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Qualifizierte Verdichtung


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Strategie 1: Möglichkeiten der Umsetzung

Die qualifizierte Nachverdichtung von Wohnsiedlungen der 1950er bis 1980er Jahre bietet ein großes Potenzial, um in München neuen Wohnraum zu gewinnen. Sie machen ein Viertel aller Wohngebiete aus. Durch die Strategie der Nachverdichtung wurde und wird in den kommenden Jahren voraussichtlich eine erhebliche Anzahl an Wohnungen generiert.

Zu diesem Ergebnis kommt die Evaluierung der Strategie "Qualifizierte Verdichtung", die 2009 in einem Gutachten bearbeitet worden war. Die Inhalte des Gutachtens finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Qualifizierte Verdichtung

Nachverdichtung hat verschiedenste Gesichter. Aufstockungen, Hinterhofbebauungen, Baulückenschließungen – bei all diesen Vorhaben müssen verkehrliche Erfordernisse, soziale Belange und Freiraumqualitäten besonders berücksichtigt werden.

Ein besonderer Fall sind die Gebiete mit Gartenstadtcharakter. Hier soll die Wohnbauentwicklung mit Hilfe einer "blockweisen Betrachtung" gesteuert werden. Dazu sollen in mehreren Testgebieten Instrumente wie Rahmenplanungen erarbeitet werden, um die vorhandene städtebauliche Qualität zu sichern. Ziel ist es, Qualitäten wie Einzelhausbebauung, wertvolle Baumbestände und zusammenhängende private Freifläche zum einen zu erhalten und zum anderen in Bereichen mit Verdichtungspotenzial behutsam fortzuentwickeln.

Das Gutachten als Grundlage

Einfamilienhausgebiete, Siedlungen und Blockstrukturen dominieren den Münchner Wohnungsmarkt. Wie solche Gebiete verdichtet werden können, hatte Professor Dietrich Fink vom Lehrstuhl für integriertes Bauen der TU München (Bürogemeinschaft mit Johann Spengler und Andrea Gebhard) 2009 anhand von Beispielen untersucht. Das Gutachten war Basis der Evaluierung.

Einheitlich strukturierte Siedlungen

Am vielversprechendsten scheint die Strategie, einheitlich strukturierte Siedlungen durch Aufstockungen, Anbauten oder Neubauten (nach dem Abriss alter Gebäude) zu verdichten. Dafür spricht, dass eine zeitnahe Umsetzung möglich wäre, Instrumente und Erfahrungen vorhanden sind und die nötige Infrastruktur, etwa Kindertagesstätten oder Geschäfte, vergleichsweise einfach bereitgestellt werden könnte. Die vielen neuen Wohnungen, die so entstehen könnten, bedeuten jedoch einen hohen Planungsaufwand. Da das Eigentum meist bei Wohnbaugesellschaften oder Genossenschaften liegt, ist mit einer hohen Bereitschaft zur Mitwirkung zu rechnen. Selbstverständlich sollen die Mieterinnen und Mieter in die Überlegungen einbezogen werden.

Einfamilienhausgebiete

Nur nachrangig eine Rolle spielen kann hingegen der Vorschlag, Ein- und Mehrfamilienhausgebiete in offener Bauweise bis hin zu einer Blockrandbebauung zu verdichten. Die Geschossflächenzahl könnte so zwar verdoppelt oder verdreifacht werden, doch momentan fehlen geeignete Umsetzungsinstrumente und der Planungsaufwand wäre enorm. Außerdem kann die Mitwirkungsbereitschaft der Eigentümer nicht vorausgesetzt werden. Auf längere Sicht wäre diese Strategie in geringem Maße nur an den Schnittstellen von offener bebauten und dichter bebauten Bereichen sowie an belebten Straßen denkbar.

Innenstadtbereiche

Eine Aufstockung der Gebäude in Innenstadtbereichen ist gegebenenfalls bei Einzelprojekten möglich. Zum einen ist die Gefahr von Verdrängungen sehr hoch, zum anderen kann die Infrastruktur nur sehr schwierig und kostspielig bereitgestellt werden. Schranken gibt es auch bei der Erschließung.

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Abt. 4 Räumliche Entwicklungsplanung, Flächennutzungsplanung

Blumenstraße 31
80331 München

Fax:
089 233-26410