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Kreativquartier


Aktuelles

Preis für junge Architekturbüros

Die Preisträger des städtebaulichen Ideenwettbewerbs zum Kreativquartier, die Büros Teleinternetcafe (Berlin) und Treibhaus (Hamburg), sind für ihr Konzept mit dem Deubau-Preis 2016 ausgezeichnet worden. Mehr Infos finden Sie hier.

Rahmenplanung

Am 1. Juli 2015 sind die Ergebnisse der Rahmenplanung im Stadtrat bekannt gegeben worden. Der Beschluss umfasst darüber hinaus die Aufstellung von Bebauungsplänen, die Änderung des Flächennutzungsplans sowie weitere Schritte auch zum Teilquartier "Kreativlabor".

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Entwurf für den Bereich "Kreativlabor" (Grafik: Teleinternetcafe)

Das Projekt

Die Stadt München geht bei der Entwicklung des Kreativquartiers auf der Fläche der ehemaligen Luitpoldkaserne und angrenzenden Gebieten neue Wege: Auf dem Gelände zwischen Dachauer-, Loth-, Schwere-Reiter-, Heß- und Infanteriestraße soll ein urbanes Stadtquartier entstehen, in dem Wohnen und Arbeiten mit Kunst, Kultur und Wissen verknüpft werden.

Bestehende Nutzungen werden behutsam weiterentwickelt.

Das 20 Hektar große Areal befindet sich 2,5 Kilometer nordwestlich der Altstadt, nahe des Olympiaparks, und liegt in den Bezirken Neuhausen-Nymphenburg und Schwabing West. Neben kulturellen, kreativwirtschaftlichen, sozialen und gewerblichen Nutzungen sind in vier Teilquartieren mindestens 900 Wohnungen, eine Grundschule, ein Hochschul-Neubau und 32.000 Quadratmeter öffentliche Grün- und Freiflächen vorgesehen. Die denkmalgeschützten Industriebauten Jutier- und Tonnenhalle werden zukünftig das kulturelle und kreativwirtschaftliche Zentrum im Kreativpark bilden. Im nördlichen Teil hat sich eine lebendige Kunst- und Kulturszene etabliert, deren Potenzial aufgegriffen und zur Identitätsbildung des neuen Quartiers beitragen soll. Die Leitideen ihres prämierten Wettbewerbsentwurfs haben die Büros Teleinternetcafe und TH Treibhaus Landschaftsarchitektur in einem Rahmenplan weiterentwickelt, der den künftigen Planungs- und Verfahrensschritten zugrunde gelegt wird.

Laut Rahmenplan wird das Areal in die vier Bereiche Kreativpark, Kreativplattform, Kreativfeld und Kreativlabor unterteilt, die zwar miteinander vernetzt sind, aber unabhängig voneinander entwickelt werden können:

  • Kreativlabor: In dem Teilquartier am Leonrodplatz wird ein urbaner Nutzungsmix aus Kultur, Kreativwirtschaft, Wohnen, Soziales, Gewerbe und Einzelhandel in alten und neuen Gebäuden angestrebt. Entstehen sollen im ersten Schritt 79 Wohnungen - für weitere gibt es Potential - und ein Haus für Kinder. Zur Stärkung und Erweiterung des bestehenden Nahbereichszentrums am Leonrodplatz sieht der Rahmenplan im Kreativlabor einen neuen Einzelhandelsstandort vor - vor allem mit Waren des täglichen Bedarfs.
  • Kreativpark: Der zentrale öffentliche Raum des Quartiers verbindet die Heßstraße mit der Dachauer Straße. Hier befinden sich auch die denkmalgeschützten Industriebauten Jutier- und Tonnenhalle, die momentan leerstehen und künftig kulturell und kreativwirtschaftlich genutzt werden sollen. Südwestlich der Tonnenhalle ist ein Gründer- und Innovationszentrum geplant.
  • Kreativplattform: In dem südlichen Teilquartier wird die Hochschule für angewandte Wissenschaften um einen Campus Nord erweitert. Außerdem entstehen neue Gebäude mit etwa 395 Wohnungen und ein Haus für Kinder.
  • Kreativfeld: grüner Wohn-, Arbeits- und Grundschulstandort - auf dem Areal der ehemaligen Luitpoldkaserne sollen neben zirka 325 Wohnungen eine Grundschule und ein Haus für Kinder entstehen. 

