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Der neue Münchner Hauptbahnhof


Bahnhofplatz mit Blick auf das Empfangsgebäude  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Vorplatz mit Empfangsgebäude (Visualisierung: Auer Weber)

Das Projekt

München soll einen neuen Hauptbahnhof bekommen: Das Empfangsgebäude, aber auch der Starnberger Flügelbahnhof und die Vorplätze werden dann ein neues Gesicht erhalten.

Grundlage für den Neubau des Hauptbahnhofes ist das Ergebnis des städtebaulichen Ideen- und Realisierungswettbewerbs, den das Architekturbüro Auer Weber 2006 für sich entschieden hatte.

Der Stadtrat hat am 29. April 2015 beschlossen, dass das Hauptempfangsgebäude und der Starnberger Flügelbahnhof auf der Grundlage des überarbeiteten Entwurfs von Auer Weber weiterentwickelt werden sollen. Hier finden Sie die Pressemitteilung. (PDF, 51 KB)

Für die Gestaltung der Vorplätze hat das Referat für Stadtplanung und Bauordnung eine Konzeptstudie erstellen lassen.

Hier die Fakten im Überblick:

Aus dem Bahnhof, den täglich 420.000 Reisende nutzen, soll ein modernes Tor zur Stadt werden: Der Hauptbahnhof soll besser an die Altstadt samt Fußgängerzone angebunden werden und den Abschluss der neuen Wohngebiete an den "Zentralen Bahnflächen" bilden. Mit der Modernisierung verbunden ist auch die Chance, die Vorplätze ansprechender zu gestalten, den Verkehr neu zu regeln und mehr Fahrradstellplätze zu schaffen. Die Öffentlichkeit und die Bezirksausschüsse werden von Anfang an intensiv in das Verfahren einbezogen.

Neubau Hauptbahnhof - Blick in die Empfangshalle  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Blick in die Empfangshalle (Visualisierung: Auer Weber)

Das Empfangsgebäude

Herzstück des Hauptbahnhofs soll das neue Empfangsgebäude werden: Die bestehende Halle soll durch ein modernes Terminal ersetzt werden. Es soll die Gleishalle nach Osten ergänzen und aus sieben oberirdischen und zwei unterirdischen Geschossen bestehen.

Die neue Eingangshalle soll transparent gestaltet und über ein großes Glasdach belichtet werden. Die großflächig verglaste Front soll sich zum Bahnhofsvorplatz und der Innenstadt orientieren.

Die neuen Räumlichkeiten bieten ausreichend Platz für Einrichtungen der Deutschen Bahn, Geschäfte, Gastronomie und auch Ruhezonen. In den Obergeschossen befinden sich Tagungs-, Event- und Bürobereiche. Parallel zum Querbahnsteig soll eine neue Einkaufspassage entstehen. Die Erschließung von S- und U-Bahn, Regional- und Fernverkehr soll zentral in der Haupthalle erfolgen - über Fahrtreppen, Expresslifte und Treppen. Integriert werden soll auch ein 40 Meter tiefes Erschließungsbauwerk für die zweite Stammstrecke. Darüber hinaus ist eine neue Tiefgarage geplant.

Die neuen Randbauten, die die Gleishalle umfassen, sind Teil der dynamischen Gesamtfigur des neuen Bahnhofsgebäudes.

Neubau des Münchner Hauptbahnhofes - Empfangsgebäude und Starnberger Flügelbahnhof  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Blick auf den nördlichen Vorplatz (Visualisierung: Auer Weber)

Der Starnberger Flügelbahnhof

Auch der Starnberger Flügelbahnhof soll ein komplett neues Gesicht erhalten. Das alte Bahnhofsgebäude wird durch ein neues Gebäude ersetzt und um ein 19-geschossiges Hochhaus mit 75 Metern Höhe ergänzt, das einen markanten, städtebaulichen Akzent setzt und als Landmarke in der Stadtsilhouette von vielen Seiten zur Orientierung beiträgt.

