Top
Logo der Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Kreativquartier


Aktuelles

Veranstaltung im Herbst 2016

Für Herbst 2016 ist in der Reihe "Kreativquartier im Gespräch" eine weitere öffentliche Abendveranstaltung geplant, in der über die aktuellen Entwicklungen informiert wird und die Möglichkeit zur Diskussion besteht (Ort und Zeitpunkt werden noch bekanntgegeben).

Koordinierungsbüro „Kreativlabor“

Entsprechend dem Stadtratsbeschluss vom 11. Mai 2016 übernimmt das Kompetenzteam Kultur- und Kreativwirtschaft der Landeshauptstadt München ab Herbst 2016 Abstimmungs- und Koordinierungsaufgaben der künstlerischen und kreativwirtschaftlichen Zwischennutzung im Bereich des Kreativlabors. Die Koordinierungsstelle ist öffentlicher Ansprechpartner sowie kommunikative Schnittstelle zwischen den Nutzern vor Ort und der Stadtverwaltung. Hier geht es zu den Beratungsterminen.

Preis für junge Architekturbüros

Die Preisträger des städtebaulichen Ideenwettbewerbs zum Kreativquartier, die Büros Teleinternetcafe (Berlin) und TH Treibhaus (Hamburg), sind für ihr Konzept mit dem Deubau-Preis 2016 ausgezeichnet worden. Mehr Infos finden Sie hier.

Entwurf für den Teilbereich "Kreativlabor"  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Entwurf für den Bereich "Kreativlabor" (Grafik: Teleinternetcafe)

Das Projekt

Die Stadt München geht bei der Entwicklung des Kreativquartiers auf der Fläche der ehemaligen Luitpoldkaserne und angrenzenden Gebieten neue Wege: Auf dem Gelände zwischen Dachauer-, Loth-, Schwere-Reiter-, Heß- und Infanteriestraße soll ein urbanes Stadtquartier entstehen, in dem Wohnen und Arbeiten mit Kunst, Kultur und Wissen verknüpft werden.

Bestehende Nutzungen werden behutsam weiterentwickelt.

Das 20 Hektar große Areal befindet sich 2,5 Kilometer nordwestlich der Altstadt, nahe des Olympiaparks, und liegt in den Bezirken Neuhausen-Nymphenburg und Schwabing West. Neben kulturellen, kreativwirtschaftlichen, sozialen und gewerblichen Nutzungen sind in vier Teilquartieren mindestens 820 Wohnungen, eine Grundschule, ein Hochschul-Neubau und öffentliche Grün- und Freiflächen vorgesehen. Die denkmalgeschützten Industriebauten Jutier- und Tonnenhalle werden zukünftig das kulturelle und kreativwirtschaftliche Zentrum im Kreativpark bilden. Im nördlichen Teil hat sich eine lebendige Kunst- und Kulturszene etabliert, deren Potenzial aufgegriffen und zur Identitätsbildung des neuen Quartiers beitragen soll. Die Leitideen ihres prämierten Wettbewerbsentwurfs haben die Büros Teleinternetcafe und TH Treibhaus Landschaftsarchitektur in einem Rahmenplan weiterentwickelt, der den künftigen Planungs- und Verfahrensschritten zugrunde gelegt wird.

Laut Rahmenplan wird das Areal in die vier Bereiche Kreativpark, Kreativplattform, Kreativfeld und Kreativlabor unterteilt, die zwar miteinander vernetzt sind, aber unabhängig voneinander entwickelt werden können:

