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Umstrukturierung


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Strategie 2: Möglichkeiten der Umsetzung

Großes Umstrukturierungspotenzial für Wohnbauentwicklungen lag in den vergangenen Jahren in der Umwandlung ehemaliger Infrastruktur- und Versorgungsflächen (Bahnflächen, Flughafen, Messe, Kasernenflächen, und anderen). Diese Flächenreserven sind heute zu einem erheblichen Maß bereits umgesetzt. Nun gilt es, gemischt genutzte Gebiete zu entwickeln.

Zu diesem Ergebnis kommt die Evaluierung der Strategie "Umstrukturierung", die 2009 in einem Gutachten bearbeitet worden war. Die Inhalte des Gutachtens finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Umwandlung gewerblich genutzter Flächen in Wohnbauflächen

Eine große Chance findet sich in der Umwandlung gewerblich genutzter Flächen in Wohnbauflächen. Durch die Verlagerung von Gewerbebetrieben oder die Entwicklung von extensiv genutzten Einzelhandelsflächen konnten und können neue Wohnbauflächen erschlossen werden. Diese werden in einer dicht bebauten Stadt wie München immer rarer. Gemischt genutzte Flächen aus Wohnen und Gewerbebetrieben rücken damit in den Fokus. Hier muss jedoch dafür Sorge getragen werden, dass punktuell eingestreute Wohnungen das Gewerbe nicht aus emmissionsrechtlichen Gründen verdrängen. Dies wäre ohne Ausweisung von gewerblichen Ausweichstandorten nicht mit dem Ziel einer ausreichenden Gewerbeflächenversorgung vereinbar, wie es das Gewerbeflächenentwicklungsprogramm regelt. In Fortführung der Strategie Umstrukturierung gilt es also, zukünftige Areale zu entwickeln, auf denen ein verträgliches Nebeneinander von Wohnen und Gewerbe stattfindet.

Das Gutachten als Grundlage

Wie sich gewerblich genutzte Gebiete mit Wohnen durchmischen lassen, indem bestehende Gebäude verdichtet, ergänzt oder umgenutzt werden, haben Professor Klaus Overmeyer vom Büro Studio Urban Catalyst aus Berlin und Matthias Rottmann (De Zwarte Hond, Köln) 2009 am Beispiel des Gewerbebands Obersendling untersucht. Das Gutachten war Basis der Evaluierung.

Das Gebiet ist in ein städtisches Umfeld mit Wohnungen, Grünflächen, Stadtteilzentren und ÖPNV-Anbindung eingebettet und ist deshalb für eine Umstrukturierung geeignet. Bei solchen Vorhaben ist in der Regel eine Mitwirkungsbereitschaft der Eigentümerinnen und Eigentümer zu erwarten. Allerdings ist der Aufwand sehr hoch und der Ertrag an Wohnflächen eher gering. Dennoch will die Stadt München die Strategie der Umstrukturierung weiterverfolgen: Die Erkenntnisse aus Obersendling sollen mit Hilfe eines speziell entwickelten Transformationsbarometers auf andere Bereiche übertragen werden. Die Umsetzungschancen in den einzelnen Gebieten hängen jeweils von den städtebaulichen und rechtlichen Bedingungen ab, aber auch von der Kooperationsbereitschaft der Eigentümerinnen und Eigentümer. In jedem Fall ist der Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern sehr wichtig.

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Abt. 4 Räumliche Entwicklungsplanung, Flächennutzungsplanung

Blumenstraße 31
80331 München

Fax:
089 233-26410