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Rabenkrähe, Elster und Co.


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Gibt es eine Rabenkrähen- und Elsternplage?

Rabenvögel wie Elstern und Rabenkrähen haben im Allgemeinen einen schlechten Ruf.

Es wird oft behauptet, Rabenvögel - vor allem Elstern - seien zu einer Plage geworden. Aus wissenschaftlicher Sicht bestehen aber keine Anhaltspunkte für eine generelle, weiträumige Zunahme der Elstern oder anderer Rabenvögel. Nur regionale Zu- und Abnahmen der Bestände sind bekannt. Der Gesamtbestand in Mitteleuropa ist seit vielen Jahren konstant.

Das gehäufte Auftreten der Elster im Siedlungsbereich des Menschen ist darauf zurückzuführen, dass sich bei der Elster vielerorts eine Lebensraumverschiebung vollzogen hat. Die Elster als sehr anpassungsfähige und intelligente Tierart nutzt die besseren Bedingungen in der Nähe des Menschen aus, beispielsweise den besseren Schutz vor natürlichen Feinden (zum Beispiel Habicht oder Sperber) und die günstigeren Nahrungsbedingungen (Abfälle, Mülldeponien). 

Schlechter Ruf als Nesträuber?

Besonders die Tatsache, dass Rabenvögel, vor allem Elstern und Eichelhäher, Nester von Kleinvögeln plündern und deren Jungvögel fressen, macht sie bei vielen unbeliebt. Elster, Eichelhäher und Rabenkrähe sind jedoch Allesfresser. Ihre Hauptnahrung besteht aus Früchten, Beeren, Samen sowie Insekten und anderen wirbellosen Tieren. Der Anteil von Eiern und Jungvögeln beträgt maximal sieben Prozent. Der Bestand der übrigen Singvogelwelt ist hierdurch nicht gefährdet. Außerdem gibt es neben den Rabenvögeln auch noch andere Beutegreifer, die sehr häufig junge Vögel verzehren - Hauskatze, Marder, Eichhörnchen, Igel oder Spechte. Verluste an Gelegen und Jungvögeln werden durch die hohe Zahl an Nachkommen und eventuelle Nachgelege leicht ausgeglichen.

Artensterben allgemein wird oftmals durch den Menschen selbst verursacht.

Die Ursachen für den Rückgang der europäischen Vogelpopulationen sind in erster Linie Lebensraumzerstörung und Gifteinsatz, aber auch Verluste auf dem Zug und im Winterquartier.

Angriffe durch Rabenvögel

Rabenvögel sind intelligent und lernen schnell. Vom Menschen manchmal gefüttert und deshalb halb zahm, betteln sie auch so manchen Passanten an, der sich dadurch dann bedroht fühlen kann. Solche vom Menschen großgezogene (in München gibt es nach Schätzungen etwa 50 bis 100 von Menschen großgezogene Elstern) oder halbzahme Vögel schrecken auch nicht davor zurück, ins offene Fenster zu fliegen. Meist gibt es in der Nähe jemanden, der die Tiere füttert. Als Abwehr helfen gegebenenfalls Windräder oder andere bewegliche Körper. Am besten ist es jedoch, den Tierfreund darauf aufmerksam zu machen, dass eine Fütterung dieser Tiere nicht nötig ist, da dies für Anwohner zur Plage werden kann.

Im Sommer bekommen die Naturschutzbehörden und -verbände immer wieder Anfragen, dass sich Spaziergänger und Passanten durch Anflüge von Krähen an Hitchcocks Film "Die Vögel" erinnert fühlen. Es handelt sich hierbei um Scheinattacken, die zum Schutz der flügge gewordenen Jungtiere geflogen werden und bei denen der Mensch in der Regel nicht berührt und verletzt wird. Die Jungtiere kann man dabei oft gar nicht mehr so leicht von den Alttieren unterscheiden. Unterscheidungsmerkmale sind: Sie fliegen schlechter und werden noch von den Alttieren gefüttert.

Rabenkrähen bauen ihre Nester oft schon im Winter und brüten ab Mitte März. Ab Anfang Mai bis Mitte Juni (plus / minus eine Woche) werden die Jungen flügge. Zu diesen Angriffen kann es kommen, wenn man sich dem Jungtier unwissentlich zu sehr nähert. Die Devise sollte sein: sich möglichst schnell entfernen!

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