  • Kreativlabor: In dem Teilquartier am Leonrodplatz wird ein urbaner Nutzungsmix aus Kultur, Kreativwirtschaft, Wohnen, Soziales, Gewerbe und Einzelhandel in alten und neuen Gebäuden angestrebt. Entstehen sollen im ersten Schritt 79 Wohnungen - für weitere gibt es Potential - und ein Haus für Kinder. Zur Stärkung und Erweiterung des bestehenden Nahbereichszentrums am Leonrodplatz sieht der Rahmenplan im Kreativlabor einen neuen Einzelhandelsstandort vor - vor allem mit Waren des täglichen Bedarfs.
  • Kreativpark: Der zentrale öffentliche Raum des Quartiers verbindet die Heßstraße mit der Dachauer Straße. Hier befinden sich auch die denkmalgeschützten Industriebauten Jutier- und Tonnenhalle, die momentan leerstehen und künftig kulturell und kreativwirtschaftlich genutzt werden sollen. Südwestlich der Tonnenhalle ist ein Gründer- und Innovationszentrum geplant.
  • Kreativplattform: In dem südlichen Teilquartier wird die Hochschule für angewandte Wissenschaften um einen Campus Nord erweitert. Außerdem entstehen neue Gebäude mit etwa 395 Wohnungen und ein Haus für Kinder.
  • Kreativfeld: grüner Wohn-, Arbeits- und Grundschulstandort - auf dem Areal der ehemaligen Luitpoldkaserne sollen neben zirka 325 Wohnungen eine Grundschule und ein Haus für Kinder entstehen. 

Auf den städtischen Flächen werden 30 Prozent des neu zu schaffenden Wohnbaurechts als EOF-Wohnungen und 20 Prozent als München-Modell-Wohnungen vergeben. Der Rahmenplan wird um einen Gestaltungsleitfaden und ein Regelwerk ergänzt.

Verfahrensstand

Zur Schaffung des erforderlichen Baurechts sind Bauleitplanverfahren erforderlich. Am 1. Juli 2015 hat die Vollversammlung des Stadtrats die Aufstellung von Bebauungsplänen für die Teilquartiere Kreativlabor, Kreativpark und Kreativplattform beschlossen. Für das Teilquartier Kreativfeld liegt bereits ein Aufstellungsbeschluss für ein Bauleitplanverfahren aus dem Jahr 2004 vor. Die für das Bauleitplanverfahren erforderlichen Verfahrensschritte sind bereits erfolgt. Vom 14. Juli bis 14. August 2015 fand die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit statt, am 22. Juli 2015 war die Erörterungsveranstaltung in der Hochschule München, in der der Rahmenplan vorgestellt und diskutiert wurde.

Für das Teilquartier Kreativfeld soll das Baurecht für Wohnungen, eine Grundschule mit einem Haus für Kinder, Büro- und Gewerbeflächen vorrangig entwickelt werden. Für dieses Teilquartier ist die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange bereits erfolgt. Das weitere Bebauungsplanverfahren sieht noch die Stadtratsbefassung zum Bebauungsplanentwurf (Billigungs-/Satzungsbeschluss) sowie die öffentliche Auslegung vor. Der Flächennutzungsplan wird parallel geändert. Anschließend erfolgt die Vorbereitung der Vergabe der Grundstücke.

Städtebaulicher Ideenwettbewerb

Im Herbst 2011 haben das Referat für Stadtplanung und Bauordnung und das Kommunalreferat in Abstimmung mit den Stadtwerken und dem Freistaat Bayern als weiteren Grundstückseigentümern einen zweistufigen städtebaulichen und landschaftsplanerischen Ideenwettbewerb ausgelobt. Daran nahmen 39 ausgewählte Teams teil. Nach Abschluss der ersten Phase, in der die Schwerpunkte auf methodischen Ansätzen und grundlegenden Konzepten lagen, wurden zwölf Teilnehmer ausgewählt, die in der zweiten Phase ein städtebauliches und landschaftsplanerisches Konzept erstellen sollten.

Im Mai 2012 wählte die Jury den Entwurf des Berliner Architekturbüros Teleinternetcafe mit TH Treibhaus Landschaftsarchitektur als ersten Preisträger aus. Dieser wurde in einem Rahmenplan vertieft, der die Grundlage für das Bauleitplanverfahren bildet.

Weitere Informationen

Ideenwettbewerb "Kreativen Raum schaffen"

Für die Nachnutzung der beiden Industriedenkmäler Tonnen- und Jutierhalle hat das Kulturreferat in enger Abstimmung mit dem Referat für Stadtplanung und Bauordnung 2012/13 den Ideenwettbewerb „Kreativen Raum schaffen“ durchgeführt.