Auf den städtischen Flächen werden 30 Prozent des neu zu schaffenden Wohnbaurechts als EOF-Wohnungen und 20 Prozent als München-Modell-Wohnungen vergeben.

Der Rahmenplan wird um einen Gestaltungsleitfaden und ein Regelwerk ergänzt.

Städtebaulicher Ideenwettbewerb

Im Herbst 2011 haben das Referat für Stadtplanung und Bauordnung und das Kommunalreferat in Abstimmung mit den Stadtwerken und dem Freistaat Bayern als weiteren Grundstückseigentümern einen zweistufigen städtebaulichen und landschaftsplanerischen Ideenwettbewerb ausgelobt. Grundlage war der Eckdatenbeschluss des Stadtrats vom April 2010. An dem Wettbewerb nahmen 39 ausgewählte Teams teil. Nach Abschluss der ersten Phase, in der die Schwerpunkte auf methodischen Ansätzen und grundlegenden Konzepten lagen, wurden zwölf Teilnehmer ausgewählt, die in der zweiten Phase ein städtebauliches und landschaftsplanerisches Konzept erstellen sollten.

Ein erster und zwei dritte Preise

Im Mai 2012 wählte eine hochkarätig besetzte Jury aus Fach- und Sachpreisrichtern den Entwurf des Berliner Architekturbüros Teleinternetcafe mit TH Treibhaus Landschaftsarchitektur als ersten Preisträger aus. Dieser wurde in einem Rahmenplan vertieft, der die Grundlage für das Bauleitplanverfahren bildet.

Zwei dritte Preise gingen an die Büros Laux Architekten mit Nowak Landschaftsarchitekten, beide München, und Trojan Trojan + Partner Architekten (Darmstadt) mit WGF Objekt Landschaftsarchitekten (Nürnberg). Mit dem vierten Preis wurden Teamwerk-Architekten mit HinnenthalSchaar Landschaftsarchitekten, beide München, ausgezeichnet.

Ideenwettbewerb "Kreativen Raum schaffen"

Für die Nachnutzung der beiden Industriedenkmäler Tonnen- und Jutierhalle hat das Kulturreferat in enger Abstimmung mit dem Referat für Stadtplanung und Bauordnung 2012/13 den Ideenwettbewerb „Kreativen Raum schaffen“ durchgeführt. Nach einem intensiven Beteiligungsprozess und der Prämierung zweier Konzepte hat die Vollversammlung des Stadtrats am 2. November 2013 das weitere Verfahren zur kulturellen und kreativwirtschaftlichen Nachnutzung der Jutierhalle und Tonnenhalle beschlossen: Es wird ein Produktions- und Präsentationsort des freien Kunst-, Kultur- und Kreativschaffens entstehen. Am 17. Dezember 2014 genehmigte der Stadtrat das Nutzerbedarfsprogramm sowie die Beauftragung der Entwicklung eines Betriebskonzepts durch ein externes Büro.

Logo Nationale Stadtentwicklungspolitik  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Öffentlichkeitsbeteiligung als wichtiger Baustein

Die Öffentlichkeit wird im Rahmen des Pilotprojekts „Stadt kreativ denken – Raum für Wohnen, Kultur und Wissen“ der Nationalen Stadtentwicklungspolitik des Bundes an dem Prozess beteiligt. Sowohl das Kulturreferat als auch das Referat für Stadtplanung und Bauordnung haben bislang eine Reihe von Veranstaltungen organisiert.

So fanden zum Beispiel ein öffentliches Expertengespräch zur Nachhaltigkeit und ein Erfahrungsaustausch zu vergleichbaren Projekten in den Städten Linz, Hamburg, Basel und Rotterdam statt. Die Entwürfe des städtebaulichen und landschaftsplanerischen Ideenwettbewerbs waren bei Ausstellungen zu sehen, außerdem gab es Podiumsdiskussionen. Mit dem Stadtratsbeschluss vom 24. Juli 2013 werden die Referate beauftragt, auch nach Ende des Pilotprojekts am 30. September 2013 weitere Schritte zur intensiven Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger zu unternehmen.

Ansichten

Übersicht der Quartiere Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Übersicht der Quartiere

Luftbild des Stadtgebiets Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Luftbild des Stadtgebiets

Foto: Stadt München

Entwurf für den Teilbereich "Kreativlabor" Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Entwurf für den Teilbereich "Kreativlabor"

Grafik: Teleinternetcafé

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Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Stadtplanung

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80331 München

Fax:
089 233-24213