Das Hochhaus wird vom Vorplatz an der Arnulfstraße zurückversetzt und soll den Endpunkt der Stadtkante entlang der Bahn bilden, die im Rahmen der "Zentralen Bahnflächen" entwickelt wurde. In den Obergeschossen sind Büros und ein Hotel geplant. Hinzu kommt ein siebengeschossiger Gebäuderiegel entlang der Arnulfstraße. Im Erdgeschoss werden Einzelhandel, Gastronomie und Bahndienstleistungen untergebracht.

Die Vorplätze

Im Zuge des geplanten Neubaus des Münchner Hauptbahnhofes sollen auch die drei Vorplätze verkehrlich neu geordnet und gestaltet werden. Dafür wurde eine Konzeptstudie mit Varianten entwickelt, die unterschiedliche Auswirkungen auf das Verkehrsgeschehen rund um den Hauptbahnhof haben und die nun zur Diskussion stehen. Kern des Konzeptes ist die Aufwertung aller Platzflächen sowie die bessere Erreichbarkeit von Innenstadt und Tram.

Der Stadtrat hat im April 2015 das Konzept diskutiert und das Referat für Stadtplanung und Bauordnung beauftragt, "...die verkehrlichen Untersuchungen zu vertiefen und dem Stadtrat ein abgestimmtes Verkehrskonzept zur abschließenden Entscheidung vorzulegen. Dabei ist insbesondere die Erschließung des Bahnhofs, die Lenkung des Durchgangsverkehrs und die Führung des Radverkehrs in Abgrenzung zu den Fußgängern anhand von Darstellungen des Bahnhofvorplatzes darzustellen und abzuwägen."

Der Bahnhofplatz

Der Bahnhofplatz ist ein zentraler Verkehrsknotenpunkt: Zehn Trambahnlinien und ein Bus halten momentan dort; hinzu kommen Kfz- und Radverkehr, Fußgängerinnen und Fußgänger. Diese haben es derzeit nicht leicht, den Haupteingang des Bahnhofs oberirdisch zu erreichen. Die von dem Architekturbüro Auer Weber erstellte Konzeptstudie schlägt einen Platz vor, der nicht mehr durch motorisierten Individualverkehr beeinträchtigt wird. So entstünde eine großzügige Aufenthaltszone, die mit Bäumen, Sitzgelegenheiten und einheitlichen Belägen aufgewertet werden soll - was auch ein Wunsch der Anwohnerinnen und Anwohner im südlichen Bahnhofsviertel ist. Radverkehr soll erlaubt werden - es würde das Prinzip der gegenseitigen Rücksichtnahme gelten. Der Bahnhof ist dem Konzept zufolge weiterhin über den nördlichen und südlichen Vorplatz für den Kfz-Verkehr erreichbar. Das Konzept wird derzeit geprüft.

Der Bahnhofplatz und die Schützenstraße sollen so umgestaltet werden, dass die Fußgängerzone bis zur Empfangshalle verlängert wird. Eine zusätzliche Querung für Radfahrende, Fußgängerinnen und Fußgänger am Stachus nördlich der Bayerstraße ist verkehrstechnisch möglich. Durch diese Maßnahmen soll der Hauptbahnhof besser mit der Altstadt verbunden werden.

Die Münchner Verkehrsgesellschaft möchte aus Kapazitätsgründen auf dem Bahnhofplatz ein drittes Trambahngleis bauen. Hinsichtlich der Führung der Trambahnen über den Bahnhofplatz wurden verschiedene Varianten entwickelt, die noch geprüft und zur Diskussion gestellt werden.

