Top
Logo der Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Ehemalige Bayernkaserne


  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Stadtrat fasst Beschlüsse zur ehemaligen Bayernkaserne

Der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung hat sich am 8. Juli 2015 vorberatend mit einer Beschlussvorlage zur ehemaligen Bayernkaserne befasst und damit die Weichen für die Masterplanung gestellt. Darüber hinaus wurde die Aufstellung eines Bebauungsplans für den Bereich östlich der ehemaligen Bayernkaserne beschlossen.

Dem Stadtrat wurde das Ergebnis des Vergabeverfahrens für die Masterplanung vorgestellt: Im Januar 2015 war der Auftrag an die Arbeitsgemeinschaft Max Dudler, Hilmer & Sattler und Albrecht und Adelheid Schönborn Gartenarchitektin vergeben worden, deren Entwurf im Wettbewerb mit dem ersten Rang ausgezeichnet worden war. Mit dem Beschluss vom 8. Juli 2015 hat der Stadtrat das Referat für Stadtplanung und Bauordnung beauftragt, das Bebauungsplanverfahren auf Grundlage der aus diesem Entwurf zu entwickelnden Masterplanung fortzuführen. Die Planerinnen und Planer werden nun die Aufgabe haben, die Identität des neuen Stadtquartiers schärfer zu konturieren, ihm eine Adresse an der Heidemannstraße zu geben und leicht erfassbare Nachbarschaften mit kurzen Wegen und gut nutzbaren Freiflächen zu gestalten.

800 neue Wohnungen östlich der Bayernkaserne

Im östlichen Anschluss an die ehemalige Bayernkaserne liegt ein rund neun Hektar großes, derzeit gewerblich genutztes Gebiet: Zwischen Heidemannstraße, Helene-Wessel-Bogen und Maria-Probst-Straße soll Baurecht für rund 800 Wohneinheiten entstehen. Die Planung soll zeitlich sowie inhaltlich in Anlehnung an die Planungsziele und entsprechend dem Wettbewerbsergebnis der ehemaligen Bayernkaserne fortgeführt werden. Dabei können planerische Synergieeffekte zum Beispiel bei der Schulversorgung genutzt werden. Auch wenn es sich um zwei einzelne Bebauungspläne handelt, können bestimmte Verfahrensschritte und gutachterliche Untersuchungen übergreifend durchgeführt werden.

Thema Verkehr als Schwerpunkt

Einen besonderen Schwerpunkt für die weitere Planung stellt das Thema Verkehr dar. Um diesem Handlungsfeld Rechnung zu tragen, werden in nächster Zeit flankierende Untersuchungen durchgeführt, die den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und den motorisierten Individualverkehr (MIV) integriert betrachten und deren Erkenntnisse in den Planungsprozess einfließen. Das Quartier soll mit der Umgebung gut vernetzt werden und attraktive Angebote auch für die benachbarten Quartiere bieten. Öffentliche und soziokulturelle Nutzungen an geeigneten Stellen tragen zur Urbanität und zur Nutzungsmischung bei.

Bürgerbeteiligung wird fortgesetzt

Die gute Praxis der vor dreieinhalb Jahren gestarteten Beteiligung der Öffentlichkeit soll an Meilensteinen des Planungsprozesses fortgesetzt werden. Zur Begleitung des Bebauungsplanverfahrens sind daher weitere Veranstaltungen für Bürgerinnen und Bürger vorgesehen.

Zum Auftakt der Masterplanung hatte das Referat für Stadtplanung und Bauordnung am 19. März 2015 interessierte Bürgerinnen und Bürger in die ehemaligen Druckerei Biering eingeladen, um über das weitere Verfahren zu informieren.

Baurecht für die geplanten 4.000 Wohnungen wird für das Jahr 2018 angestrebt. Für öffentliche Gebäude wie Schulen und bedeutende Wohnbereiche sind weitere Realisierungswettbewerbe vorgesehen. Die ersten Bewohnerinnen und Bewohner werden voraussichtlich ab 2020/21 einziehen können.

Wettbewerb 2014

Am 18. Juli 2014 hat die Jury unter dem Vorsitz von Professor Klaus Trojan folgende Rangfolge festgelegt:

  • Rang 1: Max Dudler, Berlin; Architekten Hilmer & Sattler und Albrecht, München; Adelheid Schönborn Gartenarchitektin, Muhr am See
  • Rang 2: Ammann Albers GmbH StadtWerke, Zürich; Studio Vulkan Landschaftsarchitektur, Zürich (ehemals Schweingruber Zulauf Landschaftsarchitekten)
  • Rang 4: Laux Architekten GmbH, München; terra nova landschaftsarchitektur, München
  • Rang 4: Schellenberg + Bäumler Architekten, Dresden; Adler & Olesch Landschaftsarchitekten, Nürnberg
  • Rang 6: COBE Berlin GmbH, Berlin; Manmade Land, Berlin
  • Rang 6: sauerbruch hutton, Berlin; mahl gebhard konzepte, München

Die Ränge 3 und 5 wurden nicht vergeben.

