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Kunstareal München


Aktuelles

Koordinationsstelle

Nach der Gründung der Koordinationsstelle im Januar 2020 hat nun die Leiterin Laura Schieferle seit 15. Juni 2021 eine zweite Unterstützung erhalten, Frau Katharina Mayer. Zusammen kümmern sie sich um vielfältige Aufgaben wie die Vermarktung, Kommunikation, Sponsoring, Entwicklung und Umsetzung von Projekten, wie zum Beispiel das Kunstareal-Fest. Außerdem übernehmen sie auch übergreifende Koordinierungsaufgaben der verschiedenen Gremien und Akteure und sind zentrale Ansprechpartnerinnen für das Kunstareal.

Kooperationsvereinbarung

Das Projekt „Kunstareal“ als gemeinsamer Prozess zur Förderung der Kunst-, Kultur- und Wissenschaftslandschaft rund um den Königsplatz und die Pinakotheken kann dauerhaft fortgeführt werden: Die Landeshauptstadt München und der Freistaat Bayern haben sich auf eine langfristige Kooperation verständigt. Am 8. November 2018 unterzeichneten Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter und der bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Bernd Sibler, eine Kooperationsvereinbarung.

Das Kunstareal von oben  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© LHM

Das Projekt

Das Kunstareal umfasst 66 Hektar und liegt mitten in der Maxvorstadt. Zwischen der Heßstraße im Norden, der Türkenstraße im Osten, der Karlstraße im Süden und der Richard-Wagner- / Enhuberstraße im Westen konzentrieren sich auf engstem Raum staatliche und städtische Einrichtungen für Kunst, Kultur und Wissenschaft.

Seit 2009 arbeiten die Museen, Ausstellungshäuser, Galerien, Kulturinstitutionen und Hochschulen unter dem Titel "Kunstareal München" intensiv und erfolgreich zusammen, um das Areal in seiner Vielfalt bekannter zu machen. München soll national und international als einmaliger Kunst-, Kultur- und Wissensstandort wahrgenommen werden. Neben den oben aufgezählten Institutionen haben sich 2010 auf Initiative der Stiftung Pinakothek der Moderne 13 Fördervereine zum Förderkreis Kunstareal zusammengeschlossen. Auch der Bezirksausschuss 3 (Maxvorstadt) ist am Prozess beteiligt.

Bürger*innengutachten

Das Bürger*innengutachten zum Kunstareal enthält Empfehlungen von etwa hundert Münchner*innen. Aufgeteilt in vier so genannte Planungszellen, trafen sich diese im September 2013 jeweils vier ganze Tage, um über verschiedene Themen zu diskutieren. Moderiert und begleitet wurde der Prozess von der Gesellschaft für Bürgergutachten, einer neutralen Organisation. Seitdem sind die Ergebnisse des Bürger*innengutachtens die Grundlage für die Aufgaben und Projekte im Kunstareal. Mehr Infos lesen Sie unten auf dieser Seite.

Masterplan für die Freiflächen

Eine Aufgabe aus dem Bürger*innengutachten war es, sich mit der Gestaltung und Pflege der Freiflächen auseinander zu setzen. Daraufhin beauftragte der Freistaat Bayern das Züricher Büro Vogt Landschaftsarchitekten, einen Masterplan zu erarbeiten. Dieser wurde in einer Sitzung des Bezirksausschusses im Frühjahr 2018 der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung setzt sich dafür ein, den Masterplan weiterzuentwickeln und mit einem nachhaltigen Mobilitätskonzept zu verbinden.

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Videodokumentation

Das Bürgergutachten: 1.500 Vorschläge für das Kunstareal

So intensiv hat sich bisher kaum jemand mit dem Kunstareal auseinandergesetzt: 105 nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Personen aus München und der Region haben 2013 in einem viertägigen Prozess fast 1.500 Vorschläge erarbeitet, wie das Umfeld der Pinakotheken einmal aussehen soll.

Am 25. Februar 2014 ist das Bürgergutachten an Oberbürgermeister Christian Ude und Stadtbaurätin Elisabeth Merk übergeben worden.

