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Asiatischer Laubholzbockkäfer (ALB)


Maßnahmen gegen den ALB in Riem: Ergebnis der Fällungen in der Messestadt-Ost

►https://www.lfl.bayern.de/verschiedenes/presse/pms/2016/141428/index.php

Zuschüsse für Nachpflanzungen

Die Vollversammlung des Münchner Stadtrats hat am 20. Juli 2016 beschlossen, private Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümer, die in den durch den Asiatischen Laubholzbockkäfer (ALB) befallenen Zonen Waldperlach und Riem Laubgehölze nachpflanzen, finanziell zu unterstützen.

Das Konzept gilt auch für etwaige zukünftige Befallszonen in München und ist eine freiwillige Leistung der Landeshauptstadt. Mit dem Zuschuss soll ein Anreiz geschaffen werden, in den Befallszonen noch 2016, ansonsten spätestens 2017 nachzupflanzen. Der Zuschuss wird gegen Nachweis einer Rechnung gewährt. Gefördert werden nur Nachpflanzungen gemäß einer Pflanzliste für ALB-freie Gehölze. Es werden Zuschüsse bis zu 80 Prozent der Kosten der Nachpflanzung gewährt. Die genauen Konditionen finden Sie in folgenden Links:

Aus den Münchner Quarantänegebieten

Infolge der neuen ALB-Befallsfunde im Frühjahr 2016 im Gewerbegebiet der Messestadt-Riem und im Riemer Wald wurde die Quarantänezone Feldkirchen mit Allgemeinverfügungen der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft und des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ebersberg am 25.11.2016 ausgeweitet (neue Straßenzüge siehe Tabelle unten).

Inhaltlich haben die Allgemeinverfügungen der beiden Behörden vom 08.01.2016 weiterhin Gültigkeit.

Innerhalb der Quarantänezonen Feldkirchen und Neubiberg

>> Weitere ALB-Funde in der Quarantänezone Feldkirchen
Pressemitteilung, LfL, 02.06.2016

Die für die Bekämpfung des Asiatischen Laubholzbockkäfers zuständigen Behörden haben im Januar 2016 die Allgemeinverfügungen für die Quarantänezonen Feldkirchen und Neubiberg aktualisiert. Die bereits bestehenden Quarantänegebiete auf Münchner Flur wurden nach den neuen Befallsfunden im Jahr 2015 geringfügig ausgeweitet.

Die Allgemeinverfügungen vom 08.01.2016 wurden für den Siedlungs- und Offenlandbereich von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft und für den Bereich Wald vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ebersberg an die neue Rechtslage aufgrund des EU‑Durchführungsbeschlusses 2015/893 vom 09.06.2015 angepasst und sind seit dem 23.01.2016 gültig.

Meldung bei Befallsverdacht und bei Fragen zu den Allgemeinverfügungen wenden Sie sich bitte an die an die

Mit dem Quarantänegebiet sind u.a. folgende Regelungen verbunden, die unbedingt zu beachten sind:

  • Laubbäume, Baumschnitt von Laubbäumen größer als 1 cm im Querschnitt, Holzpfähle, Brennholz, Holzschnitzel und weiteres gewonnenes Holz aus den spezifizierten Pflanzengattungen dürfen grundsätzlich weder innerhalb, noch aus der Quarantänezone heraus, transportiert werden.
  • Ausnahmen sind nur unter den in der Allgemeinverfügung vom 08.01.2016 genannten Anforderungen, nach Kontrolle durch die LfL, möglich.
  • Für die Entsorgung von Baum- und Strauchschnitt innerhalb der Quarantänezonen gelten besondere Regelungen, für die der Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) spezielle Entsorgungsdienste eingerichtet hat.
  • Informationen finden Sie hier auf der Seite des Abfallwirtschaftsbetriebs München (AWM).
Der aus China eingeschleppte Asiatische Laubholzbockkäfer  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft

Der aus China eingeschleppte Asiatische Laubholzbockkäfer (ALB) ist ein gefährlicher Schädling, der gesunde Laubgehölze befällt und soweit schädigt, dass Teile welken und abbrechen, bis schließlich das gesamte Gehölz abstirbt.

Durch den ALB besonders gefährdet sind Bäume der Gattungen:
Ahorn, Rosskastanie, Erle, Birke, Hainbuche, Kuchenbäume, Haselnuss, Buche, Esche, Blaseneschen, Platane, Pappel, Weide, Linde und Ulme. Zusätzlich wird in Bayern auch die Vogelbeere gefällt, da auch an dieser Art bereits ALB-Befall festgestellt wurde.

Anfang Mai 2015 wurde auf dem Gebiet der Stadt München, im Riemer Wäldchen, ein Befall durch den Asiatischen Laubholzbockkäfer festgestellt. Im Zuge der Bekämpfungsmaßnahmen gegen den Schädling mussten aufgrund der rechtlichen Vorgaben der EU und des Bundes in einem Radius von 100 Metern potenzielle Wirtsbäume gefällt werden. Bei den gefällten Bäumen wurde kein weiterer Befall festgestellt.

Nach einem neuerlichen Fund am Rande des Putzbrunner Waldes "Große Wiese" wurden neben Fällungen im Wald nun erstmals auch Fällungen auf Münchner Privatgrund erforderlich. Nach dem Pflanzenschutzgesetz wären eigentlich die Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer verpflichtet, die Fällung und Entsorgung selbst und auf eigene Kosten vornehmen zu lassen.

Nach Beschlussfassungen der Vollversammlung des Stadtrates vom 20.05.2015 und 29.07.2015 übernimmt die Stadt die Koordination und Abwicklung der erforderlichen Fällungen und der vorschriftsmäßigen Entsorgung. Ziel ist hierbei, eine Ausbreitung des gefährlichen asiatischen Baumschädlings in München zu verhindern.

Zur Finanzierung dieser Maßnahmen aus einer Hand hat der Freistaat der Stadt München Fördermittel in Höhe von 100.000 Euro zur Verfügung gestellt und eine Kostenübernahme für die Bekämpfungsmaßnahme auf Privatgrund zugesagt. Damit werden die betroffenen Bürgerinnen und Bürger finanziell nicht belastet.

Die Fällungen im 100-Meter-Radius rund um den Befallsort im Wald „Große Wiese“ und auf Waldperlacher Grundstücken wurden am 30.09.2015 abgeschlossen. Die Maßnahmen im Wald und im Siedlungsbereich wurden durch die zuständigen Behörden, das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Ebersberg und die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, angeordnet und unter deren Aufsicht von durch die Stadt beauftragten Fachfirmen durchgeführt.

Glücklicherweise wurde bei den Fällungen kein weiterer Baum gefunden, der durch den ALB befallen war.