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Messestadt Riem


Auf dem Luftbild ist der fünfte Bauabschnitt der Messestadt Riem  gekennzeichnet.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Der fünfte Bauabschnitt der Messestadt Riem
© Bayer. Landesamt für Vermessung / LHM

Der neue Stadtteil auf dem früheren Flughafengelände

Mit dem Umzug des Flughafens ins Erdinger Moos wurde Anfang der 1990er Jahre am östlichen Stadtrand von München Platz für einen neuen Stadtteil: die Messestadt Riem, in der heute bereits 16.000 Menschen leben und 10.000 arbeiten.

Messestadt Riem

Gut sieben Kilometer vom Münchner Stadtzentrum entfernt, ist die Messestadt Riem eines der größten städtebaulichen Entwicklungsgebiete Europas. Wohnen, Arbeiten und Natur sind dort eng miteinander verbunden: Auf 560 Hektar Fläche befinden sich neben einem vielfältigen Wohnungsangebot für unterschiedliche Einkommensgruppen alle wesentlichen Infrastruktureinrichtungen wie Kindergärten, Schulen, ein Kirchenzentrum, ein Friedhof, ein Altenservicezentrum, eine Polizeistation und eine Feuerwache und ein Einkaufszentrum. Die verschiedenen Gewerbeflächen bieten Raum für klassische Gewerbebetriebe oder auch für Unternehmen aus dem High-Tech-Bereich, die Neue Messe München. Der 200 Hektar große Landschaftspark mit Rodelhügel und Badesee ist über Grünzüge mit den Wohngebieten vernetzt.

Als Leitprojekt der "Perspektive München" und als Münchner Agenda21-Projekt ist der Gedanke der Nachhaltigkeit in Planung und Realisierung der Messestadt Riem als Kernziel verankert und umgesetzt worden.

Die Messestadt Riem ist ein eigenständiger Stadtteil, der nach ökologischen Grundsätzen und der Leitlinie "kompakt, urban, grün" entwickelt wurde. Das Areal ist in mehrere Abschnitte unterteilt, zentrale Ost-West-Achse ist die Willy-Brandt-Allee. Nördlich davon befinden sich die Neue Messe, der Technologiepark West, das Gewerbegebiet Ost und der Bildungscampus mit Sportpark. Südlich davon die Wohngebiete, eine Promenade mit Infrastruktureinrichtungen und der Riemer Park. Mit der U-Bahn sind es von der Messestadt West ins Münchner Stadtzentrum gut 20 Minuten. Buslinien entlang der Willy-Brandt-Allee ergänzen und verbinden die Messestadt Riem mit der östlichen Region.

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„Schmolche“ von Steffen Schuster im Durchgang zum Innenhof Helsinkistraße 8
© LHM

Planungsprozess und Umsetzung

Die Landeshauptstadt München bediente sich zur Umsetzung ihrer Ziele in der Messestadt mehrerer Instrumente:

  • Auflagen in Grundstückskaufverträgen
  • Beratung aller Bauvorhaben in der „Beratergruppe für Stadtgestaltung und Ökologie“
  • Vergabe von Bauherrenpreisen
  • mehr als 20 Planungswettbewerbe
  • Festsetzungen in Bebauungsplänen mit Grünordnung
  • Gestaltungsleitlinien
  • Freiflächenrahmenpläne
  • Ökologisches Rahmenkonzept, dokumentiert in den Ökologischen Bausteinen

Bürger- und Nutzerbeteiligung

Die Bewohner*innen beteiligen sich von Anfang an am Aufbau ihres neuen Stadtteils. Aus dem Modellprojekt der „Bürger- und Nutzerbeteiligung“ hat sich eine Vielzahl von Bürgerinitiativen entwickelt, insbesondere auch das „Bürgerforum Messestadt e.V.“, das heute Trägerverein des „Kulturzentrums“ ist. Das Bürgerforum gibt unter anderem seit dem Jahr 2000 die „Take Off!“, das Nachbarschaftsmagazin der Messestadt Riem, heraus.

