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Appenzeller Straße: Zusätzliche Wohnungen in Fürstenried West


Verfahrensstand

Die Vollversammlung des Stadtrats hat am 20. April 2016 das weitere Planungsverfahren für eine Entwicklung der Wohnbebauung in Fürstenried West beschlossen. Damit sind grundsätzlich die Weichen für zusätzliche Wohnungen in der Siedlung der Bayerischen Versorgungskammer (BVK) beiderseits der Appenzeller Straße gestellt.

Voraussetzung für diese zusätzliche bauliche Entwicklung und der damit einhergehenden Verbesserung des Wohnumfelds ist ein noch durchzuführendes Bebauungsplanverfahren zur Teiländerung bestehender rechtsverbindlicher Bebauungspläne. Mit konkreten Baumaßnahmen ist daher frühestens 2019 zu rechnen.

Die Grundeigentümerin hat in enger Zusammenarbeit mit dem Referat für Stadtplanung und Bauordnung ein Wettbewerbsverfahren durchgeführt, um geeignete Planungskonzepte für das städtebauliche und landschaftsplanerische Gesamtkonzept zu ermitteln. Die Ergebnisse des ersten Bürgerworkshops am 9. Mai 2016 sind bereits in das Wettbewerbsverfahren eingeflossen. Nach Abschluss des Wettbewerbsverfahrens wurden die Bürgerinnen und Bürger über die prämierten Planungskonzepte in einer Ausstellung vor Ort informiert und am 11. Oktober 2016 bei einem zweiten Bürgerworkshop erneut beteiligt. Auch während der Ausstellung der prämierten Wettbewerbsentwürfe konnten Anregungen und Bedenken zu den einzelnen Entwurfskonzepten vorgebracht werden, die dann zusammen mit den Anregungen aus dem zweiten Bürgerworkshop in die Überarbeitung der Wettbewerbsergebnisse eingeflossen sind.

Die Ergebnisse der Überarbeitung der prämierten Wettbewerbsergebnisse wurden in einer erneuten Jurysitzung am 16. Dezember 2016 diskutiert und bewertet. Das Preisgericht empfahl, die Arbeit von LIN Labor Integrativ Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin, mit Holzwarth Landschaftsarchitektur, Berlin, der weiteren baulichen Entwicklung des Planungsgebietes zugrunde zu legen.

Am 3. Mai 2017 hat der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung das endgültige Wettbewerbsergebnis und das weitere beabsichtigte Bebauungsplanverfahren zustimmend zur Kenntnis genommen.

Von 26. Juni bis 26. Juli 2017 wurde für das überarbeitete, endgültige Siegerkonzept die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit durchgeführt.

Der Umgriff des Planungsgebiets an der Appenzeller Straße von oben  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Landeshauptstadt München

Fragen und Antworten

Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung untersucht derzeit auf Initiative der Bayerischen Versorgungskammer für Teilflächen von Fürstenried West die Möglichkeit von Nachverdichtungen im Bestand.

München befindet sich nach wie vor in einer Wachstumsphase. Daher stellt die weitere Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner mit bezahlbarem Wohnraum eine der wichtigsten Herausforderungen der Stadtplanung dar. Da die Flächenreserven für den Wohnungsbau begrenzt sind, wird auch die Möglichkeit einer qualifizierten Nachverdichtung betrachtet. Das bedeutet, dass bestehende Quartiere durch neue planerisch verträgliche Bebauungen ergänzt und Freiflächen qualifiziert aufgewertet werden.

Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung sieht vor diesem Hintergrund die Chance, das Quartier an der Appenzeller Straße qualifiziert baulich weiterzuentwickeln, dabei die bestehenden Bau- und Grünstrukturen angemessen zu berücksichtigen und zu integrieren und zusätzliche Angebote zur Steigerung des Wohnumfelds vor Ort zu schaffen.

Wie ist der Stand der Planungen? Was passiert gerade?

Als Grundlage für eine spätere Nachverdichtung ist die Aufstellung eines Bebauungsplanes beziehungsweise eine Teiländerung bestehender rechtsverbindlicher Bebauungspläne erforderlich. Hierfür ist ein Verfahren entsprechend dem Baugesetzbuch durchzuführen („Aufstellung der Bauleitpläne“ gem. §§ 2 ff. BauGB). Über die Aufstellung von Bebauungsplänen entscheidet der Münchner Stadtrat. Ein entsprechender Aufstellungs- und Eckdatenbeschluss wurde am 20. April 2016 gefasst. Vor der Befassung des Stadtrates wurde der örtliche Bezirksausschuss – hier der Bezirksausschuss des Stadtbezirkes 19 Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln – angehört und um Stellungnahme gebeten. Mit dem Eckdaten- und Aufstellungsbeschluss sind grundsätzlich die Weichen für zusätzliche Wohnungen in der Wohnsiedlung der Bayerischen Versorgungskammer gestellt.

