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Entstehungsgeschichte


Potenzial für die künftige Siedlungsentwicklung

Der Münchner Nordosten birgt nach dem in Freiham geplanten neuen Stadtteil das größte verbliebene Potenzial für die künftige Siedlungsentwicklung in München: Östlich der Flughafenlinie S8 befinden sich auf knapp 600 Hektar große zusammenhängende Flächen, auf denen in Teilbereichen in den nächsten Jahrzehnten ein neuer Stadtteil entstehen kann.

Stand der Dinge und nächste Schritte

Die Vollversammlung des Münchner Stadtrats hat am 13. Februar 2019 die Eckdaten des städtebaulichen und landschaftsplanerischen Ideenwettbewerbs für den Münchner Nordosten beschlossen.

Mit diesem Wettbewerb sollen Ideen für ein Gesamtkonzept entwickelt werden, die auf die Qualitäten des Orts reagieren, diese aufgreifen und verstärken, aber auch ausgleichend auf Defizite einwirken. In dem Spiel und der weiteren Vertiefung der städtebaulichen Typologien ergeben sich damit Spannen an Einwohner- und Arbeitsplatzpotenzialen, die sich aus den räumlichen Qualitäten heraus entwickeln.

Mitte März 2019 startet wieder eine intensive Öffentlichkeitsbeteiligung. Alle Informationen finden Sie hier. Was genau der Kontext der Vorbereitenden Untersuchungen bedeutet, lesen Sie in den FAQs.

Siedlungsentwicklung im Münchner Nordosten

Das ländlich geprägte Untersuchungsgebiet liegt in den Stadtbezirken 13 Bogenhausen und 15 Trudering-Riem. Es wird im Westen von der Trasse der S8 (zwischen Daglfing und Johanneskirchen), im Nordosten von der Stadtgrenze und dem Lebermoosweg (ehemalige Gütergleis-Trasse) und im Süden von der Riemer Straße begrenzt. Das Gesamtkonzept für den Münchner Nordosten soll der Zielvorgabe einer Stadtentwicklung in unmittelbarer Verbindung zum Landschaftsraum folgen.

Städtebauliche Qualitäten und attraktive Stadträume sollen durch  unterschiedliche Bautypologien entstehen. Hierfür sollen bei der Entwicklung des Münchner Nordostens unterschiedliche Typologien mitgedacht und ermöglicht werden. Darüber hinaus soll ein breites Feld an Kombinationsweisen – von den den Ort aktuell prägenden Strukturen bis zum verdichteten Geschosswohnungsbau – Möglichkeiten eröffnen, flexibel auf die Fragen des Einwohner- und Arbeitsplatzpotenzials zu reagieren. Für die einzelnen Teilquartiere sollen eigene Identitäten ausgebildet werden.

Die Vernetzung mit den angrenzenden Stadtbezirken Bogenhausen und  Trudering-Riem sowie den regionalen Partnerinnen und Partnern soll sowohl räumlich als auch funktional ausgebaut werden. Dies soll sowohl über städtebauliche Konzepte, als auch über den Ausbau von neuen und das Aufgreifen von bestehenden Grün- und Freiraumstrukturen ausgebildet werden.

Landschaftsentwicklung im Münchner Nordosten

Der historisch gewachsene Raum und die Qualitäten der ländlichen Kulturlandschaft am Stadtrand von München bilden den Anknüpfungspunkt für die weiteren Planungsschritte. Das Planungskonzept soll auf Grundlage der vorhandenen Bestandsaufnahme und unter Berücksichtigung von Freizeit- und Erholungsnutzung, des Landschaftsbildes, der Naturhaushalte und des Biotop- und Artenschutzes entwickelt werden.

Angestrebt wird eine nachhaltige Stadtentwicklung, die den Bedürfnissen nach ausreichender Freiflächenversorgung der Bevölkerung vor Ort entspricht. Besonderes Augenmerk soll dabei auf den Landschaftsraum, den Übergang der Siedlungsfläche zur Landschaft, städtisch integrierte Freiflächen sowie die angemessene Berücksichtigung der bestehenden landwirtschaftlichen Flächen gelegt werden. Dabei sind die zu erwartenden Veränderungen des Klimas zu berücksichtigen. Wesentlich ist auch der Erhalt der Landwirtschaft sowie des Pferdesports.

Stadt- und klimaverträgliche Mobilität im Münchner Nordosten

Zur verträglichen Abwicklung der neu induzierten Verkehre wird ein innovatives und zukunftsfähiges multimodales, weitgehend autofreies Erschließungskonzept mit besonderem Augenmerk auf den Umweltverbund (Fuß- und Radverkehr sowie ÖPNV, insbesondere dessen rechtzeitige Bereitstellung) zu Grunde gelegt. Die Siedlungsstruktur und deren kleinräumliche Erschließung sind entsprechend der Leitlinien des Verkehrsentwicklungsplans zu entwickeln.

Für die zukünftige Entwicklung des Münchner Nordostens soll sich die Erschließung mit dem öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) an den neuen Siedlungsschwerpunkten orientieren. Hierbei ist ein leistungsfähiges schienengebundenes System als zentrale Erschließung erforderlich. Hierzu gehört auch eine Verlängerung der U4 sowie die frühzeitige Umsetzung dieser Infrastrukturen.

Für den Fuß- und Radverkehr sollen bestehende Achsen aufgegriffen und über das Gebiet des Münchner Nordostens in die Region weitergeführt werden. Bestehende Defizite im Ausbauzustand und Lücken im Netz sollen behoben und geschlossen werden. Angestrebt werden verdichtete, gemischte Nutzungsstrukturen im Umfeld leistungsfähiger Haltestellen des öffentlichen Personennahverkehrs, da diese Siedlungsstrukturen im besonderen Maße auch den Fuß- und Radverkehr begünstigen. Für diesen soll ein engmaschiges Netz an sicheren, barrierefreien Straßen und Wegen entstehen.

Dialog mit den Nachbargemeinden

Aufgrund seiner Größe, seiner Lage am Stadtrand und seiner überörtlich guten Erreichbarkeit (insbesondere vom Flughafen München und der Messe München) hat das Vorhaben eine „regionale Dimension“. Daher werden die regionalen Einflussfaktoren einerseits und die zu erwartenden Auswirkungen des Projekts auf seine Umgebung andererseits von Anfang an in den Planungsprozess einbezogen. Hierzu wurde und wird ein kontinuierlicher Dialog mit den Nachbargemeinden Aschheim, Unterföhring, Feldkirchen und Haar, mit dem Landkreis München sowie im Regionalen Planungsverband geführt.

Es haben bereits mehrere Termine in Aschheim, Unterföhring und München stattgefunden, um über den Planungsprozess und die städtischen Ziele zu informieren und die Belange der Nachbarn für die weitere Planung aufzunehmen.

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Planungsteam Münchner Nordosten

Blumenstraße 28b
80331 München