Gestartet war der Wettbewerb mit 38 eingereichten Arbeiten, aus denen das Preisgericht im Juli 2013 zwölf für die vertiefende zweite Phase auswählte. Im Januar 2014 bestimmte das Preisgericht eine Preisgruppe aus sechs gleichrangigen Entwürfen, die im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit im Februar und März 2014 bei mehreren Veranstaltungen vorgestellt und diskutiert wurden. Die sechs Finalistinnen und Finalisten nahmen die Anregungen und Empfehlungen der Bürgerinnen und Bürger mit in die Überarbeitungsphase. Danach wurde am 18. Juli die Rangfolge festgelegt.

Das Projekt

Auf dem Gelände der ehemaligen Bayernkaserne in Freimann soll von 2018 an ein neues Stadtquartier mit rund 4.000 Wohnungen entstehen. Das etwa 48 Hektar große Areal ist seit Mitte 2011 im Eigentum der Stadt und bietet enorme Chancen für die Münchner Stadtentwicklung und den angespannten Wohnungsmarkt.

Neben den Wohnungen sind auf der militärischen Konversionsfläche mehrere Kindertagesstätten, eine Grundschule sowie ein Schulzentrum mit Grundschule und Gymnasium geplant. Hinzu kommen öffentliche und private Freiflächen sowie eine Feuerwache an der Heidemannstraße. Für die Verlängerung der Trambahnlinie 23 führt eine Trasse durch das Gelände, in Nord-Süd- und Ost-West-Richtung werden Fuß- und Radwege angelegt.

Städtebaulicher Wettbewerb

Im Februar 2013 stellte der Stadtrat die Weichen für die Auslobung eines städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerbs. Planungsbüros aus der ganzen Europäischen Union konnten sich um eine Teilnahme an dem Verfahren bewerben. Der Wettbewerb startete mit 38 eingereichten Arbeiten, in der zweiten Bearbeitungsphase vertieften zwölf ausgewählte Teams ihre Entwürfe. Im Januar 2014 hat das Preisgericht unter Vorsitz von Prof. Klaus Trojan eine Preisgruppe von sechs gleichrangigen Entwürfen bestimmt. Diese wurden im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit bei mehreren öffentlichen Veranstaltungen im Februar und März 2014 vorgestellt und diskutiert. Die sechs Finalistinnen und Finalisten nahmen die Anregungen und Empfehlungen der Bürgerinnen und Bürger mit in die Überarbeitungsphase.
Daraufhin bewertete die Jury die überarbeiteten Entwürfe und legte eine Rangfolge fest. Diese war wichtigstes Kriterium für die Auftragsvergabe der weiteren Planungsleistungen.

Beteiligung der Öffentlichkeit

Bürgerinnen und Bürger wurden schon sehr früh, bereits vor Auslobung des Wettbewerbs, in die Planungen eingebunden: Im Februar 2012 fanden Auftakt- und Werkstattgespräche statt, in denen die Grundlagen der Planung diskutiert wurden. Die Veranstaltungen stießen auf reges Interesse, die wesentlichen Anregungen und Empfehlungen der Bürgerinnen und Bürger flossen in die Auslobung ein.
Zum Start des Wettbewerbs fand am 21. März 2013 eine Podiumsdiskussion auf dem Kasernengelände statt. Rund 100 Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung und konnten sich dort mit Mitgliedern des Preisgerichts, der Bezirksausschüsse und der Stadtverwaltung über die Erwartungen an das Wettbewerbsverfahren austauschen und über den Auslobungstext informieren.
Das umfassende Beteiligungsformat wurde auch nach dem Wettbewerb fortgesetzt:
Die sechs Entwürfe der Preisgruppe waren vom 19. Februar bis 19. März im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit ausgelegt. Die Unterlagen finden Sie oben. Am 22. Februar 2014 konnten interessierte Bürgerinnen und Bürger bei einem ganztägigen Werkstattgespräch mit den Planungsteams der Preisgruppe über die Entwürfe diskutieren und Empfehlungen für die Überarbeitung direkt weitergeben. Auf der Erörterungsveranstaltung am 11. März 2014 wurden weitere Empfehlungen zu den sechs Entwürfen gesammelt. Die Dokumentation der Veranstaltungen, die auch den Planungsteams für die Überarbeitungsphase zur Verfügung steht, finden Sie oben.
Die darüber hinaus schriftlich eingegangenen Stellungnahmen der Bürgerinnen und Bürger werden dem Stadtrat mit dem Billigungsbeschluss des Bebauungsplans vorgelegt.

Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung möchte Bürgerinnen und Bürger auch im weiteren Verlauf des Planungsverfahrens regelmäßig informieren und beteiligen. Auf dieser Seite werden entsprechende Termine angekündigt.

Bayernkaserne Luftbild Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Luftbild

Größenvergleich Bayernkaserne - Innenstadt Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Größenvergleich Bayernkaserne - Innenstadt

Newsletter

Wenn Sie regelmäßig über die Planungen und Entwicklungen zur Bayernkaserne informiert werden möchten, dann können Sie sich hier für den Newsletter anmelden.

Kontakt
Karte vergößern
Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Stadtplanung

Blumenstraße 28b
80331 München