Der Platz vor dem Starnberger Flügelbahnhof

Der Vorplatz an der Arnulfstraße soll in einen höher gelegenen Fußgängerbereich und eine tiefer gelegene Vorfahrt mit zirka 15 Taxi-Standplätzen, Parkplätzen für Behinderte sowie Kurzzeitparker gegliedert werden. Hinzu kommen zahlreiche oberirdische Fahrradstellplätze. Der unterirdische Bunker soll bei erfolgreicher Prüfung und Abstimmung mit allen Beteiligten zu einem Fahrradparkhaus umfunktioniert werden. Die Bushaltestellen bleiben bestehen. Am Rande der Arnulfstraße werden Bäume gepflanzt.

Der Platz an der Bayerstraße

Hier sollen oberirdisch Stellplätze für etwa 25 Taxis, 20 Kurzparker und etliche Fahrräder angeboten werden. Unterirdisch sind weitere Radstellplätze mit direkter Anbindung an den Bahnhof der U4 und U5 geplant. Vor dem Hotel Bayerpost werden Bäume gepflanzt.

Radverkehr

Am neuen Hauptbahnhof soll die Situation für Radfahrerinnen und Radfahrer stark verbessert werden. Statt derzeit 2.000 soll es künftig mindestens 3.000 Fahrradabstellplätze geben, die meisten unterirdisch. Der Bahnhof soll besser erreichbar, das Radwegenetz zwischen Arnulf-, Bayerstraße und Altstadtring geschlossen werden.

Für Radfahrerinnen und Radfahrer, aber auch für Fußgängerinnen und Fußgänger, ist die aktuelle Situation unbefriedigend: Die Eingänge sind oft zugestellt, Fahrräder liegen am Boden. Eine Fahrrad-Zählung und eine Fahrgast-Befragung haben ergeben, dass am Hauptbahnhof mindestens 3.000 Fahrradabstellplätze nötig sind. Diese werden größtenteils unterirdisch errichtet: Etwa 2.400 Stellplätze sollen in den ehemaligen Bunkern unter den Vorplätzen an der Bayer- und Arnulfstraße untergebracht werden, mindestens 600 am Starnberger Flügelbahnhof. Denn der Bedarf nördlich des Bahnhofs ist besonders groß. Weitere 400 Stellplätze sind in den Randbereichen der Vorplätze vorgesehen. Ausweichplätze sollen in der Goethestraße und auf dem städtischen Parkplatz an der Marsstraße angeboten werden, solange auf dem Bahnhofsgelände gebaut wird. Zusätzlich wird die Deutsche Bahn Fahrradabstellplätze für die Gebäudenutzung in ausreichendem Maß bereitstellen.

Weiteres Vorgehen

Nach dem Stadtratsbeschluss vom April 2015 hat die Deutsche Bahn mit der Entwurfs- und Genehmigungsplanung für das Empfangsgebäude und der Vorplanung für den Starnberger Flügelbahnhof begonnen. Der Stadtrat hat das Referat für Stadtplanung beauftragt, die verkehrlichen Untersuchungen zu vertiefen und ein Verkehrskonzept zu erstellen, über das der Stadtrat abschließend entscheiden wird.

Der neue Hauptbahnhof wird intensiv mit der Öffentlichkeit diskutiert werden – im Rahmen der oben genannten Ausstellungen und Veranstaltungen. Ergänzende Informationsmaterialien werden bereitgestellt.

Die Umsetzung des Projektes steht im Zusammenhang mit der Realisierung der zweiten Stammstrecke. Die Bauarbeiten am Münchner Hauptbahnhof sollen für beide Projekte - die zweite Stammstrecke und das neue Empfangsgebäude - durch eine teilweise parallele Umsetzung soweit wie möglich verkürzt werden, um die Belastung der Bürgerinnen und Bürger so gering wie möglich zu halten. Finanziert wird das Projekt im Wesentlichen von der Bahn sowie durch Mittel des Bundes. Für den Umbau des Bahnhofplatzes sowie die Fahrradabstellung (Bike & Ride) ist die Stadt zuständig.

Lageplan und Visualisierungen

Kontakt

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Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Abt. 4 Räumliche Entwicklungsplanung, Flächennutzungsplanung

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80331 München

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089 233-26410