stadtbezirken Schwabing – Freimann (+17.000), Altstadt – Lehel (+13.000) und Neuhausen – Nymphenburg (+12.000) besonders viele Erwerbstätige hinzu. Hinsichtlich der relativen Entwicklung wird mit einem Plus von 79 Prozent für Aubing – Lochhausen – Langwied das stärkste, mit 2 Prozent für Allach – Untermenzing dagegen das niedrigste Wachstum prognostiziert.

Uhrmacherhäusl Giesing: Sicherung der Bauteile und weitere Schritte

(7.11.17) Am 1. September wurde das unter Denkmalschutz stehende Anwesen Obere Grasstraße 1 – das so genannte Uhrmacherhäusl in Giesing – trotz einer am Vortag erlassenen Baueinstellungsverfügung abgerissen.

In Abstimmung mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege hat die Untere Denkmalschutzbehörde des Referats für Stadtplanung und Bauordnung daraufhin als Sofortmaßnahme eine Verfügung zur Sicherung des verbliebenen Baumaterials erlassen. Nun hat die städtische Denkmalschutzbehörde die geordnete Räumung des Abbruchmaterials unter Aufsicht von Fachleuten des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege angeordnet, um ein exaktes Schadensbild und Aufschluss über die historischen Kelleranlagen zu erhalten. Diese Räumung soll am Donnerstag, 9. November, erfolgen.

Zugleich sollen umfangreiche Sicherungsmaßnahmen hinsichtlich der Restmauern und der angrenzenden Gebäude erfolgen. Oberbürgermeister Dieter Reiter sichert der angrenzenden Nachbarschaft hierbei volle Unterstützung durch die Verwaltung der Landeshauptstadt München zu.

Ein Verwaltungsverfahren mit dem Ziel eines ensemblegerechten Ersatzbaus in ursprünglicher Kubatur und Form des abgebrochenen Gebäudes ist bereits eingeleitet, ebenso ein Bußgeldverfahren mit Anhörungen der Beteiligten. Weitere Abstimmungen mit dem Polizeipräsidium und der Staatsanwaltschaft laufen.

PlanTreff vor Ort: Stadtspaziergang durch Ramersdorf

(3.11.2017) Den alten Ortskern von Ramersdorf und Siedlungen direkt am Mittleren Ring können Interessierte am Freitag, 17. November, beim nächsten Stadtspaziergang in der Reihe „PlanTreff vor Ort“ kennenlernen.

Beginn ist um 15 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich.

Im Stadtteil Ramersdorf reihen sich am Mittleren Ring vielfältige Quartiere aneinander. In einigen dieser Siedlungen aus den 1950-er und 60-er Jahren wurde durch Sanierung, Nachverdichtung und Freiraumgestaltung die Wohn- und Lebensqualität verbessert, zum Beispiel rund um den Piusplatz. Außerdem entstehen dort mit dem städtischen Förderprogramm „Wohnen am Ring“ Gebäude, die die dahinterliegende Bebauung vor Lärm schützen. Nach der Besichtigung einiger Quartiere führt die Tour zur Wallfahrtskirche Maria Ramersdorf. Ihre wichtige Präsenz als Dorfkern soll durch städtebauliche Veränderungen wieder sichtbar gemacht werden. Vorhandene Qualitäten und zukünftige Maßnahmen werden bei der Tour erläutert. Treffpunkt ist um 15 Uhr an der U-Bahnstation Innsbrucker Ring, Sperrengeschoss, Aufgang Innsbrucker Ring/Echardinger Einkehr. Der Spaziergang endet gegen 17.30 Uhr beim Alten Wirt, Aribonenstraße 6.

Die Führung wird von Claudia Neeser von guiding architects munich begleitet und moderiert. Zur Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich per E-Mail an plantreff@muenchen.de oder telefonisch unter 2 33-2 29 42. Die maximale Teilnehmerzahl ist auf 30 Personen beschränkt.