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Erinnerung an das Olympia-Attentat


Der Erinnerungsort an das Olympiaattentat  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Der "Gedenkort Einschnitt"
© Michael Nagy / Landeshauptstadt München

Das Attentat und die Gedenkstätte

Überschattet wurden die Olympischen Spiele vom Attentat auf das israelische Team. Am 5. September 1972 überfielen früh morgens acht Mitglieder der palästinensischen Terrorgruppe "Schwarzer September" das Wohnquartier der Sportler im Olympischen Dorf. Die Geiselnahme endete einen Tag später blutig.

Heute soll der Erinnerungsort Olympia-Attentat, der auch "Gedenkort Einschnitt" genannt wird, mitten im Olympiapark die schrecklichen Ereignisse wach halten. Der Schnitt in den Hügel symbolisiert den Einschnitt in die Olympischen Spiele, die so fröhlich und bunt begannen und so jäh unterbrochen wurden.

Die Gedenkstätte ist multimedial und zeigt den Verlauf der zweitägigen Geiselnahme. Auf einer Videoleinwand sind Filmaufnahmen zu sehen, die damals um die Welt gingen und den schrecklichen Verlauf der Geiselnahme erzählen. Die Stätte möchte neben der Dokumentation der Ereignisse aber auch an die Opfer erinnern. Jeder einzelne Sportler wird vorgestellt, seine Biographie wird erzählt und Familie und Freunde kommen zu Wort. Gleichzeitig möchte die Gedenkstätte auch mahnend sein und dafür sensibilisieren, dass unsere Demokratie und unsere Freiheit nicht als selbstverständlich gesehen werden dürfen.

Die Gedenkstätte wurde am 45. Jahrestag des Olympia-Attentats am 5. September 2017 eröffnet. Der Entwurf des Architekten Peter Brückner ist nach allen Seiten offen, direkt zugänglich sowie Tag und Nacht geöffnet. Sie befindet sich im Kolehmainenweg 11.

Weiterhin erinnert im Olympischen Dorf in der Connollystraße eine Gedenktafel an die Ereignisse von damals. Am 27. September 1995 wurde die Skulptur des deutschen Bildhauers Fritz Koenig aufgestellt. Sie trägt den Titel "Klagebalken". Die Skulptur befindet sich am Verbindungsweg zwischen dem Olympiastadion und dem ehemaligen Olympiadorf. Auf dem Balken sind in hebräischen Buchstaben die Namen der elf Opfer aus Israel eingemeißelt.

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Untere Denkmalschutzbehörde

Blumenstraße 19
80331 München