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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Ehemalige Bayernkaserne


An der alten Zufahrt zur Bayernkaserne befinden sich Schranken sowie Schilder, auf denen "Militärischer Sicherheitsbereich" und "Halt! Ausweiskontrolle" steht.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Die alte Zufahrt zur Bayernkaserne
© LHM

Info-Abend am 27. Oktober, 19 Uhr

Auf dem Gelände der ehemaligen Bayernkaserne in Freimann und dem östlich angrenzenden Wohngebiet an der Heidemannstraße sollen rund 5.500 Wohnungen für bis zu 15.000 Menschen entstehen.

Damit sich ein funktionierendes Quartier entwickelt und die Nachbarschaft zu einem lebendigen Miteinander zusammenwächst, braucht es engagierte Bürger*innen. Die Landeshauptstadt München hat eine Stadtteilkoordination für die Bayernkaserne beauftragt, die bereits während der Bauzeit beginnt, die Akteure zu vernetzen.

In einer digitalen Veranstaltung am Mittwoch, 27. Oktober, 19 Uhr, können alle Bürger*innen die neuen Ansprechpartner*innen kennenlernen.

Zusätzlich werden Vertreter*innen des Referats für Stadtplanung und Bauordnung über den aktuellen Stand der Baustelle unter anderem mit Drohnenkurzfilmen informieren.

Als weitere Gäste der Veranstaltung werden auch die städtischen Wohnungsbaugesellschaften und Genossenschaften als künftige Bauherr*innen zur Verfügung stehen.

Eine Voranmeldung ist nicht notwendig.

Sie haben am 27. Oktober 2021 ab 19 Uhr direkt - hier - die Möglichkeit, via Livestream an der digitalen Veranstaltung teilzunehmen.

Über den Live-Chat auf der rechten Seite können Fragen und Anmerkungen während der Veranstaltung direkt an das Moderationsteam sowie die Fachexpert*innen gerichtet werden.

Bitte beachten Sie unsere Dialogregeln und Hinweise zur Moderation.

An der Zufahrt zur Bayernkaserne ist ein Schild "Baustellenausfahrt" zu sehen, im Hintergrund stehen Kräne.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Zufahrt verboten: An der Bayernkaserne wird ein neues Wohnquartier gebaut.
© LHM

Adresse mit Geschichte und Zukunft

Es ist einiges los auf der weiten staubigen Schotterfläche. Ein Betonmischer fährt vorbei, Bauarbeiter schleppen Material über ein bereits fertiggestelltes Betonfundament. Es wird gesägt und geschweißt, über der Szenerie drehen sich die Kräne. Graue Container-Unterkünfte und erste Rohbauten verstellen den Blick - eine Grundschule ist bereits im Bau.

Sonst aber kann man weit gucken über das ebene Gelände, auf dem einst die langgestreckten Bauten der Bayernkaserne standen. 48 Hektar ist das Areal groß, das jahrzehntelang eine unpassierbare Barriere zwischen dem Wohnviertel am Carl-Orff-Bogen und dem Euro-Industriepark bildete. Ganz im Westen sind noch einige der alten Häuser übrig, dort befinden sich ein Übernachtungsangebot für Obdachlose und eine Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge. Am Helene-Wessel-Bogen dämmert ein übriggebliebener Bürobau dahin - mit Laderampe und schon etwas ramponierten Rolltoren.

Noch ein paar Jahre, dann soll aus der Baustelle ein urbanes und lebendiges Wohnviertel geworden sein. Mit flanierenden Menschen, Cafes, Geschäften und viel Grün.

5.500 Wohnungen für 15.000 Menschen

Noch 2021 will die städtische Wohnungsbaugesellschaft GWG mit dem Bau von Wohnhäusern im Südteil des Areals beginnen. Zudem hat der Stadtrat im Juni 2021 die Ausschreibung von weiteren 700 Miet- und Genossenschaftswohnungen beschlossen – mit strengen Auflagen für die Miethöhe. Dann füllt es sich allmählich auf dem Areal in Freimann, das wegen seiner Mauern und Zäune für die meisten Münchner*innen wohl immer ein wenig wie ein Niemandsland wirkte.

