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Siedlungsentwicklung am Stadtrand


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Strategie 3: Möglichkeiten der Umsetzung

Ein weiterer wichtiger LaSie-Baustein ist die städtebauliche Entwicklung des Stadtrands, zum Beispiel im Bereich des Münchner Nordostens. Hier befinden sich große zusammenhängende Flächen, die nicht bebaut sind. Vorbereitende Untersuchungen für eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme wurden eingeleitet, ein Strukturkonzept wird erstellt.

Zu diesem Ergebnis kommt die Evaluierung der Strategie "Siedlungsentwicklung am Stadtrand", die 2009 in einem Gutachten bearbeitet worden war. Die Inhalte des Gutachtens finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Siedlungsentwicklung am Stadtrand

Das Siedlungswachstum hat dazu geführt, dass innerhalb des bereits bebauten Bereichs der Stadt nur noch wenige Entwicklungsflächen zur Verfügung stehen. Daher werden Entwicklungen auch in der Peripherie zunehmend wichtiger. Gleichzeitig sind die Freiräume am Stadtrand ein bedeutender Ausgleichs- und Naherholungsraum mit wertvollen Natur- und Landschaftsräumen. Diese Belange gilt es zu würdigen und in Einklang zu bringen. Auch die Abstimmung und Kooperation mit den Nachbargemeinden ist dabei wichtig.

Die Einbeziehung der Öffentlichkeit ist ein wichtiger Teil dieser Planungsprozesse. Es gibt verschiedenste Formate, die zu einer Diskussion einladen sollen. So wurde im März und April 2017 ein fünfwöchiges Dialogforum im Münchner Nordosten abgehalten. Dabei ging es um die Herausforderungen, die mit dem Weiterbauen der Stadt verknüpft sind: den Bau von Straßen, ÖPNV-Anschlüssen, Schulen, Freizeitmöglichkeiten und vielem mehr. Denn in den Bereichen am Stadtrand kann selten auf bestehende Strukturen zurückgegriffen werden. Hier gilt es, einen neuen lebenswerten Stadtteil mit eigener Identität entstehen zu lassen.

Das Gutachten als Grundlage

Henrik Schultz vom Büro Stein+Schultz Frankfurt und Sanna Richter von Cityförster Berlin (Bürogemeinschaft mit Börries von Detten und Anke Schmidt) haben 2009 in ihrem Gutachten für die Gegend um Johanneskirchen und Daglfing die Potenziale untersucht, die über den aktuellen Flächennutzungsplan hinausgehen. Das Gutachten war Grundlage der Evaluierung.

Im Münchner Nordosten liegen die letzten großen zusammenhängenden Flächen, die noch bebaut werden können. Das Gebiet ist deshalb ein wesentlicher Baustein der langfristigen Siedlungsentwicklung. Das betreffende Gebiet wird durch die S-Bahnlinien S8 und S2 mit vier Haltestellen bedient und könnte durch eine Verlängerung der U4 oder eine Straßenbahnlinie ergänzt werden. Die Gutachter schlagen vor, die vorhandenen Strukturen behutsam zu ergänzen, so dass die Landschaft größtenteils erhalten bleibt.

Vorbereitende Untersuchungen für eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme wurden eingeleitet, für das gesamte Areal soll ein Strukturkonzept erstellt werden. Vor Einstieg in die Bauleitplanung wird es einen intensiven Dialog mit der Öffentlichkeit geben, denn viele private Grundeigentümerinnen und -eigentümer sind betroffen. Darüber hinaus ist eine intensive Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden nötig.

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Abt. 4 Räumliche Entwicklungsplanung, Flächennutzungsplanung

Blumenstraße 31
80331 München

Fax:
089 233-26410