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Da rührt sich was - Amphibienwanderung


Erdkröte, Foto Christian Köbele  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Rücksichtsvoll Autofahren für den Artenschutz

Hunderttausende Frösche, Kröten und andere Amphibien kriechen an den ersten feucht-warmen Tagen des Jahres aus den Winterquartieren, um ihre gefährliche Wanderung zu den Laichgewässern anzutreten. Da sie dabei oft Straßen und Wege kreuzen, bittet die Untere Naturschutzbehörde München alle Autofahrer um besondere Rücksicht.

Die im Frühjahr beginnende Wanderung der Amphibien findet an feuchtwarmen Abend- und Nachtstunden statt; vorzugsweise bei Regen und einer Temperatur von über fünf Grad. Da die Amphibienbeständen in Bayern seit Jahren rückläufig sind, wurden Frösche, Kröten und andere Amphibien unter besonderen gesetzlichen Schutz gestellt; die mutwillige Tötung der Tiere ist deshalb verboten. Dieser gesetzliche Schutz reicht jedoch nicht aus, da aufgrund der zersiedelten Lebensräume von Fröschen und Kröten es besonders an Straßen zu massenhaften Todesfällen durch Überfahren kommt. Es ist hier dem hohen ehrenamtlichen Engagement der Naturschutzverbände zu verdanken, die in besonders betroffenen Gebieten Krötenzäune errichten und viel Zeit investieren, was erheblich zum Überleben dieser Tierarten beiträgt; doch auch jeder Einzelne ist aufgerufen, sich für den Artenschutz zu engagieren.
Die Unteren Naturschutzbehörde bittet deshalb alle Autofahrer in der Nähe von Feuchtgebieten folgendes zu berücksichtigen:

  • Beachten Sie bitte die Hinweisschilder zur Amphibienwanderung.
  • Bitte reduzieren Sie die Geschwindigkeit auf 30 km/h, da die Tiere nicht nur durch Überfahren sondern auch durch die Luftwirbel vorbeifahrender Fahrzeuge getötet werden.
  • Bitten nehmen Sie Rücksicht auf ehrenamtliche Helfer, welche schon früh morgens und spät abends die sogenannte 'Krötenleitzäune' errichten und betreuen.
  • Melden Sie Amphibienwanderungen, welche nicht durch Krötenleitzäune gesichert sind, auf der Internet-Seite des Bund Naturschutz in Bayern e.V. oder der örtlichen Polizei.

Der Artenschutz ist auf das Engagement und die aktive Hilfe jedes Einzelnen angewiesen, ohne die ein effektiver Naturschutz nur schwer möglich ist.

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Abt. 5 Naturschutz

Blumenstraße 28b
80331 München

Fax:
089 233-25869
Postanschrift:

Landeshauptstadt München
Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Abt. 5 Naturschutz
Blumenstr. 28b
80331 München

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