In den 1930er Jahren war die Wehrmacht hier stationiert, dann die US-Army und die Bundeswehr. Später, nach Auszug der Armee, entstanden Münchens zentrale Aufnahmestelle für Flüchtlinge sowie der sogenannte Kälteschutz für Obdachlose. Nun wird der Standort mit seiner bewegten Geschichte ein neues Münchner Wohnviertel: Rund 5.500 Wohnungen für bis zu 15.000 Menschen sollen auf dem Grundstück der Bayernkaserne sowie dem östlich angrenzenden Gewerbegebiet an der Heidemannstraße entstehen.

In einem ganz besonderen Quartier: Denn die „neue“ Bayernkaserne, die dann anders heißen wird, soll innerstädtisch dicht bebaut werden und so ein urbanes und gemeinschaftlich orientiertes Flair erhalten. München benötigt weiterhin dringend Wohnungen, da gilt es, sorgsam mit den wenigen noch freien Flächen umzugehen. Trotzdem soll es großzügige Grünflächen geben und die Einrichtungen, die ein nachhaltiges Viertel der kurzen Wege benötigt - damit man möglichst viel gleich vor Ort erledigen kann.Ungewöhnlich ist auch das auf der Freimanner Baustelle praktizierte Betonrecycling: Das Material der alten Bauten wird teilweise wiederverwendet – Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Thema in der neuen Siedlung.

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Das Projekt

Was sonst noch geplant ist

Neben rund 5.500 Wohnungen sind Kindertagesstätten, zwei Schulstandorte mit einem Gymnasium, zwei Grundschulen, einer Förderschule, einer Musikschule und Sportanlagen, soziale Einrichtungen wie ein Seniorenzentrum, eine Jugendfreizeitstätte und Nachbarschaftstreffs, eine Zweigstelle der Münchner Volkshochschule, ein großer Lebensmittelmarkt und weitere Geschäfte geplant. Hinzu kommen öffentliche und private Freiflächen: ein Stadtpark, zwei großzügige Grünflächen im Norden und Süden, der Grünboulevard in Ost-West-Richtung mit Fuß- und Radwegen, gemeinschaftliche Dachgärten und Innenhöfe. Für die Verlängerung der Trambahnlinie 23 führt eine Trasse durch das Gelände, die so genannte Magistrale. An der Heidemannstraße soll eine Feuerwache entstehen.

Wettbewerbe

Realisierungswettbewerbe sollen die Qualität der Bauvorhaben in räumlich exponierter Lage des Planungsgebietes sicherstellen. Eine Beratungsgruppe soll die Bauvorhaben begleiten. Dabei sollen insbesondere die Themen Architektur, Freiraumgestaltung, Nachhaltigkeit und Ökologie begutachtet werden.

Insgesamt kann ein urbanes Stadtquartier entstehen, das gut mit seiner Umgebung vernetzt ist und attraktive Angebote auch für die Nachbarschaft bietet. Öffentliche und soziokulturelle Nutzungen an geeigneten Stellen tragen zur Urbanität und zur Nutzungsmischung bei.

Städtebaulicher und landschaftsplanerischer Realisierungswettbewerb
Ergebnis der Überarbeitungsphase

1. Rang
Max Dudler, Berlin
Architekten Hilmer & Sattler und Albrecht, München
Adelheid Schönborn Gartenarchitektin, Muhr am See
2. Rang
Ammann Albers GmbH StadtWerke, Zürich
Studio Vulkan, Landschaftsarchitektur, Zürich
4. Rang
Laux Architekten GmbH, München
terra.nova landschaftsarchitektur, München
4. Rang
Schellenberg + Bäumler Architekten GmbH, Dresden
Adler & Olesch Landschaftsarchitekten GmbH, Nürnberg
6. Rang
COBE Berlin GmbH, Berlin
Manmade Land, Berlin
6. Rang
sauerbruch hutton, Berlin
mahl gebhard konzepte, München

Die Ränge 3 und 5 wurden nicht vergeben

EU-Projekt URGE: Kreislaufwirtschaft im Bausektor

Das Gelände der ehemaligen Bayernkaserne dient auch als Modellareal, um in einem europaweiten Projekt Maßnahmen der Kreislaufwirtschaft für die Baubranche zu erproben, zum Beispiel wie Beton recycelt werden kann. Mehr Informationen hier.