Informelle Bürger*innenbeteiligung 5. Bauabschnitt

Am Dienstag, 27. Juli, fand eine digitale Informationsveranstaltung zum fünften Bauabschnitt der Messestadt Riem statt. In der Veranstaltung informierten Vertreter*innen der Stadt, der Eigentümergemeinschaft und des Bezirksausschusses über die Rahmenbedingungen des städtebaulichen Entwicklungsprozesses. Interessierte Bürger*innen konnten sich via Chat mit Fragen und Anregungen beteiligen.

Die Infoveranstaltung bildete den Auftakt der informellen Bürger*innenbeteiligung im Vorfeld des städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerbs für den fünften Bauabschnitt, der die bereits bestehenden Stadtviertel verbindet und den Riemer Park im Westen abschließt. Im Anschluss an die Infoveranstaltung bis zum 19. September wurde ein Online-Dialog durchgeführt, dessen Ergebnisse am 25. September in einem Workshop behandelt wurden.

Die Auslobung des städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerbs beginnt im Herbst 2021, das Ergebnis wird 2022 vorliegen.

Hier kommen Sie zur Aufzeichnung der Info-Veranstaltung sowie zum Online-Dialog

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1. Preis städtebaulicher und landschaftsplanerischer Ideenwettbewerb 1990
© LHM

Städtebauliche Wettbewerbe

Eine eigene Identität und hohe Gestaltqualität sind grundlegende Ziele in der Planung und Realisierung der Messestadt Riem. Wettbewerbe auf allen Planungsebenen, Gestaltungsregeln und eine Beratergruppe unterstützen diese Ziele.

In Planung – 2021/2022 soll ein Wettbewerbsverfahren für den 5. Bauabschnitt Wohnen am westlichen Rand des Riemer Parks durchgeführt werden.

2017 - Nichtoffener Realisierungswettbewerb mit Ideenteil, Schulcampus mit Sportpark, Ausloberin: Landeshauptstadt München, vertreten durch die MRG Maßnahmeträger München-Riem GmbH, 1. Preis: h4a Gessert + Randecker Architekten, Stuttgart, mit Glück Landschaftsarchitektur, Stuttgart

2008 - Beschränkt offener städtebaulicher und landschaftsplanerischer Realisierungswettbewerb mit acht Teilnehmern für den 4. Bauabschnitt Wohnen, 1. Preis: ASTOC GmbH&Co. KG architects and planners, Köln, mit lohrer.hochrein Landschaftsarchitekten, München

1998 - Offener, einstufiger Realisierungswettbewerb in zwei Bearbeitungsphasen für den östlichen Bereich der Messestadt Riem (2. und 3. Bauabschnitt Wohnen), 1. Preisgruppe: Arbeitsgemeinschaft Goergens+Miklautz, Lynen, Billinger, München, Marzling, Stuttgart; Arbeitsgemeinschaft Burger•Ratzinger, München, Freising; Albers und Cerliani mit Hesse+Schwarze+Partner, Zürich

1995/1996 - Ideen- und Realisierungswettbewerb für den Landschaftspark München-Riem (heute: Riemer Park), 1. Preis: Büro Latitude Nord, Paris

1993 - Zweistufiger städtebaulicher und landschaftsplanerischer Ideen- und Realisierungswettbewerb, 1. Preis für Bereich Stadtkante, Messevorfeld und zentraler Platz: Architektengemeinschaft Bystrup, Bregenhøj und Partner, Kopenhagen, 1. Preis für Bereich 1. Bauabschnitt Wohnen: Arbeitsgemeinschaft Reiner•Weber•Hammer, Valentien+Valentien und Billinger München, Weßling, Stuttgart

1990/1991 - Städtebaulicher und landschaftsplanerischer Ideenwettbewerb mit vertiefender Messeplanung Künftige Nutzung Flughafengelände München-Riem, 1. Preis: Arbeitsgemeinschaft Frauenfeld und Partner, Frankfurt/Main