Nach einem intensiven Beteiligungsprozess und der Prämierung zweier Konzepte hat die Vollversammlung des Stadtrats am 27. November 2013 das weitere Verfahren zur kulturellen und kreativwirtschaftlichen Nachnutzung der Jutierhalle und Tonnenhalle beschlossen: Es wird ein Produktions- und Präsentationsort des freien Kunst-, Kultur- und Kreativschaffens entstehen. Am 17. Dezember 2014 genehmigte der Stadtrat das Nutzerbedarfsprogramm sowie die Beauftragung der Entwicklung eines Betriebskonzepts durch ein externes Büro.

Kreativquartier im Gespräch: Öffentlichkeitsbeteiligung als wichtiger Baustein

Die Öffentlichkeit wird - unter anderem im Rahmen des Pilotprojekts „Stadt kreativ denken – Raum für Wohnen, Kultur und Wissen“ der Nationalen Stadtentwicklungspolitik des Bundes - an dem Prozess beteiligt. Sowohl das Kulturreferat als auch das Referat für Stadtplanung und Bauordnung haben bislang eine Reihe von Veranstaltungen organisiert.

So fanden zum Beispiel ein öffentliches Expertengespräch zur Nachhaltigkeit und ein Erfahrungsaustausch zu vergleichbaren Projekten in den Städten Linz, Hamburg, Basel und Rotterdam statt. Die Entwürfe des städtebaulichen und landschaftsplanerischen Ideenwettbewerbs waren bei Ausstellungen zu sehen, außerdem gab es Podiumsdiskussionen.

Am 8. und 9. Juli 2015 hat das Referat für Stadtplanung und Bauordnung zusammen mit Professor Klaus Overmeyer (urbancatalyst) eine Perspektivenwerkstatt zur kooperativen Quartiersentwicklung organisiert. Genossenschaften stellten aktuelle Bespiele vor, die anschließend auf das Kreativquartier bezogen diskutiert wurden (Bau- und Wohngenossenschaft Kraftwerk 1, Zürich; Genossenschaft KunstWohnWerke München eG; Genossenschaft für Urbane Kreativität–Holzmarkt, Berlin; Wohnbaugenossenschaft wagnis eG – wagnisART am Domagkpark in München).

Ansichten

Rahmenplan für das Kreativquartier München Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Rahmenplan, Maßstab 1:2500

Übersicht der Quartiere Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Übersicht der Quartiere

Luftbild des Stadtgebiets Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Luftbild des Stadtgebiets

Foto: Stadt München

Chronologie

07/2004: Aufstellungsbeschluss für die ehemalige Luitpoldkaserne (Kreativfeld)
07/2008: Eckdatenbeschluss für den nördlichen Bereich
04/2010: Ergänzungsbeschluss für den südlichen Bereich
09/2011: Werkstattgespräch
05/2012: Preisgericht im Ideenwettbewerb
05/2012: Ausstellungseröffnung und Podiumsdiskussion
06/2012: Expertengespräch zur Nachhaltigkeit
2012/13: Ideenwettbewerb „Kreativen Raum schaffen“
02/2013: Internationaler Erfahrungsaustausch
07/2013: Bekanntgabe der Ergebnisse des Wettbewerbs
2013/14: Rahmenplan Kreativquartier
11/2013: Beschluss zur Nachnutzung der Jutierhalle und Tonnenhalle
07/2014: Perspektivenwerkstatt I
12/2014: Beschluss zum Nutzerbedarfsprogramm Jutier- und Tonnenhalle
07/2015: Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 2096 und Bekanntgabe der Ergebnisse der Rahmenplanung (siehe Anlage 3)
07/2015: Perspektivenwerkstatt zur kooperativen Quartiersentwicklung
07-08/2015: Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit mit Erörterungsveranstaltung
01/2016: Auszeichnung der Wettbewerbspreisträger Teleinternetcafe und TH Treibhaus mit dem Deubau-Preis
07/2016: Beschluss Koordinierungsstelle Kultur- und Kreativwirtschaft

Kontakt

Karte vergrößern
Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Stadtplanung

Blumenstraße 28b
80331 München

Fax:
089 233-24213