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Das Bürgergutachten


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Videodokumentation zum Bürgergutachten

1.500 Vorschläge für das Kunstareal

So intensiv hat sich bisher kaum jemand mit dem Kunstareal auseinandergesetzt: 105 nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Personen aus München und der Region haben 2013 in einem viertägigen Prozess fast 1.500 Vorschläge erarbeitet, wie das Umfeld der Pinakotheken einmal aussehen soll.

Am 25. Februar 2014 ist das Bürgergutachten an Oberbürgermeister Christian Ude und Stadtbaurätin Elisabeth Merk übergeben worden.

Es ist das erste Bürgergutachten, das die Landeshauptstadt initiiert hat: Aufgeteilt in vier so genannte Planungszellen trafen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zwischen dem 16. und 26. September 2013 in den Räumen der Hochschule für Fernsehen und Film, um jeweils vier ganze Tage lang über verschiedene Themen zu diskutieren. In immer wieder neu zusammengesetzten Kleingruppen wurden Stärken und Schwächen des Areals analysiert; Anregungen von Anwohnerinnen und Anwohnern, des Bezirksausschusses, des Stadtrats, der Museen und Hochschulen flossen mit ein.

Bei einer Begehung lernten die Bürgerinnen und Bürger, von denen der jüngste 14 und der älteste 80 Jahre alt war, das Gebiet kennen und konnten mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadtratsfraktionen ins Gespräch kommen. Außerdem erhielten sie Informationen von Expertinnen und Experten, etwa zu besonderen Bedürfnissen von Kindern, Jugendlichen und Menschen mit Behinderung bei Museumsbesuchen und im öffentlichen Raum. Alle Vorschläge wurden gemeinsam gewichtet und flossen in allgemeine Entwicklungsziele (Leitlinien) und konkrete Maßnahmenvorschläge ein, die zum Abschluss erarbeitet wurden. Zusammengerechnet waren die Bürgerinnen und Bürger 3.360 Arbeitsstunden im Einsatz.

Moderiert und begleitet wurde der Prozess von der Gesellschaft für Bürgergutachten, einer neutralen Organisation, die mit diesem Verfahren vertraut ist. Deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiten haben die Ergebnisse sortiert, ausgewertet, zusammengefasst und eine umfassende Dokumentation erstellt.

Schwerpunkte: Verkehr, Freiräume und Vernetzung

Am 25. Februar 2014 haben der jüngste und der älteste Teilnehmer das Bürgergutachten im Beisein von etwa 250 Gästen in der Rathausgalerie an Oberbürgermeister Christian Ude und Stadtbaurätin Elisabeth Merk übergeben. Das 100 Seiten starke Dokument enthält eine Vielzahl von Maßnahmenvorschlägen: ein Drittel davon hat mit Verkehrsberuhigung zu tun, außerdem wurden in allen Kleingruppen Vorschläge für eine klarere und einfachere Orientierung gemacht. Ebenfalls wichtig waren den Bürgerinnen und Bürgern die Zusammenarbeit der im Kunstareal vertretenen Einrichtungen, dessen Darstellung als Einheit, eine ansprechende Gestaltung der Freiflächen und deren Zugänglichkeit für die Menschen.

Stadtbaurätin Prof. Dr.(I) Elisabeth Merk sprach den Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihr Engagement und die mitgebrachte Zeit ihren Dank aus. "Damit haben Sie uns einen großen Auftrag übergeben", sagte sie. In vielen Punkten decken sich die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger mit Zielen anderer Akteure im Kunstareal, etwa bei den Verkehrsthemen. "Das gibt mir Mut, die Dinge konkret anzugehen."

Viel positive Rückmeldung

Die Bürgerinnen und Bürger selbst waren sich einig, dass die Mitarbeit an dem Bürgergutachten eine wertvolle Erfahrung für sie war. Die meisten kannten den Begriff „Kunstareal“ vorher nicht und waren überrascht, als sie die Einladung im Briefkasten fanden. Ihre Erwartungen wurden jedoch übertroffen. Gelobt wurden insbesondere die Referentinnen und Referenten, die konstruktive Arbeitsatmosphäre, die gute Organisation, aber auch die Tatsache, dass viele Jugendliche dabei waren. „Vielen Dank, dass ich das miterleben und hoffentlich auch mitgestalten durfte“, meinte eine Teilnehmerin. „Das ist gelebte Demokratie für mich“, sagte ein Teilnehmer.

Damit möglichst viel Lebens- und Berufserfahrung von verschiedensten Menschen in das Bürgergutachten einfließt, waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach dem Zufallsprinzip aus dem Einwohnermelderegister der Stadt München und einigen repräsentativen Umlandgemeinden (Freising, Bockhorn im Landkreis Erding, Herrsching und Glonn im Landkreis Ebersberg) ausgewählt worden. Sie bekamen eine Aufwandsentschädigung für ihre Mitarbeit.

Kontakt

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