Es ist das erste Bürgergutachten, das die Landeshauptstadt initiiert hat: Aufgeteilt in vier so genannte Planungszellen trafen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zwischen dem 16. und 26. September 2013 in den Räumen der Hochschule für Fernsehen und Film, um jeweils vier ganze Tage lang über verschiedene Themen zu diskutieren. In immer wieder neu zusammengesetzten Kleingruppen wurden Stärken und Schwächen des Areals analysiert; Anregungen von Anwohnerinnen und Anwohnern, des Bezirksausschusses, des Stadtrats, der Museen und Hochschulen flossen mit ein.

Bei einer Begehung lernten die Bürgerinnen und Bürger, von denen der jüngste 14 und der älteste 80 Jahre alt war, das Gebiet kennen und konnten mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadtratsfraktionen ins Gespräch kommen. Außerdem erhielten sie Informationen von Expertinnen und Experten, etwa zu besonderen Bedürfnissen von Kindern, Jugendlichen und Menschen mit Behinderung bei Museumsbesuchen und im öffentlichen Raum. Alle Vorschläge wurden gemeinsam gewichtet und flossen in allgemeine Entwicklungsziele (Leitlinien) und konkrete Maßnahmenvorschläge ein, die zum Abschluss erarbeitet wurden. Zusammengerechnet waren die Bürgerinnen und Bürger 3.360 Arbeitsstunden im Einsatz.

Moderiert und begleitet wurde der Prozess von der Gesellschaft für Bürgergutachten, einer neutralen Organisation, die mit diesem Verfahren vertraut ist. Deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiten haben die Ergebnisse sortiert, ausgewertet, zusammengefasst und eine umfassende Dokumentation erstellt.

Schwerpunkte: Verkehr, Freiräume und Vernetzung

Am 25. Februar 2014 haben der jüngste und der älteste Teilnehmer das Bürgergutachten im Beisein von etwa 250 Gästen in der Rathausgalerie an Oberbürgermeister Christian Ude und Stadtbaurätin Elisabeth Merk übergeben. Das 100 Seiten starke Dokument enthält eine Vielzahl von Maßnahmenvorschlägen: ein Drittel davon hat mit Verkehrsberuhigung zu tun, außerdem wurden in allen Kleingruppen Vorschläge für eine klarere und einfachere Orientierung gemacht. Ebenfalls wichtig waren den Bürgerinnen und Bürgern die Zusammenarbeit der im Kunstareal vertretenen Einrichtungen, dessen Darstellung als Einheit, eine ansprechende Gestaltung der Freiflächen und deren Zugänglichkeit für die Menschen.

Stadtbaurätin Elisabeth Merk sprach den Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihr Engagement und die mitgebrachte Zeit ihren Dank aus. "Damit haben Sie uns einen großen Auftrag übergeben", sagte sie. In vielen Punkten decken sich die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger mit Zielen anderer Akteure im Kunstareal, etwa bei den Verkehrsthemen. "Das gibt mir Mut, die Dinge konkret anzugehen."

Viel positive Rückmeldung

Die Bürgerinnen und Bürger selbst waren sich einig, dass die Mitarbeit an dem Bürgergutachten eine wertvolle Erfahrung für sie war. Die meisten kannten den Begriff „Kunstareal“ vorher nicht und waren überrascht, als sie die Einladung im Briefkasten fanden. Ihre Erwartungen wurden jedoch übertroffen. Gelobt wurden insbesondere die Referentinnen und Referenten, die konstruktive Arbeitsatmosphäre, die gute Organisation, aber auch die Tatsache, dass viele Jugendliche dabei waren. „Vielen Dank, dass ich das miterleben und hoffentlich auch mitgestalten durfte“, meinte eine Teilnehmerin. „Das ist gelebte Demokratie für mich“, sagte ein Teilnehmer.

Damit möglichst viel Lebens- und Berufserfahrung von verschiedensten Menschen in das Bürgergutachten einfließt, waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach dem Zufallsprinzip aus dem Einwohnermelderegister der Stadt München und einigen repräsentativen Umlandgemeinden (Freising, Bockhorn im Landkreis Erding, Herrsching und Glonn im Landkreis Ebersberg) ausgewählt worden. Sie bekamen eine Aufwandsentschädigung für ihre Mitarbeit.

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Stadtplanung

Blumenstraße 28b
80331 München