Nationales Projekt des Städtebaus

Das Bundesbauministerium hat die ehemalige Bayernkaserne als „Nationales Projekt des Städtebaus“ ausgezeichnet und stellt 1,47 Millionen Euro an Fördergeldern zur Verfügung. Als mustergültiges „Urbanes Gebiet“ ist die Bayernkaserne ein Premiumprojekt des Städtebaus in Deutschland und wird im Förderprogramm des Bundes berücksichtigt. Weitere Informationen finden Sie hier.

Stand der Planung

Der Bebauungsplan Nr. 1989 ist seit April 2019 rechtskräftig. In diesen wurde die Masterplanung überführt, die aus dem prämierten Wettbewerbsentwurf der Arbeitsgemeinschaft Max Dudler, Hilmer & Sattler und Albrecht und Adelheid Schönborn Gartenarchitektin sowie Mahl Gebhardt Konzepte entwickelt worden war. Der städtebauliche und landschaftsplanerische Wettbewerb war 2013 mit 38 eingereichten Arbeiten gestartet und wurde am 18. Juli 2014 entschieden. Das Grundstück befindet sich seit 2011 im Eigentum der Stadt.

Startschuss für den Bau des neuen Quartiers war der Spatenstich für zwei Schulen im Herbst 2020.

Beteiligung der Öffentlichkeit

Bürgerinnen und Bürger wurden schon sehr früh, bereits vor Auslobung des Wettbewerbs, in die Planungen eingebunden: Im Februar 2012 fanden Auftakt- und Werkstattgespräche statt, in denen die Grundlagen der Planung diskutiert wurden.

Die Veranstaltungen stießen auf reges Interesse, die wesentlichen Anregungen und Empfehlungen der Bürgerinnen und Bürger flossen in die Auslobung ein.

Zum Start des Wettbewerbs fand am 21. März 2013 eine Podiumsdiskussion auf dem Kasernengelände statt. Rund 100 Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung und konnten sich dort mit Mitgliedern des Preisgerichts, der Bezirksausschüsse und der Stadtverwaltung über die Erwartungen an das Wettbewerbsverfahren austauschen und über den Auslobungstext informieren.

Das umfassende Beteiligungsformat wurde auch nach dem Wettbewerb fortgesetzt: Die sechs Entwürfe der Preisgruppe waren vom 19. Februar bis 19. März im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit ausgelegt. Am 22. Februar 2014 konnten interessierte Bürgerinnen und Bürger bei einem ganztägigen Werkstattgespräch mit den Planungsteams der Preisgruppe über die Entwürfe diskutieren und Empfehlungen für die Überarbeitung direkt weitergeben. Auf der Erörterungsveranstaltung am 11. März 2014 wurden weitere Empfehlungen zu den sechs Entwürfen gesammelt. Die Dokumentation der Veranstaltungen, die auch den Planungsteams für die Überarbeitungsphase zur Verfügung steht, finden Sie oben. Die darüber hinaus schriftlich eingegangenen Stellungnahmen der Bürgerinnen und Bürger werden dem Stadtrat mit dem Billigungsbeschluss des Bebauungsplans vorgelegt.

Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung möchte Bürgerinnen und Bürger auch im weiteren Verlauf des Planungsverfahrens regelmäßig informieren und beteiligen. Auf dieser Seite werden entsprechende Termine angekündigt.

Bayernkaserne Luftbild Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Luftbild

Größenvergleich Bayernkaserne - Innenstadt Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Größenvergleich Bayernkaserne - Innenstadt

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Datenschutz beim Namenswettbewerb

Die Landeshauptstadt München, Referat für Stadtplanung und Bauordnung, erhebt, verarbeitet, nutzt und speichert die bei der Aktion „Name gesucht! Für das neue Stadtquartier an der ehemaligen Bayernkaserne“ eingereichten Daten der teilnehmenden Personen für die Dauer der Aktion. Die Daten werden erhoben, um mit dem Entscheid die Person zu kontaktieren, deren Namensvorschlag ausgewählt wurde. Die Eingabe personenbezogener Daten erfolgt auf ausdrücklich freiwilliger Basis (Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. a DSGVO). Sie können die Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der aufgrund der Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Datenverarbeitung wird durch diesen nicht berührt. Die anfallenden personenbezogenen Daten, die wir von Ihnen per E-Mail oder per Post erhalten, löschen wir, sobald ein Namensvorschlag ausgewählt wurde.

Die Landeshauptstadt München erhält unentgeltlich die räumlich, zeitlich und inhaltlich unbeschränkten Nutzungs- und Verwertungsrechte am ausgewählten Namen.

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