Beratergruppe

Der „Beratergruppe für Stadtgestaltung und Ökologie“ gehören Fachleute aus den Bereichen Architektur / Städtebau, Landschaftsplanung und Ökologie sowie Mitglieder des Stadtrats, des Bezirksausschusses, der Verwaltung und des Maßnahmeträgers an. Im Sinne konstruktiver Kritik berät sie die Stadt, private Bauherr*innen und alle Planer*innen bei der Erstellung von neuen Bauvorhaben (ohne Wettbewerb) und ist gleichzeitig ein Forum für gemeinsame Diskussion und Planungsfragen. Ziel der Präsentationen und der anschließenden Diskussionen ist und war, die Umsetzung der „Leitlinien zur Gestaltung” und Vorgaben der „Ökologischen Bausteine” zu gewährleisten.

Bauherr*innenpreise

Der Bauherr*innenpreis der Landeshauptstadt München honoriert das Engagement besonders motivierter Bauherr*innen und Architekten*innen sowie Landschaftsarchitekt*innen, die mit ihren Gebäuden und Freianlagen in besonderer Weise die Empfehlungen der „Ökologischen Bausteine” und Vorgaben der „Leitlinien zur Gestaltung” umgesetzt haben.

Die Landeshauptstadt München hat im Jahr 2000 zum ersten Mal den Bauherr*innenpreis zur Auszeichnung positiver Ansätze und Lösungen im Wohnungs- und Gewerbebau gestiftet. Bis heute sind neun Wettbewerbe mit großem Erfolg ausgelobt worden.

Rechtsverbindliche Bebauungspläne

Riemer Badesee, Luftbild: Klaus von Mandelsloh  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Riemer Badesee, Luftbild
© Klaus von Mandelsloh

Riemer Park und Riemer Badesee

Als drittgrößter Münchner Park nach dem Englischen Garten und dem Nymphenburger Schlosspark ist der Riemer Park das wichtigste Naherholungsgebiet für die Messestadt Riem und die umliegenden Stadtteile. Der Riemer Park wurde nach dem Entwurf des Pariser Landschaftsarchitekten Gilles Vexlard errichtet, der 1995 mit seinem Büro Latitude Nord als Sieger aus einem internationalen Ideen- und Landschaftswettbewerb hervorging.

Der Badesee, der Rodelhügel und das südlich der Wohngebiete liegende Aktivitätenband mit der Parkterrasse und seinen vielfältigen, intensiven Spiel- und Sportangeboten bieten attraktive Erholungsmöglichkeiten. Der landschaftliche Teil des Parks im Süden mit den weiten, artenreichen Wiesen im Kontrast zu den beiden Waldmassiven, den Hainen und Gehölzstreifen bildet einen ökologisch wertvollen, naturnahen Lebensraum und ermöglicht Erholung und Naturererlebnisse. Die diagonale Ausrichtung der Pflanzungen orientiert sich an den historischen Flurgrenzen vor der Errichtung des Flughafens.

Eine besondere Attraktion ist der Riemer Badesee. Er ist mit seinen unterschiedlich gestalteten Uferzonen in den Park eingebettet: der städtischen Promenade mit Kai und Stufenanlagen, dem Kiesbadestrand, dem landschaftlichen Ufer mit Wildstaudenpflanzungen und der Flachwasserzone als natürliche Filteranlage. Wegen dieser Qualitäten und der guten Erreichbarkeit zu Fuß, mit dem Rad und mit der U-Bahn erfreut sich der See großer Beliebtheit.

Konzeptplan und Filme

Städtebaulicher Konzeptplan Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Städtebaulicher Konzeptplan

Film von 2013 - deutsche Version Video abspielen

Film von 2013 - deutsche Version

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Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Stadtplanung - Planungsgruppe Bezirk Ost (Stadtbezirk 14 und 15)

Blumenstraße 28b
80331 München