An diesen Auftakt schließt sich das formelle Bebauungsplanverfahren an, in dem dann alle privaten und öffentlichen Belange betrachtet und abgewogen werden. In diesem Zeitraum wird auch eine konkrete Planung entwickelt. Insofern ist voraussichtlich im Jahr 2019 mit konkreten Baumaßnahmen vor Ort zu rechnen.

Wie soll die konkrete Planung entwickelt werden? Welchen Stand haben die Planungen jetzt?

Um das bestmögliche städtebauliche und landschaftsplanerische Konzept für die weitere bauliche Entwicklung und zur Verbesserung des Wohnumfeldes bestehender Wohnungen zu ermitteln, wurde seitens der Grundeigentümerin in enger Zusammenarbeit mit dem Referat für Stadtplanung und Bauordnung ein Wettbewerbsverfahren durchgeführt. Dabei setzten sich mehrere Planungsbüros mit den Planungsvoraussetzungen auseinander und schlugen jeweils ein Planungskonzept vor. Die Wettbewerbsjury, die aus Vertretern des Stadtrates, des Bezirksausschusses, der Grundeigentümer und renommierten Architekten und Stadtplanern bestand, diskutierte intensiv die verschiedenen Planungsansätze, um das optimale Konzept auszuwählen.

Als Grundlage für ein Wettbewerbsverfahren dienen insbesondere die Planungsziele im Aufstellungs- und Eckdatenbeschluss.

Wie werden die Bürgerinnen und Bürger an der Planung beteiligt?

Um die betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner des Planungsgebietes frühzeitig über die Planungsüberlegungen zu informieren, wurden diese bereits im November 2015 von der BVK über deren Planungsabsicht und den Stand der Planungen informiert.

Um Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit zu geben, sich auch außerhalb des förmlichen Bebauungsplanverfahrens frühzeitig und ausführlich über die anstehende Planung und deren Auswirkungen zu informieren, Fragen zu stellen sowie Anregungen vorzubringen, fand am 9. Mai 2016 ein 1. Bürgerworkshop der Grundeigentümerin, der Bayerischen Versorgungskammer, in Zusammenarbeit mit dem Referat für Stadtplanung und Bauordnung und dem örtlichen Bezirksausschuss statt.

Die Ergebnisse dieses Workshops sind bereits in das Wettbewerbsverfahren eingeflossen. Nach Vorliegen erster Planungskonzepte wurden die Bürgerinnen und Bürger in einer Ausstellung und anschließend in einem 2. Bürgerworkshop am 11. Oktober 2016 informiert und beteiligt. Die Ergebnisse des 2. Bürgerworkshops flossen in die anschließende Überarbeitung der prämierten Wettbewerbsarbeiten ein. Am 16. Dezember 2016 traf sich das Preisgericht nochmals und entschied über das der künftigen Planung zugrunde zulegende Gesamtkonzept. Dieses war in einer Ausstellung im Januar 2017 zu sehen. Die Bürgerinnen und Bürger hatten auch hier die Möglichkeit, Informationen über das endgültige Planungskonzept zu sammeln und Anregungen zur weiteren Verfeinerung des Siegerkonzeptes vorzubringen.

Das endgültig gefundene Planungskonzept wurde am 3. Mai 2017 vom Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung zustimmend zur Kenntnis genommen. Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung wurde beauftragt, das weitere Bebauungsplanverfahren auf der Grundlage dieses Konzepts fortzuführen.

Selbstverständlich wird den Bürgerinnen und Bürgern auch während des förmlichen Bebauungsplanverfahrens, welches an den Wettbewerb anschließt, Gelegenheit gegeben, sich zur Planung zu äußern. In zwei weiteren Verfahren zur Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß Baugesetzbuch wird der dann jeweils aktuelle Planungsstand dargestellt und es können Anregungen und Bedenken zur Planung vorgebracht werden, mit denen sich die Verwaltung auseinander setzt und den Stadtrat sowohl über die vorgebrachten Hinweise und über Behandlungsvorschläge informiert. Die abschließende Entscheidung zu den Äußerungen wird vom Stadtrat getroffen.

Die Termine werden in der Tagespresse, im Amtsblatt der Landeshauptstadt München und auf der Internetseite der Landeshauptstadt München bekanntgegeben. Darüber hinaus wird die Bayerische Versorgungskammer ihre Mieterinnen und Mieter zu den einzelnen Veranstaltungen einladen.

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Stadtplanung - Planungsgruppe Bezirk Ost (Stadtbezirk 17, 18 und 19)

Blumenstraße 28b
80331 München