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So ist der Olympiapark entstanden


Bau des Zeltdachs im Olympiastadion in München  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Bau des Olympiastadions
© Landeshauptstadt München

Bühne für ein neues, demokratisches Deutschland

Die XX. Olympischen Spiele in München sollten Bühne dafür sein, die Bundesrepublik als neues, demokratisches, liberales und menschliches Deutschland zu präsentieren. Die Spiele begannen am 26. August 1972 als „heiteres Fest der Musen und des Sports“, so das Leitmotiv.

Das planerische Konzept stand im bewussten Gegensatz zu den Spielen von 1936 in Berlin. Die Urheber des Olympiaparks, insbesondere die Architektengemeinschaft Behnisch & Partner zusammen mit Günter Behnisch, Fritz Auer, Winfried Büxel, Carlo Weber und Erhard Tränkner, vermieden in ihren Planungen ausdrücklich jeden Bezug zu den damaligen, von den Nationalsozialisten für ihre Zwecke inszenierten Spiele. Stattdessen stellten sie in jeder Planungsebene - vom Städtebau bis zur Detailausformung - den menschlichen Maßstab in den Vordergrund. Die sanfte landschaftliche Einbettung der Anlagen und die Topographie des Parks wurden maßgeblich von Carlo Weber geplant.

Der Olympiapark war das wichtigste Großbauprojekt der Bundesrepublik. Die gewaltigen Dimensionen der Sportstätten wurden ohne jegliche monumentale Wirkung geschickt mit der neu gestalteten Parklandschaft verwoben. So entstand ein einzigartiges bauliches und landschaftliches Ensemble von außergewöhnlicher Raffinesse und gleichzeitig großer Bescheidenheit.

Architektur als Spiegel der deutschen Gesellschaft

Die Architektur steht im Kontrast zur Monumentalarchitektur der Olympischen Spiele von 1936 in Berlin. Der Olympiapark stellt eine Ideallandschaft aus Architektur und Natur dar. Die Zeltdächer im Olympiastadion zeigen Durchlässigkeit und Leichtigkeit, was die deutsche Gesellschaft widerspiegeln sollte. Der Olympiapark war Symbol für die deutsche Verpflichtung, nach dem Krieg für Frieden und Demokratie einzustehen.

Chronologie

Die Chronologie der Bewerbung zum Welterbe finden Sie hier.

4. April 2016: Stadtratsantrag "Ensemble Olympiapark soll UNESCO-Weltkulturerbe werden".

2015: Schaffung der Gestaltungsrichtlinien, um ein einheitliches Erscheinungsbild zu gewährleisten und um die Planungsrichtlinien vorzugeben. Weitere Informationen finden Sie hier.

2011: Das Ökumenische Kirchenzentrum des Olympischen Dorfes wird als Einzelbaudenkmal in die Denkmalliste aufgenommen.

1998: Der Olympiapark wird Denkmal-Ensemble mit seinen Einzeldenkmälern Olympiastadion, Olympiahalle, Olympiaschwimmhalle und Fernsehturm.

Nach den Olympischen Spielen ist der Olympiapark ein beliebter Veranstaltungsort, Ausflugsziel und Erholungsraum.

1972: Olympische Spiele in München

1972: Eröffnung der U-Bahnhaltestelle Olympiazentrum

1969: Grundsteinlegung für die Olympia-Bauten
(Olympiastadion, Olympiahalle, Olympia-Schwimmhalle, Theatron, Olympiasee, Fernsehturm und Olympiadorf. Die weltberühmte Zeltdachkonstruktion ist eine große Dachlandschaft, die mehrere Gebäude überspannt. Mehrere Architekten und Bauingenieure waren an der Konstruktion beteiligt.)

1967: Die Sieger des Generalwettbewerbs stehen fest: die Architektengruppe mit Günter Behnisch, Fritz Auer, Carlo Weber, Erhard Tränkner und Winfried Büxel sowie der Landschaftsarchitekt Günther Grzimek erhalten den Zuschlag. Das visuelle Erscheinungsbild gestaltet das Team um den Grafikdesigner Otl Aicher.

26. April 1966: München bekommt den Zuschlag für die XX. Olympischen Sommerspiele.

1945: Aus Trümmern des zerstörten Münchens wird der 60 Meter hohe Hügel, auch Schuttberg und später Olympiaberg genannt, nach dem Zweiten Weltkrieg errichtet.

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Untere Denkmalschutzbehörde

Blumenstraße 19
80331 München