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Wie gehe ich mit Jungvögeln um?


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Erst beobachten, dann helfen

Jungvögel werden häufig von Tierfreunden gefunden und mitgenommen. Dabei ist Folgendes wichtig:

Die meisten dieser vermeintlich verwaisten jungen Vögel sind sogenannte Ästlinge, die vor dem Flüggewerden bereits das Nest verlassen haben und aus benachbarten Büschen nun die Altvögel rufen, damit sie mit Nahrung versorgt werden.

Die Aufzucht eines flugunfähigen Jungvogels durch den Menschen ist nicht einfach und umso schwieriger, je jünger der Vogel ist. Je länger er in menschlicher Obhut bleibt, desto schlechter sind seine Chancen, später in der Natur zu überleben. Ein Jungvogel sollte also nur in Pflege genommen werden, wenn es sicher ist, dass er tatsächlich von seinen Eltern verlassen wurde. Erst nach einer längeren Beobachtung (wenigstens eine Stunde) aus sicherer Distanz - um nicht selbst den Altvogel abzuschrecken – kann geklärt werden, ob sich nicht doch noch eines der Elterntiere um den scheinbar hilflosen Jungvogel kümmert. Oft genügt es schon, einen offen auf dem Boden sitzenden Jungvogel zur Sicherheit auf einen höher gelegenen Ast zu setzen - er kann von dort aus seine Eltern herbeirufen.

Selbst bei Jungvögeln, die aus dem Nest gefallen sind, ist es oft möglich, das Nest zu finden und den Vogel zurückzusetzen. Vögel orientieren sich wesentlich weniger als Säugetiere am Geruchssinn. Vogelkinder werden daher auch nach der Berührung durch den Menschen von den Eltern wieder angenommen.

Alle heimischen Vogelarten sind durch internationales Recht, Europa- und Bundesrecht entweder besonders oder sogar streng geschützt. Es ist verboten, den heimischen Vogelarten nachzustellen, diese zu fangen oder ihre Entwicklungsformen der Natur zu entnehmen. Zulässig ist es, nur kranke oder verletzte Tiere – dazu zählen auch wirklich und nicht nur vermeintlich verlassene Jungvögel - aufzunehmen. Diese Tiere müssen allerdings in die Freiheit entlassen werden, sobald sie sich selbstständig erhalten können.

Verstöße gegen die Regelungen des Vogelschutzes stellen zumindest Ordnungswidrigkeiten dar und können mit einer Geldbuße geahndet werden.

Nähere Informationen sind bei der Unteren Naturschutzbehörde erhältlich. Bei konkreten Fragen helfen Ihnen auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landesbundes für Vogelschutz in Bayern oder der LBV-Kreisgruppe München. Dort gibt es auch Tipps zur Aufzucht verlassener Jungtiere und zur anschließenden Entlassung in die Freiheit.

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Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Abt. 5 Naturschutz

Blumenstraße 28b
80331 München

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089 233-25869
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